Hallo,
eben einen kurzen Beitrag in der FAZ lesen wollen und mich über die
lange Ladedauer der Seite und die meinerseits aufzubringende
Prozessorleistung gewundert. Also die Seite mal gespeichert und
analysiert, dann den Beitrag herauskopiert und im Format *.txt
gespeichert.
Webseite: 160 Dateien in 10 Ordnern: 9.924.557 Bytes
Der eigentliche Beitrag: 3.658 Bytes
Müll-Faktor: 2713 !!!
U.a. finden sich 6.584.018 Bytes in 85 JScript-Dateien !
Für diese gewaltigen Mengen Datenmüll braucht man tatsächlich ein super
schnelles Internet. Also weiterhin flott das Land umgraben und
Glasfaserleitungen verlegen. Denn nur so kann man den Datenmüll
bekämpfen.
NoScript installieren hilft. Allerdings muss man sich mit dem Einlernen
etwas beschaeftigen. Willkommen im Zeitalter des Tracking und legalen
Datendiebstahls.
Paul K. schrieb:> Für diese gewaltigen Mengen Datenmüll braucht man tatsächlich ein super> schnelles Internet.
Nicht wirklich. Mai 2020 machte Streaming bereits fast 60% des globalen
Datenverkehrs aus (ohne China und Indien), Tendenz steigend. Soziale
Netzwerke verbraten weitere 10%.
Solche Seiten nerven damit allerdings jene Kunden, die eine schwache
Anbindung haben, oder Anzeigegeräte, die erheblich Zeit fürs Rendering
brauchen.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Digitalisierung/Internet/Netzneutralitaet/WIK-Studie_IP-IC.pdf
Martin S. schrieb:> Willkommen im Zeitalter des Tracking und legalen> Datendiebstahls.
Was mit dem Thema des Threads aber wenig zu tun hat. Solcher Schrott
entsteht überwiegend durch Inhaltsgestaltung der Seite des Anbieters und
der eingebundenen Werbeanbieter.
Mcn schrieb:> Aktuell empfiehlt man "Nervenschoner 1.0" dagegen.
In dem steckt uBlock Origin. Eine vereinfachte Version, damit 'Lieschen
Müller' nichts konfigurieren muß. Ansonsten sollte man beim Original
bleiben.
Paul K. schrieb:> Für diese gewaltigen Mengen Datenmüll
Sei froh, daß auf der Seite kein automatisch startendes Video abläuft,
wie bei den Nervbolzen Focus und ähnlich arroganter.
Und nein, z.B. bei Chrome und Derivaten kann man Autoplay nicht mehr
abschalten, browsen soll schliesslich maximal werbeverseucht werden.
Paul K. schrieb:> Webseite: 160 Dateien in 10 Ordnern: 9.924.557 Bytes
FAZ Homepage: 400 Requests, 6 MB übertragen, lt. Opera Analyse.
Verglichen mit anderen Blättern ist die FAZ schon ein krasser Fall. Ich
habe ein paar durchprobiert, ohne Filter, und landete bei der Hälfte bis
ein Drittel.
Vorbildlich ist µc.net: 37 Requests, 530 kB.
Michael B. schrieb:> Sei froh, daß auf der Seite kein automatisch startendes Video abläuft,> wie bei den Nervbolzen Focus und ähnlich arroganter.
Wobei so etwas gerade bei Medienseiten mit erheblicher bis vollständiger
Finanzierung durch Werbung oft auf die Werbeinhalte zurückgeht. Und die
Werber gestalten ihre Seitenblöcke relativ autark (aber ggf
parametrisierbar).
Eine einfache Logik dahinter: Je weniger du bereit bist, für FAZ, Focus
etc zu bezahlen, umso mehr müssen die dir mit Werbung auf den Zeiger
gehen. Und zwar mit auffälliger Werbung, sonst ignorierst du sie ja.
(prx) A. K. schrieb:> Solche Seiten nerven damit allerdings jene Kunden, die eine schwache> Anbindung haben, oder Anzeigegeräte, die erheblich Zeit fürs Rendering> brauchen.
Nur Leute wie mich die kaum Handy-Trafic haben.
Ja die gibt es noch. 400 MB im Monat reichen mehr als aus, aber ich rufe
auch fast nie so Seiten mit den Handy auf.
Mich kotzt schon an wenn ich auf eine Seite gehe und bis zu 10 Klicks
und mehr machen muss, bis ich den ersten SINNVOLLEN Buchstaben lesen
kann.
Ganz ehrlich. Dieser Cookie-Mist ist der größte Mist den die EU in
Sachen Internet je gemacht hat. WIESO muss ich bei JEDER Seite
zustimmen.
Damals habe ich das EINMAL im Browser gemacht = Punkt auf "nur Cookies
der Seite akzeptieren und auslesen lassen"
Schlaumaier schrieb:> Ganz ehrlich. Dieser Cookie-Mist ist der größte Mist den die EU in> Sachen Internet je gemacht hat. WIESO muss ich bei JEDER Seite> zustimmen.
Weil du dich wahrscheinlich mit Händen, Füssen und Tools gegen Cookies
wehrst. Wenn du alle Cookies akzeptierst, sämtliche Blocker weglässt und
den Salat nicht anschliessen gleich löschst, sollte dir nach einer Weile
viele Klickerei erspart bleiben. ;-)
Schlaumaier schrieb:> Dieser Cookie-Mist ist der größte Mist den die EU in> Sachen Internet je gemacht hat. WIESO muss ich bei JEDER Seite> zustimmen.
Im Gegenteil, endlich weiss auch der blödeste Internetnutzer, wie massiv
er auf jeder Seite illegalerweise ausgespäht wird. Ok, alle ausser dir.
Es wäre für Anbieter ganz einfach, die Cookies zu umgehen: Keine mehr
speichern. Für Einstellungen die diese WebSeite betreffen könnte man
Cookies auf genau der Domain zulassen, damit kann ja niemand sonst was
anfangen, es besteht ja kein Zugriff auf Cookies aus anderen Domains,
und diese Cookies hätte man erlauben können (die meisten Browser können
das intern).
Michael B. schrieb:> Im Gegenteil, endlich weiss auch der blödeste Internetnutzer, wie massiv> er auf jeder Seite illegalerweise ausgespäht wird. Ok, alle ausser dir.
Das wusste ich schon als Snowden noch unbekannt war.
Wer an der Quelle sitzt der säuft. Das mit den Cookies ist nur Opium
fürs Volk.
Davon abgesehen, ob Legal oder illegal ausspioniert wo ist der
Unterschied.
Wenn man das Illegal macht, bekommt der Typ ne sehr Unwahrscheinlich ne
Strafe. Und ich als Opfer : Bekomme NIX.
Also was solls mich jucken. Dinge die man nicht ändern kann muss man
akzeptieren oder lassen.
Ist wie mit zu schnell Autofahren. Da wird man auch durch Blitzer und
Strafe genötigt langsam zu fahren.
Michael B. schrieb:> Es wäre für Anbieter ganz einfach, die Cookies zu umgehen: Keine mehr> speichern.
Noch einfacher wäre es für die FAZ natürlich, ausschliesslich zahlende
Kundschaft zuzulassen. Zu einem Tarif, der Werbung und Kundenstatistik
unnötig macht. Das Ergebnis wäre wohl gleich: über kurz oder lang keine
FAZ mehr, sondern nur noch Blogger & Co, die es aus rein altruistischem
Mitteilungsdrang ins Netz zieht.
Wie so oft hängt auch hier Manches mit Manchem zusammen. Und es hat
nicht nur der Andere die Alleinschuld, so bequem das auch sein mag.
Michael B. schrieb:> Es wäre für Anbieter ganz einfach, die Cookies zu umgehen: Keine mehr> speichern. Für Einstellungen die diese WebSeite betreffen könnte man> Cookies auf genau der Domain zulassen, damit kann ja niemand sonst was> anfangen, es besteht ja kein Zugriff auf Cookies aus anderen Domains
Es gibt sicher auch andere technische Möglichkeiten zum Nachverfolgen,
die von der Cookie-Richtlinie nicht umfasst sind.
Das Problem mit den Cookies ist Kinderleicht in den Griff zu bekommen.
Man muss die die Browserleiste einfach ein Keks rein machen.
Komme ich nun auf eine Seite, wird der "Technisch notwendige" Mist im
RAM gespeichert. Verlasse ich die Seite ist er WEG.
Klicke ich auf den Keks werden die Cookies auf der Platte gespeichert,
was ja bei Foren + Co. sinnvoll sein kann.
Und schon ist die ganze Cookie-Überwachung Geschichte.
Wie schon gesagt. Das mit der Warnung ist nerviges Zeug und eh
Überwachung.
Und das die Browser erlauben das andere Seiten die Cookies auslesen
dürfen, ist eine Frechheit. Wie gesagt, gab es früher nicht. Weil :
Früher war wirklich alles besser was das I-Net angeht. Bis die Leute
gemerkt haben das man damit Milliarden verdienen kann.
Schlaumaier schrieb:> Und ich als Opfer : Bekomme NIX.
Wenn Du nachweisen kannst, dass Du geschädigt bist, bekommst Du auch
was, zumindest auf dem Papier in Form eines Urteils. Nur ist das in DE
nicht wirklich viel (mehr als 3000,- Euro Schmerzensgeld wird es eher
nicht geben).
René H. schrieb:> Es gibt sicher auch andere technische Möglichkeiten zum Nachverfolgen,> die von der Cookie-Richtlinie nicht umfasst sind.
Fingerprinting. Grauzone.
https://en.wikipedia.org/wiki/Device_fingerprint
Google arbeitet daran, den Cookie-Kram zu entnerven. Und durch
Mechanismen zu ersetzen, die Google weit besser beherrscht als andere.
Schlaumaier schrieb:> was ja bei Foren + Co. sinnvoll sein kann.
Mit Fido bräuchte man auch keine Cookies mehr. Aber die allermeisten
Foren, dieses eingeschlossen, haben es ja bis heute nicht geschafft, 2FA
einzuführen.
René H. schrieb:> Mit Fido bräuchte man auch keine Cookies mehr. Aber die allermeisten> Foren, dieses eingeschlossen, haben es ja bis heute nicht geschafft, 2FA> einzuführen.
Da Cookies selektiv gespeichert werden können, ist das in diesem Forum
völlig harmlos.
Werbung ist mentale Manipulation.
Sie funktioniert, sonst würde man es ja nicht machen.
Also ist Werbung Körperverletzung.
Und diese Körperverletzung wird staatlich gefördert.
So sehe ich das.
In meinen Augen sind die Suchmaschinen das grundliegende Problem, durch
deutsche Gesetze werden gewisse Medien bevorzugt behandelt, weil ja die
Bundesregierung Einfluss auf die Reinfolge der Suchergebnisse hat. Die
Möglichkeiten Suchergebnisse seinen wünschen anzupassen sind
beschränkt.
z.B alle Bezahlwebinhalte ausblenden.
oder gewerbliche Seiten Ausblenden.
Domeinnamen dauerhaft komplett in der Suche zu blockieren z.B alles von
Amazon.
Alle Suchmaschinen bringen mehr oder weniger die gleichen
Suchergebnisse.
Webseiten mit zu viel Werbung oder traffic ausschließen wäre auch eine
grandiose Suchoption.
Solange die Ergebnisse nach Regierungsvorgaben, oder Werbeeinnahmen
sortiert sind, sind die Ergbisse einfach so verzerrt das man die
Qualität hinten anstellen kann.
Heute muss man einfach auswendig lernen welche Webinhalte gut sind, oder
Lesezeichen verwenden.
(prx) A. K. schrieb:> Michael B. schrieb:>> Es wäre für Anbieter ganz einfach, die Cookies zu umgehen: Keine mehr>> speichern.>> Noch einfacher wäre es für die FAZ natürlich, ausschliesslich zahlende> Kundschaft zuzulassen. Zu einem Tarif, der Werbung und Kundenstatistik> unnötig macht.
Stimmt! Wenn man für ein Angebot bezahlt dann können die Anbieter
natürlich auf Tracking verzichten.
Es gibt allerdings auch besonders dreiste unverschämte Geschäftemacher,
die kassieren und spionieren trotzdem! Oder versuchen es zumindest. Im
Smart-TV sicher mit höchsten Erfolgsquoten.
DANIEL D. schrieb:> durch> deutsche Gesetze werden gewisse Medien bevorzugt behandelt
Bitte sei so gut und unterlasse hier Deine Verschwörungstheorien. Was Du
erzählst ist nämlich Unsinn. Die Google-Suchergebnisse werden nicht
durch die deutsche Regierung beeinflusst.
DANIEL D. schrieb:> Domeinnamen dauerhaft komplett in der Suche zu blockieren z.B alles von> Amazon.
Das geht doch schon heute.
https://support.google.com/programmable-search/answer/4513886?hl=de
Helge S. schrieb:> Werbung ist mentale Manipulation.> Sie funktioniert, sonst würde man es ja nicht machen.> Also ist Werbung Körperverletzung.
Entlang einer solchen Definition reicht es völlig aus, abgesehen von ein
paar Eremiten alle Menschen zu Straftätern zu erklären und einzusperren.
Denn mit menschlicher Kommunikation kommt so gesehen unausweichlich
Manipulation. Auch nüchterne Information kann Wissensstand und
Erkenntnis selektiv verändern, dich dadurch also manipulieren.
Dumm geboren, nichts dazugelernt und die Hälfte wieder vergessen als
erstrebenswertes Dasein?
Ich empfehle da auch NoScript und Co. Für Nachrichten in Textform nutze
ich gern: http://68k.news/index.php?section=nation&loc=DE da sieht man
was einen interessiert und bekommt die meisten News auch in reiner
Textform serviert. Aber auch ich bin oft von dem ganzen Datenwust auf
einfachen Seiten genervt. Mit NoScript und co. fallen dann schon weiße
Flecken auf den Seiten auf die mich aber nicht stören.
René H. schrieb:> Die Google-Suchergebnisse werden nicht> durch die deutsche Regierung beeinflusst.
Das glaube ich auch. Google lässt sich nicht ins Geschäft reinreden.
ABER, die Suchergebnisse werde beeinflusst durch die Regierung. Aber nur
in Soweit das sie auf Wunsch/Antrag den JEDER stellen kann AUSGEBLENDET
werden.
Aber das Geschäftsmodell ist halt. Machs Kostenlos und kassiere durch
Werbung. Und die Kohle die sie dadurch einnehmen, schlagen die
Werbetreibenden auf den Verkaufspreis drauf. Womit der Kreislauf des
Geldes gewährleistet ist. ;)
Freie Marktwirtschaft für Anfänger. hihi
DANIEL D. schrieb:> Webseiten mit zu viel Werbung oder traffic ausschließen wäre auch eine> grandiose Suchoption.
Wieviel wärst du bereit, dafür an einen selbstverständlich aus jeglicher
Sicht neutralen Filter-Anbieter zu zahlen? Oder soll der entsprechende
Anbieter das mit Werbung finanzieren (*)? Oder soll eine vom Staat
bezahlte Institution Seiten qualifizieren? Oder sollen die Webseiten
selbst ihre Seite mit "guck nicht rein, weil vollgekackt" taggen?
*: Ein Beispiel dafür ist Operas Werbeblocker. Kann sich jeder
weiterdenken, wie das wohl abläuft.
(prx) A. K. schrieb:> Wieviel wärst du bereit, dafür an einen selbstverständlich aus jeglicher> Sicht neutralen Filter-Anbieter zu zahlen? Oder soll der entsprechende> Anbieter das mit Werbung finanzieren (*)? Oder soll eine vom Staat> bezahlte Institution Seiten qualifizieren? Oder sollen die Webseiten> selbst ihre Seite mit "guck nicht rein, weil vollgekackt" taggen?
Anhand von Bewertungen wird das wohl möglich sein. In dem Zeitalter wo
andauernd irgendeine KI rafft was man ja gerne hätte oder eben nicht,
wird es ja wohl möglich sein anhand von Bewertungen Webseiten
auszusortieren.
Ein Rechtsklick bei den Suchergebnissen diesen Domain Name weil zu viel
Werbung, nicht mehr anzeigen, wird ja wohl kein Hexenwerk sein.
Wenn man jegliche Entscheidung damit begründet, dass irgend ein Monopol
den Hals voll bekommen kann, dann können wir ja auch direkt die
Menschheit versklaven.
DANIEL D. schrieb:> Anhand von Bewertungen wird das wohl möglich sein.
Dann können wir ja mal mit denen vom Forum anfangen. Sind ja
bekanntermassen unumstritten und objektiv. ;-)
Natürlich muss man bei solchen Bewertungen sicherstellen, dass jeder
Einzelne zu jeder Webseite nur exakt eine Stimme hat, nicht die gleiche
Seite x-mal bewertet. Also mit Anmeldung und allem Pipapo. Ohne
Bewertungspflicht wird das ausserdem nicht funktionieren, weil sonst zu
selektiv.
Und natürlich muss dafür erfasst werden, wer wann welche Webseite
bewertet hat. Und zwecks Kontrolle der Objektivität solcher
Bewertungsseiten muss Einblick in den Datenbestand gewährt werden
können.
Man müßte sich spaßenshalber mal als zahlender Kunde anmelden und dann
gucken, wieviel Overhead dann noch mitkommt.
Ich fürchte, genausoviel bzw. nur marginal weniger, da einige Scripte
dann vielleicht nichts nachladen.
Dann könnte man mit obrigem Wichtungsverhältnis den Contentanbieter zur
Rede stellen, warum man als zahlender Kunde immer noch mit so viel Müll
behelligt wird. Bzw. wenn man ganz viel Langeweile hat, die Seite mit
nem teuren Mobilfunkdatentarief aufrufen und das Geld einklagen :-P
Gerald B. schrieb:> Man müßte sich spaßenshalber mal als zahlender Kunde anmelden und dann> gucken, wieviel Overhead dann noch mitkommt.> Ich fürchte, genausoviel bzw. nur marginal weniger, da einige Scripte> dann vielleicht nichts nachladen.
Du kennst solche Cookie-Banner?
Gerald B. schrieb:> Es ging mir darum das Übel an der Wurzel anzupacken und nicht nur> Kosmetik zu betreiben
Wo ist denn heute die Wurzel des Internets, die man dafür anpacken
könnte?
(prx) A. K. schrieb:> Wo ist denn heute die Wurzel des Internets, die man dafür anpacken> könnte?
Ich habe kürzlich auf "delete all cookies after i close" eingestellt.
Die cookie banner nerven zwar jedesmal, anber ich kann getrost auf
"accept all" klicken. Seiten wo ich cookies brauche, z.b. auto einloggen
bei uc.net, sind in der "exception" liste.
Das verhindert dass dem rogue anbieter die cookies irgendwas nützen.
Alt G. schrieb:> Ich habe kürzlich auf "delete all cookies after i close" eingestellt.> Die cookie banner nerven zwar jedesmal, anber ich kann getrost auf> "accept all" klicken.
Bekannt. Allerdings ist genau diese Methode für Schlaumaiers Frust
verantwortlich, weil eben dadurch jedes Mal diese Frage kommt. Er wollte
die aber loswerden. Und das kriegt er hin, in dem er die Cookies nicht
löscht.
Das ging schon den alten Griechen so. Anno Skylla und Charybdis.
(prx) A. K. schrieb:> weil eben dadurch jedes Mal diese Fragerei kommt.
Meist ist "accept all" der grösste button, und meist vorselektiert.
Das hat man also schnell weg.
Ist dasselbe wie bei der werbung, die treiben das so bunt bis jeder
einen adblocker drauf hat. Bald wird jeder ein "auto accept and delete"
skript draufhaben.
Alt G. schrieb:> Ich habe kürzlich auf "delete all cookies after i close" eingestellt.> Die cookie banner nerven zwar jedesmal, anber ich kann getrost auf> "accept all" klicken. Seiten wo ich cookies brauche, z.b. auto einloggen> bei uc.net, sind in der "exception" liste.>> Das verhindert dass dem rogue anbieter die cookies irgendwas nützen.
Du stimmst dabei halt auch dem Fingerprinting und dem Verknüpfen deiner
Daten mit den historischen Daten zu. Ich klicke immer auf Ablehnen. Man
wird zwar trotzdem getrackt, aber zumindest müssen die es dann
rechtswidrig machen.
Die nervigen Banner sind natürlich Absicht, in der Ersten stufe um die
Einwilligung zu erzwingen und in ihrer Wiederkehr, dass man auch ja
nicht die Cookies löscht. Der Gesetzgeber müsste hier eingreifen und
Banner verbieten, die Zustimmungselemente müssten verpflichtend so
eingebaut sein, dass sich daraus kein anderes Seitenverhalten ergibt.
Die "Erziehung" der Nutzer funktioniert aber auch Andersrum: Eine nur
eingeschränkt benutzbare Webseite muss nämlich (inhaltlich) ganz schön
was bieten, dass ich mir den Aufwand antue. Die FAZ, das Handelsblatt
und Golem sind da so Kandidaten, die es doch manchmal bei mir zu einem
Suchmaschinenklick schaffen, sich dann aber sofort durch ihre
Abfangseite disqualifizieren. Und bei den Medienseiten geht es eben
nicht nur um Werbeeinnahmen, sondern auch darum present zu sein, also
eine Werbung in eigener Sache, um dann Zeitungen zu verkaufen. Ich bin
der Meinung, die Verlage schießen sich mit Ihrem Tracking-Gebaren ins
eigene Bein.
Klötenbaron schrieb:> Mcn schrieb:>> Aktuell empfiehlt man "Nervenschoner 1.0" dagegen.>> In dem steckt uBlock Origin. Eine vereinfachte Version, damit 'Lieschen> Müller' nichts konfigurieren muß. Ansonsten sollte man beim Original> bleiben.
Was für eine Blockier-Liste steckt dahinter? Bei meiner
uBlock-Installation werden keine Cookie-Banner blockiert.
Maxe schrieb:> Die FAZ, das Handelsblatt> und Golem sind da so Kandidaten, die es doch manchmal bei mir zu einem> Suchmaschinenklick schaffen, sich dann aber sofort durch ihre> Abfangseite disqualifizieren.
Das nenne ich das richtige mindset!
(prx) A. K. schrieb:> Bekannt. Allerdings ist genau diese Methode für Schlaumaiers Frust> verantwortlich, weil eben dadurch jedes Mal diese Frage kommt.
Völlig richtig.
Aber was Werbung angeht. Ich bin wie alle wissen, immer noch ein Fan von
Kaspersky. Da ist ein eingebauter Web-Seiten-Schutz in FF als Plugi.
Ich hab ihn mal abgeschaltet gehabt nach einen Update von FF. ALSO den
Unterschied merkt man aber mega-Brutal.
Witzig ist, das das "Schild" ein Zähler hat. Und da oft 99+ steht. Was
bedeutet das mehr als 100 Anfragen weg geblockt werden.
Mir graut es wenn das mal nicht mehr funktionieren sollte.
(prx) A. K. schrieb:> Natürlich muss man bei solchen Bewertungen sicherstellen, dass jeder> Einzelne zu jeder Webseite nur exakt eine Stimme hat, nicht die gleiche> Seite x-mal bewertet. Also mit Anmeldung und allem Pipapo.
Vollkommen egal wenn die Suchergebnisse dann nur für den jeweiligen
bewertenden angepasst werden.
DANIEL D. schrieb:> z.B alle Bezahlwebinhalte ausblenden.
Müsste der Suchmaschinenanbieter halt rausfinden, was Bezahlinhalte sind
und was nicht.
> oder gewerbliche Seiten Ausblenden
Müsste der Suchmaschinenanbieter halt rausfinden, was gewerblich ist und
was nicht.
> Domeinnamen dauerhaft komplett in der Suche zu blockieren z.B alles von> Amazon.
Das sind alles Eigenschaften des Suchmaschinenanbieters. Also nichts,
was irgendwie vorgegeben oder verboten ist.
> Alle Suchmaschinen bringen mehr oder weniger die gleichen> Suchergebnisse.
Nö. Dann wäre Google nicht so erfolgreich.
> Webseiten mit zu viel Werbung oder traffic ausschließen wäre auch eine> grandiose Suchoption.
Woher soll eine Suchmaschine denn wissen, wieiviel Traffic eine Seite
hat? Und im Zeitalter von im Browser integrierten Ad-Blockern ist
Werbung kein Argument mehr.
> Heute muss man einfach auswendig lernen welche Webinhalte gut sind, oder> Lesezeichen verwenden.
Das nutzt dir für den Stand jetzt, aber sobald eine neue Frage aufkommt
bist du mit der Strategie aufgeschmissen.
DANIEL D. schrieb:> (prx) A. K. schrieb:>> Natürlich muss man bei solchen Bewertungen sicherstellen, dass jeder>> Einzelne zu jeder Webseite nur exakt eine Stimme hat, nicht die gleiche>> Seite x-mal bewertet. Also mit Anmeldung und allem Pipapo.>> Vollkommen egal wenn die Suchergebnisse dann nur für den jeweiligen> bewertenden angepasst werden.
Was Menschen alles an Privatsphäre für ein wenig Bequemlichkeit
aufzugeben bereit sind, ist immer wieder erstaunlich.
Klötenbaron schrieb:> Maxe schrieb:>> Was für eine Blockier-Liste steckt dahinter?>> Die Antwort bzw. einen Link findest du oben im Beitrag von Mcn:>> Beitrag "Re: Mit allen Kräften das Internet verstopfen"
In der Beschreibung vom Nervenschoner steht nur
> eine "Blockierliste" aus dem "EasyList Forum"
Die konkrete Liste waere interessant um sie in uBlock einzutragen.
(prx) A. K. schrieb:> Was Menschen alles an Privatsphäre für ein wenig Bequemlichkeit> aufzugeben bereit sind, ist immer wieder erstaunlich.
Also das ist er so als würde man aus der Nadel im Heuhaufen, das Heu im
nadelhaufen machen.
Maxe schrieb:> Die konkrete Liste waere interessant um sie in uBlock einzutragen.
Ganz einfach: Nervenschoner installieren und in die Filterliste rein
schauen (ich hatte es für Testzwecke nur kurz installiert). Aber vorher
uBlock Origin deaktivieren (sonst gibt es Probleme).
Schlaumaier schrieb:> Ganz ehrlich. Dieser Cookie-Mist ist der größte Mist den die EU in> Sachen Internet je gemacht hat. WIESO muss ich bei JEDER Seite> zustimmen.
Naja, man hätte das halt mit dem DNT Header oder so verbinden sollen,
dann wäre das Problem nicht gewesen...
Aber es gibt darin auch gute Sachen. Die Plattformen müssen die Daten
die sie von einem haben ja auch raus rücken. Dank dem konnte ich dann
nach der Twitter übernahme durch Musk meine Daten runter laden, und kann
mir offline all die Tweets und die gelikten Tweets ansehen. Die Bilder
und Videos darin musste ich zwar noch manuell mit gallery-dl und yt-dlp
herunterladen, aber das ist eine leichte Übung.
Mit mpv hab ich mir die mal alle als slide-show abspielen lassen. Ist
sehr unterhaltsam. Sind ja auch quasi die Highlights die ich selbst über
die Jahre ausgewählt habe.
Edit: Falls das noch jemand machen will, ein paar praktische bash
Funktionen im Anhang.
Ich sehe das Cookie-Problem nicht bei der EU, bzw. man hätte es seitens
der EU anders lösen müssen. Statt dieser nervigen Zustimmungsscheiße,
bei der man ja dank legitimem Interesse sowieso bis auf die Grundmauern
verarscht wird, hätte man die Nutzung von Cookies zum Tracking bzw. das
Tracking von Personen im Internet ohne deren ausdrückliches
Einverständnis bzw. zu Werbezwecken generell verbieten müssen. Das wäre
mal eine sinnvolle Lösung gewesen. So wie's jetzt ist, darf ich erstmal
jedem DAU erklären was ein PHPSESSID Cookie ist und warum nahezu
ausgeschlossen ist, daß sein überaus wertvoller Supercomputer von 1990
davon kaputtgehen wird. Vielen Dank dafür!
Vater Morgana schrieb im Beitrag #7237049:
> Reinhard S. schrieb:>> Woher soll eine Suchmaschine denn wissen, wieiviel Traffic eine Seite>> hat? Und im Zeitalter von im Browser integrierten Ad-Blockern ist>> Werbung kein Argument mehr.>> Google stellt das mit (Überraschung!) Googel Analytics fest.
Was aber auch nicht flächendeckend im Einsatz ist. Und das Argument,
eine Website nach Traffic zu filtern, wird dadurch auch nicht
sinnvoller.
> Reinhard S. schrieb:>>> Alle Suchmaschinen bringen mehr oder weniger die gleichen>>> Suchergebnisse.>>>> Nö. Dann wäre Google nicht so erfolgreich.>> Google ist deshalb so erfolgreich, weil den dressierten Affen beim> Begriff "Suchmaschine" nichts Anderes einfällt. Ein schöner "Erfolg"...
Ähnlich beim "Tempo". Es gibt aber auch keine ernsthaften Konkurrenten.
Wenn ich mal eine andere Suchmaschine ausprobiere sind die Ergebnisse
oft genug schlechter als Google.
Ben B. schrieb:> bei der man ja dank legitimem Interesse sowieso bis auf die Grundmauern> verarscht wird
(1) Unternehmen können ein legitimes Interesse an allerlei Analysen des
Benutzerverhaltens haben. Bei der FAZ gehört dazu, nicht nur Klicks auf
Artikel zu zählen, sondern diese nach verschiedenen Benutzern und
Benutzergruppen wie z.B. Regionen und Alter zu unterscheiden. Dazu
gehört, die Reichweite von Inhalten festzustellen. Für Medien, zumal
werbefinanzierte, sind das erhebliche Faktoren.
(2) Webnutzer haben ein legitimes Interesse daran, dass sie nicht
ausgeschnüffelt werden, nicht überall ihr Verhalten erfasst wird,
besonders nicht mit Zuordnung zum Individuum, usw. Ich muss das wohl
nicht alles ausführen.
(3) Bürger haben ein legitimes Interesse daran, nicht in die Luft gejagt
zu werden, dass man ihnen bei Betrug im Versandhandel hilft, ihr
geklautes Handy wiederfindet (*) usw. Allerdings sind sie darin nicht
sonderlich konsequent, denn dies wird üblicherweise erst dann
nachgefragt, wenn es so weit ist. Sonst neigt man eher (2) zu. Es
besteht also bei den Bürgern ein innerer Konflikt (**).
Die Politik wiederum hat die nicht immer beneidenswerte Aufgabe, diese
widersprüchlichen Interessen unter einen Hut zu bringen, ohne es sich
gründlich zu verscheissen. Was dabei rauskommt, ist mitunter unpraktisch
bis bescheuert. Nicht selten benötigt man etliche Anläufe, bis
irgendwann ein brauchbarer Kompromiss herauskommt.
Das wird durch den Widerspruch europäischen Datenschutzes mit
amerikanischen Gepflogenheiten nicht eben leichter. Siehe die Privacy
Shields, deren Vorläufer und die Schrems-Urteile. Eine chinesische Mauer
um Europa zu errichten, um die Daten drinnen zu halten und die Amis
draussen, ist nur eine Lösung für den Stammtisch.
Und jetzt viel Freude bei der Suche nach einer allseits befriedigenden
Lösung, ohne dabei nur deine momentanen Eigeninteressen von (2) zu
berücksichtigen. Die Internet-Wirtschaft abzuwürgen schützt zwar die
Privatsphäre, aber bekanntlich kommt erst das Fressen, dann die Moral.
Die Werbewirtschaft allein macht in D immerhin 47 Mrd € aus.
*: Funktioniert mit Tracking deutlich besser als komplett anonym. Nur so
als Beispiel.
**: Das ist wie bei der Natur des Lichts. Je nach Fragestellung und
Situation kommen bei den gleichen Leuten völlig verschiedene Antworten.
(prx) A. K. schrieb:> Unternehmen können ein legitimes Interesse an allerlei Analysen des> Benutzerverhaltens haben.
Ist zugegebenermaßen schwierig mit den widerstreitenden Interessen. Aber
wo bitteschön haben Unternehmen ein legitimes Interesse an allerlei
Analysen??
Schnüffelnden Unternehmen wünsche ich nur eines: Bankrott, Konkurs,
Insolvenz. Und den Hungertod. Für immer und ewig.
Im Ernst, was maßen die Unternehmen sich eigentlich an? Die EU ist
gegenüber den Unternehmer-Lobbyisten leider noch immer zu
arschkriecherisch.
Rainer Z. schrieb:> Ist zugegebenermaßen schwierig mit den widerstreitenden Interessen. Aber> wo bitteschön haben Unternehmen ein legitimes Interesse an allerlei> Analysen??
Zielgruppenanalyse bei Artikeln beispielsweise. Was wollen die Leute
lesen, welche Themen kommen bei welcher Lesergruppe an? Welche Themen
sollte man also vertiefen, welche interessieren kein Schwein. Das gehört
zum Business und ist aus deren Perspektive legitim. Es mag aus
deiner Perspektive illegitim sein, aber eben das macht den Konflikt
aus.
> Im Ernst, was maßen die Unternehmen sich eigentlich an?
Sie haben Interessen und äussern sie, das dürfen sie. Ganz ohne
Unternehmen klappt das mit dem Leben hierzulande nicht mehr so recht,
dafür sind wir zu viele.
> Die EU ist gegenüber den Unternehmer-Lobbyisten leider noch immer zu> arschkriecherisch.
Kann durchaus sein. Aber denk daran, dass es verschiedene Interessen
gibt, nicht nur deine. Ich versuche, das hier bewusst nüchtern zu
formulieren, ohne Wut im Bauch, ohne Begriffe wie "kriecherisch".
DANIEL D. schrieb:> nhand von Bewertungen wird das wohl möglich sein. In dem Zeitalter wo> andauernd irgendeine KI rafft was man ja gerne hätte oder eben nicht,> wird es ja wohl möglich sein anhand von Bewertungen Webseiten> auszusortieren.
Und dein erster Post hier wäre dann dass die böse Regierung dir eine KI
unterschiebt um dich zu bevormunden oder auszuspähen.
Manne schrieb:> DANIEL D. schrieb:>> dann können wir ja auch direkt die Menschheit versklaven.>> Das ist längst geschehen.
Manche Leute sind die Sklaven ihrer kranken Vorstellungen.
(prx) A. K. schrieb:> Zielgruppenanalyse bei Artikeln beispielsweise. Was wollen die Leute> lesen, welche Themen kommen bei welcher Lesergruppe an? Welche Themen> sollte man also vertiefen, welche interessieren kein Schwein. Das gehört> zum Business und ist aus deren Perspektive legitim.
Glaube ich gerne. Nur übersehen diese datensammelnden Unternehmen dabei,
dass sie sich von ihren datenvergewaltigten Kunden entfremden. Dies
wollte ich krass herausgestellt haben. Ich gebe nicht bereitwillig
Daten, sondern ziehe bei solchen Datenklauereien meine Konsequenzen.
Offenbar ist in den weltfremden Vorstandsetagen der Unternehmen noch
nicht angekommen, dass sie ihren Kunden und Interessenten zuwider
handeln.
Rainer Z. schrieb:> Nur übersehen diese datensammelnden Unternehmen dabei,> dass sie sich von ihren datenvergewaltigten Kunden entfremden.
Wenn ein Medienunternehmen daraus lernt, worüber die Leser näher
informiert sein wollen, und was ihnen ab Arsch vorbei geht, dann ist das
auch im Interesse des Lesers.
> Ich gebe nicht bereitwillig> Daten, sondern ziehe bei solchen Datenklauereien meine Konsequenzen.
Zu den Errungenschaften des deutschen wie europäischen Datenschutzes
gehört die obligatorische Datenschutz-Angabe, meist unten beim
Impressum. Da steht allerhand drin, auch weil man das eben nicht in 3
Sätzen darlegen kann. Schau einfach mal rein. Und entscheide dann,
welche Seiten du liest und welche du ignorierst. Dazu ist sie da.
Die von der FAZ ist mehr was für "kluge Köpfe" wie Anwälte:
https://www.faz.net/datenschutzerklaerung-11228151.html
Die von hiesigen Regionalblatt adressiert normale Leser:
https://www.suedkurier.de/services/agb/datenschutzerklaerung;art1370803,10581762
(prx) A. K. schrieb:> Noch einfacher wäre es für die FAZ natürlich, ausschliesslich zahlende> Kundschaft zuzulassen.
Nur zu, man hat dort leider noch nicht verstanden, daß dem Leser ein
Artikel aber nur 1 ct wert ist.
In einer Ausgabe am Kiosk sind ja 140 Artikel drin für 1,40 EUR, im
Internet liest man aber nur 1 Artikel dort und den anderen woanders.
Internet ist halt nicht mehr wie früher, wo man sich nur 1
Informationsquelle besorgen konnte und die von vorne bis hinten
durchgelesen hat (ausser dem Sportteil).
Rainer Z. schrieb:> Ist zugegebenermaßen schwierig mit den widerstreitenden Interessen. Aber> wo bitteschön haben Unternehmen ein legitimes Interesse an allerlei> Analysen??
Na ja, Pay per View Werbung funktioniert nicht ohne schnüffeln, kein
Werbetreibernder wird dem Anbieter glauben daß sein Banner 15374 mal
dargestellt wurde, da will er schon, daß die vom eigenen Server stammen.
Bei Pay per Klick wäre das einfacher, aber damit verdient man nichts.
Niemand klickt die inzwischen über 100 Banner an die
Zeitschriftenverlage auf eine Webseite pressen.
Ansonsten interessiert Verlage es glaube ich einen Scheiss, ob deren
Artikel geliebt werden, bei dem Müll den die im Web so abkippen. Fire
and Forget.
(prx) A. K. schrieb:> extreme> Überdehnung des Manipulationsbegriffs
Was ist da überdehnt?
Funktioniert Werbung, oder funktioniert Werbung nicht?
Spricht Werbung etwa nicht das Unterbewusstsein an?
Warum akzeptieren wir die Wegwerfgesellschaft?
Konsum ist gut für die Wirtschaft, aber grottenschlecht für die Umwelt.
Wachstum auch.
Markt beherrschende, gewinnoptimierte, steuerflüchtige Konzerne auch.
Korruption auch.
Verbraucher "tracking" ist nur ein Eiterpickel des Ganzen.
Eig. hat das in diesem Forum nichts verloren. Aber wenn Ihr schon mal
damit anfangt ...
LG
Macht hier eigentlich jemand Videostreaming, egal ob Amazon, Youtube
oder Netflix? Macht hier jemand Audio-Streaming wie Spotify? Und hat
sich schon überlegt, was dabei an Informationen anfällt? Oder seid ihr
alle Live-TV-Gruftis, damit auch ja keiner merkt, was ihr anseht
(vergesst aber, das mancher moderne Smart-TV all das nach Hause
telefoniert ;-).
Gerade bei Musik kommt ja nicht nur raus, was du hörst, sondern auch was
zu welchem Zeitpunkt. Da Musik stark mit Emotion korreliert, könnten
Spotify&Co mehr über deine aktuelle Gefühlslage Bescheid wissen, als
deine Lebensgefährtin.
Ben B. schrieb:> hätte man die Nutzung von Cookies zum Tracking bzw. das> Tracking von Personen im Internet ohne deren ausdrückliches> Einverständnis bzw. zu Werbezwecken generell verbieten müssen.
Oder die Menschen müssten lernen, "Im Internet alles kostenlos" nicht
länger für selbstverständlich zu nehmen. Für Inhalte, die man (gerne)
nutzen möchte, (wieder) zu zahlen. Oder eben mit Tracking & Co. leben.
René H. schrieb:> alles kostenlos" nicht länger für selbstverständlich zu nehmen.
Umgekehrt wird da ein Schuh draus. Die Firmen müssen endlich kapieren
das man nicht für jeden Fliegendreck Geld kassieren kann.
Manne schrieb:> Die Firmen müssen endlich kapieren> das man nicht für jeden Fliegendreck Geld kassieren kann.
Und Angestellte müssen endlich kapieren, dass sie nicht erwarten können,
für jeden Handgriff bezahlt zu werden. Sondern einen Teil ihrer Arbeit
selbstverständlich kostenlos liefern müssen.
Manne schrieb:> Umgekehrt wird da ein Schuh draus. Die Firmen müssen endlich kapieren> das man nicht für jeden Fliegendreck Geld kassieren kann.
Bingo!
(prx) A. K. schrieb:> Eine chinesische Mauer> um Europa zu errichten, um die Daten drinnen zu halten und die Amis> draussen, ist nur eine Lösung für den Stammtisch.
Warum, weil die Mauer sowieso weggesprengt würde? Oder weil der BND dann
nicht mehr rechtzeitig vor geplanten Attentaten gewarnt werden würde?
Weil wir ohne Gugel wieder auf die Bäume klettern müssten?
Das Internet mit seinen amerikanischen Querverlinkungen ist einer der
Grundpfeiler der amerikanischen Hegemonie. Über Suchranking lassen sich
Meinungen und damit Wahlen beeinflussen. Wer denkt Gugel, Amazun und co
wären rein privatwirtschaftliche Unternehmen...
Deswegen sind die Amis ja wegen TikTok so nervös.
(prx) A. K. schrieb:> Und Angestellte müssen endlich kapieren, dass sie nicht erwarten können,> für jeden Handgriff bezahlt zu werden. Sondern einen Teil ihrer Arbeit> selbstverständlich kostenlos liefern müssen.
Du ahnst ja nicht, wie recht du hast. Was glaubst du, wie viele
unbezahlte Überstunden z.B. im Einzelhandel geleistet werden. Hier mal
ein Paar Minuten, da mal ein Paar Minuten. Das summiert sich im Jahr zu
zu vielen Stunden, für die einen keiner bezahlt.
(prx) A. K. schrieb:> Michael B. schrieb:>> Sei froh, daß auf der Seite kein automatisch startendes Video abläuft,>> wie bei den Nervbolzen Focus und ähnlich arroganter.>> Wobei so etwas gerade bei Medienseiten mit erheblicher bis vollständiger> Finanzierung durch Werbung oft auf die Werbeinhalte zurückgeht. Und die> Werber gestalten ihre Seitenblöcke relativ autark (aber ggf> parametrisierbar).>> Eine einfache Logik dahinter: Je weniger du bereit bist, für FAZ, Focus> etc zu bezahlen, umso mehr müssen die dir mit Werbung auf den Zeiger> gehen. Und zwar mit auffälliger Werbung, sonst ignorierst du sie ja.
Da wäre es jetzt doch mal interessant zu erfahren, wie viele Daten
übertragen werden, wenn man dort den kostenpflichtigen Zugang ohne
Werbung nutzt?
Was jetzt nicht heißt, dass ich da ein Abo abschließen würde, solche
vollgestopften Seiten schrecken mich schlichtweg so stark ab, dass ich
die erst gar nicht regelmäßig besuche.
Manne schrieb:> René H. schrieb:>> alles kostenlos" nicht länger für selbstverständlich zu nehmen.>> Umgekehrt wird da ein Schuh draus. Die Firmen müssen endlich kapieren> das man nicht für jeden Fliegendreck Geld kassieren kann.
Es kostet aber alles Geld. Also entweder zahlen, oder Werbung ertragen.
Nur müsste Werbung dezenter werden, damit man sie nicht deaktivieren
muss.
DANIEL D. schrieb:> In meinen Augen sind die Suchmaschinen das grundliegende Problem, durch> deutsche Gesetze werden gewisse Medien bevorzugt behandelt, weil ja die> Bundesregierung Einfluss auf die Reinfolge der Suchergebnisse hat. Die> Möglichkeiten Suchergebnisse seinen wünschen anzupassen sind> beschränkt.>> z.B alle Bezahlwebinhalte ausblenden.> oder gewerbliche Seiten Ausblenden.> Domeinnamen dauerhaft komplett in der Suche zu blockieren z.B alles von> Amazon.> Alle Suchmaschinen bringen mehr oder weniger die gleichen> Suchergebnisse.> Webseiten mit zu viel Werbung oder traffic ausschließen wäre auch eine> grandiose Suchoption.
Suchmaschinen werden ganz sicher nicht die Bezahlwebinhalte und
gewerbliche Seiten ausblenden, denn von denen leben die.
Wenn du diesen Seiten eine auswischen willst, dann musst du bspw. bei
Google gezielt die Anzeige Links anklicken, als den Link der gleichen
Seite darunter, der ebenso als Suchergebnis angezeigt wird.
Grund:
Für den Anzeigelink muss der Werber an Google Geld zahlen.
(prx) A. K. schrieb:> Da Musik stark mit Emotion korreliert, könnten> Spotify&Co mehr über deine aktuelle Gefühlslage Bescheid wissen, als> deine Lebensgefährtin.
Das merkt die auch so, wenn ich Samuel Barber - Adagio for Strings
anhöre.
Aber ja, du hast natürlich recht. Die Musikplattformen dürften es
genauer wissen.
René H. schrieb:> Es kostet aber alles Geld. Also entweder zahlen, oder Werbung ertragen.> Nur müsste Werbung dezenter werden, damit man sie nicht deaktivieren> muss.
Die meisten Web-Angebote finanzieren sich anderweitig und trotzdem
tracken sie. Beispielsweise Webshops. Die sind 100% finanziert durch die
Verkäufe. Trotzdem hängen Tracker drin. Ein Teil davon ist wohl
Suchmaschinenoptimierung, weil man bei Gugel einfach besser gelistet
wird, wenn man für sie seine Kunden ausspioniert. Und für so einen
Onlineshop ist die Platzierung in den Suchergebnissen durchaus
geschäftskritisch. Aber das ist ja gerade das Schlimme daran. Das ist
moderne Schutzgelderpressung.
Ein anderer Teil der Tracker dann einfach weil es hip ist, tolle
Frameworks zu verwenden. Ein weiterer Teil ist sicherheitsmotiviert,
Stichwort Clodeflare, auch so eine Datenkrake, die die Seiten vor
DDoS-Angriffen schützt.
René H. schrieb:> Bitte sei so gut und unterlasse hier Deine Verschwörungstheorien. Was Du> erzählst ist nämlich Unsinn. Die Google-Suchergebnisse werden nicht> durch die deutsche Regierung beeinflusst.
Sorry, da liegst Du falsch oder Du hast es schon wieder vergessen.
Erinnerst Du Dich noch an den Bundespräsidenten Wolff, dessen Frau bein
einem Begleitservice arbeitete. Da ging es um Bilder von ihr als Domina.
Da wurde die Suchmaschine verdonnert, diese Ergebnisse und
Begriffsuchvorschlag ganz weit nach unten zu schieben oder nichts
auszuspucken.
Übrigens die Bilder waren aus dem Radioprogrammheft. Die Werbung war
auch im Prince, das war ein kostenloses Veranstaltungsheft, das in den
Kneipen auslag in Hamburg und Hannover. Im Frühjahr 2000 wurde im
norddeutschen Rundfunk ein Interview mit ihr ausgestrahlt. Der
Begleitservice wurde damals für irgendwas ausgezeichnet. Ich weiss das
noch, weil das längere Interview mit dazwischen gespielten Musiktiteln
sogar wiederholt wurde.
Udo S. schrieb:> Und dein erster Post hier wäre dann dass die böse Regierung dir eine KI> unterschiebt um dich zu bevormunden oder auszuspähen.
Ich meine das war gewisse Zeit mal Teil vom DSA.
Michael B. schrieb:> Und nein, z.B. bei Chrome und Derivaten kann man Autoplay nicht mehr> abschalten, browsen soll schliesslich maximal werbeverseucht werden.
Versuch es doch einfach mit einer Chrome-Erweiterung - da gibt es einige
Autoplay-Blocker
Weitere Tools -> Erweiterungen -> Chrome Webstore oeffnen ->
Autoplay-Block suchen ;)
Michael B. schrieb:> Sei froh, daß auf der Seite kein automatisch startendes Video abläuft,> wie bei den Nervbolzen Focus und ähnlich arroganter.>> Und nein, z.B. bei Chrome und Derivaten kann man Autoplay nicht mehr> abschalten, browsen soll schliesslich maximal werbeverseucht werden.
Meines wissens ist es nicht möglich, ein Video automatisch starten zu
lassen, ausser es enthält keine Tonspur, oder man startet es gemuted.
Und an dem Punkt ist es nicht gross anders als eine animierte
GIF/APNG/WEBP Grafik.
Was die Browser aber nicht verhindern können, ist wenn Seiten das erste
Click event abfangen, um ein Video zu starten. Täten sie das, würden
auch sämtliche HTML5 basierten Videoplayer ausfallen, da wäre dann
nichts mehr mit Videoschauen auf Youtube oder Netflix. Ich habe das bei
meinem eigenen Videoportal auch schon ausgenutzt. Dort ersetze ich nur
den Seiteninhalt statt die Seite neu zu laden, wenn man ein Video
anklickt, und verwende dabei einen sync XHR request, um das click event
zu cachen, so dass ich damit beim geladenen Videotag dann die .play()
aufrufen kann. Und bei der autonext funktion mache ich was ähnliches, da
bringe ich das alte video tag in sicherheit, bevor ich den Seiteninhalt
ersetze, und ersetze dann das video darin, ohne den playing state je zu
stoppen.
PS: In iOS sind die Video Tags extrem buggy. Da gibt es Seitencrashes,
Memoryleaks, situationen, wo das Video läuft, aber es das Symbol für
audio-only Inhalte angezeigt wird, und Situationen, wo es
durcheinanderkommt, zu welcher Seite ein Fullscreen video gehört, wenn
die Seite gleichzeitig zum fullscreening im hintergrund ne andere Seite
öffnet (Dann ist die Seite blockiert, und man muss si zu und wieder auf
machen, Browser minimieren usw. hilft nichts).
Guido L. schrieb:> Versuch es doch einfach mit einer Chrome-Erweiterung - da gibt es einige> Autoplay-Blocker>> Weitere Tools -> Erweiterungen -> Chrome Webstore oeffnen ->> Autoplay-Block suchen ;)
Welchen Chrome hast du, daß er unter Android AddOns ermöglicht ?
Man ist vorsätzlich dem Werbemüll voll ausgeliefert.