Zwecks weniger OT an der Stelle: Beitrag "Welche 32-Bit MCU für ein neues Projekt" Ja, wenn die 5 Volt völlig unabhängig von den 3.3 Volt sind, können die max. erlaubten ca. 4 Volt überschritten werden. Steht so in manchen Datenblättern. Es ist auch bei jedem Chip und jedem Pin anders. Ich muss jetzt weg, sonst gibt's nichts zu essen :(
Ich kapier es nicht. Was heißt 5V völlig unabhängig? Potentialfrei? Früher da als die 3V3?
Ach, bestimmt wieder so eine Datenblattleseschwaeche. Da kann man nix machen. Vanye
Im Anhang die AN4899, da sind die I/O Typen erklärt
Μαtthias W. schrieb: > Ich kapier es nicht. Was heißt 5V völlig unabhängig? Potentialfrei? > Früher da als die 3V3? Du sagst es doch selbst: Früher da als VDD. Erlaubt sind VDD + 3.6, notfalls +4 Volt. Oder später weg, beides wegen unterschiedlich großer Elkos. Die 5 Volt könnten ja auch aus einem anderen Netzteil kommen. Auch nett: beim STM32L412 z.B. sind VDDA und VDD ziemlich unabhängig -- außer, wenn VDD kleiner als 1 Volt ist
1 | During power-up and power-down phases, the following power sequence |
2 | requirements must be respected: |
3 | • When VDD is below 1 V, other power supplies (VDDA, VDDUSB) must |
4 | remain below VDD + 300 mV. |
5 | • When VDD is above 1 V, all power supplies are independent. |
6 | |
7 | During the power-down phase, VDD can temporarily become lower than |
8 | other supplies only if the energy provided to the MCU remains below |
9 | 1 mJ; this allows external decoupling capacitors to be discharged |
10 | with different time constants during the power-down transient phase. |
Ich brauchte doch ein Beispiel, warum eine neue IDE das kleinere Problem ist.
Solche "Überraschungen" haben aber die PICs doch auch
1 | Voltage on any 5V tolerant pin with respect to VSS when VDD < 2.1V (Note 3)........................................ -0.3V to +3.6V |
Wenn man mit einer derart wackeligen Konstruktion zu kämpfen hat, dass man noch nicht einmal weiß ob die unterschiedlichen Power-rails nach dem Einschalten in der gleichen Woche hochkommen, haben sich schon in der Vergangenheit einfache power-sequencer bewährt.
Bauform B. schrieb: > Ja, wenn die 5 Volt völlig unabhängig von den 3.3 Volt sind, können die > max. erlaubten ca. 4 Volt überschritten werden. Falls Zweifel, hilft immer ein Pegelwandler. Eingang über 74LVC oder 74VHC, Ausgang über 74AHCT.
Maxim B. schrieb: > Falls Zweifel, hilft immer ein Pegelwandler. Ein Design, wo bei Fehlen der Versorgungsspannung Signale an den Eingängen eines µC anliegen, ist kaputt, da braucht man keine Pegelwandler.
Fast alle CMOS IC für 5V vertragen ebenfalls keine 5 Volt, wenn die Versorgungsspannung aus ist. Sie vertragen dann sogar noch weniger als die STM32, nämlich nur 0,5 Volt. Insofern ist das kein Argument gegen STM32, sondern eher ein Vorteil!
Hans W. schrieb: > Fast alle CMOS IC für 5V vertragen ebenfalls keine 5 Volt, wenn die > Versorgungsspannung aus ist. Sie vertragen dann sogar noch weniger als > die STM32, nämlich nur 0,5 Volt. In der Regel sind deren Schutzdioden so robust, daß man darüber auch die gesammte Schaltung mit Spannung versorgen könnte. Nur Mut! ;-) Hans-Georg L. schrieb: > Im Anhang die AN4899, da sind die I/O Typen erklärt Ich habe die AN mal überschlägig gelesen. Sie ist von 2022. Auf Seite 20 ist ein Pegelwandler gezeigt, der mit VCC 5 V und +/- 12 V Pegeln an RxD und TxD beschriftet ist. Da kräuseln sich mir die Nackenhaare. Diese Pegel gab es nie, sie existieren nur in der Phantasie und werden sicherlich von KI nachgeplappert. Auf Seite 18 ist dann geschrieben, daß eine weisse LED typ. 20 mA benötigt. Es fehlt jeglicher Warnhinweis auf mögliche Erblindung bei direkter Betrachtung. Was soll ich nun von dem Rest halten, der da noch so geschrieben ist?
Mi N. schrieb: > In der Regel sind deren Schutzdioden so robust, daß man darüber auch die > gesammte Schaltung mit Spannung versorgen könnte. s/könnte/konnte/ -- damals, mit den CD4000B oder HEF4000B, immerhin ±10 mA. Die 74HC vertragen sogar ±20 mA. Der ganze neuere Kram hat nur noch die Diode nach GND. Besonders spannend: die 74LV von Nexperia haben noch beide Dioden, also ±20 mA, bei den "kompatiblen" 74LV von TI sind nur -20 mA erlaubt!
Mi N. schrieb: > In der Regel sind deren Schutzdioden so robust, daß man darüber auch die > gesammte Schaltung mit Spannung versorgen könnte. Die STM32 sind auch erstaunlich robust. Verlassen sollte man sich natürlich nicht drauf. Eine andere Falle bei den 5V: Da gibt es eine signifikante Current Injection, ich glaub ca 200nA, wenn ein Pin auf 5V liegt. Kann bei ultra-low-power Produkten ein Problem sein
Harald K. schrieb: > Maxim B. schrieb: >> Falls Zweifel, hilft immer ein Pegelwandler. > > Ein Design, wo bei Fehlen der Versorgungsspannung Signale an den > Eingängen eines µC anliegen, ist kaputt, da braucht man keine > Pegelwandler. Das ist in dieser absoluten Allgemeinheit natürlich absoluter Quatsch. Damit würdest du z.B. praktisch nahezu alle Bus-Powered-USB-Geräte zu kaputten Designs erklären... Nein, der Trick ist natürlich: Das Design muss dafür sorgen, dass das Anliegen von Spannungen (zumindest im erwartbaren Bereich) nicht zu Schäden führt.
Ob S. schrieb: > Das ist in dieser absoluten Allgemeinheit natürlich absoluter Quatsch Das war Kimbichler, von dem kommt nur Quatsch. Er übersieht dass es hier um 2 verschiedene Spannungen geht, und eben nichts mitxseinem Kinderspielzeug zu tun hat. Und wenn man die 3.3V aus den 5V erzeugt (Linearregler) gibt es beim Einschalten halt einen Moment mit >4V Differenz, erzeugt man die 5V aus 3.3V entsteht der Moment beim Ausschalten, und liefert die Spannungen ein Netzteil getrennt weiss man sowieso nicht welche zuerst anliegt. Man käme also für den uC nicht um eine 5V Abschalteinrichtung gesteuert durch die 3.3V drumrum. Nicht-trivial weil die nicht kondensatorgepuffert sein darf. An statt den Aufwand zu betreiben nimmt man dann lieber einen uC von einer klügeren Firma.
Michael B. schrieb: > Das war Kimbichler, von dem kommt nur Quatsch. So muss es sein. Ist ja vollkommen ausgeschlossen, daß Du den Überblick verlierst.
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