Hallo,
wir haben eine Förderanlage für Schüttgüter. Beide Motoren zusammen
haben eine Leistung von 7,5kW. Die Anlage fördert aus einem Sumpf das
Material in Silos. Wenn der Sumpf leer ist, soll die Anlage nach einer
Nachlaufzeit ausgeschaltet werden.
Da der Sumpf manchmal ungleichmäßig befüllt ist, scheidet ein
kapazitiver Leermelder oder ein Drehflügelschalter aus.
Wäre eine Abschaltung über die Stromstärke möglich? Gibt es sonst noch
Möglichkeiten?
Danke
Martin schrieb:> Wäre eine Abschaltung über die Stromstärke möglich?
Wahrscheinlich nicht. Wenn schon ein kapazitiver Melder nicht richtig
funktioniert.
Aber du kannst es probieren: Miss den Strom, guck dir an was passiert
wenn es leer wird.
Es gibt Relais die nach Strom schalten, inklusive Nachlauf.
Martin schrieb:> Wäre eine Abschaltung über die Stromstärke möglich? Gibt es sonst noch> Möglichkeiten?
Soll die Förderung auch irgendwann wieder angeschaltet werden.
Detektoren für das Schüttgut. Wenn nichts mehr kommt, kann der Motor
abgeschaltet werden.
Es kommt sehr auf die Umstände an.
Welcher Zustand soll detektiert werden?
Um was für ein Gut handelt es sich?
Mit welcher Art von Sensoren lässt es sich detektieren?
Was ist das für eine Förderanlage?
Was sind es für Motoren?
Wie ändert sich die Lastabnahme an den Motoren?
Was bietet die Anlage an Zugriffsmöglichkeiten?
Eine Lösung, die unabhängig von den näheren Umständen funktionieren
soll, gibt es nicht oder wird zumindest unnötig teuer.
Kurz: Zu Beantwortung deiner Frage fehlt eine vernünftige
Problembeschreibung
Teo D. schrieb:> Montag schrieb:>>> Sensor über dem Band montieren??>> Zu viel Science Fiction gesehen!> Was den für ein "Sensor"?
Oh man, so ein Niveau von dir?
Klingt nach einer klassischen Automationsaufgabe.
Falls irgendeine Art von Steuerung vorhanden ist, würde sich ein
einfacher Sensor auf dem Band oder bevorzugt hinter dem Abwurf anbieten,
Stichwort "optische Abstandsmessung".
Da gibt's eine ganze Reihe üblicher Verdächtiger, mir fällt sofort ifm
ein.
Hallo,
danke für die Antworten. Dann muss ich ein wenig ausholen:
Gefördert wird Getreide und Pellets. Wir haben einen Kettenelevator mit
Seitenschnecke, wie hier zu sehen:
https://kreutzkaemper.de/kettenelevatoren.html
Oben ist dann nochmal ein Querförderer (links - rechts). Die
Seitenschnecke ist 10m lang und ist in einem 2m tiefen Sumpf. In den
Sumpf wird manchmal nur einseitig eingefüllt, manchmal vollständig und
manchmal wird nachträglich noch irgendwo eine kleine Menge zu gekippt.
Bedeutet also, man weiß nie, wo sich das letzte Material befindet. Man
kann also kein Leermelder im Sumpf unterbringen.
Ein kapazitiver Sensor unten im Elevator funktioniert nicht, da die
"Paddel" vom Elevator den beeinträchtigen.
Der Querförderer oben ist eine (Trog-)Schnecke, die je nach Abwurf nach
links oder rechts dreht. Direkt an der Übergabestelle funktioniert auch
kein Leermelder, da die Schnecke die Messung stört. Die Abwürfe sind
teilweise Zwischenauswürfe, wo auch die Schnecke ist.
Sieht jemand noch eine Möglichkeit?
Ich erinnere mich an eine Anlage zur Asphaltmischung, da war das
Transportband auf kräftigen Federn aufgestellt, bei beladenem Band
wurden damit Schalter betätigt.
asg schrieb:> Klingt nach einer klassischen Automationsaufgabe.> Falls irgendeine Art von Steuerung vorhanden ist, würde sich ein> einfacher Sensor auf dem Band oder bevorzugt hinter dem Abwurf anbieten,> Stichwort "optische Abstandsmessung".> Da gibt's eine ganze Reihe üblicher Verdächtiger, mir fällt sofort ifm> ein.
Genau zwei Lichtschranken werden benötigt. Eine zum abschalten und eine
für den Füllvorgang.
Ihr seid aber Schlaumeiers.
Don ki Schote schrieb:> Lichtschranken
Zu anfällig bei staubigen Gütern.
Federbelastete Klappe mit Schalter am Ende des Förderbandes, die vom
herabfallenden Fördergut betätigt wird?
Über den Motorstrom wirst Du das nicht zuverlässig messen können.
Das funktioniert bei hartem Endanschlag, wie z.B. Tischhöhenverstellngen
ganz gut, aber erfahrungsgemäss nicht dauerhaft beim Förderband das
relativ leichte Güter transportiert.
Prallblech ist ein guter Anfang. Wenn jedoch ungleichmäßig geliefert
wird, würde ich einen Zeitschalter ergänzen. Damit die Anlage noch eine
Zeit nachläuft. Optische Sensoren fallen bei Verschmutzung aus. Deshalb
lieber zuverlässigen Schalter suchen!
Teo D. schrieb:> Montag schrieb:>> Sensor über dem Band montieren??>> Zu viel Science Fiction gesehen!> Was den für ein "Sensor"?
Es handelt sich hier um eine in der Industrie durchaus häufige
Aufgabenstellung.
Berührungslose Sensoren für diesen Zweck gibts von den üblichen
Verdächtigen für alle möglichen Arten von Fördergütern. Wer viel Geld
hat, kann die gern alle mal testen.
An unseren Bandanlagen hat sich allerdings Low-Tech als zuverlässigste
bewährt: Blech an Scharnier schleift über die in Bandmitte etwa 5cm
dicke Schicht Fördergut und betätigt dabei induktiven
Näherungsschalter.
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