Ich habe seit Jahrzehnten ein ELV ALC 1000 Ladegerät im häufigen Einsatz - aber leider zeigt das inzwischen das seltsame Fehlverhalten, Akkus viel zu lange aufzuladen - also z.B. 2 Stunden länger als andere Ladegeräte (oder das ALC 1000 selbst früher), ohne dass sich die Ladestromstärke oder das Ergebnis (also die aus den Akkus danach entladbare Energie) verändert hätten. Die Akkus werden also nur für einige Zeit sinnlos aufgeheizt, wenn die Ladung eigentlich längst beendet sein könnte. Kennt jemand das Symptom, oder hat jemand einen Schaltplan, mit dem man auf Fehlersuche gehen könnte? (Leider ist die Auswahl neuer Ladegeräte, die auch 4 Stück D-Rundzellen gleichzeitig laden können, ohne einen nervtötenden Lüfter drehen zu lassen, eher bescheiden. Wenn ich das Gerät ersetzen müsste, käme wohl sowas wie ein Xtar VP4L Plus in Frage - https://lygte-info.dk/review/Review%20Charger%20Xtar%20VP4%20Plus%20Dragon%20UK.html - falls jemand sonst noch eine gute Alternative kennt, wäre ich auch daran interessiert.)
Das Ding beendet die Ladung doch bestimmt nach MinusDeltaU. Evtl. können die 30 Jahre alten Elkos die Spannung des Controllers nicht mehr gut stabilisieren und er sieht nicht mehr so gut, oder die nach etlichen hundert Zyklen verschlissenen Akkus machen nicht mehr so große Dips. Die entnehmbare Kapazität ist ja nur einer von vielen Faktoren eines solchen Akkus. That said: wozu braucht man denn heute noch D-Zellen? Dazu noch als Akkus? Die (und die sie ladenden bzw. benutzenden Geräte) sind doch schon so gut wie vom Markt weg, und das m.M.n. nicht ganz ohne Grund...
Jens M. schrieb: > Das Ding beendet die Ladung doch bestimmt nach MinusDeltaU. So soll es laut Anleitung sein. > Evtl. können die 30 Jahre alten Elkos die Spannung des Controllers nicht > mehr gut stabilisieren Gut, "Elkos durchmessen" ist natürlich immer mal ein versuchenswerter Ansatz. > oder die nach etlichen hundert Zyklen verschlissenen Akkus machen > nicht mehr so große Dips. Nicht alle meine NiMh Akkus sind alt, das Symptom betrifft leider auch neue. > Die entnehmbare Kapazität ist ja nur einer von vielen Faktoren eines > solchen Akkus. Klar, die Innenwiderstände der Akkus hatte ich natürlich auch schon gemessen, um sicherzustellen, dass es nicht daran liegt. > That said: wozu braucht man denn heute noch D-Zellen? Dazu noch als > Akkus? NiMh D-Zellen mit geringer Selbstentladung sind großartig für Geräte, die nur selten benutzt werden, dann aber nicht gerade einen sich selbst tot-entladenen Akku haben sollen - also z.B. Notlichter. Oder für Geräte, bei denen es wichtig ist, bei "Akku leer" einfach tauschen zu können, ohne auf Aufladung warten zu müssen. Z.B. Gas-Durchlauferhitzer, in denen solche Akkus locker > 1 Jahr pro Ladung für die Zündung durchhalten, und wenn sie doch mal leer sind, dauert der Tausch gegen geladen im Schrank stehende nur Sekunden, und ich muss nicht kalt duschen. > Die (und die sie ladenden bzw. benutzenden Geräte) sind doch schon so > gut wie vom Markt weg Also aktuell gibt es durchaus noch etliche Händler, bei denen sich NiMh D-Zellen kaufen lassen, da habe ich noch kein Problem mit. Nur dass die Ladegeräte nicht unbedingt besser werden mit den Jahren... die werden anscheinend immer drastischer auf "billig" getrimmt.
Gas-Durchlauferhitzer mit D-Zellen für die Zündung???? Du hast also - kein Stadtgas, ok, das ist möglich. Flaschen sind verbreitet, Tanks noch hier und da gesehen. - Wasser in Mengen verfügbar, sonst hättest du keinen Durchlauferhitzer für die Dusche. Das spricht jetzt gegen WoMo, Camping oder Noteinsätze. Selbst wenn wäre dort aber eine bessere Batterie verfügbar. Plus Solarlader. Warum D? - Keinen Netzstrom. Und da bin ich raus. Wo bitte hat man keinen Netzanschluss für Strom, und auch keine andere taugende große Batterie, aber Gas und Wasser das es zum Duschen reicht? Inklusive der für einen Durchlauferhitzer nötigen festen Installation (auch wenn die in einem Auto sein mag). Und das Wasser läuft auch ohne Strom... Schräg. Irgendwo in den dunklen Ecken meines Kellers liegt noch so ein ALC1000 rum, aber das hab ich wie wohl 95% der Anwender nur für Mignons benutzt, als die gerade den Sprung auf LSD gemacht haben. Auch schon >15 Jahre her. Von denen ist man ja mittlerweile auch weg, und die Li-Zellen lade ich mit einem MC3000. Ob da Ds reinpassen weiß ich aber nicht.
Lutz V. schrieb: > Also aktuell gibt es durchaus noch etliche Händler, bei denen sich NiMh > D-Zellen kaufen lassen, da habe ich noch kein Problem mit. Für deine geschilderten Anwendungen würde ich Alkali D-Zellen nehmen.
Lutz V. schrieb: > Ich habe seit Jahrzehnten ein ELV ALC 1000 Ladegerät im häufigen Einsatz Hatte ich auch mal. Möglicherweise liegt er irgendwo noch rum. "Irgendwie" ging er langsam immer schlechter. Wimre hat der einen 4066, der die Analogeingänge umschaltet. Den hatte ich mal in Verdacht. Aber wirklich weitergekommen bin ich mit dem Ansatz nicht. Der Temperatursensor hat auch nie so wirklich richtig funktioniert. Aber wenn man keinen Zugang zum Prozessor hat und da den ADC genauer auf die Finger schauen kann, kommt man so nicht weiter. Der ALC liegt aber schon seit Jahrzehnten sinnlos rum. Evtl. liegt es auch am Sperrwandler für die Ladespannung. ESR usw. Könnte man mal genauer dahingehend ansehen. Nur, meine Motivation ihn überhaupt zu suchen ist inzwischen sehr niedrig...
Bei meinem ELV Lader standen plötzlich 35V an den Pins für eine Monozelle statt ca. 1,24V. Konnte durch schnelles Eingreifen eine Explosion gerade noch verhindern. Ursache war der Leistungs-MOSFET BUZ272 für den Ladestrom. Fehler wurde ELV gemeldet und versprochen, für schaltungsmäßige Abhilfe zu sorgen. Da hat der TO ja noch Glück gehabt, dass "nur" die Ladezeit länger wird. Ich würde das Ding nicht mehr benutzen. ciao Gustav
Lutz V. schrieb: > Kennt jemand das Symptom Alte Akkus mit zu hohem Innenwiderstand so dass -DeltaU nicht mehr funktioniert und nur der Nottimer die Reissleine zieht ?
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