Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kondensatoren nach 70 Jahren tauschen?


von Axel (bax)


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Hallo Miteinander,
sollte man Kondensatoren - die noch gut ausschauen - vorsorglich 
austauschen?
Die Schaltung selbst funktioniert noch ohne Probleme, ist aber ca. 70 
Jahre alt.
Die beiden linken Kondensatoren 400µF und 100µF werden zur Zeitsteuerung 
(0,1 bis 1,5 Sek.) geladen und über Widerstand wieder entladen.
Der 4µF ist zur Glättung der Gleichspannung (ca. 30V).
Der rechte Kondensator 0,2µF ist zur Funkenlöschung.

Danke für Inputs
Axel
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Ist das ein Teil vom Sputnik? Also höchste Geheimhaltungsstufe?
von Axel (bax)


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Ich habe den Schaltplan (ohne jede Gewähr auf Richtigkeit) angehängt - 
ist kein Sputnik sondern eine analoge Punktschweissgerätsteuerung.
: Bearbeitet durch User
von Soul E. (soul_eye)


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Axel schrieb:
> sollte man Kondensatoren - die noch gut ausschauen - vorsorglich
> austauschen?

Jein. Es gibt diverse Serien Teerpapierkondensatoren, die Feuchtigkeit 
ziehen und dann mit Leckstrom ausfallen. Das kann teure Folgeschäden 
verursachen. Die sollte man in der Tat vorsorglich austauschen. Den 
modernen Ersatz kann man in dem originalen Pappröhrchen verstecken, die 
sind ja heutzutage deutlich kleiner.

Die gelben auf dem Foto sehen nach Polyesterfolie aus. Die werden auch 
weitere 70 Jahre halten.


Elkos haben grundsätzlich eine begrenzte Lebensdauer. Teile aus den 
'50ern bis '80ern, die noch funktionieren, kann man weiterverwenden. 
Allerdings müssen die nach längerer Lagerung langsam an Spannung gewöhnt 
(formiert) werden. Dazu begrenzt man den Strom in geeigneter Weise auf 
1-2 mA und dreht die Spannung bis auf Nennspannung hoch. Wenn der Strom 
<250 µA gefallen ist, hat sich die Oxidschicht regeneriert. Zur 
Strombegrenzung eignen sich Vorwiderstände, Elko-Formiergeräte, 
Stelltrafos oder Glühbirnen.

Elkos ab den '90ern halten oft nur wenige Jahre. Da kann ein 
vorsorglicher Austausch durchaus sinnvoll sein. In Messgeräten ist oft 
bessere Qualität verbaut, in kostenoptimierter Consumerware eher 
weniger.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Never touch a running system!

Wenn Du noch einen Kapazitaetstester haben solltest und die Kapazitaet 
noch im Rahmen liegen sollte, dann ist die Chance im Vergleich mit neuen 
Elkos in 10J frueher auszufallen gar nicht so schlecht.
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Solange das Ding so funktioniert, wie ich's erwarte, wuerde ich da 
garnix machen, egal wie schoen oder haesslich irgendwelche Bauteile 
ausschauen.

Gruss
WK
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> Solange das Ding so funktioniert, wie ich's erwarte, wuerde ich da
> garnix machen, egal wie schoen oder haesslich irgendwelche Bauteile
> ausschauen.
>
> Gruss
> WK

Aber NEIN! Es muß überlegt werden was passiert wenn sie einen Defekt 
aufweisen. Was passiert dann? Brennt dann alles ab oder ist das Gerät 
dann ein Totalschaden?
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Interessant ist ja, dass neue Bauteile evtl
eher aufgeben als die alten,
die es noch länger weiter normal tun würden.
von Soul E. (soul_eye)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Interessant ist ja, dass neue Bauteile evtl
> eher aufgeben als die alten,
> die es noch länger weiter normal tun würden.

Früher hat man die Elkos so gut gefertigt wie man konnte. Es war 
ausreichend Gewinnspanne da und man hatte die Qualität nicht so im 
Griff, also machte man alles so gut wie möglich mit ausreichend 
Sicherheit. Kapazität +20%, Spannungfestigkeit +70%, Lebensdauer ewig.

Heute zerlegt das Controlling jeden einzelnen Produktionsschritt, und 
Gewinn macht man auch nicht mehr. Daher wird jede Komponente so 
ausgelegt, dass sie gerade eben die Spezifikation erfüllt. Kapazität 
-18%, Spannungsfestigkeit wie draufsteht, Lebensdauer 1000h @85°C.


Ich habe mir mal den Spaß gemacht, eine Rolle 220 µF SMD-Elkos 
durchzumessen. Die waren alle ziemlich genau bei 190 µF. Jedes Mal zwei 
Millimeter Alufolie gespart, das macht pro Rolle auch einen Meter.
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Axel schrieb:
> sollte man Kondensatoren - die noch gut ausschauen - vorsorglich
> austauschen?

Man sollte generell nur Teile austauschen, die defekt sind oder die 
Spezifikationen nicht mehr einhalten. Nur wirst du das auch durch 
genauestes Hinschauen nicht feststellen können.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Zum Beispiel koenntest Du Dir den Forumstester holen und die Teile 
messen.

Um Ausloeten zu vermeiden, gibt es noch den Trick fliegend einen 
Hilfskondensator in Reihe zu haengen.
von Wolf17 (wolf17)


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Wenn die Timingelkos Kapazität verlieren, merkt man das ja an der 
Pulslänge. Beim Glättungskondensator sollte man vorbeugend den AC Ripple 
messen.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Rein optisch sieht der Metallbecher links oben (Schalter?, Poti?) am 
Schlimmsten aus.

Wenn das rotbraune Zeugs aber nur oberflächlich ist, sollte man sich 
keine weiteren Gedanken drüber machen. Außer, man will es für 'nen 
Verkauf vorbereiten.
: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Soul E. schrieb:
> Früher hat man die Elkos so gut gefertigt wie man konnte. Es war
> ausreichend Gewinnspanne da und man hatte die Qualität nicht so im
> Griff, also machte man alles so gut wie möglich mit ausreichend
> Sicherheit. Kapazität +20%, Spannungfestigkeit +70%, Lebensdauer ewig.

Wieder so ein Satz, der mit "früher" beginnt, wie ich sie immer wieder 
gerne lese.


Also erneut ein Indiz für die Aussage: "Früher war eben fast alles 
besser".

mfg
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Wichtig!!! Die Postings mit den höchsten positiven Bewertungen bitte 
komplett ignorieren. Bitte immer beachten. sonst gibt es Schiffbruch.
von Johannes F. (jofe)


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Axel S. schrieb:
> Man sollte generell nur Teile austauschen, die defekt sind oder die
> Spezifikationen nicht mehr einhalten.

Naja. Es gibt durchaus bestimmte Fabrikate, die man immer auswechselt, 
wenn man sie irgendwo sieht und gerade die Gelegenheit hat. X2 von RIFA 
sind ein Beispiel, berüchtigt dafür, daß sie spontan "abrauchen", im 
wahrsten Sinne des Wortes. Mir selbst schon passiert, in einem HP 6633A.

Kenner von Röhrenradios haben auch ihre üblichen Verdächtigen; wegen 
ihrer Form "Bonbons" genannt, WIMRE.

Christian S. schrieb:
> Also erneut ein Indiz für die Aussage: "Früher war eben fast alles
> besser".

Früher(tm) war nicht alles besser. Manches war auch schon immer 
sch***e. :-)
von Manfred P. (pruckelfred)


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Axel schrieb:
> Die Schaltung selbst funktioniert noch ohne Probleme, ist aber ca. 70
> Jahre alt.

Wieviele Threads denn noch:

Beitrag "Bauteilidentifizierung Kondensator und ?"
von Wollvieh W. (wollvieh)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Interessant ist ja, dass neue Bauteile evtl
> eher aufgeben als die alten,
> die es noch länger weiter normal tun würden.

Erst wieder an einem Auto gehabt: Alle 22 Jahre alten 
Gummi-Staubschutzkappen über den Kugelgelenken noch in Ordnung. Außer 
die von einem neuen Teil, das keine 10 Jahre alt ist. Da war eine Kappe 
schon komplett durchgerissen. Das Gewinde davon war auch rostiger als 
alle anderen.

Johannes F. schrieb:

> Christian S. schrieb:
>> Also erneut ein Indiz für die Aussage: "Früher war eben fast alles
>> besser".
>
> Früher(tm) war nicht alles besser. Manches war auch schon immer
> sch***e. :-)

Früher war nicht alles besser. Aber jetzt ist es schlechter. :)
von Norbert (der_norbert)


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Christian S. schrieb:
> Also erneut ein Indiz für die Aussage: "Früher war eben fast alles
> besser".

Nein. Früher war nicht alles besser, aber vieles war gut.
Zum Beispiel das Wurstbrot! (Malmsheimer)
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Norbert schrieb:
> Christian S. schrieb:
>> Also erneut ein Indiz für die Aussage: "Früher war eben fast alles
>> besser".
>
> Nein. Früher war nicht alles besser, aber vieles war gut.
> Zum Beispiel das Wurstbrot! (Malmsheimer)

Mein Gott was hat der Mann ...?
von Hannes J. (pnuebergang)


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Früher war alles in Schwarz-Weiß. Sieht man an den alten Filmen und 
Fotos.

So, und zu den gezeigten Kondensatoren: Ich würde die alle tauschen. 
Quelle: Bauchgefühl.

Das Ganze sieht ziemlich verbastelt aus. Ich kann mir nicht vorstellen 
dass die Kondensatoren schon immer so frei schwebend an den Leitungen 
baumelten.

Überhaupt die Leitungen ... Von der ursprünglich vermutlich ordentlichen 
Verkabelung ist um die Kondensatoren im Vordergrund herum nicht mehr 
viel zu sehen. Bei einer Leitung erkennt man dass die Isolierung 
durchgeschliffen ist. Wo eine defekte ist können auch mehrere defekt 
sein.

Also muss man zumindest an dieses Rattennest ran. Dann kann man die 
Kondensatoren auch gleich mit tauschen, sie ordentlich befestigen und 
ordentlich verkabeln. Bei der Gelegenheit dem Gerät auch innen mal eine 
Grundreinigung zukommen lassen.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Hannes J. schrieb:
> So, und zu den gezeigten Kondensatoren: Ich würde die alle tauschen.
> Quelle: Bauchgefühl.

Neulich beim Arzt:
Die Organe sind aber schon ziemlich alt.
Ich würde die alle tauschen.
Bauchgefühl.
;-)
von Axel (bax)


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Hallo Miteinander

Zuerst vielen Dank für alle konstruktiven Beiträge.

Für mich ergibt sich hieraus folgender "Reparaturweg":
- Kondensatoren auslöten, durchmessen und wenn möglich beibehalten
- Bauteile sachgemäß befestigen
- Verkabelung teilweise ersetzen (Radiolot Sn60/Pb40 habe ich noch)

Viele Grüße
Axel

!! PS: Wo finde ich den "Forumstester"? Bausatz? Fertiggerät?
: Bearbeitet durch User
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Axel schrieb:
> Hallo Miteinander
>
> Zuerst vielen Dank für alle konstruktiven Beiträge.
>
> Für mich ergibt sich hieraus folgender "Reparaturweg":
> - Kondensatoren auslöten, durchmessen und wenn möglich beibehalten
> - Bauteile sachgemäß befestigen

Mit Kabelschellen aus Metall

> - Verkabelung teilweise ersetzen (Radiolot Sn60/Pb40 habe ich noch)
>

Keine Litze verwenden, Massivdraht mit Stoff ummantelt.
Die Kabel mit gewachsten Band binden.

> Viele Grüße
> Axel
>
> !! PS: Wo finde ich den "Forumstester"? Bausatz? Fertiggerät?

Kann man beim Ali kaufen, kostet fast nichts.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Axel schrieb:
> !! PS: Wo finde ich den "Forumstester"? Bausatz? Fertiggerät?

https://www.pollin.de/p/joy-it-messgeraet-lcr-t7-transistortester-830961
25 Euronen zum Beispiel.

Auch nicht uninteressant der Artikel:
https://www.elektormagazine.de/review/der-fnirsi-lcr-p1-transistor-tester-ein-uberraschendes-gerat-review
: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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BirnKichler S. schrieb:
> Die Kabel mit gewachsten Band binden.

Das kann doch heutzutage keiner mehr...
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Peter N. schrieb:
> BirnKichler S. schrieb:
>> Die Kabel mit gewachsten Band binden.
>
> Das kann doch heutzutage keiner mehr...

sach das nich...
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>>> Die Kabel mit gewachsten Band binden.
>>
>> Das kann doch heutzutage keiner mehr...
>
> sach das nich...

Solange nicht die letzte Lehrbuchseite zu Staub zerfallen ist ...
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

mit alten Elkos ist es ähnlich wie mit Losen - Glücksfall!

ich habe noch eine Sammlung älterer Elkos, zurückliegend in die 60er 
Jahre.
Vor ein paar Jahren inspizierte und testete ich sie.

Das Resultat war gemischter Natur:

Neue 1963er 80uF, 450V Elkos amerikanischer Produktion, die ich als 
Schüler um 1968 geschenkt bekam, benahmen sich nach Formatierung immer 
noch einwandfrei mit Leckströmen unter 1mA und voller Kapazität und 
funktionieren auch in einem Amateurfunk UKW Leistungsverstärker 
(QQE06/40) einwandfrei. Deren Überdruckventile waren noch einwandfrei.

Etliche sehr schön aussehende Siemens und Halske Elkos mit 
Schraubbefestigung zeigten fast alle Probleme mit der Dichtigkeit der 
Überdruckventile und waren wegen ihrer Vertrocknung fast ausnahmslos 
unbrauchbar.

Einige Elkos anderer Hersteller funktionierten noch zum Teil.

Sprague Elkos, wie man sie häufig in alten HP-Meßgeräten vorfindet, 
machen mittlerweile auch viel Probleme. Mein 141T Mainframe, z.B. 
braucht dringend neue Elkos im Netzteil. Ein HP600 Series NF Generator 
hatte auch einige Ausfälle solcher Elkos im Signalteil und brachten den 
Oszillator zum Schweigen.

Bottom Line - Im Zweifelsfall gut inspizieren, formatieren falls sie 
lange Zeit nicht in Betrieb waren und dann sorgfältig prüfen.

Sie pauschal wegzuwerfen ware hinsichtlich historischer Werte vielleicht 
voreilig. Die schönen SH-Elkos tun mir eigentlich leid, aber da ist 
leider  nichts mehr zu machen, weil ihr Elektrolyt hoffnungslos 
vertrocknet ist. Aufmachen und Innereien austauschen ist wahrscheinlich 
wegen der gebördelten Konstruktion ziemlich aussichtslos.

Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Gerhard O. schrieb:
> benahmen sich nach Formatierung

Wieviele Sektoren zu wieviel Bytes haben die?
von Gerhard O. (gerhard_)


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Manfred P. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> benahmen sich nach Formatierung
>
> Wieviele Sektoren zu wieviel Bytes haben die?

Ich kann gerade meinen Büchsenöffner nicht finden und kann leider diese 
Frage nicht befriedigend beantworten;-)
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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von Gerhard O. (gerhard_)


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Manfred P. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> benahmen sich nach Formatierung
>
> Wieviele Sektoren zu wieviel Bytes haben die?

Da war ich tatsächlich einer Verwechslung schuldig; es muss natürlich 
"Formieren" heissen. Dein spassiger Einwand war also durchaus 
berechtigt.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Formierung = Menschen/Truppen ordnen und aufstellen.
Formatierung = Daten/Datenträger löschen oder Dokumente formal 
strukturierend.

Im der Hochzeit von Friede, Freude und Eierkuchen, durfte an der 
Hochschule bei bestimmten Leuten in dem Zusammenhang das Wort Formierung 
nicht ungerügt verwendet werden.
von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Bradward B. schrieb:
>>>> Die Kabel mit gewachsten Band binden.
>>>
>>> Das kann doch heutzutage keiner mehr...
>>
>> sach das nich...
>
> Solange nicht die letzte Lehrbuchseite zu Staub zerfallen ist ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Kabel_binden
von Karl B. (gustav)


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Tatsächlich formiere ich die "Röhrenradio-Ersatzelkos" ab und zu in 
gewissen Zeitabständen.
Dazu eine 1N4007 und ein 10 kOhm Widerstand in Reihe an 230V~ 
(Disclaimer Nicht nachmachen!). Ab und zu Spannung messen.
Dann sanft entladen und Vorgang wiederholen, bis Leckstrom einigermaßen.
Die neueren Elkos (für SNTs) brauchen afaik diese "Formierprozedur" 
nicht mehr.
Der Ratioelko ist immer noch gut. Obwohl der 2,2µF/100V MKT schon zum 
Austausch bereitliegt. Mich wundert das schon. Das Gerät ist schließlich 
von 1956. Beim Auslöten würden wahrscheinlich Lötösen 
kollateralschadenmäßig abbrechen. Deswegen lassen wir es lieber so.

Aber tatsächlich wurden Netztrafo (Isolationswiderstand, Anpassung an 
230V)), Selengleichrichter (nur noch Attrappe) gegen passende Si-Dioden 
etc. und 50µF Lade/Siebelkos ausgetauscht. Es brummt auch weniger.
UKW kann mit "Umsetzer" auch mehr als 100MHz reinkriegen. Und Magisches 
Auge bekam 6E5C aus Ukraine spendiert.
Fazit: Nur was absolut sicherheitsrelevant ist, raus mit dem alten 
Krempel.

ciao
gustav
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Dieter D. schrieb:
> Formierung = Menschen/Truppen ordnen und aufstellen.
> Formatierung = Daten/Datenträger löschen oder Dokumente formal
> strukturierend.

Formatierung: einen Werkstoff "auf Format" bringen. Insbesondere im 
Holzwerken (siehe: Formatkreissäge)
von Peter N. (alv)


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Karl B. schrieb:
> Der Ratioelko ist immer noch gut. Obwohl der 2,2µF/100V MKT schon zum
> Austausch bereitliegt. Mich wundert das schon. Das Gerät ist schließlich
> von 1956.

Nach Murphy wird dadurch der alte Elko nie ausfallen...
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