KiCAD und Eagle 5.12

OP #8011160
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Hallo Zusammen,

ich habe jetzt x Jahre nur mit dem Platinenmodul von Eagle 5.11 meine Layouts gemalen und war immer zufrieden, aber leider ist mir die Lizenz (Layoutmodul, Eurokarte, 2-lagig) bei der Wohnungsrenovierung vor ein paar Jahren abhanden gekommen (jetzt erst bemerkt). Nun mußte auch noch nach 12 Jahren ein neues Notebook her und wohl oder übel hab ich KiCAD 9 installiert. Leider lassen sich die Eagle-Dateien nicht importieren, sind wohl zu alt. Hat einer von euch eine Idee, was ich tun kann? Ich brauche keine Schaltpläne und auch keinen Autorouter. Achja wir reden von weit über 100 Layouts und 6 Bauteilbibliotheken (weniger wichtig). Ja das alte Notebook existiert noch und läuft auch noch, aber das neue ist halt neuer und schneller und größer 🙂.

Gruss Harry

Gast #8011607
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Wenn ich das rictig verstehe geht es hier doch nur um die Lizenzdatei:

#8011658
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H. H. schrieb:

KiCAD kann keine Eagle-5 Dateien importieren! Man muss den Umweg über Eagle-6/7 gehen.

Du kommst also auch mit der Oberfläche von KiCAD nicht richtig klar? Man könnte genauso gut ältere KiCAD Versionen ausprobieren oder dessen Importunterprogramme (wenn die kompatibler sind) in neuerer Versionen einbauen. Ganz abgesehen davon fand ich oben im Zusammenhang den Hinweis von Harald K. oben deutlich hilfreicher. Testversionen sind ja nun auch nichts böses und können einen schon hier und da aus der Patsche helfen. Wäre aber blöd, wenn die Testversion gerade keinen Import kann.

Möglichkeiten gibt es immer mal wieder, aber manche Formate wie z.B. .dvi können auch eine echte Seuche sein.

Gast #8011670
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Rbx schrieb:

Du kommst also auch mit der Oberfläche von KiCAD nicht richtig klar?

Unsinn.

Man könnte genauso gut ältere KiCAD Versionen ausprobieren oder dessen Importunterprogramme (wenn die kompatibler sind) in neuerer Versionen einbauen.

Es gab nie eine Importfunktion für das Eagle-Format vor Version 6.

#8011743
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Rbx schrieb:

Ach so, dann ist das hier wohl eine Ente: https://www.heise.de/news/KiCad-Version-5-kann-EAGLE-Projekte-importieren-4121106.html

Du begreifst einfach nichts, aber hast trotzdem ein zwanghaftes Mitteilungsbedürfnis.

EAGLE verwendet ab v6 ein XML-basiertes Dateiformat, davor war es etwas Proprietäres und Undokumentiertes. Und jetzt rate mal, was KiCad importieren kann und was nicht.

#8011747
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Harald K. schrieb:

Das geht möglicherweise auch mit der noch verfügbaren kostenlosen Testversion:

Claus P. schrieb:

Installiere eine EAGLE 7.x Version. Damit öffnest du die 5.12 Dateien und speicherst sie in dem "neuen" EAGLE XML Format ab.

Nein das funktioniert leider nicht. Mit der freien Version von Eagle kann man zwar mit Eagle erstellte Projekte öffnen, egal wie groß die Platine ist und wie viele Layer es sind, aber man kann weder editieren noch speichern, wenn das geöffnete Projekt größer 100mm x 80mm und/oder mehr als 2 Layer enthält.

Moderator Persönliche Seite #8011754
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Dann könnte er noch hier im Forum fragen, ob jemand mit einer ausreichenden Lizenz gewillt wäre, ihm die Dateien in einem neueren Format abzuspeichern, ggf. halt gegen einen Obulus.

Der Sinn dahinter erschließt sich mir aber trotzdem nicht. Irgendwelche Konvertierereien zwischen verschiedenen, zu einander nicht wirklich kompatiblen EDA-Systemen verlieren immer irgendwelche Details. Dass man die Projekte nach der Konvertierung noch irgendwie sinnvoll weiter bearbeiten kann, habe ich noch nicht erlebt. Alte Projekte würde ich mir daher immer nur in der Original-Software (bei mir BAE) ansehen. Wenn die alte Lizenz komplett futsch ist, ist das natürlich "Pech gehabt". Dann kann man sich den Kram vermutlich wohl immer noch ansehen, nur nichts mehr damit machen.

Neues macht man dann einfach in dem System neu, was man aktuell benutzt.

Gast #8011757
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Jörg W. schrieb:

Dann könnte er noch hier im Forum fragen, ob jemand mit einer ausreichenden Lizenz gewillt wäre, ihm die Dateien in einem neueren Format abzuspeichern, ggf. halt gegen einen Obulus.

Das geht mit der Freewarelizenz von Eagle, ab Version 6.

Die Einschränkungen gelten nur fürs bearbeiten, nicht fürs laden und speichern.

#8011774
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H. H. schrieb:

Die Einschränkungen gelten nur fürs bearbeiten, nicht fürs laden und speichern.

Hast recht, habe es gerade mal probiert. Sogar das Erstellen der Gerberdaten via CAM Job scheint zu funktionieren - auch mal gerade probiert, ebenso das Drucken..

Auch ohne die Linzensdatei sollte also das Erzeugen von Gerberfiles bzw. der Ausdruck auf Folie zum Selbstbelichten möglich sein.

OP #8011825
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Hallo an alle und herzlichen Dank 🙂. Leider konnte ich erst jetzt alles lesen .... die leidige Arbeit.

Um noch eine Frage zu beantworten:

Rbx schrieb:

Wie sieht diesbezüglich deine Vorgehensweise aus?

Datei - Nicht-KiCAD-Projekt importieren - Eagle-Projekt - [Datei auswählen] - Zielort für KiCAD-Projekt - "Dateiformat wird nicht unterstützt"

Und es ist keine faule Ausrede mit der abhanden gekommenen Lizenz, denn in der Info in meinem alten PC steht ja lizensiert für >mich< drin. Das mit der Eagle.key habe ich, wenn diese im Programm-Verzeichnis steht, probiert. Ich habe nach der Installation auf dem neuen PC, das Verzeichnis mit der Kopie des Verzeichnisses vom alten PC komplett überschrieben.

Marc N. schrieb:

Eine freundliche E-Mail oder eine Anfrage im entsprechenden Eagle-Forum bei Autodesk könnte hilfreich sein und weiter helfen.

Da das jetzt Autodesk gehört, wird das nicht mehr funktionieren.

: Bearbeitet durch User
#8011853
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Hans schrieb:

Auch ohne die Linzensdatei sollte also das Erzeugen von Gerberfiles bzw. der Ausdruck auf Folie zum Selbstbelichten möglich sein.

Genau das war der Zweck des nichtlizensierten Betriebes. Leiterplattenhersteller und Fotosatzbetriebe sollten in die Lage versetzt werden, Eagle-Dateien entgegenzunehmen und zu verarbeiten. Das stand damals genau so im Handbuch.

#8011877
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Den alten PC kann man komplett virtualisieren, und die virtuelle Maschine auf dem neuen PC nutzen.

Das geht so:

Ausreichend große USB-Festplatte an alten PC anschließen, Programm disk2vhd herunterladen (https://learn.microsoft.com/de-de/sysinternals/downloads/disk2vhd), auf altem PC ausführen und eine vhdx-Datei auf der USB-Festplatte erstellen.

Bei Auswählen der zu sichernden Volumes alle nötigen auswählen (bei GPT-Systemen ist das nicht nur Laufwerk C, sondern auch die EFI- und die Wiederherstellungspartitionen, die werden mit kryptischen \?\Volume-- Namen aufgelistet).

Dann die vhdx-Datei auf den neuen PC kopieren, z.B. in ein dafür anzulegendes Verzeichis c:\hyper-v\vhdx

Auf dem PC Hyper-V zum Laufen bringen (muss gegebenenfalls als Windows-Komponente nachinstalliert werden), Basisverzeichnis für virtuelle Maschinen verstellen auf c:\hyper-v (sonst landet das irgendwo im AppData-Gestrüpp, das ist sinnlos und unübersichtlich).

Neue virtuelle Maschine anlegen mit sinnvoller CPU- und Speichergröße. Auf die passende "Generation" achten; war der alte Rechner ein GPT/UEFI-Rechner, dann Generation 2, sonst Generation 1.

Für die neue virtuelle Maschine keine neue virtuelle Festplatte anlegen, sondern die vorher auf dem alten Notebook erzeugte verwenden.

Das sollte es im wesentlichen schon gewesen sein.

Hyper-V kommt mit einer Konsole für die virtuelle Maschine, besser arbeitet es sich allerdings mit einer RDP-Verbindung, weil dann die Bildschirmauflösung unabhängig von der der VM ist, und weil die Zwischenablage für mehr als nur Texte genutzt werden kann ...

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