Forum: PC Hard- und Software Funkamateur Bauteiletester BT2 BX232 Wer kann mir helfen?


von Ralph B. (rberres)



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Hallo

Heute wende ich mich mit einen Problem an euch, in der Hoffnung das man 
mir helfen kann.

Ich besitze seit einigen Jahren einen Bauteiletester des 
Zeitschriftenverlages Funkamateur mit der Bezeichnung BT2 BX232

Im Anhang ist der kleinere Anhang die Version welche ich besitze.


Doch seit einigen Tagen zeigt sich folgender Fehler.

Ich schalte das Gerät ein und man sieht nur ein beleuchtetes leeres 
Display.
Nach einigen Minuten erscheint die Meldung: Bitte die drei Anschlüsse 
kurzschließen.

Das habe ich getan und nach wieder einige Minuten scheint das Gerät 
einen Kalibrierdurchlauf zu machen.

Jedenfall trenne ich sofort nach Aufforderung Verbindung trennen die 
Verbindungen wieder und nach einigen Minuten erscheint C0 im Display.

Wieder nach einigen Minuten erfolgt die Aufforderung einen 
Kondensator>100nF anzuschließen.

Ich habe einen 150nF Kondensator angeschlossen.

Nach einer Stunde war das Gerät wieder aus.

Die Betriebsspannung am Akku betrug 3,9V. Ich habe den Akku auch mal 
abgelötet. Es hat aber am Verhalten nichts geändert.

Nach dem Einschalten des Gerätes wiederholt sich die oben gezeigte 
Prozedur wieder exakt.

Offensichtlich bin ich zu blöde das Gerät wieder zum Leben zu erwecken.

Ich komme also nicht weiter.

Der Verlag Funkamateur kann mir auch nicht weiter helfen.
Es gibt weder das Gerät noch Ersatzteile zu kaufen.

Meine Frage wäre hier. Ist hier jemand in der Lage mir das Gerät zu 
reparieren? Natürlich würde ich den Aufwand auch bezahlen.

Das Gerät möchte ich wenn irgendwie möglich erhalten.

Ich finde das Gerät alleine wegen der Kompaktheit ( und auch aus 
Nostalgiegründen ) wert es wieder zum Leben zu erwecken.

Mich kann man per PN oder auch per Email erreichen R-Berres et GMX dot 
de

Im Impressum von meiner Webseite df6wu.de findet man auch meine 
Telefonnummer.

Ralph Berres
: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ralph, du kannst mir das Teil zusenden. Ich habe noch ein 
funktionierendes hier, der Fehler sollte sich irgendwie einkreisen 
lassen.
von Ralph B. (rberres)


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Hallo Jörg

Erst mal vielen Dank für die Hilfsbereitschaft.

Ich habe dir eine Email geschrieben. Ich hoffe dass die Emailadresse, 
welche ich von dir habe noch stimmt.

VY73
DF6WU

Ralph
von Walter T. (nicolas)


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Klingt danach, als würde der Taster klemmen. Dann glaubt er, es wäre ein 
Kalibrierlauf gefordert.

Edit: Doch nicht. Bei dieser Version wurde der Kalibrierlauf erst durch 
den Kurzschlussstecker ausgelöst. Wahrscheinlich ist der EEPROM-Inhalt 
korrupt und er glaubt, er sei nagelneu. EEPROM löschen sollte reichen.

Der Programmierstecker hat die normale AVRISPmkII-Belegung.
: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Mal gucken, ich habe ja dann einen zweiten als Vergleich. ;-)

Im Prinzip sollte die Firmware ja ohnehin aus dem hiesigen Bauteiltester 
hervorgegangen sein.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hier noch die öffentliche Auflösung, falls mal jemand später über den 
Thread stolpert:

Der Controller hatte einen Schaden an einem der drei Mess-Anschlüsse 
genommen. Äußerlich messbare Unterschiede waren, dass die anderen beiden 
Pins kurz auf 1,2 V gehen und danach auf unter 1 mV, während der kaputte 
beim Einschalten auf 62 mV ging und dort blieb.

Die Firmware versucht am Anfang (sehr lange), mögliche Kapazitäten zu 
entladen. Nachdem das aufgrund der unterschiedlichen Spannungen 
offensichtlich nicht gelang, meldet sie kurz "Coin!" (also die Annahme, 
es sei eine Spannungsquelle angschlossen), danach geht sie in die 
Kalibrierschleife.

Da sich die Firmware komplett auslesen ließ (ist ja eh opensource), 
konnte die MCU durch einen ATmega328PB ersetzt werden, und das Gerät 
läuft wieder.
von Ralph B. (rberres)


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Ich möchte mich nochmals beeim Jörg bedanken, dass er sich der Sache 
angenommen hat. Wie kann ich das wieder gutmachen?

Ich war hier hoffnungslos überfordert.

Auf die Idee die Spannungen an den 3 Messports zu messen wäre ich nicht 
gekommen.
Auch hätte ich diesen Prozessor nicht vorrätig gehabt.
Die nächste Hürde wäre es gewesen den Prozessor zu wechseln.

Trotz Leuchtlupe sind meine Augen mittlerweile dafür zu schlecht, um den 
Käfer aufzulöten.

Das auslesen und wieder einlesen der Firmware hätte ich mit Bascom 
eventuell noch hinbekommen.

Ich bin eher in der HF-Messtechnik und in der Tonstudiotechnik zu Hause

Jedenfalls bin ich im nachhinein froh, dass es kein Bedienungsfehler 
meinerseits war, wenn man von der Tatsache absieht, dass ich wohl einen 
geladenen Elco aus der Bauteileschublade gezogen habe, und das Gerät 
wohl damit abgeschossen habe.

Aber hinterher ist man immer schlauer.

Ralph Berres
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ralph B. schrieb:
> Trotz Leuchtlupe sind meine Augen mittlerweile dafür zu schlecht, um den
> Käfer aufzulöten.

Ich mach das auch nur noch mit dem Stereomikroskop. ;-)
von R ichard K. (kollomann)


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Respekt an Jörg für die saubere Fehlersuche. Die Erklärung mit den 
unterschiedlichen Spannungen an den Messpins macht den Ablauf sogar für 
Außenstehende nachvollziehbar.
Solche Rückmeldungen am Ende eines Threads helfen später enorm weiter.
von Hans (ths23)


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Jörg 👍
Das nenne ich mal Hilfsbereitschaft.

@Ralph
Weiterhin viel Spaß mit dem Gerät.
von Ralph B. (rberres)


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Hans schrieb:
> Jörg 👍
> Das nenne ich mal Hilfsbereitschaft.
>
> @Ralph
> Weiterhin viel Spaß mit dem Gerät.

vielen Dank. Ich sehe das ganauso

Ralph Berres
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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R ichard K. schrieb:
> Respekt an Jörg für die saubere Fehlersuche. Die Erklärung mit den
> unterschiedlichen Spannungen an den Messpins macht den Ablauf sogar für
> Außenstehende nachvollziehbar.

Ich war auch wirklich erstmal in der Firmware auf die Suche gegangen, 
nachdem ich dieses kurze Aufblinken von "Coin!" sah.  Damit war die 
Stelle dann ziemlich klar, wo es so lange hängt, und das Nachmessen der 
Pins bestätigte den Verdacht einfach.  Die beiden Varistoren hatte ich 
für alle Fälle kurz ausgebaut, aber die waren nicht die Ursache.

Da ich die Firmware auf Anhieb nicht finden konnte bzw. nicht klar ist, 
welche der vielen Varianten in Karl-Heinz Kübbelers github-Repo die 
passende ist, hier nochmal für alle Fälle die rückgelesene Firmware. 
Die Fuses sind:

low: 0xE2, high: 0xD9, efuse: 0xFC

Vermutlich wird es mal wieder jemand brauchen, denn die relativ schlecht 
schützbaren Eingänge des Controllers sind natürlich der wunde Punkt 
dieser Geräte.
von Dieter S. (ds1)


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Laut den Strings im Binary ist es "Version 1.12k-FA", was auch immer 
dann bei der "FA" Version anders ist im Vergleich zu den diversen 
Versionen auf Github.
von Walter T. (nicolas)


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Die Firmware-Version ist eine normale von Karl-Heinz K. (kubi48) damals.

Wir waren hauptsächlich daran interessiert, einen handlichen, eleganten 
Formfaktor zu bekommen, wollten uns aber natürlich nicht von 
Weiterentwicklungen der Firmware ausschließen.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Walter T. schrieb:
> Die Firmware-Version ist eine normale von Karl-Heinz K. (kubi48) damals.

Die Frage, die sich mir beim Anblick der vielen Optionen stellte war 
nur, welche der Varianten die sind, die zur Hardware passen.

https://github.com/Mikrocontroller-net/transistortester/tree/master/Software/trunk

mega328_dogm vielleicht?

Auch die Fuses müssten halt irgendwo dokumentiert werden … daher habe 
ich das nun hier getan. ;-)
von Walter T. (nicolas)


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Danke!

Es ist schade, wenn die Original-Dokus nach mehr als 10 Jahren den Weg 
allen Vergänglichen gegangen sind, deshalb sind solche "Foren-Backups" 
sehr wertvoll.
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