Hallo,
ich bin auf der Suche nach Informationen zu einem IC von Seiko Epson, vermutlich aus den 80er Jahren: SED5031MoA. Wichtig ist das M am Ende, ich habe ein Datenblatt zum SED5031Coc; das ist definitiv ein anderer Chip.
Der Chip ist verbaut in einer Dot Matrix Anzeige, zu der mir keine Infos vorliegen. Ich möchte gerne durch Reverse Engineering herausfinden, wie die Anzeige anzusteuern ist. Leider gibt das Internet wenig bis keine Infos zu diesem Bauteil preis. Auch den (unpassenden) SED5031Coc habe ich nicht im Internet, sondern nur in einem gedruckten Datenbuch von 1986 gefunden. Vielleicht hat jemand ein altes Datenbuch, das den Baustein enthält und könnte einen Scan machen?
Was soll ich zeigen? Ist ein ganz gewöhnlicher SOW-28 Chip im breien Kunststoffgehäuse. Obendrauf war ein Kühlkörper aufgeklebt, den ich abgemacht habe, um den Typ herauszufinden.
Aus den bisherigen Untersuchungen ergibt sich, dass die Pins
23, 24, 26, 27, 28, 1, 3, 4,11 12, 14, 15, 16, 17, 19, 20 low aktive Ausgänge sind. Vermutlich ist die Reihenfolge der Aufzählung auch die Reihenfolge der Ausgänge, sicher ist das aber nicht.
Was soll ich zeigen? Ist ein ganz gewöhnlicher SOW-28 Chip im breien
Kunststoffgehäuse. Obendrauf war ein Kühlkörper aufgeklebt, den ich
abgemacht habe, um den Typ herauszufinden.
Zeig ein Bild vom IC, und von der Platine, auf der der drauf ist (die dürfte ja zum nicht weiter von Dir beschriebenen Display gehören). Erzähl was über das Display, wo war das drin, welche Auflösung etc. hat es?
Bild muss ich erst machen. Es handelt sich um eine quadartische Platine,
auf der 2 Stück des ICs verbaut sind. Die Anzeige ist ein Modul mit
16x16 LEDs, rot und grün. Ein IC ist für rot zuständig, das andere für
grün. Damit werden die jeweils 16 Kathoden der LEDs als Matrix
getrieben. Für die 16 Anoden in der Matrix sind diskrete PNP-Treiber und
TTL-Logik zur Ansteuerung verantwortlich.
Ein Teilschaltbild mit dem bisher analysierten Schaltungsteil ist angehängt.
Noch ein Hinweis: 'Sammi' steht auf dem Kühlkörper für die LEDs drauf. Ansonsten gibt es keinen Hinweis auf den Hersteller oder eine Typbezeichnung, die weiterhilft (SMM-0960Y steht auf der Platine).
Danke für den Link, aber das ist leider das Datenblatt, das ich auch habe und das nicht zu diesem IC gehört. Das ist das Datenblatt zum SED5031C.., der sich vom SED5031M.. aber erheblich unterscheidet (unter anderem in der Anzahl der Pins: 24 <--> 28). Ich suche also immer noch das Datenblatt zum SED5031M.., falls das jemand hat.
So, jetzt habe ich Zugriff auf ein passendes Gerät zum Fotografieren. Hier ist das gewünschte Bild.
Zu dem Link: danke dafür, aber ich kann leider kein chinesisch. Die verkaufen das IC offensichtlich auch nur. Es gibt auch eine Anzeige in einer alten englischen oder amerikanischen Fachzeitschrift, in der Module mit diesem IC angeboten werden. Die schreiben aber auch gleich explizit dazu, dass sie kein Datenblatt haben, sich aber darum bemühen. Das wars dann auch schon, was die Internetsuche ausspuckt.
Das Firmenlogo (2 Berge nebeneinander?) ist auf dem Datenbuch auch zu sehen.
Ich denke, die haben einfach einen Treiber für Thermodrucker umfunktioniert, um LED zu treiben. Das 28-polige SMD-Gehäuse enthält sicher dieselbe Schaltung wie der DIL-24. Da musste ein alter Chip auf SMD umgestellt werden, und wurde aus DIL-24 in SO-28 "umgetopft" weil er in SO-24 nicht gepasst hätte. Die Anschlussreihenfolge ist vermutlich identisch, nur sind vier zusätzliche Pins irgendwo dazwischengemogelt, die nirgends angeschlossen sind, oder auf Masse liegen.
stimmt, C : Plastic DIP, M : Plastic SOP
und da die Pins in SOP nur 1,27mm Pinabstand haben, während DIP 2,54mm hat, passte der Chip nicht so recht rein, deshalb das längere Gehäuse.
Die parallelen open-Drain-Ausgänge DO1...DO12 sind vermutlich auf einen Stecker zu der LED-Matrix geführt, die kann man durchpiepsen.
Das Schieberegister anzusteuern ist für jeden Arduino ein Klacks.
stimmt, C : Plastic DIP, M : Plastic SOP
und da die Pins in SOP nur 1,27mm Pinabstand haben, während DIP 2,54mm
hat, passte der Chip nicht so recht rein, deshalb das längere Gehäuse.
Viel eher hatten sie einfach gar keinen in SOP-24, da hat man sich durchaus das extra Vergusswerkzeug gespart.
Für die Ansteuerung gibt es sicher Beispielprogramme für 74HC4094 oder 74HC595, die sind sehr ähnlich gebaut, nur für 8 statt 12 Bit.
Ist die LED-Matrix gemultiplext, also wie in der TV-Bildröhre zeilenweise reihum angesteuert? Dann muss die Software das auch so machen, ohne dass es flimmert.
Danke mal an alle für die Links bzw. die Hinweise. Das Datenbuch mit dem Typschlüssel ist wirklich aufschlussreich. Ich werde mir die verlinkten Dokumente auszugsweise ansehen.
Die parallelen open-Drain-Ausgänge DO1...DO12 sind vermutlich auf einen
Stecker zu der LED-Matrix geführt, die kann man durchpiepsen.
Genau so ist es. Siehe angehängtes Schaltbild des Zwischenstands meines Posts oben. Rxx bzw. Gxx bezeichnet die Pinnummern am SED5031M für den 'roten' Treiber bzw. für den 'grünen' Treiber (der SED 5031M ist ja zweimal vorhanden - einmal für die Kathoden der roten und nochmals für die Kathoden der grünen LEDs).
Ich versuche mal rauszufinden, wie die Eingänge des Chips verdrahtet sind, die Ausgänge sind ja mittlerweile klar. Vielleicht hilft das mit dem Ansatz 24 Pin Chip im 28 Pin Gehäuse weiter. Ich weiß eben nicht, ab die Ausgänge der Reihe nach auf die LED-Reihen bzw. Spalten geschalten werden oder ob da eine Änderung der Reihenfolge stattfindet, um flackern zu minimieren (Interlacing). Von daher kann ich bis jetzt nicht sagen, DO1 = Zeile/Spalte 1 und DO2 = Zeile/Spalte 2 etc. ist.