Jetzt der interessante Teil: wenn man dieses Fasermaterial entfernt,
verändert sich das Sendesignal messbar.
Vielleicht verrätst du auch, was sich am Sendesignal verändert und wie die Schaltung des Senders aussieht. Aus den Photos ist das bei bestem Willen nicht zu erkennen.
Wenn ich meine Platine mit einem Fetzen Papiertaschentuch putze, z.B. mit Spiritus als Lösungsmittel, dann sehen die Rückstände ähnlich aus. Gelbes Kolophonium klebt an den Papierfusseln.
Also, da hier alle meckern – wer möchte, kann mir gerne ein besseres Mikroskop schenken. ;)
Ich habe es dann nochmal mit einem Fotoapparat probiert. Da komme ich allerdings nicht so nah dran.
Hier nochmal die gleiche Situation von einem anderen Handsender. Das sieht tatsächlich nach einem aufgelösten Gewebeschlauch aus. Die Frage ist allerdings immer noch, warum man den an dieser Stelle neben der Spule braucht.
Das dekodierte ASK Signal verändert sich messbar. Das Rauschverhalten nimmt reproduzierbar ab. Verstehen tue ich das nicht.
Da hat sich wohl irgendein Insekt ein Nest gebaut.
...in ZWEI Handsendern an der GLEICHEN Stelle? 🤔
wenns im selben versifften Kellerlager lag ... ist vielleicht ein Kunsstoff/Färbemittel was eine bestimmte Insektenart die in Rot-China beheimatet ist, anzieht.
das war vielleicht mal ein Abstandshalter für die LED
Das ist eine sehr gute Idee. Da die LED im Gehäuse ja exakt positioniert werden muss, damit der aufgesetzte Deckel bündig abschließt, würde das echt Sinn machen.
Dieses klebrige Fasermaterial hatten bisher alle Handsender dieses Typs unter der LED. Manche nur ganz wenig davon, manche sehr viel – wie die letzten Bilder mit dem "Vogelnest" zeigen. Innen waren dann übrigens wieder die gelben, klebrigen Fasern. Das kann also ursprünglich schon eine Art Gewebeschlauch gewesen sein. Und nach 30 Jahren kann sich sowas sicher auch zersetzen. Einige der Handsender hatten auch ausgelaufene Batterien.
Die Sender wurden in Italien produziert.
Was ich jetzt noch gerne verstehen würde ist, wie sich so ein Gewebeschlauch um den "Sockel" einer LED auf das Sendeverhalten beeinflussen kann. Klar ist, dass direkt nebendran eine offene Spule sitzt, die der LED vorgeschaltet ist.
Kann eine LED im HF Bereich ein elektronisches Feld beeinflussen?
Ansonsten muss ich wohl wirklich mal die Schaltung rauszeichnen.
Ich habe es dann nochmal mit einem Fotoapparat probiert. Da komme ich
allerdings nicht so nah dran.
Immmerhin erkenne ich jetzt deutlich mehr. ;O)
Hier nochmal die gleiche Situation von einem anderen Handsender. Das
sieht tatsächlich nach einem aufgelösten Gewebeschlauch aus. Die Frage
ist allerdings immer noch, warum man den an dieser Stelle neben der
Spule braucht.
Ich kenne Fälle, wo LEDS auf einem Stück Schwamm montiert waren. Als Abstandshalter und Schwingungsdämpfer gegen mechanische Schwingungen.
Die LED muss ja etwas hoch stehen, damit sie gut aus dem Gehäuse herausschaut. Dafür brauchst Du einen Abstandshalter. Wenn sie so hoch montiert ist, neigt sie auch zum mechanischen Abbrechen bei starker Rüttelbelastuing, dagegen die Dämpfung.
das war vielleicht mal ein Abstandshalter für die LED
Das ist eine sehr gute Idee. Da die LED im Gehäuse ja exakt positioniert
werden muss, damit der aufgesetzte Deckel bündig abschließt, würde das
echt Sinn machen.
Was ich jetzt noch gerne verstehen würde ist, wie sich so ein
Gewebeschlauch um den "Sockel" einer LED auf das Sendeverhalten
beeinflussen kann. Klar ist, dass direkt nebendran eine offene Spule
sitzt, die der LED vorgeschaltet ist.
Kann eine LED im HF Bereich ein elektronisches Feld beeinflussen?
Ein Bild zeigt eine Drossel unmittelbar neben der LED. Wenn das Streufeld der Drossel das "Vogelnest" durchsetzt, wirken die elekrischen und magnetischen Eigenschaften des Materials natürlich auf die Drossel ein.
Auch mit "dämpfenden" Verlusten.
Kann eine LED im HF Bereich ein elektronisches Feld beeinflussen?
Ein Bild zeigt eine Drossel unmittelbar neben der LED. Wenn das
Streufeld der Drossel das "Vogelnest" durchsetzt, wirken die elekrischen
und magnetischen Eigenschaften des Materials natürlich auf die Drossel
ein.
Auch mit "dämpfenden" Verlusten.
Auf der anderen Seite neben der LED ist ein keramischer Kondensator zu sehen.
Möglicherweise ein MLCC. Deren große Kapazität rührt daher, dass das Material im Dielektrikum polarisierbar und damit auch piezoelektrisch ist.
Akustische Schwingungen beeinflussen darum stark die Kapazität (Mikrophonie). Eine wärend des Betriebes schwankende Kapazität bedeutet aber auch Rauschen und Störungen. Das schwammartige Material unter der LED dämpft vermutlich auch akustische Schwingungen.
Wäre nicht der erste MLCC, der durch starke Mikrophonie auffällig wurde.
Hallo Bernd, hast du dazu Quellen? (Hervorhebungen von mir..)
Leider nicht. Persönliche Erfahrung mit Einzelexemplaren in Vorwärtsrichtung.
Das sie in Rückwärtsrichtung Rauschen können, könnte man aus dem Avalancherauschen ableiten. Die Sperrspannung von LEDs ist ja relativ gering, und wenn man dafür sorgt, dass der Strom nicht zur Zerstörung der Diode führt, dürften die Rauschen wie andere Dioden auch.
Diese Situation könnte auftreten, wenn irgendwo ein Leckstrom auftritt, der stark begrenzt in Sperrichtung durch die Diode möchte. In den meisten Fällen, wo mir das passierte, wurde aber die LED zerstört, weil der Strom doch zu hoch war. Der normale Betriebsstrom killt sie zimlich sicher.
Im allgemeinen ist das ja auch so. Das spricht aber nicht dagegen, das Einzelexemplare sich durchaus anders verhalten können. Vor allem, wenn ich meine LEDs irgendwo ausgelötet oder aus anderen dunklen Quellen bezogen habe habe und damit herumspiele. ;O)
Ende OT, wollte nicht das Thema hier sprengen. ;-)
Ich sehe OT meistens als Sahnehäubchen oder Salz in der Suppe. Und letztlich als großen Quell von Inspiration. ;O)