Microcontroller & Gate Driver bei Brownout für ca. 500ms mit Strom versorgen

Gast #7078509
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Hallo miteinander

Ich baue gerade einen Umrichter für eine Leistung von ca. 2.4kW und 
frage mich gerade, wie mein Projekt auf einen Brownout (e.g. Wegfall der 
Netzspannung) reagieren würde. Aktuell regle ich den Umrichter mit einer 
Steckkarte von TI (TMDSCNCD28388D) die ein Maximum von ca. 380mA Strom 
zieht.

Versorgt wird die Karte aus dem AUX Ausgang eines Schaltnetzteils (von 
denen in der Einheit zwei verbaut sind) 
(https://www.meanwell-web.com/en-gb/ac-dc-single-output-enclosed-power-supply-output-rsp--1000--24).

Nun Frage ich mich, was die beste Möglichkeit wäre, im Falle eines 
Wegfalls der Netzspannung, den Controller noch für ca. 800ms mit Strom 
zu versorgen (die Zeit bräuchte ich um die Energie, die in der Last 
gespeichert ist, sicher abzubauen)?
#7079359
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Tom schrieb:
> un Frage ich mich, was die beste Möglichkeit wäre, im Falle eines
> Wegfalls der Netzspannung, den Controller noch für ca. 800ms mit Strom
> zu versorgen (die Zeit bräuchte ich um die Energie, die in der Last
> gespeichert ist, sicher abzubauen)?

Wo muss dazu der Controller und die Gateteiber mit Spannung versorgt 
werden?  Im Normalfall macht die CPU einen RESET und die Gatetreiber 
gehen mittels externer Pull Up/Down Widerstände an deren Eingängen in 
den sicheren Zustand. Die Gate-Treiber haben meist selber auch einen 
under voltage lock out und schalten dann auch selber ab.
Gast #7080870
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Falk B. schrieb:
> Tom schrieb:
>> un Frage ich mich, was die beste Möglichkeit wäre, im Falle eines
>> Wegfalls der Netzspannung, den Controller noch für ca. 800ms mit Strom
>> zu versorgen (die Zeit bräuchte ich um die Energie, die in der Last
>> gespeichert ist, sicher abzubauen)?
>
> Wo muss dazu der Controller und die Gateteiber mit Spannung versorgt
> werden?  Im Normalfall macht die CPU einen RESET und die Gatetreiber
> gehen mittels externer Pull Up/Down Widerstände an deren Eingängen in
> den sicheren Zustand. Die Gate-Treiber haben meist selber auch einen
> under voltage lock out und schalten dann auch selber ab.

Das Grundproblem liegt darin dass ich bei Nennleistung relativ viel 
induktive Energie in meiner Last gespeichert habe. Wenn ich die 
Gate-Treiber einfach ausschalte wir die zurück in die Eingangskapazität 
meines Konverters gespeist. Dabei würde die Spannung an den 
Eingangskapazitäten unzulässig hoch werden (am Eingang sind u.A. 
Elektrolytkondensatoren die dann von 96V auf ca. 135V ansteigen würden).

Grundsätzlich könnte ich natürlich mehr Elektrolytkondensatoren 
verbauen, ich dachte es wäre aber evtl. einfacher die Energie die in 
meiner Last gespeichert wird einfach in deren Ohmschen Widerstand zu 
verbrennen.
#7080900
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Das kann schnell sehr aufwändig werden!

Das Problem dabei ist: Ein Einbruch der Versorgung oder hat der noch ein 
paar Kumpels im Gefolge? Bei unsicherer Versorgung nicht ganz 
auszuschließen.
Die meisten Lösungen gehen in Richtung: Speicher laden durch die 
"normale" Spannungsversorgung. Ob jetzt ein Akku oder ein wie auch immer 
gearteter Kondensator dafür genutzt wird ist im Grunde genommen 
Geschmackssache. Allerdings sind mehr als 300 mA, über fast eine 
Sekunde, für Kondensatoren nicht ganz ohne.
Die Ladezeit möglichst nicht unter dem Tisch platzieren.
#7080918
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Tom schrieb:
> Grundsätzlich könnte ich natürlich mehr Elektrolytkondensatoren
> verbauen, ich dachte es wäre aber evtl. einfacher die Energie die in
> meiner Last gespeichert wird einfach in deren Ohmschen Widerstand zu
> verbrennen.

Das kannst du doch, nennt sich Chopper und der braucht keine 
Hilfsenergie. Ist praktisch ein ausreichend großer Transistor, welcher 
bei Überspannung einen Lastwiederstand zum Zwischenkreis zuschaltet.

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