Hallo,
Frage an die MSP430-Entwickler :
Mit welchen Tools entwickelt ihr aktuell die Software und womit ladet
ihr sie per JTAG in die Prozessoren ?
Soweit ich sehe, ist der aktuelle MSP430-GCC von 2021.
Aber welche Soft- ud Hardware ist zum Laden der erzeugten Programme in
die Prozessoren zu empfehlen ?
THX !
IAR Embedded Workbench for MSP430https://www.iar.com/products/architectures/iar-embedded-workbench-for-msp430/
TI Code Composer Studio
https://www.ti.com/tool/CCSTUDIO
VisualGDB
https://visualgdb.com/?features=embedded
Dort gibt es auch einen gcc 8.3.1:
https://sysprogs.com/getfile/1670/msp430-gcc8.3.1-r2.exe
Energia
https://energia.nu/
Als Debugschnittstelle wird JTAG nur selten verwendet, SBW (Spy By Wire)
macht inhaltlich dasselbe, benötigt aber nur zwei statt vier Anschlüsse.
Nur sehr alte MSP430-Varianten benötigen JTAG, alle neueren (seit
'F2013) kennen SBW.
Empfehlenswert ist die Anschaffung eines der Launchpads, die enthalten
nämlich die für SBW erforderliche Hardware.
Tatsächlich war bei älteren Varianten diese Hardware bis auf ein paar
Pegelwandler sogar identisch zum JTAG-Adapter MSP-FET430UIF, aber die
Firmware war eine andere und damals noch "closed source".
Das hat sich mit dem Nachfolger des MSP-FET430UIF, dem MSP-FET,
geändert.
Programmieren lässt sich auch über BSL (serieller Bootstraploader), aber
das ist frickelig.
Hallo,
Energia wird nicht mehr gepflegt. Der Maintainer schreibt, daß er keine
Zeit mehr investieren will. Es ist z.B. der log4j noch drin, weil
niemand mehr das Tool auf dem neuesten Stand hält. Die aktuellste
Version von Energia ist von 2019 wenn ich mich nicht täusche.
Auch die entsprechende Seite https://43oh.com/ ist verwaist.
Schade.
Nun, da Energia auch nur den "Komfort" der alten Arduino-IDE
nachgebildet hat, ist das kein wirklich schwerer Verlust, außer für die
natürlich, die Arduino-Projekte auf msp430 betreiben wollen.
Nun, das können sie mit der alten Energia-Version ja immer noch. Die ist
ja nicht weg, und auch nicht kaputt.
Daß da die Komponente "log4j" verwendet wird, heißt auch nicht, daß da
ein Sicherheitsleck besteht -- das tut es nur bei unsachgemäßem Gebrauch
von log4j, wenn da ungeprüft Daten raufgelassen werden, die irgendein
Skriptkiddie aus dem Internet da raufwerfen kann.
Da aber Energia vermutlich auch in Deinem Szenario nicht auf einem
Webserver eingesetzt wird, ist das Problem überschaubar.
Prinzipiell sollte es auch möglich sein, den von Energia verwendeten
Unterbau in die "echte" Arduino-Umgebung zu überführen, warum das nicht
von Anfang an so gehandhabt wurde, entzieht sich meinem Verständnis.
Das hätte nämlich den netten Seiteneffekt gehabt, etwas mehr Leute an
die msp430 heranführen zu können.
Irgendwie ist es um die aber sehr ruhig geworden, und das trotz all' des
Aufwandes, den TI in günstige Launchpads gesteckt hat.
fragjanur schrieb:> Mit welchen Tools entwickelt ihr aktuell die Software und womit ladet> ihr sie per JTAG in die Prozessoren ?
Würde ich ebenfalls mit:
four-three-oh schrieb:> IAR Embedded Workbench for MSP430> https://www.iar.com/products/architectures/iar-embedded-workbench-for-msp430/>> TI Code Composer Studio> https://www.ti.com/tool/CCSTUDIO>> VisualGDB> https://visualgdb.com/?features=embedded>> Dort gibt es auch einen gcc 8.3.1:> https://sysprogs.com/getfile/1670/msp430-gcc8.3.1-r2.exe
Beantworten.
Allerdings arbeite ich noch hin und wieder mit HITEX,
Dies hat der einfache Grund, weil wir noch immer sehr viele MSP430PXXX
Verarbeiten.
Die hatten damals und heute noch kein Brauchbares Debuggerinterface, so
das der HITEX so ziemlich das einzige Tool ist das Trotzdem eine
Vernünftige Debugging zulässt. Auch der LCD Debugger beim HITEX, ist
einfach immer noch das bessere ;-)
Als Programmer geht so von OLIMEX (über TI MSP-FET430 bis hin zum
Multiprogrammer von "FlashPro-430-STD - Elprotronic" bis hin zu:
"MSP-GANG-Pro." Die letzteren 2 sind aber hauptsächlich in der
Produktion verwendet, da sie den MSP430 grad Programmieren, quasi
während die Bestückungsmaschiene sie Bestückt.
Ansonsten ist meine Empfehlung:
Kauf dir ein Launchpad und dann hasst du ein sehr gut funktionierenden
MSP-FET430 fast umsonst. bei guter Wal des Launchpad sogar mit
Echtzeitmessung des Stromverbrauchs. Letzteres ist Interessant wenn man
speziell Batterie sparende Applikationen entwickelt.
Das schöne ist, dass es für die Launchpad, eine Galvanische Trennung
gibt das macht es interessant für die Applikationen wo wir den MSP430
direkt aus dem Netz (Mit Spannungsteiler und Diode) betreiben.
Siehe dazu:
https://www.mouser.de/new/texas-instruments/ti-msp-iso-adapter-board/
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Ernst B. schrieb:> https://docs.platformio.org/en/latest/platforms/timsp430.html
Das scheint irgendwie automatisch erzeugter Text zu sein, denn da steht
> Supported debugging tools are listed in “Debug” column. For more detailed
information, please scroll table by horizontal.
Es gibt aber keine Spalte "Debug" und auch keine Tabelle, die man
horizontal scrollen könnte.
DerEgon schrieb:> Das scheint irgendwie automatisch erzeugter Text zu sein,
Möglich.
Intern wird wohl https://www.ti.com/tool/MSPDS verwendet.
DerEgon schrieb:> Es gibt aber keine Spalte "Debug" und auch keine Tabelle, die man> horizontal scrollen könnte.
Dann schau halt in die Spalte "Debug", die ohne horizontales Scrollen
sichtbar ist...
Patrick L. schrieb:> Kauf dir ein Launchpad und dann hasst du ein sehr gut funktionierenden> MSP-FET430 fast umsonst.
Nicht ganz, denn das Launchpad kennt nur Spy-By-Wire, und das wiederum
kennen die ganzen alten MSP430-Varianten 'F1xx, 'F4xx etc. alle nicht.
Die brauchen 4-Draht-JTAG.
Die will man zwar nicht in Neueentwicklungen verwenden, schon weil sie
viel zu teuer sind, aber manch einer hat halt so ein Ding.
Da ist ein "echter" MSP-FET430UIF oder dessen Nachfolger MSP-FET zu
bevorzugen, auch wenn der natürlich mehr kostet. Anders aber als die
Nachbauten von Olimex funktionieren die beiden ohne zu mucken mit so gut
wie jeder Software. Und nein, einen MSP-430PIF, den man sich zwar sehr
leicht selbstbauen kann, würde ich in diesem Jahrzehnt noch weniger
anfassen wollen als im letzten. Sowas ist nur was für Freunde musealer
PCs mit musealer Software.
Patrick L. schrieb:> weil wir noch immer sehr viele MSP430PXXX> Verarbeiten.
Stellt Ihr elektronische Heizkostenverteiler her? Außerhalb von denen
habe ich diese Fossile in den letzten 20 Jahren nicht mehr gesehen.
four-three-oh schrieb:> Stellt Ihr elektronische Heizkostenverteiler her? Außerhalb von denen> habe ich diese Fossile in den letzten 20 Jahren nicht mehr gesehen.
Nein in Medizinischen Produkten ist dieser Zuhause, da er sehr
Zuverlässig arbeitet.
Und auch die Zulassungen hat die es Benötigt,
um in diesen Sektor zuhause zu sein ;-)
Eine Neuzulassung dauert und Verschlingt Unkosten, so wird die
MSP430Pxxx Serie wohl noch länger überleben ;-)
So Back to the Rout.
Ja das mit dem FET aus dem Launchpad ist wohl richtig, es unterstützt,
von Hause aus kein JTAG dazu braucht man sicherlich den FET430 oder
den Clone (in CN fast für Lau).
Aber ich denke, das der TO wohl kaum auf die JTAG Version zugreifen will
und wenn doch gibt's ein SPBW to JTAG Interface, dass man sogar selber
bauen kann... ;-)
Damit kann man sogar das ISO-Interface verwenden.
Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich die MSP430 zu verwenden die ein
Bootloader haben, da gibt es welche die sich über RS232 oder I²C usw
seriell Programmieren lassen.
Dann kommt man ganz ohne Programmer aus.
Patrick L. schrieb:> und wenn doch gibt's ein SPBW to JTAG Interface, dass man sogar selber> bauen kann... ;-)
Hast Du dafür 'nen Link? Davon hör' ich das erste Mal.
Patrick L. schrieb:> und wenn doch gibt's ein SPBW to JTAG Interface, dass man sogar selber> bauen kann... ;-)Patrick L. schrieb:> Siehe Angehängtes PDF
Das beschreibt mitnichten, wie man ein SBW-zu-JTAG-Interface selbst
bauen kann, das beschreibt die in SBW-fähigen µCs eingebaute Schaltung.
Um das auf einer Platine nachbauen zu können, müsste man Zugang zu den
diversen in Kästchen untergebrachten Pseudo-Signalen haben, wie "In TMS
Slot" oder "In TDI Slot" etc.
Die aber fallen aus einem SBW-Adapter wie dem Launchpad nicht raus.
Mit Selbstbau ist es dann doch nicht so weit.
four-three-oh schrieb:> Mit Selbstbau ist es dann doch nicht so weit.
Sorry hab wohl (bin Unterwegs) das falsche dock erwischt.
Hast du somit recht.
Ich habe bei mir so ein Adabter im Einsatz, (SpBw-JTAG) für die
galvanische Trennung. Ich werde wenn ich dazukomme die Schemas dazu
raussuchen falls wirklich Interesse daran besteht, sonst nutze ich die
Zeit lieber Sinnvoller.
Ich denke aber einfacher ist es die Fehlenden Pins des µC's vom
Launchpad nach draußen Führen, den die Software ist ja meist die selbe
Nutzbar wie im "echter" MSP-FET430UIF oder MSP-FET den der
Firmwareupdate ist ja der selbe ob jetzt Launchpad oder Programmer.
Man muss nur schauen welcher Programmer auf dem Launchpad sitzt.
aber im Verlinkten Dokument ist ja eine Vergleichsliste vorhanden.
Liste