Was ist das schwarze für Material und wie kann man es am Besten entfernen

Wenn das nicht steinhart ist kannst du z.B. Kältespray versuchen, und 
wenn die Masse dann spröde wird wegbröseln.

Ansonsten ein paar Bruchstücke nehmen und der Reihe nach testen:
Spiritus, Aceton, Terpentin, Waschbenzin, "Tunerspray" mit einer 
schicken Mischung diverser Kohlenwasserstoffe, oder gleich 
Tetrachlorkohlenstoff...
Timo N. schrieb:
> Hab das jetzt schon bei verschiedenen IP68 Geräten als Vergussmasse
> gesehen. Gibt's da ne Möglichkeit ohne die Platine / Bauteile zu
> zerstören das zu lösen /wegzubekommen?

Das ist Polyurethan, ziemlich resistentes Zeug. Man kann es auf 
100-120°C erwärmen und dann mit einem Stechbeitel, Stemmeisen etc. 
Schritt für schritt schälen. An den Bauteilen muss man natürlich 
vorsichtig sein, sonst reißt man was ab. Chemisch hast du da keine 
Chance. Mit Kälte auch nicht, das Zeug wird dann nur hart, zerbröselt 
aber nicht.
Gast
Timo N. schrieb:
> Gibt's da ne Möglichkeit ohne die Platine / Bauteile zu
> zerstören das zu lösen /wegzubekommen?

Wenn es eine PU-Vergussmasse ist, kann man versuchen, es im Ofen auf 60 
-70°C zu erwärmen. Manche Massen werden dann weich und und man kann 
versuchen, es abzubröseln. Was oben schon mit Kältespray genannt wurde, 
geht halt manchmal recht erfolgreich mit Wärme. Wovon du dich aber 
verabschieden kannst, ist die Vorstellung einer sauberen und 
Vergussmassefreien Platine.
OP
Michael W. schrieb:
> Rüdiger B. schrieb:
>> Wechselrichter?
>
> Dem Stecker oberhalb des Moduls nach zu urteilen eventuell was aus dem
> KFz-Sektor...

Ja ist glaub ein Wechselrichter. Hab irgendein Bild online gepickt.
Hab das aber auch in meiner defekten Teichpumpe vorgefunden und da war 
mechanisch nur sehr schwer was zu machen.
Die Pumpe ist eh defekte und alles aber ich wollte mal bis zur Platine 
vordringen und mal schauen was da so verbaut ist (Interesse).
Das Material sieht für mich identisch aus.
Rückstandslos entfernen ist egal. Es geht darum so weit vorzudringen, 
dass man Bauteile wechseln könnte oder dass man Bauteile überhaupt erst 
erkennt und das in vertretbarer Zeit und ohne die größte Sauerei der 
Welt zu machen.

Mit dem Gasbrenner bin ich dem Zeug auch schon angerückt. Aber es bringt 
nicht viel.
Wenn ihr meint mal länge Zeit im Backofen schmoren zu lassen, dann werde 
ich das mal versuchen.
Irgendeine Säure, die Wunder bewirkt, falls nur eine Analyse der 
Schaltung erfolgen soll und keine "Rettung"? Ein paar wurden ja schon 
genannt.
(Firma: S-C-I DATA GbR)
Timo N. schrieb:
> Wenn ihr meint mal länge Zeit im Backofen schmoren zu lassen, dann werde
> ich das mal versuchen.

Wie schon gesagt, unser Richi ist der Zerleger-Guru, der kann dir sicher 
Tipps geben.
Schreib ihm mal ne PN, ich denke nicht dass er auf den Thread, von sich 
aus aufmerksam wird.

73 55
Gast
Nitroverdünnung könnte auch gehen, greift aber wahrscheinlich auch den 
Lack vom Kupferlackdraht an etc. und stinkt obereklig.
Ich würde mit dem Zeug nur unter einem guten Abzug arbeiten.
Mario M. schrieb:
>> Klingt irgendwie nicht danach.
>
> "Polare organische Lösemittel wie Dimethylformamid (DMF),
> Dimethylsulfoxid (DMSO), N-Methylpyrrholidon und Tetrahydrofuran (THF)
> lösen TPU auf."
> https://www.rowak.ch/de/glossar/Polyurethane.php

Nun ja, aber die schwarze Masse ist kein TPU (Thermoplastisches 
Polyurethan). Denn thermoplastisch heißt, unter Wärmewirkung weich und 
formbar zu werden. Das ist diese Masse sicher NICHT! Und om man diese 
Chemikalien einfach so bekommt, diese einfach so nutzen kann (Gift?) ist 
eine ganz andere Frage.
Ich hatte vor kurzem ein ähnliches Problem.
Habe dann die mechanische Variante gewählt, nachdem die Chemie bei der 
Vergussmassen nichts bewirkt hat.
Zum Einsatz kamen die kleinen Topfbürsten aus Messing bzw. Stahl für 
Proxon/Dremel oder dergl.. Ist allerdings eine Strafarbeit mit großer 
Schweinerei. Die abgetragenen Krümmel fliegen überall hin. Zudem ist an 
allen empfindlichen Stellen großes Fingerspitzengefühl erforderlich. 
Anbei noch ein paar Bilder (Das ist eine Alarmanlage von einem SUV von 
der Insel).

Gruß
fossi
Angehängte Dateien:
Gast
Timo N. schrieb:
> Irgendeine Säure, die Wunder bewirkt

Heisse konzentrierte Schwefelsäure - dann kannst du auch gleich das 
Innenleben der Halbleiter studieren, denn so werden die Gehäuse von ICs 
aufgelöst.

Sollte man nicht in der Küche durchführen, nicht nur weil die Hausfrau 
was dagegen hat.

Georg

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