Aluminium gehört zu den gut Wärme (und auch Strom) leitenden Materialien (ca. 237 W/(m⋅K)).
Dennoch erscheint es nahzu überall auch dort, wo es um Wärmeisolation geht, was ja eigentlich widersinnig ist. Alle möglichen Dämm-Materialien verfügen über eine Alu-Schicht.
Ich weiss natürlich , dass Aluminium, wenn es gut poliert ist, Wärmestrahlung reflektiert und in diesen Fällen sinnvoll eingestzt werden kann, z.B. hinter einem Heizkörper.
Dennoch scheint mir die Dämpfung der Wärmeleitung deutlich wichtiger. Aber man gebe nur mal "Wärmedämmmaterial" in die Google Bildersuche ein - nahezu 100% Aluminium (beschichtet).
H.H. war schneller.
Das Alu ist eine sehr gute Diffusionsperre. Dadurch wird vermieden, dass in der Luft vorhandene Feuchtigkeit in das Dämmmaterial eindiffundiert und dort kondensiert.
Der 2. Grund könnte noch Infrarot-Reflektion sein.
Da auch, aber setzt man Lastwiderstände (aka Dummy loads) im Betrieb ein, oder nur bei der Leistungsmessung, Abstimmung ?
Und solangedas Trägermaterial für den eigentlich Dämmstoff keine (Wärme-Kälte)Brücke bildet, ist desen Leitfähigkeit egal ? Wo kein (Strom/Wärme-)Kreislauf geschlossen, da kein (Elektrische/thermischer) Strom .
Alle möglichen Dämm-Materialien verfügen über eine Alu-Schicht.
Zusätzlich bietet eine außenliegende Aluschicht einen guten Schutz gegen Umwelteinflüsse (Sauerstoff, UV, Wasser, ...). Das Dämm Material (Bei Schäumen) altert und zerfällt nicht.
Kunststoff-Folie - mach man ja bei Wänden und Dachböden auch ...
Hast du solche Folien mal im Bereich von Dachfenster gesehen? Nach 20 Jahren oft genug nur noch Brösel obwohl das Echtglas der Fenster einen Großteil der UV-Strahlung absorbiert.
Auch deutlich weniger Diffusionsdicht, vor allem gegenüber Sauerstoff, nicht lichtdicht, ...
Aber wenn du es noch genauer wissen willst, dann musst du die Hersteller fragen.
Dennoch erscheint es nahzu überall auch dort, wo es um Wärmeisolation
geht, was ja eigentlich widersinnig ist. Alle möglichen Dämm-Materialien
verfügen über eine Alu-Schicht.
Das glaube ich mal nicht, dass alle möglichen Dämmmaterialien mit Alu beschichtet sind ...
Aber: Dafür ginge sicher auch eine Kunststoff-Folie - mach man ja bei
Wänden und Dachböden auch ...
Das sind zum großen Teil eher Dampfbremsen, keine -sperren (auch wenn der Unterschied Bremse/Sperre eher fließend ist). Alu dagegen ist schon fast perfekt diesbezüglich, wobei es bei der Dämmung aber nie auf diese Perfektion ankommt ...
Auch deutlich weniger Diffusionsdicht, vor allem gegenüber Sauerstoff,
nicht lichtdicht, ...
Wozu muss das Sauerstoff- und lichtdicht sein?
Und absolut diffusionsdicht muss es idR. auch nicht sein. Hauptsache, der sd-Wert innen ist höher als auf der Außenseite durchs Dach.
Die Alufolie hat sicherlich auch einen fertigungstechnischen Nutzen. Ist wie mit dem Backpapier beim Kuchenbacken, nur, dass das Backpapier am Kuchen bleiben darf.
Der Einfluss des Alus als Wärmeleiter kann man sich anhand von Widerständen erklären:
0R1 + 1 M + 0R1. Inwiefern machen die 0,1R signifikant was am Gesammt-R aus? Es wird nicht mal schlechter.
Du hast in deiner Analogie die Wärmeübergangswiderstände Luft-Alu bzw.
Alu-Luft übergangen.
Nein, hab ich nicht. Aber du kannst ja mal als Gedankenexperiment die Luft dabei lassen und das Alu weglassen. Und dir dann selbst erklären (wird beim Versuch bleiben), dass durch das Alu schlechter isoliert wird.
Bei anhaltender Uneinsichtigkeit bemüh mal einen K-Wert-Rechner.
Die Wärmeübergangswiederstände addieren sich, das ist eine serielle Schaltung, keine Parallele. Naja ...
Ok, Diffusionssperre ist ein Argument, hatte ich nicht auf dem Schirm.
Aber: Dafür ginge sicher auch eine Kunststoff-Folie
Hm, als ein Nachteil von (Außen-)Dämmung wird oft genannt, das bei nicht ordnungsgemäßer Ausführung die Fassade über die Jahre grün wird wegen Algenbesiedlung.
Algen brauchen halt dauerhafte Feuchtigkeit und womöglich hilft auch das Aluminium neben seiner Witterungsbeständigkeit auch durch eine gewisse Antimikrobielle Wirkung mancher seiner chemischen Verbindungen.
Das glaube ich mal nicht, dass alle möglichen Dämmmaterialien mit Alu
beschichtet sind
Sindse auch nicht. Bei Weitem nicht.
Das Alu dient der Verringerung der Abstrahlung von Wärme von der Wärmequelle weg bzw. der Zurückstrahlung zur Wärmequelle hin. Z.B. die Isolierung von Rohren.
Und es ist wie oben schon geschrieben eine gute Diffusionssperre. Es gibt z.B. Trittschalldämmung mit glänzender Alubeschichtung oder Dampf(brems/sperr)folien für die Unterdachdämmung.
aber setzt man Lastwiderstände (aka Dummy loads) im Betrieb ein, oder
nur bei der Leistungsmessung, Abstimmung ?
Natürlich. ZB an Zirkulatoren, bei Fehlanpassungen zB durch Vereisung an den Sendeantennen, läuft die zurück laufende Energie in den Absorber. Oder zB an Filterweichen, typisches Beispiel waren die Bild/Ton Weichen in analogen Fernsehsendern. Alles was nicht durch die Filter in Richtung Antenne läuft geht in den Absorberwiderstand.
An Richtkopplern sitzen idR Absorber. Usw usw
Ohne Absorber wäre ein Betrieb von HF Stufen nicht denkbar.
Nachdem ein superschlauer Moderator meine Beiträge gelöscht hat aus Unwissenheit gebe ich hier noch einen Hinweis:
Fernwärmeleitungen sind wahrscheinlich nicht mit Aluminium ummantelt.
Nachzulesen:
Fernwärmeleitungen werden standardmäßig mit Polyurethan-Hartschaum (PUR-Schaum) wärmeisoliert. Dieses Material besitzt eine extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit und schützt das transportierte heiße Wasser effizient vor Energieverlusten
Im Alltag sieht man Beispiele genug, wo sogar nicht eloxiertes Alu im Freien verwendet wird. Nicht umsonst gibt es geeignete Legierungen, wie 5754 oder 5005.
Und zu guter Letzt: Schau mal ein Verkehrsschild von hinten an.
Dann interessiert mich jetzt aber was z.B. auf dem Bild für ein Material
zu sehen ist:
Das KÖNNTE auch Weißblech sein. Muss aber nicht.
Weißblech eher nicht, das wäre ja Stahlblech verzinnt.
Im Anlagenbau verwendet man für die äußere Umhüllung der Rohrisolierung im Allgemeinen galvanisch verzinktes Stahlblech - das glänzt im Neuzustand fast wie Al.