Was ist passiert. Wir haben uns, da ich passionierter Brotbäcker bin, gestern einen neuwertigen Miele H6560 BP gegönnt. Er war auf Kleinanzeigen inseriert, wurde gekauft, nie genutzt und nun verkauft. Ich wollte speziell dieses Modell, da es noch dicke Wände und generell eine massive Bauweise hat. Vor Ort haben wir den Ofen angeschlossen, aufgeheizt, den Wassereinzug und die Dampffunktion probiert und ihn schließlich eingepackt und 300 Km nach Hause gefahren. Danach haben wir noch Stundenlang die Küchenzeile angepasst um ihn in die Wunschnische einzubauen und sind nach einem 16h Tag erschöpft ins Bett. Heute kam dann die böse Überraschung. Wir haben Kuchen und Brot vorbereitet und waren dabei es dem Ofen zuzuführen, dieser lief auf Ober-Unterhitze auch an und nach ein paar Minuten flog der FI. FI wieder rein, kann ja Zufall sein, und weiter gehts. Nun war komisch, dass der Ofen nicht mehr wirklich Temperatur zugelegt hat. Soll 165 und er quält sich minutenlang bei ca 100 Grad und es wird nicht mehr. Daraufhin hab ich, nachdem ich in der Haussteuerung gesehen habe, dass nur zwischen 200 und 400 Watt gezogen werden verscheidenen andere Betriebsarten durchgeschaltet. Bei der Heisluft Plus angelangt flog der FI erneut. Mittlerweile fliegt er bei ALLEN Betriebsarten. Das heißt, ich kann den Ofen ganz normal bedienen, Einstellungen ändern, etc, aber sobald ich eine Betriebsart auswähle, höre ich ein Geräusch und der FI fliegt. Scheinbar immer dann wenn er Leistung abrufen möchte, oder etwas einschaltet. Erwähnen möchte ich der Vollständigkeit, dass wir nach dem Befüllen des Ofens über das Ansaugröhrchen un den anschließenden Dampfstoß blöderweise den Ofen nicht "entdampft" haben da zu diesem Zeitpunkt die Tür schon seperat verpackt im Auto lag. Ich glaube es hat nichts damit zutun da er ja heute erstmal lief und erst nach und nach die Probleme kamen, ebenso schmeißt er den FI auch nicht sobald der Ofen an ist, sondern erst bei Auswahl der Betriebsart, aber ich wollte es erwähnen. Wahrscheinlich wäre ja Heizstab, oder? Wie kann ich das zweifelsfrei identifizieren, bzw was kann es sonst noch sein?
Schonmal vielen Dank für's bis hierhin lesen, ich freue mich auf Input
Er stand lt Vorbesitzer jahrelang trocken bei Zimmertemperatur. Es war wohl so, dass der sehr betagten Schwiegeroma unter anderem dieses Gerät zu einer neuen Küche abgedreht würde, sie es aber auf Grund der Knopflosen Touch-Bedienung nie bedienen wollte.
Heizelemente einzeln anklemmen hört sich an wie:
Blenden runter
Heizelemente identifizieren
eins nach dem anderen ausbauen/anzeigen/Anschlusskabel entfernen und in Wago's sichern
nach jedem Heizelement Testlauf machen
Macht es u.U. Sinn gleich alle abzuklemmen um zu sehen ob es die Heizelemente sind und sich dann auf die Suche nach dem Übeltäter zu machen?
Du hast bestimmt kein Isolationsmessgerät.
Die Anschlüsse der Heizelemente sind hinter der Rückwand.
Es gibt vier Heizelemente, zwei oben, eines mitte, eines unten.
richtig, das hab ich nicht.
Bevor ich morgen an die Heizelemente gehe..... Ich wollte gerade nochmal explizit die Unterhitze testen und da zeigt sich auf einmal folgendes. Nicht nur die Unterhitze geht aktuell, sondern auch andere auf die Schnelle getestete Betriebsarten (Ober-Unter/Heissluft plus). Was passiert im Detail. Zu Beginn zieht der Ofen ungefähr 2KW, kurz darauf, er hat brachiale 38 Grad im Innenraum, nur wieder ca 300 Watt. Ich rechne damit, dass der FI gleich wieder fliegt. So lange lasse ich ihn jetzt laufen. Sagt uns das irgendwas?
Hast Du einen (Stell-)Trenntrafo und ein Multimeter? Beide Anschlüsse des Heizelementes verbinden und zwischen diesen und dem Gehäuse Strom messen. Zum Schutz des Multimeters noch einen Widerstand um 1 kOhm dazwischen.
Vielleicht beim Aus/Einbau oder dem Transport ein Kabelbündel durchgescheuert? So dass es jetzt zum einen Wackelkontakt hat, zum anderen aber hin und wieder auch mal das Gehäuse berührt und dann den FI raushaut.
Ist dein FI ein reiner FI oder kombiniert mit einem Leistungsschutzschalter? Ich befürchte das Teil zieht mehr Leistung als deine Leitung (+"Sicherung") zulässt.
Hast Du einen (Stell-)Trenntrafo und ein Multimeter? Beide Anschlüsse
des Heizelementes verbinden und zwischen diesen und dem Gehäuse Strom
messen. Zum Schutz des Multimeters noch einen Widerstand um 1 kOhm
dazwischen.
Ne, und das übersteigt meine Skills schon vom reinen lesen. Sorry, aber da ist zuviel Fehlerpotential für mich
Vielleicht beim Aus/Einbau oder dem Transport ein Kabelbündel
durchgescheuert? So dass es jetzt zum einen Wackelkontakt hat, zum
anderen aber hin und wieder auch mal das Gehäuse berührt und dann den FI
raushaut.
Schliesse ich aus. Wie rohe Eier behandelt, da hat nix gescheuert. Fehlerbild ist aktuell folgendes.
Der Ofen lief die ersten 2-3 Minuten mit 2KW. Dann zieht er nur noch 200-300 Watt und heizt nichtmehr. Er funktioniert also insofern, alsdass er alle getesteten Betriebsarten annimmt und "versucht"zu heizen. Nur bleiben alle Stäbe (oben, unten, hinten) kalt. Ich würde vermuten, dass er die Heizstäbe zwar noch ansteuert, aber diese aus irgendwelchen Gründen (Bruc/Riss,etc) keine Leistung mehr konsumieren und als Wärme abgeben. Klingt ja nach thermischer Ausdehnung. Zwei Fragen bleiben.
warum heizt er am Anfang?
warum flog vorher sofort der FI und jetzt nicht?
Ich denke ich werde mich morgen mal den Heizstäben widmen und schauen was ich erwatet wenn ich das Gehäuse öffne.
Eine Frage....gibt's da fiese Kondenmsatoren, oder andere finstere Gesellen die mit Strom schießen obwohl der Ofen von Strom genommen wurde?
Äh, ich merke gerade ich habe scheinbar einen Denkfehler. Da alle heizstäber kalt bleiben, sprich keiner funktioniert, macht es dann Sinn sich auf die Heizstäbe zu fokussieren? Das würde ja heissen, dass alle gleichzeitig kapputt wären da keiner mehr heizt, oder?
Äh, ich merke gerade ich habe scheinbar einen Denkfehler. Da alle
heizstäber kalt bleiben, sprich keiner funktioniert, macht es dann Sinn
sich auf die Heizstäbe zu fokussieren? Das würde ja heissen, dass alle
gleichzeitig kapputt wären da keiner mehr heizt, oder?
Wie alt ist der Herd? Nach 12 Jahren hätte die Elektronik 100000h
Betriebsstunden, denn die läuft bestimmt immer. Elkos leben nicht ewig.
Nix 100000 Betriebsstunden, er wurde nie genutzt. Natürlich können Elkos auch schlecht werden, wenn sie lange gelagert wurden - wäre hier einfach Spekulation.
Klingt für mich nach defektem Heizelement. Nicht unüblich das ein defektes Heizelement bei Temperaturerhöhung einen Kurzschluss/Erdschluss ( eventuell auch nur in Verbindung mit erhöhter Feuchtigkeit). In dem speziellen Fall würde ich zusätzlich auf eine Temperaturabhängige Unterbrechung tippen. Rückwand abnehmen und die Spannungen am Heizelement Messen und mit ner Strommesszange schauen welche Ströme fließen...
Nix 100000 Betriebsstunden, er wurde nie genutzt.
Es war wohl so, dass der sehr betagten Schwiegeroma unter anderem dieses
Gerät zu einer neuen Küche abgedreht würde, sie es aber auf Grund der
Knopflosen Touch-Bedienung nie bedienen wollte.
Das klingt für mich nach vom Montageservice betriebsbereit eingebaut.
Hat der Backofen eine Schuko Stecker? Wenn ja, steck den mal kopfüber in die Steckdose. Dadurch könnte evtl. der Iso-Fehler Richtung Neutralleiter wandern und weniger Fehlerstrom verursachen.
Heizelemente habe ich auch eher empfindlich erlebt, nach 3-4 Jahren auf dem Dachboden war ein günstiger Herd vom Vermieter auch quasi schrottreif...
Hat der Backofen eine Schuko Stecker? Wenn ja, steck den mal
kopfüber in die Steckdose. Dadurch könnte evtl. der Iso-Fehler Richtung
Neutralleiter wandern und weniger Fehlerstrom verursachen.
Heizelemente habe ich auch eher empfindlich erlebt, nach 3-4 Jahren auf
dem Dachboden war ein günstiger Herd vom Vermieter auch quasi
schrottreif...
Quatsch! Hatten wir schon oft im RC. Ein paar Stunden ohne PE heizen und der ist wie neu.