Hallo, bei einem ca. 10 Jahre alten Produkt habe ich den PIC32MX verwendet. Ein aktuelles neues Produkt verwendet den PIC32MZ. Ich habe den Eindruck, dass von Microchip in Zukunft die ATSAM Baureihe mehr forciert wird. Da ja hier überwiegend ATMEL Fans und nur wenige PIC Liebhaber im Forum sind, frage ich einfach mal nach eurer Meinung, welche 32 Bit MCU Ihr für ein neues Projekt einsetzen würdet ? Eine Alternative wäre sicher die STM32 Reihe, aber dann muss man sich in eine neue IDE einarbeiten...
Dirk F. schrieb: > frage ich einfach mal nach eurer Meinung, Da es offenkundig keinerlei Anforderungen gibt, würde ich irgend eine beliebige nehmen. Denn die erfüllt automatisch alle.
Dirk F. schrieb: > welche 32 Bit MCU Ihr > für ein neues Projekt einsetzen würdet ? Einen mit dem ich schon Erfahrungen gesammelt habe. Dirk F. schrieb: > Ich habe den Eindruck, dass von Microchip in Zukunft die ATSAM Baureihe > mehr forciert wird. Naiv gefragt: Wie kommst du darauf?
Dirk F. schrieb: > Da ja hier überwiegend ATMEL Fans und nur wenige PIC Liebhaber im Forum > sind, Ach?
Ganz klar PIC32MX oder PIC32MZ; MK gibt es auch noch. Praktische Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Dirk F. schrieb: > Ich habe den Eindruck, dass von Microchip in Zukunft die ATSAM > Baureihe mehr forciert wird. Na und? Die STM32 werden noch viel mehr forciert, aber: https://www.microchip.com/en-us/support/quality/product-longevity > Eine Alternative wäre sicher die STM32 Reihe, aber dann muss man sich in > eine neue IDE einarbeiten... Wobei die IDE das kleinste Übel wäre, gerade die STM32 funktionieren ganz einfach auch ohne IDE. Aber ein paar nicht so offensichtliche Feinheiten muss man erstmal lernen, z.B. vertragen 5 Volt tolerante Eingänge keine 5 Volt. Und gerade wenn man denkt "das sieht ja genauso aus wie beim PIC", tut's das nicht.
Dirk F. schrieb: > aber dann muss man sich in > eine neue IDE einarbeiten... Dann verwende Visual Studio Code, damit kann du fast jede MCU programmieren.
Obelix X. schrieb: > Dann verwende Visual Studio Code, damit kann du fast jede MCU > programmieren. Damit kannst Du zunächst gar keinen µC programmieren. Das geht erst, wenn man entsprechende Erweiterungen installiert. Und die haben's in sich, weil jede eine komplett andere Philosophie verfolgt - PlatformIO ist so ein Ansatz, bei dem man sehr viele (versteckte) Abhängigkeiten hat, und letztlich wieder eine komplett eigene IDE erhält, die sich von anderen Ansätzen unterscheidet. Genauso könnte man zu Eclipse raten. Dirk sollte einfach das verwenden, was er kennt. Wenn er mit Entwicklungssystemen für 32-Bit-PIC klargekommen ist, ist die Lernkurve am flachsten, wenn er einfach bei 32-Bit-PIC bleibt. Microchip wird die nicht einstellen. Klar, universeller aufgestellt ist man, wenn man irgendeinen ARM verwendet, der via SWD o.ä. programmierbar ist, und man dafür nicht eine vom Hersteller angebotene IDE, sondern etwas unabhängiges verwendet. Dann hat man halt auch nicht die Codegeneratoren à la CubeMX oder MCUXpresso, sondern muss/darf sich die Grundlagen und die nichttriviale Konfiguration selbst erarbeiten. Da Dirk nicht erwähnt hat, was er vorhat, oder welche Anforderungen er hat, kann man ihm letztlich auch nicht zu irgendwas passendem raten.
Dirk F. schrieb: > welche 32 Bit MCU Ihr für ein neues Projekt einsetzen würdet ? STM32G4 > Eine Alternative wäre sicher die STM32 Reihe, aber dann muss man sich in > eine neue IDE einarbeiten... Ich finde die CubeIDE eigentlich selbsterklärend. Ich habe damit sofort loslegen können - ganz im Gegensatz zu Eclipse. Ach ja, die ATMegas programmiere ich inzwischen Notepad++, AVRGCC und Avrdude.
Bauform B. schrieb: > z.B. vertragen 5 Volt tolerante Eingänge keine 5 Volt. Doch tun sie, wenn man es richtig macht.
Auch die Programmierfähigkeit in circuit an deinen Anforderungen ausrichten (SWD, UART) wer will schon mit JTAG arbeiten.
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Johnny B. schrieb: > Bauform B. schrieb: >> z.B. vertragen 5 Volt tolerante Eingänge keine 5 Volt. > > Doch tun sie, wenn man es richtig macht. Glaubt man, wenn man das Problem noch nicht verstanden hat.
Michael B. schrieb: > Johnny B. schrieb: >> Bauform B. schrieb: >>> z.B. vertragen 5 Volt tolerante Eingänge keine 5 Volt. >> >> Doch tun sie, wenn man es richtig macht. > > Glaubt man, wenn man das Problem noch nicht verstanden hat. Spannend. Nenn mal ein paar Details. Wir hatten bisher noch keine Probleme damit aber ich wäre gern vorbereitet. Die MIPS PICs haben halt den Nachteil dass das Ökosystem außen rum relativ gesehen recht klein ist. Cortex-M und langsam auch RISCV sind da besser aufgestellt. Für Hobby bei dem bleiben was man kennt. Für Industrieeinsatz kommen da ein paar mehr Parameter dazu die eine pauschale Aussage schwierig machen.
Dirk F. schrieb: > Eine Alternative wäre sicher die STM32 Reihe, aber dann muss man sich in > eine neue IDE einarbeiten... Das muss man sowieso. MPLAB 8, MPLAB X, jetzt kommt Visual Studio Code. Bestimmt wird da alles paar Jahre etwas neues ausgedacht. Wie ich Microchip kenne, wird alles immer grösser und langsamer. Debuggen immer instabiler.
Moin, Andras H. schrieb: > Das muss man sowieso. MPLAB 8, MPLAB X, jetzt kommt Visual Studio Code. > Bestimmt wird da alles paar Jahre etwas neues ausgedacht. Bisher (letzten 30 Jahre) bin ich auf ziemlich vielen verschiedenen CPU/µC von attiny13a bis aarm64/x86_64 und momentan auch stm32 mit vim, make und x-y-z-gcc und Konsorten nicht zu schlecht gefahren. Ich hab' eigentlich nicht vor, das nochmal zu aendern. Da greift dann schon mein Altersstarrsinn ;-) Will sagen: Ich finde die IDE ein ganz schlechtes Argument zur Auswahl von CPU/µC. Gruss WK
Μαtthias W. schrieb: > Michael B. schrieb: >> Johnny B. schrieb: >>> Bauform B. schrieb: >>>> z.B. vertragen 5 Volt tolerante Eingänge keine 5 Volt. >>> >>> Doch tun sie, wenn man es richtig macht. >> >> Glaubt man, wenn man das Problem noch nicht verstanden hat. > > Spannend. Nenn mal ein paar Details. Halt Stopp, falsche Abteilung, da geht's lang: Beitrag "STM32: 5 Volt tolerante Eingänge sind es nicht"
Obwohl ich mich seit 10 Jahren nicht mehr mit MCs beschäftigt habe, hat mich jetzt ein, zugegeben einfaches, privates Projekt dazu gezwungen. Als erstes habe ich geschaut, wo ich einen möglichst billigen Debug- und Programmieraddapter erhalte. Ohne richtiges Debuggen möchte ich keinen MC anfassen. Da mich auch noch 32 Bit und RISC-V reizten, bin ich beim CH32V006 und der IDE des Herstellers gelandet. Mit Adapterplatine. Die IDE ist simpel und funktioniert ohne Nachdenken. Viel besser als Platformio. Bei der Umstellung auf C++ muss man zusätzlich die include Pfade von C nach C++ übertragen.
Dirk F. schrieb: > Da ja hier überwiegend ATMEL Fans und nur wenige PIC Liebhaber im Forum > sind, frage ich einfach mal nach eurer Meinung, welche 32 Bit MCU Ihr > für ein neues Projekt einsetzen würdet ? STM32H723
Meine persönliche Meinung: STM32 und ESP32. Beides unter VSCode. VSCode kann per Project konfiguriert werden, da ist also auch eine Bunte Mischung möglich, so kann man ESP32 mit PlatformIO, ein anderes ESP32 Project aber auch mit ESP-IDF lösen, ein drittes vielleicht Bare-Metal oder FreeRTOS. Ach verschiedene Linux-Projekte habe ich auch in VSCode. Inzwischen manage ich ESP32, STM32, IMX6, RockChip und ZynqMP Projekte komplett in VSCode. Es hilft sich die Projekte etwas zu sortieren und Start-Icons zu bauen, die dann die Project Init verlinken als Parameter oder eben manuell zwischen Workspaces zu wechseln. Ich bin nach ca 15 Jahren von Eclipse umgestiegen auf VSCode, da ich durch die Arbeit dazu gezwungen wurde. Auch Eclipse ist nur durch entsprechende Addons gut brauchbar, ebenso wie VSCode. Aber inzwischen bin ich auch privat auf VSCode.
Falk B. schrieb: > Ich empfehle die 20 Bit Prozessoren von Bitburger ;-) Erinnert ein wenig an den alten Spruch aus der Harald Schmitt Show:
1 | · Das neue Windows95 kann alles besser Dank 32 Bit. |
2 | · Also wenn ich 32 Bit hatte, glaube ich auch alles besser zu können! |
Maxim B. schrieb: > STM32H723 Ja, genau! Die muss es sein. Egal wofür, egal für was. Die isses!!!111elf Wenn man bei den PIC32 beleiben will, weil man damit gute Erfahrungen hat, mit der IDE zufrieden ist, möglicherweise sogar Harmony verwendet ... dann stellt sich für mich die Frage etwas anders. Nicht ob MX/MZ 1er, 2er ,,, sondern ob der µC bestmöglich zu dem passt was ich machen will. Wer braucht Ethernet, wenn er keines braucht. :-) Wenn man 6 * USART braucht, dann braucht man die halt und dann ist die Frage: ... Such dir genau den passenden aus: https://www.microchip.com/maps/microcontroller.aspx (OK, das ist immer wieder schnarchlangsam) Wenn man innerhalb der PIC32 bleibt und Harmony verwendet, kann man einfach den Controller wechseln, ohne irgendwas umzuprogrammieren.
Dirk F. schrieb: > welche 32 Bit MCU Ihr für ein neues Projekt einsetzen würdet? Ich bin auf STM32 gekommen, weil - wurde hier empfohlen - es gab Boards ab 1,50 € - Debugger kosten nur 2 € - Software kostet gar nichts Inzwischen gibt es einige STM32 Anleitungen auf deutsch.
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Hans W. schrieb: > Ich bin auf STM32 gekommen Danke für die vielen Hinweise. Hatte den Eindruck, dass viele Berichte und neue Dokumente von Microchip auf den ATSAM kommen, dass die PIC Reihe fallen gelassen wird. Bei STM32 sehe ich den Vorteil, dass es hier einen Software Stack für Profinet gibt. Aktuell setzen wir einen separaten Profinet Chip ein. Gruß
Dirk F. schrieb: > Hatte den Eindruck, dass viele Berichte und neue Dokumente von Microchip > auf den ATSAM kommen, dass die PIC Reihe fallen gelassen wird. Ziemlich sicher nicht, denn damit würde Microchip eine Eigenentwicklung zugunsten einer Fremdentwicklung fallenlassen. (PICs sind Microchip-Urgestein, Atsam sind von Atmel).
Harald K. schrieb: > Ziemlich sicher nicht, denn damit würde Microchip eine Eigenentwicklung > zugunsten einer Fremdentwicklung fallenlassen. Vielleicht haben sie es endlich gemerkt dass Atmels ARM besser sind als PICs.
Wastl schrieb: > Vielleicht haben sie es endlich gemerkt Sie werden gemerkt haben, daß beide unterschiedliche Zielgruppen bedienen.
Bauform B. schrieb: > z.B. vertragen 5 Volt tolerante Eingänge keine 5 Volt. Wenn die Versorgungsspannung aus ist, meinst du wohl. Dann vertragen sie nur 4V. Jetzt musst du ganz ganz tapfer sein: Fast alle CMOS IC für 5V vertragen ebenfalls keine 5 Volt, wenn die Versorgungsspannung aus ist. Sie vertragen dann sogar noch weniger als die STM32, nämlich höchstens 0,5 Volt. Insofern ist das kein Argument gegen STM32, sondern eher ein Vorteil!
Wastl schrieb: > Vielleicht haben sie es endlich gemerkt dass Atmels ARM besser > sind als PICs. 4 kleine PICs haben auch 32 bit, können aber z.B. 4 Additionen gleichzeitig ausführen! Es wird auch bei den PICs Neuentwicklungen geben. Z.B. den PICMega64A, und den 12 V toleranten PIC555. Ansonsten kann man sich 32 bittig, auch mit japanischem Flair sehr gut die Zeit vertreiben. Vom V850 über die RX6x und die Super-Hs. Bei TI gibt es auch einiges, was nicht nur ARM dran ist, und auf TMS320 hört. Die letzteren haebn oft recht spochtliche Spezialdisziplinen, in denen sie locker auch dicke ARMe abhängen können.
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> Ziemlich sicher nicht, denn damit würde Microchip eine Eigenentwicklung > zugunsten einer Fremdentwicklung fallenlassen. (PICs sind > Microchip-Urgestein, Atsam sind von Atmel). Ich glaub zwar auch nicht das PICs gleich naechstes Woche aussterben, aber die Begruendung ist doch eigenartig. Eine Firma interessiert nur eins: Wie gut verkaufen sich die Teile. Langfristig geht es da nur um Stueckzahlen und Preise und da wuerde ich vermuten, wird alles durch RiscV ersetzt werden. Wobei mich persoenlich solche Diskussionen immer wundern. Es ist mir doch schiet egal was das letztlich fuer ein Controller ist solange es einen C-Compiler gibt. Vanye
Dirk F. schrieb: > Hans W. schrieb: >> Ich bin auf STM32 gekommen > > Danke für die vielen Hinweise. > Hatte den Eindruck, dass viele Berichte und neue Dokumente von Microchip > auf den ATSAM kommen, dass die PIC Reihe fallen gelassen wird. Nicht ganz. PIC32M: MIPS basiert PIC32C: ARM basiert PIC64: RISCv basiert Da wird nichts fallen gelassen. fchk
Moin, Vanye R. schrieb: > Es ist mir > doch schiet egal was das letztlich fuer ein Controller ist solange es > einen C-Compiler gibt. Und der ein halbwegs aktueller gcc ist. Ich hab' nicht wirklich Bock auf irgendwelche Spezialtoolchains, am besten dann noch, dass man ein Windows oder irgendwelche Kruecken braucht, damit die laufen... Gerade TI hab' ich da in schlechter Erinnerung. Vielleicht isses heute anders, hab' schon lange nichts mehr mit Prozessoren von denen gemacht. Letztesmal Vogel abgeschossen war bei TI: In BMS-Chips nehmen die wohl gerne mal eine bizarre 22bit-CPU her. Tut das Not? Gruss WK
Vanye R. schrieb: > solange es > einen C-Compiler gibt. C++ Ich möchte nicht mehr auf meine Objekte, Templates usw. verzichten.
Dergute W. schrieb: > Moin, > > Vanye R. schrieb: >> Es ist mir >> doch schiet egal was das letztlich fuer ein Controller ist solange es >> einen C-Compiler gibt. > > Und der ein halbwegs aktueller gcc ist. Ich hab' nicht wirklich Bock auf > irgendwelche Spezialtoolchains, am besten dann noch, dass man ein > Windows oder irgendwelche Kruecken braucht, damit die laufen... Du müsstest noch TI von der Wichtigkeit der Meinung deiner Person überzeugen. Hat man einen der richtigen JTAG-Adpater für die TI-Controller, öffnet sich ein wahres Paradies. Für den $REST tut es ein FTDI-Bitwackler ja prnzipiell auch. Gerade TI unterstützt auch den Hobbyisten mit freien Lizenzen. Ob die vom System ausgeführten Systemcalls dann blau oder grün gefärbt sind, ist mir relativ egal. "Entscheidend ist, was hinten rauskommt." ☺ > Gerade TI hab' ich da in schlechter Erinnerung. Vielleicht isses heute > anders, hab' schon lange nichts mehr mit Prozessoren von denen gemacht. > Letztesmal Vogel abgeschossen war bei TI: In BMS-Chips nehmen die wohl > gerne mal eine bizarre 22bit-CPU her. Tut das Not? Wenn die gesparten Bits den Energiebedarf senken, warum nicht?
Moin, Cartman E. schrieb: > Du müsstest noch TI von der Wichtigkeit der Meinung deiner Person > überzeugen. Na, zum Glueck musste ich das noch nicht tun. Da gibts sicher lustigere Windmuehlenkaempfe. Wenn ich keinen Brokoli mag, dann muss ich auch nicht alle anderen davon ueberzeugen, wie kagge der schmeckt. Es reicht mir voellig, den selbst nicht zu mir zu nehmen. Gruss WK
Dergute W. schrieb: > Moin, > > Cartman E. schrieb: >> Du müsstest noch TI von der Wichtigkeit der Meinung deiner Person >> überzeugen. > > Na, zum Glueck musste ich das noch nicht tun. Da gibts sicher > lustigere Windmuehlenkaempfe. > Wenn ich keinen Brokoli mag, dann muss ich auch nicht alle anderen davon > ueberzeugen, wie kagge der schmeckt. Es reicht mir voellig, den selbst > nicht zu mir zu nehmen. Dann solltest du einen weiten Bogen um Hannover machen. In der Mensa der MHH Hannover, wo auch die c't-Redakteure speisen, gibt es mindestens(!) vier mal die Woche diese schrecklichen Broekolli. Widerlich! So sind schlimm ist keins der TI-Produkte. Manches von TI mag dir ja speziell vorkommen. Ich kann dir aber versichern, dass es dann auch speziell nützlich ist. Kwasi "alternativlos". ☺ Schönes Wochenende!
Dergute W. schrieb: > Und der ein halbwegs aktueller gcc ist. llvm/clang kann man auch sehr gut verwenden.
Dergute W. schrieb: > In BMS-Chips nehmen die wohl gerne mal eine bizarre 22bit-CPU her. Tut > das Not? Cartman E. schrieb: > Wenn die gesparten Bits den Energiebedarf senken, warum nicht? Ich mag die Piccolos. Da haben sie aber z.B kein wirkliches uint8. Also gerade anders rum. Großer als es sein müsste.
N. M. schrieb: > Ich mag die Piccolos. Da haben sie aber z.B kein wirkliches uint8. Was sind Piccolos? Rasp PiPico, Pipico2? Der RP2350 mit seinen M33 kann manches in 8Bit: https://developer.arm.com/documentation/dui0801/l/Advanced-SIMD-Instructions--32-bit-/Summary-of-Advanced-SIMD-instructions?lang=en https://developer.arm.com/documentation/dui0801/l/Advanced-SIMD-Instructions--32-bit-/VADD--A32-?lang=en
Christoph M. schrieb: > N. M. schrieb: >> Ich mag die Piccolos. Da haben sie aber z.B kein wirkliches uint8. > > Was sind Piccolos? Rasp PiPico, Pipico2? https://www.ti.com/product/de-de/TMS320F280220 fchk
Harald K. schrieb: > Dirk F. schrieb: >> Hatte den Eindruck, dass viele Berichte und neue Dokumente von Microchip >> auf den ATSAM kommen, dass die PIC Reihe fallen gelassen wird. > > Ziemlich sicher nicht, denn damit würde Microchip eine Eigenentwicklung > zugunsten einer Fremdentwicklung fallenlassen. (PICs sind > Microchip-Urgestein, Atsam sind von Atmel). Vor allem ist der ARM-PIC32C von 2021 jünger als der ATSAM, welcher mit dem Kauf von Atmel 2016 ins Portfolio wanderte. Man bekommt bei Microchip noch immer DIL. Man bekommt bei Microchip noch immer PIC16F84 bzw. kompatible Nachfolger. Ich würde mir da wirklich noch keine Gedanken über eine Abkündigung von irgendwelchen 'modernen' Chips machen. Christoph M. schrieb: > Was sind Piccolos? TI DSC (DSP-Controller) C2000 Vor allem für Motorsteuerungen gedacht. PWM-Monster. Nett! Cartman E. schrieb: > So sind schlimm ist keins der TI-Produkte. Dann werfe ich mal den MSP432 in den Ring. Ein von TI entwickelter, stromsparender ARM-Controller als Nachfolger mit mehr Wumms für den MSP430. Wenn Du Probleme brauchst, dann ist der die Lösung! Da fehlten so viele grundlegende Dinge ... Wurde kurz nach der Erscheinung auch wieder eingestellt. Was habe ich mit den Scheissdingern gekämpft ... Gruß Jobst
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Jobst M. schrieb: > Christoph M. schrieb: >> Was sind Piccolos? > > TI DSC (DSP-Controller) C2000 > Vor allem für Motorsteuerungen gedacht. PWM-Monster. > Nett! Ja, aber die ganze C2000-Sparte den Piccolos zuzurechnen, ist schon etwas unzutreffend. Die Piccolos sind da eher die Zwergerl. Die speziellen Gimmicks findet man da eher nicht, wenn man die Peripherie mal ausnimmt. > Cartman E. schrieb: >> So sind schlimm ist keins der TI-Produkte. > > Dann werfe ich mal den MSP432 in den Ring. Ein von TI entwickelter, > stromsparender ARM-Controller als Nachfolger mit mehr Wumms für den > MSP430. > Wenn Du Probleme brauchst, dann ist der die Lösung! > Da fehlten so viele grundlegende Dinge ... > Wurde kurz nach der Erscheinung auch wieder eingestellt. > Was habe ich mit den Scheissdingern gekämpft ... Mit den MSP430 bin ich ganz zufrieden. Besonders die Mixed-Mode-Typen MSF430FG461x oder der MSP430F5418. Ein paar Kleinere aber auch. ☺ Für MSP432 hatte/habe ich wohl keinen Bedarf. Auch mit den Stellaris und den TIVAs lässt sich einiges(!) anfangen. Und: Wo viel gearbeitet wird, werden auch viele Fehler gemacht. > Gruß > Jobst Schöne Woche!
Cartman E. schrieb: > Mit den MSP430 bin ich ganz zufrieden. Da passiert halt nicht mehr viel, und sie sind durch den durch die Bank doch arg spartanischen Speicherausbau (RAM) limitiert. Und im Vergleich zu anderen µCs sind sie halt auch recht teuer und "exotisch" (sprich: nur über Distributoren zu bekommen, nicht aber auf irgendwelchen günstigen Bastelplatinen). Immerhin, es gibt sogar einen MSP430 im bastelfreundlichen 40poligen DIP-Gehäuse (das ist der 'G2744). Allerdings gibt es genau eine Bezugsquelle dafür: https://www.olimex.com/Products/MSP430/Booster/MSP430-G2744BP/open-source-hardware und weder TIs Webseite noch das Datenblatt erwähnen, daß es diesen µC in dieser Bauform gibt ...
Harald K. schrieb: > Und im Vergleich zu anderen µCs sind sie halt auch recht teuer und > "exotisch" (sprich: nur über Distributoren zu bekommen, nicht aber auf > irgendwelchen günstigen Bastelplatinen). Es gab mal diese Launchpads für $5. Das waren billige Bastelplatinen, noch vor der Arduino-Zeit.
Ob es überhaupt immer etwas "neues" sein muss, hängt davon ab, ob es sich um ein Produkt oder ein Hobbyprojekt handelt. Nicht etwa, weil "alt = schlecht", sondern weil "alt = teuer". Sobald ein neues Teil herauskommt, schießen die Preise der alten Teile durch die Decke. Deshalb kostet ein etwas größerer AVR oder ein Cortex-M3 der ATSAM3X-Reihe heute mehr als ein Cortex-M7 mit 500MHz. Bei Produkten macht es daher eher Sinn, zu wechseln. Da spart man in der Serie einen Haufen Geld. Ich habe immer parallel mit mehreren verschiedenen µC-Reihen gearbeitet. Vor 10 Jahren waren das z.B. AVR für klein und billig, ATSAM3 für anspruchsvollere Sachen und den ATSAMS7 für highspeed. Heute würde ich den AVR nicht mehr anfassen. Nach 30 Jahren muss es mal gut sein. Für Kleinzeugs nehme ich seit Jahren den SAMD21. Der ist auch nicht mehr so taufrisch, aber er rennt jedem AVR davon und wird auch von Arduino unterstützt (Arduino Zero). Für den Preis bekommt man heute auch schnelleres, aber die Peripherie ist massiv für die kleinen 48 oder 64 Pin Gehäuse und kaum von anderen oder schnelleren Typen übertroffen. z.B. 3 oder 4 SPI-Schnittstellen in einem 48pin Gehäuse bietet eben auch nicht jeder an. Für großes nehme ich die STM32H7. Was mich da aber stört, sind die unvollständigen highspeed USB-Schnittstellen (wo man einen externen Phy benötigt). Da war ATMEL mit den SAMS7 besser. Die habe ich auch benutzt, aber ich sehe die als ausgestorben an. Da genügt ein Blick in die Preisliste. Aber selbst die STM32H7 sind ja auch schon gut 10 Jahre alt. Die scheinen aber noch aktuell, weil sie noch zu humanen Preisen angeboten werden. Möglicher Nachteil sind eben die mindestens 100 Pins. Wenn ich jetzt unbedingt einen Ersatz für DSPIC suchen würde, würde ich aktuell zum STM32H7 oder bei kleineren Baugrößen evtl. dem STM32F7 tendieren. DSP-Funktionen und FPU sind vorhanden. Das sollte für die nächsten Jahre reichen. Ich denke nicht dass die H7 oder F7 so schnell vom Markt verschwinden werden. Dass Microchip sein Angebot ausdünnt, war seit der Übernahme von ATMEL klar. Schaut man sich das Portfolio an, wird zwar offiziell noch ALLES angeboten, aber ich denke, viele sind nur noch aufgeführt, weil man sie eben hat! Die SAMS7 SAME7 oder SAMV7 sehe ich als tot an. Auch tummeln sich in dem Bereich "high performance" PIC32. Ob die langfristig eine Daseinsberechtigung haben bzw. gegen die STM32 anstinken können? Die SAM3 oder SAM4 werden im Mittelfeld noch gelistet, sind aber auch tot. Den unteren Bereich scheinen eher die DSPIC zu dominieren, auch wenn da noch ein SAMC oder SAMD erscheint. Die DSPIC scheinen also alles andere als vernachlässigt zu sein. Mir scheint dass der Markt hauptsächlich von 10 Jahre alten Typen dominiert wird. Im Bereich µC scheint da in den letzten Jahren wenig bahnbrechendes passiert zu sein. Verbessert mich, wenn ich falsch liege. Vor 10-15 Jahren kam alle paar Jahre eine neue Serie heraus. Aber in den letzten Jahren kam nix mehr(?). Braucht man nichts mehr neues oder stehen wir kurz vor einem neuen Innovationsschub? Bei irgendwelchen Exoten (wenn auch durchaus erfolgreich) bin ich immer vorsichtig. So ist z.B. ein RP2040 sehr verlockend angesichts der Leistung und dem lächerlichen Preis. Aber die erscheinen mir zeitlich wenig beständig und eigenen sich wohl eher für kurzlebige Produkte. Ob sich da eine Einarbeitung auszahlt? Wenn ich hier ab und an lese "den gibts auch im DIP" frage ich mich auch, in wieweit das heute noch ernsthaft ein Kriterium sein kann, selbst für Bastler. Ich glaube man hatte ja nun mehr als genug Zeit, Löten zu lernen :-) Gruß Joachim
Harald K. schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Mit den MSP430 bin ich ganz zufrieden. > > Da passiert halt nicht mehr viel, und sie sind durch den durch die Bank > doch arg spartanischen Speicherausbau (RAM) limitiert. Bei den MSP430FG461x muss man mit 8 kByte, und beim MSP430F541x mit 16 kByte auskommen. Gegenüber dem DIL-Veteranen haben sie noch einiges mehr zu bieten. Manches ist vielleicht auch so gut, dass man keine Notwendigkeit verspürt, auf noch unausgegorenes Neues zu schielen. Wie z.B. die MSP432. > Und im Vergleich zu anderen µCs sind sie halt auch recht teuer und > "exotisch" (sprich: nur über Distributoren zu bekommen, nicht aber auf > irgendwelchen günstigen Bastelplatinen). Billigheimer sind es nicht. Bei den Mixed-Mode MSP430 kann man dafür ja einiges andere dann einsparen. > Immerhin, es gibt sogar einen MSP430 im bastelfreundlichen 40poligen > DIP-Gehäuse (das ist der 'G2744). Allerdings gibt es genau eine > Bezugsquelle dafür: > > https://www.olimex.com/Products/MSP430/Booster/MSP430-G2744BP/open-source-hardware > > und weder TIs Webseite noch das Datenblatt erwähnen, daß es diesen µC in > dieser Bauform gibt ... Er wird wohl nicht mehr "Active" sein. > Es gab mal diese Launchpads für $5. Das waren billige Bastelplatinen, > noch vor der Arduino-Zeit. Es waren $4,30!
Joachim M. schrieb: > Vor 10-15 Jahren kam alle paar Jahre eine neue Serie heraus. Aber in den > letzten Jahren kam nix mehr(?). Braucht man nichts mehr neues oder > stehen wir kurz vor einem neuen Innovationsschub? Naja, so kann man das nicht sehen. ST bringt ja immer mal wieder interessante neue Serien. Zuletzt z.B. STM32C5. 512kB Flash und 144MHz M33 für ~1€. Renesas hat in der RA Serie auch regelmäßig was neues bis rauf zum RA8 2MB/1GHz M85. Die iMXRT von NXP bekommen auch immer mal wieder Zuwachs.
Joachim M. schrieb: > Dass Microchip sein Angebot ausdünnt, war seit der Übernahme von ATMEL > klar. Oft werden nur Varianten gestrichen. Da gibt es den gleichen Controller mit 256, 512 und 1024 kB, und den 512er lässt man sterben. Das optimiert die Lagerhaltung, und technisch steckt ohnehin der gleiche Chip drin. > Schaut man sich das Portfolio an, wird zwar offiziell noch ALLES > angeboten, aber ich denke, viele sind nur noch aufgeführt, weil man sie > eben hat! Als Großkunde bekommst Du den o.g. (fiktiven) Stein auch mit 384 oder 911 kB Flash. Ist ja nur eine Sachnummer und ein angepasstes Prüfprogramm.
Joachim M. schrieb: > Aber die erscheinen mir zeitlich wenig beständig und eigenen sich wohl > eher für kurzlebige Produkte. Die RPi Foundation meint dazu im Produkt Brief des RP2040 Chips:
1 | We expact RP2040 to remain in production until at least 2041. |
Das finde ich schon lange genug um sich einarbeiten zu können. Wobei sie dem Board (Raspberry Pi Pico) deutlich weniger Zeit zugestehen:
1 | Appendix A: |
2 | Raspberry Pi guarantee availability of the Raspberry Pi Pico product until at least January 2028. |
Aber solange es den Chip gibt...
Soul E. schrieb: > Es gab mal diese Launchpads für $5. Das waren billige Bastelplatinen, > noch vor der Arduino-Zeit. Das war nicht wirklich vor der Arduino-Zeit, so lange ist das noch nicht her. Davor gab es als ersten Versuch, kostengünstiger auf Entwickler zuzugehen, das ez430-f2013 Kit - das kam vor 20 Jahren 'raus. Mit dem 'f2013 konnte man aber nicht sonderlich viel anstellen, der hat 2 kiB Flash und nur 128 Byte RAM (und dafür aber einen 16-Bit-ADC ...). Erst mit der Einführung der "G"-Reihe besserte sich das allmählich, mit dem Launchpad, das 2010 herauskam (anfänglich nur mit dem kaum besser verwendbaren 'G2211 und 'G2231. Die bessere Variante gab es dann erst ein Jahr später, die enthielt den 'G2553. Wirklich viel kann man mit dem aber nicht anstellen, denn auch der hat nur 16 kiB Flash und gerade mal 512 Byte RAM. Das ist aber der "größte" MSP430 im DIL-Gehäuse (wenn man mal vom Olimex-Exoten absieht). Die älteren MSP430-Modelle (wie z.B. 'F1612) kann man mit dem Launchpad nicht nutzen (die kennen nur 4-Draht-JTAG und nicht das mit dem 'F2013 eingeführte SBW), und die waren schon immer ziemlich teuer. Größere MSP430 gibt es natürlich, aber letztlich hat es in den letzten zehn, fünfzehn Jahren auf dem Gebiet kaum noch Weiterentwicklung gegeben. Übrigens sind MSP430 auch keine 32-Bit-Architektur, damit ist das hier alles ein bisschen "offtopic" ...
Joachim M. schrieb: > Bei irgendwelchen Exoten (wenn auch durchaus erfolgreich) bin ich immer > vorsichtig. > So ist z.B. ein RP2040 sehr verlockend ... Ob sich da eine > Einarbeitung auszahlt? Eine Einarbeitung ist nicht notwendig, einzig speziell ist die PIO. Wenn Du STM32 verwendest, ist der Rest eher simpel, vielleicht sogar zu simpel. Großer Nachteil ist, daß der Programmspeicher extern angebunden ist. Für kleine, feine Sachen würde ich einen STM32G0xx empfehlen. Norbert schrieb: > Da es offenkundig keinerlei Anforderungen gibt, würde ich irgend eine > beliebige nehmen. Denn die erfüllt automatisch alle. Wo Du Recht hast, hast Du Recht ;-)
Mi N. schrieb: > Großer Nachteil ist, daß der Programmspeicher extern angebunden > ist. Dafür gibt's ja nun die RP2354 in den Geschmacksnoten A oder B. ;-)
Die PiPicos haben eher noch den Nachteil des fehlenden Aufstiegspfades. 100 Pinner? Gibt's nicht. Externes RAM? Schwierig. Display mit Grafikbescheinigung? Vergiss es. Da haben die etablierten mit ihrem Bauchladen an Varianten schon noch ein paar Vorteile.
Μαtthias W. schrieb: > Die PiPicos haben eher noch den Nachteil des fehlenden > Aufstiegspfades. > 100 Pinner? Gibt's nicht. Externes RAM? Schwierig. Display mit > Grafikbescheinigung? Vergiss es. Da haben die etablierten mit ihrem > Bauchladen an Varianten schon noch ein paar Vorteile. Ich muss nur lange genug darüber nachdenken, dann fallen mir bestimmt noch weitere negative Aspekte ein. ;-) Hätte ich gerne … mehr als 520 KiB RAM? Klar! mehr als 32 MiB Flash? Klar! mehr als 48 GPIO? Klar! mehr als 12 SMs? Klar! mehr als… Aber um mal etwas Reelles zu benennen, das USB Interface dürfte tatsächlich gerne ein wenig mehr Fump haben. PS: Die PICOs sind die fertig bestückten boards. PPS: Was mich aber wirklich nervt ist die Tatsache, dass sie den beiden ARM Prozessoren zwei FPUs gespendet haben, den beiden RISC-V Prozessoren jedoch nicht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
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