Funkamateur Bauteiletester BT2 BX232 Wer kann mir helfen?

OP #8059782
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Hallo

Heute wende ich mich mit einen Problem an euch, in der Hoffnung das man mir helfen kann.

Ich besitze seit einigen Jahren einen Bauteiletester des Zeitschriftenverlages Funkamateur mit der Bezeichnung BT2 BX232

Im Anhang ist der kleinere Anhang die Version welche ich besitze.

Doch seit einigen Tagen zeigt sich folgender Fehler.

Ich schalte das Gerät ein und man sieht nur ein beleuchtetes leeres Display. Nach einigen Minuten erscheint die Meldung: Bitte die drei Anschlüsse kurzschließen.

Das habe ich getan und nach wieder einige Minuten scheint das Gerät einen Kalibrierdurchlauf zu machen.

Jedenfall trenne ich sofort nach Aufforderung Verbindung trennen die Verbindungen wieder und nach einigen Minuten erscheint C0 im Display.

Wieder nach einigen Minuten erfolgt die Aufforderung einen Kondensator>100nF anzuschließen.

Ich habe einen 150nF Kondensator angeschlossen.

Nach einer Stunde war das Gerät wieder aus.

Die Betriebsspannung am Akku betrug 3,9V. Ich habe den Akku auch mal abgelötet. Es hat aber am Verhalten nichts geändert.

Nach dem Einschalten des Gerätes wiederholt sich die oben gezeigte Prozedur wieder exakt.

Offensichtlich bin ich zu blöde das Gerät wieder zum Leben zu erwecken.

Ich komme also nicht weiter.

Der Verlag Funkamateur kann mir auch nicht weiter helfen. Es gibt weder das Gerät noch Ersatzteile zu kaufen.

Meine Frage wäre hier. Ist hier jemand in der Lage mir das Gerät zu reparieren? Natürlich würde ich den Aufwand auch bezahlen.

Das Gerät möchte ich wenn irgendwie möglich erhalten.

Ich finde das Gerät alleine wegen der Kompaktheit ( und auch aus Nostalgiegründen ) wert es wieder zum Leben zu erwecken.

Mich kann man per PN oder auch per Email erreichen R-Berres et GMX dot de

Im Impressum von meiner Webseite df6wu.de findet man auch meine Telefonnummer.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
#8059819
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Klingt danach, als würde der Taster klemmen. Dann glaubt er, es wäre ein Kalibrierlauf gefordert.

Edit: Doch nicht. Bei dieser Version wurde der Kalibrierlauf erst durch den Kurzschlussstecker ausgelöst. Wahrscheinlich ist der EEPROM-Inhalt korrupt und er glaubt, er sei nagelneu. EEPROM löschen sollte reichen.

Der Programmierstecker hat die normale AVRISPmkII-Belegung.

: Bearbeitet durch User
Moderator Persönliche Seite #8061308
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Hier noch die öffentliche Auflösung, falls mal jemand später über den Thread stolpert:

Der Controller hatte einen Schaden an einem der drei Mess-Anschlüsse genommen. Äußerlich messbare Unterschiede waren, dass die anderen beiden Pins kurz auf 1,2 V gehen und danach auf unter 1 mV, während der kaputte beim Einschalten auf 62 mV ging und dort blieb.

Die Firmware versucht am Anfang (sehr lange), mögliche Kapazitäten zu entladen. Nachdem das aufgrund der unterschiedlichen Spannungen offensichtlich nicht gelang, meldet sie kurz "Coin!" (also die Annahme, es sei eine Spannungsquelle angschlossen), danach geht sie in die Kalibrierschleife.

Da sich die Firmware komplett auslesen ließ (ist ja eh opensource), konnte die MCU durch einen ATmega328PB ersetzt werden, und das Gerät läuft wieder.

OP #8061325
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Ich möchte mich nochmals beeim Jörg bedanken, dass er sich der Sache angenommen hat. Wie kann ich das wieder gutmachen?

Ich war hier hoffnungslos überfordert.

Auf die Idee die Spannungen an den 3 Messports zu messen wäre ich nicht gekommen. Auch hätte ich diesen Prozessor nicht vorrätig gehabt. Die nächste Hürde wäre es gewesen den Prozessor zu wechseln.

Trotz Leuchtlupe sind meine Augen mittlerweile dafür zu schlecht, um den Käfer aufzulöten.

Das auslesen und wieder einlesen der Firmware hätte ich mit Bascom eventuell noch hinbekommen.

Ich bin eher in der HF-Messtechnik und in der Tonstudiotechnik zu Hause

Jedenfalls bin ich im nachhinein froh, dass es kein Bedienungsfehler meinerseits war, wenn man von der Tatsache absieht, dass ich wohl einen geladenen Elco aus der Bauteileschublade gezogen habe, und das Gerät wohl damit abgeschossen habe.

Aber hinterher ist man immer schlauer.

Ralph Berres

Moderator Persönliche Seite #8061425
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R ichard K. schrieb:

Respekt an Jörg für die saubere Fehlersuche. Die Erklärung mit den unterschiedlichen Spannungen an den Messpins macht den Ablauf sogar für Außenstehende nachvollziehbar.

Ich war auch wirklich erstmal in der Firmware auf die Suche gegangen, nachdem ich dieses kurze Aufblinken von "Coin!" sah. Damit war die Stelle dann ziemlich klar, wo es so lange hängt, und das Nachmessen der Pins bestätigte den Verdacht einfach. Die beiden Varistoren hatte ich für alle Fälle kurz ausgebaut, aber die waren nicht die Ursache.

Da ich die Firmware auf Anhieb nicht finden konnte bzw. nicht klar ist, welche der vielen Varianten in Karl-Heinz Kübbelers github-Repo die passende ist, hier nochmal für alle Fälle die rückgelesene Firmware. Die Fuses sind:

low: 0xE2, high: 0xD9, efuse: 0xFC

Vermutlich wird es mal wieder jemand brauchen, denn die relativ schlecht schützbaren Eingänge des Controllers sind natürlich der wunde Punkt dieser Geräte.

Angehängte Dateien:
Moderator Persönliche Seite #8061757
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Walter T. schrieb:

Die Firmware-Version ist eine normale von Karl-Heinz K. (kubi48) damals.

Die Frage, die sich mir beim Anblick der vielen Optionen stellte war nur, welche der Varianten die sind, die zur Hardware passen.

https://github.com/Mikrocontroller-net/transistortester/tree/master/Software/trunk

mega328_dogm vielleicht?

Auch die Fuses müssten halt irgendwo dokumentiert werden … daher habe ich das nun hier getan. ;-)

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