Forum: PC Hard- und Software KiCAD und Eagle 5.12


von Crazy Harry (crazy_h)


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Hallo Zusammen,

ich habe jetzt x Jahre nur mit dem Platinenmodul von Eagle 5.11 meine 
Layouts gemalen und war immer zufrieden, aber leider ist mir die Lizenz 
(Layoutmodul, Eurokarte, 2-lagig) bei der Wohnungsrenovierung vor ein 
paar Jahren abhanden gekommen (jetzt erst bemerkt). Nun mußte auch noch 
nach 12 Jahren ein neues Notebook her und wohl oder übel hab ich KiCAD 9 
installiert. Leider lassen sich die Eagle-Dateien nicht importieren, 
sind wohl zu alt. Hat einer von euch eine Idee, was ich tun kann? Ich 
brauche keine Schaltpläne und auch keinen Autorouter. Achja wir reden 
von weit über 100 Layouts und 6 Bauteilbibliotheken (weniger wichtig). 
Ja das alte Notebook existiert noch und läuft auch noch, aber das neue 
ist halt neuer und schneller und größer 🙂.

Gruss
Harry

von Mark S. (voltwide)


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Für 5.11 gab es einen crack der die Platinenrestrictionen aufhob.

von Wastl (hartundweichware)


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Crazy Harry schrieb:
> meine Layouts gemalen

Nein! Du hast Layouts gemalt.

von Harald K. (kirnbichler)


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Was helfen könnte: Aktuelle Eagle-Version nehmen, Dateien damit öffnen 
und im neueren Format damit abspeichern.

Das geht möglicherweise auch mit der noch verfügbaren kostenlosen 
Testversion:

www.autodesk.com/products/eagle/free-download

von Björn W. (bwieck)


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Crazy Harry schrieb:
> Hat einer von euch eine Idee, was ich tun kann?

Du könntest von dem alten Notebook die Lizenzdatei (eagle.key) auf das 
neue Notebook kopieren.

von Chris K. (kathe)


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Björn W. schrieb:
> Du könntest von dem alten Notebook die Lizenzdatei (eagle.key) auf das
> neue Notebook kopieren.
Und falls du den Installer brauchst ich hab den ftp gesynct 4.09r2 bis v 
7.7
melde dich per PN.

von Claus P. (claus_p846)


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Installiere eine EAGLE 7.x Version. Damit öffnest du die 5.12 Dateien 
und speicherst sie in dem "neuen" EAGLE XML Format ab. Diese kannst du 
dann in KiCad importieren.

von Andras H. (andras_h)


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Eagle zu cracken, heute ist wirklich nur ein Spiel :)

Ich glaube Eagle 7 braucht nur 1 Stelle geändert zu werden. Und bei eine 
andere Version braucht man 2 Stellen, weil die bestimme Sections auch 
mit CRC überprüfen.

Also an den Crack wird es nicht scheitern.

von Crazy Harry (crazy_h)


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Björn W. schrieb:
> Crazy Harry schrieb:
>> Hat einer von euch eine Idee, was ich tun kann?
>
> Du könntest von dem alten Notebook die Lizenzdatei (eagle.key) auf das
> neue Notebook kopieren.

Genau das geht nicht

von Marc N. (neujahr)


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Wenn ich das rictig verstehe geht es hier doch nur um die Lizenzdatei:
- Wenn es sich um eine gekaufte Lizenz handelt, so sieht man doch die 
Lizenzinfos unter "Hilfe"->"Eagle Lizenz".
Eine freundliche E-Mail oder eine Anfrage im entsprechenden Eagle-Forum 
bei Autodesk könnte hilfreich sein und weiter helfen.
Siehe hier z.B.
https://forums.autodesk.com/t5/eagle-deutsches-forum/lizenzdatei-eagle-version-5-12-0-umsiedeln-auf-win10/m-p/8454459#M2398

von Gerald B. (gerald_b)


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Und die Platte vom alten Notebook virtualisieren und in einer VM auf dem 
Neuen laufen lassen?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Er hat doch aber die Lizenz nicht mehr, schrieb er im Eingangsbeitrag.

von Rbx (rcx)


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Crazy Harry schrieb:
> Leider lassen sich die Eagle-Dateien nicht importieren,
> sind wohl zu alt.

Wie sieht diesbezüglich deine Vorgehensweise aus?

von H. H. (hhinz)


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Rbx schrieb:
> Crazy Harry schrieb:
>> Leider lassen sich die Eagle-Dateien nicht importieren,
>> sind wohl zu alt.
>
> Wie sieht diesbezüglich deine Vorgehensweise aus?

KiCAD kann keine Eagle-5 Dateien importieren! Man muss den Umweg über 
Eagle-6/7 gehen.

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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H. H. schrieb:
> KiCAD kann keine Eagle-5 Dateien importieren! Man muss den Umweg über
> Eagle-6/7 gehen.

Du kommst also auch mit der Oberfläche von KiCAD nicht richtig klar?
Man könnte genauso gut ältere KiCAD Versionen ausprobieren oder dessen 
Importunterprogramme (wenn die kompatibler sind) in neuerer Versionen 
einbauen.
Ganz abgesehen davon fand ich oben im Zusammenhang den Hinweis von 
Harald K. oben deutlich hilfreicher. Testversionen sind ja nun auch 
nichts böses und können einen schon hier und da aus der Patsche helfen.
Wäre aber blöd, wenn die Testversion gerade keinen Import kann.

Möglichkeiten gibt es immer mal wieder, aber manche Formate wie z.B. 
.dvi können auch eine echte Seuche sein.

von H. H. (hhinz)


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Rbx schrieb:
> Du kommst also auch mit der Oberfläche von KiCAD nicht richtig klar?

Unsinn.


> Man könnte genauso gut ältere KiCAD Versionen ausprobieren oder dessen
> Importunterprogramme (wenn die kompatibler sind) in neuerer Versionen
> einbauen.

Es gab nie eine Importfunktion für das Eagle-Format vor Version 6.

von Rbx (rcx)


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von Hmmm (hmmm)


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Rbx schrieb:
> Ach so, dann ist das hier wohl eine Ente:
> 
https://www.heise.de/news/KiCad-Version-5-kann-EAGLE-Projekte-importieren-4121106.html

Du begreifst einfach nichts, aber hast trotzdem ein zwanghaftes 
Mitteilungsbedürfnis.

EAGLE verwendet ab v6 ein XML-basiertes Dateiformat, davor war es etwas 
Proprietäres und Undokumentiertes. Und jetzt rate mal, was KiCad 
importieren kann und was nicht.

von Hans (ths23)


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Harald K. schrieb:
> Das geht möglicherweise auch mit der noch verfügbaren kostenlosen
> Testversion:

Claus P. schrieb:
> Installiere eine EAGLE 7.x Version. Damit öffnest du die 5.12 Dateien
> und speicherst sie in dem "neuen" EAGLE XML Format ab.

Nein das funktioniert leider nicht. Mit der freien Version von Eagle 
kann man zwar mit Eagle erstellte Projekte öffnen, egal wie groß die 
Platine ist und wie viele Layer es sind, aber man kann weder editieren 
noch speichern, wenn das geöffnete Projekt größer 100mm x 80mm und/oder 
mehr als 2 Layer enthält.

von H. H. (hhinz)


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Rbx schrieb:
> Ach so, dann ist das hier wohl eine Ente:
> 
https://www.heise.de/news/KiCad-Version-5-kann-EAGLE-Projekte-importieren-4121106.html

Witzbold!
KiCad-5 kann Eagle-ab-6, aber kein Eagle-bis-5.

Aber geh ruhig weiter die Ente füttern...

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Dann könnte er noch hier im Forum fragen, ob jemand mit einer 
ausreichenden Lizenz gewillt wäre, ihm die Dateien in einem neueren 
Format abzuspeichern, ggf. halt gegen einen Obulus.

Der Sinn dahinter erschließt sich mir aber trotzdem nicht. Irgendwelche 
Konvertierereien zwischen verschiedenen, zu einander nicht wirklich 
kompatiblen EDA-Systemen verlieren immer irgendwelche Details.  Dass man 
die Projekte nach der Konvertierung noch irgendwie sinnvoll weiter 
bearbeiten kann, habe ich noch nicht erlebt.  Alte Projekte würde ich 
mir daher immer nur in der Original-Software (bei mir BAE) ansehen. 
Wenn die alte Lizenz komplett futsch ist, ist das natürlich "Pech 
gehabt".  Dann kann man sich den Kram vermutlich wohl immer noch 
ansehen, nur nichts mehr damit machen.

Neues macht man dann einfach in dem System neu, was man aktuell benutzt.

von H. H. (hhinz)


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Jörg W. schrieb:
> Dann könnte er noch hier im Forum fragen, ob jemand mit einer
> ausreichenden Lizenz gewillt wäre, ihm die Dateien in einem neueren
> Format abzuspeichern, ggf. halt gegen einen Obulus.

Das geht mit der Freewarelizenz von Eagle, ab Version 6.

Die Einschränkungen gelten nur fürs bearbeiten, nicht fürs laden und 
speichern.

von Hans (ths23)


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H. H. schrieb:
> Die Einschränkungen gelten nur fürs bearbeiten, nicht fürs laden und
> speichern.
Hast recht, habe es gerade mal probiert. Sogar das Erstellen der 
Gerberdaten via CAM Job scheint zu funktionieren - auch mal gerade 
probiert, ebenso das Drucken..

Auch ohne die Linzensdatei sollte also das Erzeugen von Gerberfiles bzw. 
der Ausdruck auf Folie zum Selbstbelichten möglich sein.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Dann sollte Harry doch alles haben, was er noch braucht für die alten 
Sachen.

von Chris K. (kathe)


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Hab Harry die 7.7 installer zur Verfügung gestellt.
Ich denke wir können hier dicht machen.

von Crazy Harry (crazy_h)


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Hallo an alle und herzlichen Dank 🙂. Leider konnte ich erst jetzt alles 
lesen .... die leidige Arbeit.

Um noch eine Frage zu beantworten:

Rbx schrieb:
> Wie sieht diesbezüglich deine Vorgehensweise aus?

Datei - Nicht-KiCAD-Projekt importieren - Eagle-Projekt - [Datei 
auswählen] - Zielort für KiCAD-Projekt - "Dateiformat wird nicht 
unterstützt"

Und es ist keine faule Ausrede mit der abhanden gekommenen Lizenz, denn 
in der Info in meinem alten PC steht ja lizensiert für >mich< drin. Das 
mit der Eagle.key habe ich, wenn diese im Programm-Verzeichnis steht, 
probiert. Ich habe nach der Installation auf dem neuen PC, das 
Verzeichnis mit der Kopie des Verzeichnisses vom alten PC komplett 
überschrieben.

Marc N. schrieb:
> Eine freundliche E-Mail oder eine Anfrage im entsprechenden Eagle-Forum
> bei Autodesk könnte hilfreich sein und weiter helfen.

Da das jetzt Autodesk gehört, wird das nicht mehr funktionieren.

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (soul_eye)


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Hans schrieb:
> Auch ohne die Linzensdatei sollte also das Erzeugen von Gerberfiles bzw.
> der Ausdruck auf Folie zum Selbstbelichten möglich sein.

Genau das war der Zweck des nichtlizensierten Betriebes. 
Leiterplattenhersteller und Fotosatzbetriebe sollten in die Lage 
versetzt werden, Eagle-Dateien entgegenzunehmen und zu verarbeiten. Das 
stand damals genau so im Handbuch.

von Harald K. (kirnbichler)


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Den alten PC kann man komplett virtualisieren, und die virtuelle 
Maschine auf dem neuen PC nutzen.

Das geht so:

Ausreichend große USB-Festplatte an alten PC anschließen, Programm 
disk2vhd herunterladen 
(https://learn.microsoft.com/de-de/sysinternals/downloads/disk2vhd), auf 
altem PC ausführen und eine vhdx-Datei auf der USB-Festplatte erstellen.

Bei Auswählen der zu sichernden Volumes alle nötigen auswählen (bei 
GPT-Systemen ist das nicht nur Laufwerk C, sondern auch die EFI- und die 
Wiederherstellungspartitionen, die werden mit kryptischen \\?\Volume-- 
Namen aufgelistet).

Dann die vhdx-Datei auf den neuen PC kopieren, z.B. in ein dafür 
anzulegendes Verzeichis c:\hyper-v\vhdx

Auf dem PC Hyper-V zum Laufen bringen (muss gegebenenfalls als 
Windows-Komponente nachinstalliert werden), Basisverzeichnis für 
virtuelle Maschinen verstellen auf c:\hyper-v (sonst landet das irgendwo 
im AppData-Gestrüpp, das ist sinnlos und unübersichtlich).

Neue virtuelle Maschine anlegen mit sinnvoller CPU- und Speichergröße. 
Auf die passende "Generation" achten; war der alte Rechner ein 
GPT/UEFI-Rechner, dann Generation 2, sonst Generation 1.

Für die neue virtuelle Maschine keine neue virtuelle Festplatte anlegen, 
sondern die vorher auf dem alten Notebook erzeugte verwenden.

Das sollte es im wesentlichen schon gewesen sein.

Hyper-V kommt mit einer Konsole für die virtuelle Maschine, besser 
arbeitet es sich allerdings mit einer RDP-Verbindung, weil dann die 
Bildschirmauflösung unabhängig von der der VM ist, und weil die 
Zwischenablage für mehr als nur Texte genutzt werden kann ...

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