Ralph B. schrieb:
> wie erreicht man mit DVBT eine Latenzzeit von unter 100ms?
>
> In Trier befassen wir uns zur Zeit mit DVBT im Amateurfunk.
>
> Die Latenzzeit war immer so um 2 Sekunden.
>
> Darunter sind wir nie gekommen.
Der Funklayer hat durchs Interleaving schon eine gewisse Latenz, der
grösste "sichtbare" Teil kommt aber durch die Parameterwahl beim
Videoencoding. Da versucht man normalerweise aufgrund der beschränkten
Bandbreite das Encoding so gut wie möglich zu machen. Das kostet aber
viel Zeit. B-Frames sind schon mal ganz schlecht für die Latenz (aber
gut für die Bildqualität...).
Hab als reine Encoding+Decoding-Zeiten bei h.264 mit GPU-Support
(Nvidia-nvenc) schon ~20ms geschafft (Screengrabbing,
h.264-GPU-Encoding, Streaming über Kabel-Internet in die Azure-Cloud
(Amsterdam), Re-Distribution zurück, h.264-GPU-Decoding, Anzeige). Wenn
man als Bild einen Timestamp sendet, und das dekodierte Bild gleich
daneben anzeigt, kann man ganz bequem mit einem Foto beide Timestamps
festhalten und man sieht die Latenz ;) Allerdings geht das nicht mit
ffmpeg, da muss man schon alles selber machen und an den
nvenc-Parametern schrauben, um unnötiges Buffering zu verhindern...