Hallo,
ich suche eine Spule mit etwa 1-10 mH und einem Sättigungsstrom von
mindestens 15A. Ich finde 2 verschiedene Arten von Spulen. 4 Anschlüsse
und 2 Anschlüsse. Wie sich die mit 2 Anschlüssen in meinen Stromkreis
integrieren lassen ist logisch, aber wie ist das mit den 4 Anschlüssen?
Habe ich dann quasi eine Parallelschaltung von 2 Spulen? Ich kann mir
das gerade nicht erklären bin nicht so bewandert darin
H. H. schrieb:> Stefan S. schrieb:>>> Ich würde mal raten, dass die Spule mit vier Kontakten eine>> Gegentaktdrossel ist.>> KaumH. H. schrieb:> Die mit den vier Pins werden Gleichtaktdrosseln zur Funkentstörung sein.
Stimmt, hast natürlich Recht. Das kommt davon, wenn man erst schreibt
und dann denkt.
Oder vielleicht hat die Drossel zwar 4 Pins aber jeweils 2 davon sind
parallel geschaltet. 15A sind ja eine Hausnummer. Aber ohne Link zum
Datenblatt läßt sich nichts(!) definitiv sagen.
Eine Drossel mit 4 Anschlüssen kann man wahlweise für doppelten Strom
oder 4-fache Induktivität verschalten.
Es ist generell eine schlechte Idee, zu einem Bauteil zu fragen, aber
die exakte Bezeichnung geheim zu halten.
M.Tyson schrieb:> kann man diese analog verwenden??
Wofür?
Denn die eine ist auf 50Hz und 10kHz spezifiziert, die andere hat da
schon mal 5MHz im Datenblatt stehen. An diesen Zahlen lässt sich leicht
erkennen, dass das Spulen für komplett unterschiedliche Anwendungen
sind.
von M. schrieb:
>ich suche eine Spule mit etwa 1-10 mH und einem Sättigungsstrom von>mindestens 15A.
Hier ist eine mit 5mH, der Strom steht leider nicht bei,
aber ich schätze die könnte 15A vertragen, nur daß du
erst mal eine Vorstellung bekommst wie sowas in
etwa aussieht.
https://ersatzteilcenter.net/Drossel-5mH
M.Tyson schrieb:> Ich will sie in einem DCDC Wandler verwenden
Zeig mal.
M.Tyson schrieb:> mit 2 pins:> mit 4 pins:> kann man diese analog verwenden??
Beide als Speicherdrossel völlig ungeeignet.
Günter Lenz schrieb:> Hier ist eine mit 5mH, der Strom steht leider nicht bei,> aber ich schätze die könnte 15A vertragen, nur daß du> erst mal eine Vorstellung bekommst wie sowas in> etwa aussieht.>> https://ersatzteilcenter.net/Drossel-5mH
Und die ist nur bis einige 100Hz tauglich. Für höhere Frequenz wirds
noch viel größer, bei gleicher Induktivität.
M.Tyson schrieb:> Ich will sie in einem DCDC Wandler verwenden
Man kann eine Gleichtaktdrossel auch als Trafo verwenden, mache ich
auch.
Ich nehme allerdings eine mit 8 Anschlüssen.
Das macht die Gegentaktansteuerung einfacher und die Gleichrichtung kann
aktiv erfolgen (TEA1795T). Sie arbeitet ungeregelt, quasi als DC-Trafo
1:1.
Gegentakt ist nötig, da kein Gleichstrom fließen darf.
Der Vorteil ist die geringe kapazitive Kopplung und der hohe
Isolationsabstand. Ich habe sie bis 8kV getestet.
https://www.mouser.de/ProductDetail/Vacuumschmelze/T60405-R6166-X018?qs=LqwxS8kK3Aue%252BqgPUYtnbA%3D%3D
warum sind meine zwei Vorschläge als Speicherdrossel ungeeignet? Welche
Parameter sind denn dafür entscheidend? Ich habe nur auf die Inuktivität
und den Sättigungsstrom geachtet. Und was hat die Frequenz denn mit der
Induktivität zu tun, also macht es einen Unterschied ob ich mit 1kHz
oder 10kHz takte für meine Spule?
Peter D klingt interessant. Ich versteh das noch nicht ganz. Wie hast du
denn deine Spule angeschlossen? Ich wüsste nicht was ich mit 8
Anschlüssen anstellen soll
M.Tyson schrieb:> Und was hat die Frequenz denn mit der> Induktivität zu tun, also macht es einen Unterschied ob ich mit 1kHz> oder 10kHz takte für meine Spule?
Das Kernmaterial ist extrem frequenzabhängig!
M.Tyson schrieb:> warum sind meine zwei Vorschläge als Speicherdrossel ungeeignet? Welche> Parameter sind denn dafür entscheidend? Ich habe nur auf die Inuktivität> und den Sättigungsstrom geachtet. Und was hat die Frequenz denn mit der> Induktivität zu tun, also macht es einen Unterschied ob ich mit 1kHz> oder 10kHz takte für meine Spule?
Vielleicht solltest Du dich als erstes Mal mit den nötigen Grundlagen
beschäftigen. Ein Einstieg wären da die DSE-FAQ:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.24
und die dort zu findenden, weiterführenden Links.
M.Tyson schrieb:
> Und was hat die Frequenz denn mit der> Induktivität zu tun, also macht es einen Unterschied ob ich mit 1kHz> oder 10kHz takte für meine Spule?
Die Wirbelstromverluste steigen mit zunehmender Frequenz.
Aber eine Spule die für 10kHz geeignet ist, kannst du auch
für 1kHz benutzen. Ferritmaterialien wie zum Beispiel
in Zeilentrafos alter Fernsehgeräte kannst du ohne Probleme
bis 100kHz benutzen. Ferritkerne und Eisenkerne die du für
Speicherdrosseln benutzt, müssen einen Luftspalt besitzen,
daß ist wichtig. Eisenkerne aus Trafobleche sind nur bis
einige 100Hz geeignet.
M.Tyson schrieb:> Ich versteh das noch nicht ganz. Wie hast du> denn deine Spule angeschlossen? Ich wüsste nicht was ich mit 8> Anschlüssen anstellen soll
Na eben Gegentakt auf beiden Seiten. Anbei das Prinzip. Die Drossel
läuft mit 40kHz, damit es nicht pfiept.
Der Wirkungsgrad ist sehr hoch, alles bleibt kalt.
https://www.schurter.com/en/part/DENO-40-0001
aber hier steht bei Operating frequency kleiner 5Mhz. Meint ihr damit
könnte es funktionieren? ich habe nur um die 10kHz bei meinem
Tiefsetzsteller
M.Tyson schrieb:> ich habe nur um die 10kHz bei meinem Tiefsetzsteller
Welchen Tiefsetzsteller (Welches IC?) verwendest Du denn?
Oft gibt es da im Datenblatt genaue Angaben, was für
Zusatzbauteile da genommen werden sollen.
wie gesagt will ich ja einen Tiefsetzsteller bauen. Was bedeutet dass,
wie würde ich es dort anschließen? Ich verstehe nicht was dort mein
Gegentakt und was mein Gleichtakt ist. Hilfeee
Peter D. schrieb:> M.Tyson schrieb:>>> Ich versteh das noch nicht ganz. Wie hast du>> denn deine Spule angeschlossen? Ich wüsste nicht was ich mit 8>> Anschlüssen anstellen soll>> Na eben Gegentakt auf beiden Seiten. Anbei das Prinzip. Die Drossel> läuft mit 40kHz, damit es nicht pfiept.> Der Wirkungsgrad ist sehr hoch, alles bleibt kalt.
Wenn ich dich richtig verstehe, dann nutzt du Gleichtaktdrosseln für
Flusswandler. Ob Gegentakt oder Full-Bridge oder mit Sinus angefahren
dürfte demnach egal sein, oder?
M.Tyson schrieb:> wie gesagt will ich ja einen Tiefsetzsteller bauen. Was bedeutet dass,> wie würde ich es dort anschließen? Ich verstehe nicht was dort mein> Gegentakt und was mein Gleichtakt ist. HilfeeeBeitrag "Re: Spule mit 4 Anschlüssen"
WF88 schrieb:> Wenn ich dich richtig verstehe, dann nutzt du Gleichtaktdrosseln für> Flusswandler. Ob Gegentakt oder Full-Bridge oder mit Sinus angefahren> dürfte demnach egal sein, oder?
Nein.
Eintaktwandler (Fluß- oder Sperrwandler) erzeugen ein Gleichfeld und
benötigen deshalb einen Luftspalt, um nicht zu sättigen.
Nur beim Gegentaktwandler heben sich die Gleichanteile auf. Daher kann
eine Gleichtaktdrossel verwendet werden.
Der Pferdefuß bei den VAC-Drosseln mit 2 Wicklungen je Seite ist aber,
daß der Wicklungsanschluß nicht definiert ist, da ja Parallelschaltung
vorgesehen ist. Für die Reihenschaltung muß man die Wicklungen deshalb
auspiepen.
Ich habe schon viele Drosseln des Marktes geprüft und gefunden, dass es
2 Gruppen gibt: Drosseln mit hohen Verlusten bei Frequenzen über einige
kHz und solche mit geringen Verlusten. In den Datenblättern werden
diesbezüglich meist keine Informationen gegeben. Da hilft nur messen.
Für die Anwendung als Filterdrossel sind Verluste weniger von Bedeutung,
wenn nur die Induktivität groß genug ist. Bei Speicherdrosseln aber
verschlechtern die Verluste naturgemäß den Wandler-Wirkungsgrad.
PS: Welcher nägelkauende Bürokrat hat die grässliche Bezeichnung
"Hoch-,Tief-setzsteller" erfunden? Wir übernehmen doch sonst alles aus
dem englischen Sprachraum, also Auf-, Abwärtswandler.
eric schrieb:> ir übernehmen doch sonst alles aus> dem englischen Sprachraum, also Auf-, Abwärtswandler.
Der deutssprachige Multi-Kulti-Experte muss hier einhaken. Grund ist
eine Nebenbedeutung des Wortes in einigen Gebieten in einer gewissen
gesellschaftlichen Bildungsschicht. Das Wort Aufwärtswandler bezeichnet
dort eine Person, die sich auf höhere Posten hochschleimt oder
hochschläft.
eric schrieb:> PS: Welcher nägelkauende Bürokrat hat die grässliche Bezeichnung> "Hoch-,Tief-setzsteller" erfunden? Wir übernehmen doch sonst alles aus> dem englischen Sprachraum, also Auf-, Abwärtswandler.
Das hatten wir hier schon mal.
Ist wohl ein österreichischer oder schweizer Professor.
M.Tyson schrieb:> kann man diese analog verwenden??
Nein. Die zweite ist eine Gleichtaktdrossel.
Daher kommen wundersam hohe Induktivitätswerte trotz kleiner Bauform.
Nur sind die nicht real nutzbar.
M.Tyson schrieb:> Ich will sie in einem DCDC Wandler verwenden
Dann brauchst du eine mit 2 Anschlüssen (und passender Induktivität und
Strom, bei hohen Frequenzen passendem Kernmaterial).
M.Tyson schrieb:> wie gesagt will ich ja einen Tiefsetzsteller bauen.
Echt, ungeregelt ? Die meisten DCDC Wandler regeln die Ausgangsspannung
und sind alles, aber sicher keine Steller.
Steller ist nur der Teil ohne die Regelschaltung, also Transistor,
Spule, Diode.
M.Tyson schrieb:> Ich verstehe nicht was dort mein> Gegentakt und was mein Gleichtakt ist.
Weil es da auch nicht hingehört.
Gleichtaktdrosseln braucht man da nur zur Filterung am
Netzspannungs-Eingang (oder Ausgang).
Ist doch einfach: Dein Schaltplan zeigt eine Spule mit nur 2
Anschlüssen, also nimmst du auch eine Spule mit nur 2 Anschlüssen.
Peter D. schrieb:> Man kann eine Gleichtaktdrossel auch als Trafo verwenden
Bloss haben sie da nicht den angegebenen hohen Induktivitätswert.
Peter D. schrieb:> Na eben Gegentakt auf beiden Seiten.
Dein Beispiel ist VÖLLIG UNGEEIGNET um Tyson zu erklären, warum seine
schönen billigen 4-Draht Spulen darin nicht funktionieren. Nur
Besserwisserei.
Das ist eine Schutzleiterdrossel.
Für Buck-Regler nimmt man eine Speicherdrossel und auch nicht im
mH-Bereich, sondern einige µH.
Für viele Regler-ICs bieten die Hersteller Simulationsprogramme an, die
dann auch einen Bauteilvorschlag machen.
Anbei mal für den MAX15046.
Die vorgeschlagene Coilcraft XGL6060123MEC habe ich durch die
MSS1278H-123MED ersetzt, da die bei Mouser gelistet ist.
M.Tyson schrieb:> Es steht "maximaler DC current 16A"
Ist ja auch ein dicker Draht draufgewickelt.
> wie kommt H. H. darauf, dass der Kern bei weniger als 100mA in Sättigung> ist?
Er kennt sich mit sowas halt einfach aus. Aber auch andere, die sich mit
sowas auskennen, sehen das am Anwendungsgebiet der Spule und an dem
winzigen Kern. Allein wegen seiner Größe kann der nicht viel Energie
speichern.
Denn das ist der Witz bei solchen Auf- und Ab- und Hin- und Herwandlern:
der Spulenkörper muss die Energie aufnehmen, speichern und wieder
abgeben können. Und da gilt: je mehr Energie, desto größer die Spule.
Man kann dann noch in einer kleine Spule ganz, ganz oft wenig Energie
von Eingang nach Ausgang transportieren, dazu muss die Schaltung drumrum
aber schnell sein.
Wenn du da mit schnarchlahmen 10kHz herumschlurchen willst, dann
brauchst du (räumlich betrachtet) ganz, ganz große Spulen.
M.Tyson schrieb:> Und was hat die Frequenz denn mit der Induktivität zu tun, also macht es> einen Unterschied ob ich mit 1kHz oder 10kHz takte für meine Spule?
Du musst unbedingt ein Grundlagenbuch ansehen.
Dazu könntest du dich auch mit dem TO von dort zusammen tun:
Beitrag "wie lange, bis strom bei spule Endwert erreicht"
M.Tyson schrieb:> Oke, also brauche ich eine mit 2 Anschlüssen.
Du brauchst vor allem einen Schaltplan.
Zeige den mal, dann kann dir vieleicht jemand helfen.
M.Tyson schrieb:> Es steht "maximaler DC current 16A"
Die Werte des Distributors sind mit Vorsicht zu genießen und müssen
nicht stimmen. Im Datenblatt ist z.B. nichts mehr von DC zu lesen.
Da es eine Schutzleiterdrossel sein soll, würde ich vermuten, die 16A
wurden bei 50Hz gemessen, also nicht bei DC. Aber das glaube ich auch
nicht, dazu ist sie zu klein. Z.B. PFC-Drosseln 4mH sind deutlich
größer.
Auch die 2kV Isolation im Datenblatt glaube ich nicht, das ist ja nur
ungeschützter Lackdraht.
Das Datenblatt wirkt allgemein recht windig, nirgendwo sind die
Meßbedingungen angegeben.
Danke Leute, ihr habt mir tatsächlich geholfen. Ich finde keine
Speicherdrossel die über ein paar uH hinaus geht. Beziehungsweise wenn
sie mehr hat ist der Sättigungsstrom gering. Es ist unrealistisch, wird
wohl kein Zufall sein, dass solche fertigen Spannungswandler sehr große
Abmessungen haben und teuer sind.
Ich glaube nicht, dass der Schaltplan hier irgendwas bringt. es ist
einfach ein Tiefsetzsteller der 6KW übertragen soll bei den genannten
Spannungen (Ausgang 300V und 20A).
M.Tyson schrieb:> es ist einfach ein Tiefsetzsteller der 6KW übertragen soll
Mein Tipp: fang mal mit 6W an.
Designe dann einen für 60W, danach einen für 600W und dann musst du
wegen der 6kW niemanden mehr fragen.
M.Tyson schrieb:> es ist> einfach ein Tiefsetzsteller der 6KW übertragen soll bei den genannten> Spannungen (Ausgang 300V und 20A).
Solche extrem wichtigen Informationen gehören sich aber ganz an den
Anfang. Damit hätten sich dann fast alle Antworten erledigt.
Das kritzelt man nicht eben mal so in der Frühstückspause hin. Da sitzen
Firmen Mannjahre dran, die den ganzen Tag lang nur Netzteile entwickeln.
M.Tyson schrieb:> Danke Leute, ihr habt mir tatsächlich geholfen. Ich finde keine> Speicherdrossel die über ein paar uH hinaus geht. Beziehungsweise wenn> sie mehr hat ist der Sättigungsstrom gering.
Ja, das ist nun mal physikalisch bedingt.
> Es ist unrealistisch, wird> wohl kein Zufall sein, dass solche fertigen Spannungswandler sehr große> Abmessungen haben und teuer sind.
Nun, wenn man die Frequenz erhöht, reichen auch kleinere Drosseln.