Drehstromleitung

Gast #7136533
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Hallo, wir haben neulich über Hochspannungsleitungen geredet:

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Eine Höchstspannungsleitung (380 kV) hat einen maximalen Dauerstrom von 
645 A bis 1040 A je nach Leiter-Querschnitt. Das ist eine maximale 
Übertragungsleistung von 1698 bis 2738 MVA
//////////////////////////////////////////

Nun habe ich 380kV x 1040A multipliziert.
Um auf 2738MVA zu kommen fehlt mir noch ein Faktor 6,92. Wo bekomme ich 
den her oder stimmen die Angaben über Höchstpannungsleitungen nicht?
Gast #7136565
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H. H. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>
>> Sind die 380kV eigentlich die Stern- oder die Dreiecksspannung?
>
> Natürlich letzteres.

Bedeutet "Dreieckspannung" jetzt die Spannung zwischen L1 und L2?

Und bedutet Sternspannung nun die Spannung zwischen L1 und N?

Dann sollte die Dreieckspannung um den Faktor Wurzel 3 höher sein als 
die Sternspannung
Gast #7136575
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HildeK schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Sind die 380kV eigentlich
>
> nicht inzwischen 400kV bzw. 230kV im Stern?
> Oder haben die damals bei der Umstellung von 220/380V auf 230/400V viele
> Trafos ausgetauscht?
>
> Ist schon eine ernsthafte Frage, die mir gerade so in den Sinn kam.

Soweit ich weiß, haben wir in den Hoch- und Höchstspannungsnetzen noch 
beide Spannungsebenen.
Dank regelbarer Trafos mit mehreren Wicklungsanzapfungen kein Problem.


Bertram Bügler schrieb:
> Bedeutet "Dreieckspannung" jetzt die Spannung zwischen L1 und L2?

Ja, nennt man auch verkettete Spannung.

Bertram Bügler schrieb:
> Und bedutet Sternspannung nun die Spannung zwischen L1 und N?

Ja, nennt man auch Strangspannung.

Bertram Bügler schrieb:
> Dann sollte die Dreieckspannung um den Faktor Wurzel 3 höher sein als
> die Sternspannung

Den Konjunktiv kannst du dir sparen...oder mal den Faktor ausrechnen, um 
von ca. 230V auf 400V zu kommen. ;)
Gast #7136945
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Abend!

H. H. schrieb:
> Und an einem Mast hängen in der Regel mehrere Systeme, z.B. 4.

Bei 380kV kommt meist ein Bündelleiter aus 4 Einzelseilen zum Einsatz.

Also Wurzel(3) x 380kV x 680A *4 = 1790MVA.

Wobei man noch aufs Alter der Leiterung schuane müsste.
Früher wurde eine Al/St in 240/40 eingesetzt, zulässige Belastbarkiet 
645A.
Die neuen Leitungen sind eher mit Al/St 265/35 ausgeführt, die 
Belastbarkeit liegt dann bei den erwähnten 680A.


Und der letzte Schrein sind wohl 560/60 (dann aber nur mit 3 
Einzelleiter auch bei 380kV?)

Siehe auch
Beitrag "Freileitung Aluminium"


mfG Thomas
Gast #7136957
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Wühlhase schrieb:
> thomas_at schrieb:
>> Und der letzte Schrein sind wohl 560/60 (dann aber nur mit 3
>> Einzelleiter auch bei 380kV?)
>
> Nein, das werden vier Leiterseile bleiben. Die Bündelleiter haben vor
> allem die Aufgabe, den Feldquerschnitt künstlich aufzublasen. Um
> Koronaentladungen zu vermeiden.

Bei 380kV sind auch 3er Bündelleiter gängig.
Gast #7140845
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HildeK schrieb:
> nicht inzwischen 400kV bzw. 230kV im Stern?

So wie ich es verstanden hatte im "Elektrische Energietechnik" 
Unterricht:

1: Genannt und ausgegangen werde immer von den Dreieckspannungen. Diese 
seien exakt definiert, womit theoretisch "230 V" nicht 230.0 V sei aber 
400 V/sqrt(3) = 230.9 V. (Wegen der zulässigen Spannungstoleranz fällt 
das aber nicht auf wenn man misst an der Steckdose in der Wohnung)

2: Bei der Spannungsumstellung solle es nur die unterste Spannungsebene 
getroffen haben, also 220/380 V ==> 230/400 V.

Konklusion: Die Dreieckspannungen müssten sein heutzutage:

400 V
(Hier) 22 kV
110 kV
220 kV
380 kV

Grüsse - Microwave
Gast #7140855
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Nur so am Rande…aus 380kV nominalspannung werden in der Realität gerne 
400+..

Bzgl. Des Neutralleiters…Kraftwerke und Umspannwerke haben riesige 
Erdungsnetze unter sich 20x20..40x40m +… hier fließen teils enorme 
Ausgleichsströme…

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