Hallo zusammen, ich möchte ein Reverse Engineering einer bestehenden PCB durchführen und auf dieser Basis ein möglichst originalgetreues Layout rekonstruieren. Dabei geht es mir insbesondere um die Analyse von Bauteilplatzierung, Leiterbahnführung und der elektrischen Zusammenhänge auf der Platine. Über Hinweise zum geeigneten Vorgehen, zur Dokumentation sowie zu passenden EDA-Tools würde ich mich freuen. Viele Grüße
Zum Malen eines Schaltplans brauchst du zuerst mal deine Augen zum Sehen, ein Stück Papier und einen Bleistift sowie einen Radiergummi und ein Ohmmeter zum Messen. Mehr brauchst du für den Anfang nicht. Wenn du einen brauchbaren Schaltplan erstellt hast, gibt es verschiedene EDA-Tools, mit denen du Schaltpläne und Layouts erstellen kannst. Vielleicht ist auch ein Simulationsprogramm hilfreich. Welche Vorkenntnisse hast du denn?
Helmut -. schrieb: > mit denen du Schaltpläne und Layouts erstellen kannst. … und bei vielen kann man da auch Bilder drunter legen. Also vorher saubere Fotos von beiden Seiten machen (nicht so „windschief“ wie oben ;-), so nachbearbeiten (im Grafikprogramm des geringsten Misstrauens), dass man am besten nur noch die Kupferflächen als einfarbige Bereiche hat, und das dann unter das Layout legen. Darauf kann man dann die Bauteile platzieren, die aus dem Schaltplan rausgepurzelt kommen, und das Layout nachmalen gehen.
Moin, Die verbauten Halbleiter identifizieren und gucken, an deren Datenblaetter zu kommen, koennte auch nicht schaden. Gruss WK
Beitrag #8074609 wurde vom Autor gelöscht.
Ich will ja nicht unken, aber heute ist Donnerstag, der Freitag ist nah und der TO frisch angemeldet. Was könnte uns das im Zusaamenhang mit der gebotenen Materie sagen .... ?
Wastl schrieb: > Was könnte uns das im > Zusaamenhang mit der gebotenen Materie sagen .... ? Das er aus Unwissenheit die Komplexität der Materie unterschätzt und Einige hier in freudiger Erwartung des Freitags schon mal "warmlaufen"?
Gerald B. schrieb: > Einige hier in freudiger Erwartung des Freitags schon mal "warmlaufen"? Morgen solls eher kühler werden.
Ich würde erstmal abklären, was der 8-Beiner tut. Mit maximalem Pech ist das ein Mikrocontroller. Ohne passendes Programm nutzt dir auch eine fehlerfrei kopierte Platine nichts. Um also Frust und unnütze Arbeit zu vermeiden, schauen, was der tut.
Gerald B. schrieb: > Ich würde erstmal abklären, was der 8-Beiner tut. Der hat nur 6, und es wird ein Ladecontroller sein.
H. H. schrieb: > Gerald B. schrieb: >> Ich würde erstmal abklären, was der 8-Beiner tut. > > Der hat nur 6, und es wird ein Ladecontroller sein. Oops!
H. H. schrieb: > Jörg W. schrieb: >> Fotos von beiden Seiten machen > > Das sieht sehr nach einseitiger Platine aus. OK, um so einfacher.
* Hochauflösende, scharfe, gleichmäßig ausgeleuchtete Photos von beiden Seiten machen mit einer richtigen Kamera. Kein Handy! Manche KI-Bild"optimierer" rendern dir Leiterbahnen hinzu, wo gar keine sind (BTDT). * Bilder entzerren/transformieren, so dass die Darstellung winkeltreu ist, z.B. mit GIMP. * Bilder croppen und skalieren. ** Abkürzung: Wenn du mehrere solcher Platinchen hast: Bauteuile mit Heißluftfön und Spachtel abschaben. Leiterplatte einscannen. * Im KiCad-Layout importieren. Jedes Bild auf eine eigene Ebene. Transparenz nach Wunsch anpassen. * Im Schaltplan alle vorhandenen Bauteile platzieren. Bauteilnummern so vergeben wie auf dem Board. Platzierung im Schaltplan kann erst mal so wie auf dem Board sein, wegen der Übersicht und einer wahrscheinlichen funktionellen Zusammengehörigkeit. * Bauteile ins Layout importieren und auf PCB anhand des Photos platzieren. * Leiterbahnen anhand der Photos "nachmalen", vorab schon bekannte Signalnamen vergeben (hier z.B. B+, B-, M+, M-...). Leiterbahnen unter Bauteilen (ICs) mit Durchgangsprüfer ausklingeln. Hier beginnt der iterative Prozess * Anderen Leiterbahnen sinnvolle Signalnamen vergeben z.B. "D1.A_L1.out", so versucht man schon mal die Schaltung nachzuvollziehen. * Funktion "Schaltplan aus Platine aktualisieren" * Verbindungen im Schaltplan zwischen den Bauteilen herstellen. Dabei den Design-Rule-Checker und Net-Highlighter bemühen.
H. H. schrieb: > Morgen solls eher kühler werden. Bei mir sicher. Gerade wird meine neue Klimaanlage montiert!
Guerhan B. schrieb: > Dokumentation die soll man lesen. Oder schreiben, je nachdem. Guerhan B. schrieb: > passenden EDA-Tools dafür passen fast alle. Musst nicht Altium kaufen. Guerhan B. schrieb: > Leiterbahnführung Dafür am besten alle Bauelemente ablöten. Bitte neuen Thread aufmachen, wenn dafür Anleitung benötigt.
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Guerhan B. schrieb: > Über Hinweise zum geeigneten Vorgehen, zur Dokumentation sowie zu > passenden EDA-Tools würde ich mich freuen. Sollte also ein umfassender, globaler Rundumschlag sein. Also möglichst wenig Eigenleistung. Also ich bleib dabei: es ist bald Freitag ....
Helmut -. schrieb: > H. H. schrieb: >> Morgen solls eher kühler werden. > > Bei mir sicher. Gerade wird meine neue Klimaanlage montiert! Ich sollte mir Kälte aus der Karstgrotte holen, in Säcken...
Wastl schrieb: > Sollte also ein umfassender, globaler Rundumschlag sein. Also > möglichst wenig Eigenleistung. Aber bitte präzise, auf den Punkt, ohne Marketing-Buzzwords!
H. H. schrieb: > Ich sollte mir Kälte aus der Karstgrotte holen, in Säcken... Die moderne Variante davon, ist die Wärmepumpe :P
Gunnar F. schrieb: > Bitte neuen Thread aufmachen, wenn dafür Anleitung benötigt. Bitte auch einen neuen Thread aufmachen welches Lötzinn man verwenden sollte. Und einen für die Auswahl des richtigen Lötkolbens und der richtigen Lötlupe.
Helmut -. schrieb: > Bei mir sicher. Gerade wird meine neue Klimaanlage montiert! Maximal blöder Termin. Du wirst sie dieses Jahr nicht mehr brauchen.
Michael B. schrieb: > Du wirst sie dieses Jahr nicht mehr brauchen. Du weisst ja genau wo er wohnt und wie das Wetter in den nächsten 5 Wochen wird. Um mal deine abstrusen "Bei uns muss man nur heizen, nie kühlen" Unsinn mit Fakten zu widerlegen: https://uni-freiburg.de/messstationen-dokumentieren-hitzerekord-im-freiburger-stadtgebiet/ Ja, DU wohnst nicht in Freiburg, aber viele wohnen in ähnlich warmen Ecken und nicht auf der Alm.
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Erstens: -Klarmachen und schriftlich festhalten: * welches Produkt man in den Händen halten will, nur Platine oder auch bestückt? (Egal ob händisch oder maschinell bestückt). * * Mit identischen Bestückdruck oder eigenen ? * Mit originalen Fehlern oder mit Verbesserungen (für längere Lebensdauer) ? * Welche Werkzeuge (mechanische wie CAE-Priogramme) will man einsetzen, hat man ? Bei mir sehe es eher so aus, das ich KiCAD einsetzen würde, ein bis fünf (selbst) bestückte Platine machen würde, Bauteile z.T. ersetzen (aus der Bastelkiste) und mindestens eine Zugenlastung für die Anschlusskabel vorsehen würde. Auf übermäßig viel Arbeit in die Fotos würde ich verzichten, ich würde gleich mit dem outline anfangen und mir da was für die beiden rozt/schwarzen Kabelpaare einfallen lassen. Als nächstes die Entscheidung ob mit Schaltplan (bei Bestückung ein Muß) oder ohne. Wenn ohne Schaltplan könnte man ja eine Stückliste anfangen in einen Texteditor zu tippen. Ich persönlich würde mich für "mit Schaltplan" entscheiden, also in Kicad das modul dafür öffnen und loslegen, die Stückliste erzeugt dann KiCad automatisch aus dem Schema. (wer noch kein KiCAD hat, muss es natürlich auf den hoffentlich vorhandenen Rechner installieren, ansonsten erstmal Rechner kaufen (vielleicht reicht für KiCAD ein RasPi-System). Frühzeitig nicht mehr lieferbare Bauteile identifizieren, also gleich schauen, ob man dergleichen o.ä. in der Bastelkiste hat oder wer das liefern könnte. Als erstes würde ich nach der Buchse rechts schauen (BTW, das sollte man vielleicht noch vor der Outline machen). Das wird einen schon ein paar Tage beschäftigen, in denen man auch mit google nach alten Beiträgen zu diesem Thema in diesem Forum suchen könnte. * https://www.mikrocontroller.net/articles/KiCad/Reverse_Engineering * Beitrag "Reverse Engineering über Fotos, wie macht ihr das?" * Beitrag "Platine Reverse Engineering" * Beitrag "Reverse Engineering"
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Guerhan B. schrieb: > Über Hinweise zum geeigneten Vorgehen, zur Dokumentation sowie zu > passenden EDA-Tools würde ich mich freuen. Ich lasse den Schritt mit Papier, Bleistift und Radiergummi aus und zeichne meine "Erkenntnisse" direkt mit dem Schaltplaneditor von KiCad auf. Wie andere schon geschrieben haben, ist es von großen Nutzen sich vorab die Datenblätter der beteiligten Bauteile zu besorgen. Oft werden die Applikationsschaltungen des Datenblatts in die Schaltung übernommen, das hilft dann oft beim Verstehen der Bauteilebeschaltung. Jörg W. schrieb: > Also vorher > saubere Fotos von beiden Seiten machen (nicht so „windschief“ wie oben > ;-), so nachbearbeiten (im Grafikprogramm des geringsten Misstrauens), > dass man am besten nur noch die Kupferflächen als einfarbige Bereiche > hat, und das dann unter das Layout legen. Darauf kann man dann die > Bauteile platzieren, die aus dem Schaltplan rausgepurzelt kommen, und > das Layout nachmalen gehen. Ganz wichtiger Punkt! Und wenn du fertig bist, eine Nacht drüber schlafen und am nächsten Tag alles nochmal kontrollieren. rhf
Moin, Ich mache das auch hin und wieder. Vieles was schon gesagt wurde, ist hilfreich. Sehr wichtig ist das Identifizieren der Halbleiter und deren Datenblätter, weil man dann einen Begriff für die Grundschaltung bekommt. Vielfach halten sich Designer mehr oder weniger an die Datenblatt Referenzschaltungen und das erleichtert das Verfolgen des Layouts und Rückschlüsse auf die eingesetzten Komponenten. Auch bei Mikrocontrollern vereinfacht deren Datenblatt gemässe Beschaltung das Verfolgen der Anschlüsse. Das Ohmmeter ist natürlich zur Verifizierung des entstehenden Schaltbilds unumgänglich notwendig. Die Vorschläge hinsichtlich guter Photographie und deren Digital-Bearbeitung nebst zielführenden Ausdrucken sind natürlich sehr wichtig. Die kennzeichnende Natur vieler einfacherer moderner Schaltungen ist deren relative Einfachheit. Anstatt traditioneller, sehr komplizierter Einzelschaltungen mit vielen Komponenten, sind viele Designs auf Stromversorgung, IO-Details und Beschaltung mit uC reduziert. Die Analog-Signal-Conditioning ist relativ bescheiden. Unangenehm wird ein Nachbau bei Bords mit direkt gebondeten ICs unter Epoxidklecks, wie er in ultra-hoch produzierten Billigst-Einfuhrgeräten vorkommt aus offensichtlichen Gründen. Gerhard
An alle Scheuklappenträger: Merkt ihr es nicht? Der TO meldet sich nicht und lacht sich einen Ast. Warum wohl?
> Der TO meldet sich nicht und lacht sich einen Ast.
Ein TO per se interessiert hier nicht, wohl aber seine Frage.
Wastl schrieb: > Warum wohl? Unter anderem wegen Vögeln wie dir, die grundsätzlich erst mal jeden Neuangemeldeten unter allgemeinen Trollverdacht stellen.
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