Kennt ihr das Problem Hartmetall-Bohrer zum löchern von Leiterplatten an
einen Dc-Motor andocken?Für Leute mit Werkstatt und Drehbank kein
Problem ...habe ich aber nicht...also hatte ich eine Idee und ging in
die Küche.;-)
Falls Interesse besteht mache ich Bilder und sage noch ein wenig dazu...
> ...also hatte ich eine Idee und ging in die Küche.;-)> Falls Interesse besteht mache ich Bilder und sage noch ein wenig dazu...
Bilder von der Küche?
Toller Thread!
Gruss
MIchael
Also ich mache es kurz:Fakt ist,dass sowohl die meisten DC-Motore eine
Welle von 1/8 Zoll besitzen.Der schaft eines guten Hartmetallbohrers
ebenfalls.Damit lässt sich was anfangen.Habe mir ein 1/8 Zoll Reibahle
besorgt,ein Messingrohr 4,0/3,1 und habe ein passendes Stück 33mm davon
abgesägt in die Handbohrmaschine eingespannt und die Stirnseiten mit der
Feile plan gemacht und entgratet.Mit der Reibahele habe ich dann das
Rohr durchgängig aufgerieben (schmieren nicht vergessen)Die Motorwelle
ist durch ein Rändel etwas dicker und die habe ich mit Gefühl und einer
Diamant Nagelfeile bei laufendem Motor schlanker gemacht.Leider habe ich
bei einem Motor zwei Sekunden zu lange gedrückt.;-).Bei diesem "Futter
für Arme "habe ich zusätzlich noch Stellringe angebracht habe aber die
spitzen Madenschrauben gegen flache getauscht.Das Zweite Rohr habe ich
von beiden Seiten in einer bestimmten Tiefe aufgerieben.Die Reibahle ist
ja um 9 Hundertstel konisch und so ergibt sich in der Mitte des Rohres
ein Bereich in dem sich Bohrer und Motorwelle Klemmen.Reicht völlig zum
Bohren und diese Variante läuft absolut rund.Das Rohr mit den
Klemmringen läuft nicht ganz so sauber aber bohren geht.Da wird halt das
Loch zwei Hunderstel größer.das liegt wohl an den Zwei Sekunden zu lange
mit der Diamantfeile...;-)
Nachtrag:Bild Zwei zeigt die Variante Zwei.Die Enden habe ich mit
Schrumpfschlauch markiert damit ich Bohrer und Motorseite
auseinanderhalten Kann.Den Typ mit Stellringen mache ich nochmal und
reibe von beiden Seiten.Das dürfte besser sein als von einer Seite ganz
durch.
Yalu X. schrieb:> Liegt das jetzt an meiner Küche?
Vermutlich liegts an deiner Lebensabschnittsbegleiterin, die hin und
wieder mal die Teelöffel von den Reibahlen trennt...
Yalu X. schrieb:> Liegt das jetzt an meiner Küche?
Mach Dir keine Sorgen: in meiner Küche gibt es zwar Löcher mit Blech
drum rum - aber die sehen auch anders aus und nennen sich "Pfanne". Und
eine Flaschen-Bürste würde ich auch nicht als Reibahle bezeichnen ;-p
Der Durchschnitts-Anwender bewahrt die gesuchten Dinge in der
Non-Food-Abteilung auf.
Wenn Herbert jetzt nochmal in die Küche geht und aus der Knetmaschine
einen Bohrständer mit Kreuztisch zaubert - dann fang ich auch an, meine
Einrichtung zu überdenken ;-)
Ansonsten: Wenns funktioniert, dann passts. Ist mit Glück einiges leiser
als Proxxon oder Dremel - Wenn morgens um zwei noch ein paar Löcher
fällig wären und die Nachbarn nur eine Wand entfernt... Es soll ja Leute
geben, die höhren einen Floh aus zwei Kilometer Entfernung noch furzen.
H. Bunse schrieb:> Gute Idee! Aber hälst du den Motor einfach so mit der Hand beim Bohren,> oder hast du etwas, wo du ihn einspannen kannst?
Natürlich bohre ich nicht von Hand sondern der Motor muß geführt
werden.Mein Vorschlag richtet sich an Bohrmaschinenbauer.Ferner eignet
sich das nicht für eine seitliche Belastung wie sie zb.beim schleifen
und gravieren auftritt.Bitte nur damit bohren.Das was ich hier
reingestellt habe ist gewissermassen nur ein Abfallprodukt meiner
Eigentliche schöpferischen Arbeit der letzten 2 Wochen.Aber da spiele
ich schon mit dem Gedanken "Patent".Aber das ist eine Papierhürde und
ein Bereich in dem ich mich nicht auskenne.Einfach eine Firma
anschreiben ist mir zu riskant denn alleine die Idee ist eine Klasse für
sich.Nur Ideen kann man sich nicht schützen lassen...leider!
Fenki schrieb:> Wenn Herbert jetzt nochmal in die Küche geht und aus der Knetmaschine> einen Bohrständer mit Kreuztisch zaubert - dann fang ich auch an, meine> Einrichtung zu überdenken ;-)
Zuerst dachte ich an eine Modifizierung des alten Krupps-Mixer mit
3-Stufen Geschwindigkeit und zugehörigem Halter. Der könnte sogar
Stereo-Löcher bohren :-)
H. Bunse schrieb:> Yalu X. schrieb:>> Liegt das jetzt an meiner Küche?> Vermutlich liegts an deiner Lebensabschnittsbegleiterin, die hin und> wieder mal die Teelöffel von den Reibahlen trennt...
Braucht man die Reibahlen nicht für den Reibekuchen?
Gruss
Harald
...gibt´s da nicht was von Proxxon?
Ich wär nicht auf die Idee gekommen einen losen Motor zum Bohrer
umzubauen.
Oder hab ich den Sinn in der Sache übersehen?
Die Reibahle hat doch sicher auch Geld gekostet?!
Stefan M. schrieb:> Ich wär nicht auf die Idee gekommen einen losen Motor zum Bohrer> umzubauen.
Früher in der DDR, wo es nüscht gab, schon. Jetzt erledige ich
Feinbohrarbeiten mit der Micromot. Die kostet ja nicht die Welt und hat
anscheinend das ewige Leben.
Wegstaben Verbuchsler schrieb:> herbert schrieb:>> ein Messingrohr 4,0/3,1>> wo gibts die?
Conrad ...leider mit Apothekenzuschlag...aber bei einer Länge von 500mm
gehen mit Auschuss doch wenigstens 10 Teile raus...aber Google halt mal
das gibt es sicher günstiger.;-)
Stefan M. schrieb:> Oder hab ich den Sinn in der Sache übersehen?
Genau,weil du nicht über den Tellerrand hinausschaust.Zum einen erzähle
ich nicht alles weil manche Ideen bares Geld wert sind,zum anderen gibt
es genügend die sich eine Bohreinrichtung für Leiterplatten selber bauen
wollen und genau bei dem Teil ins grübeln kommen.Spannzangen gibt´s ja
von Proxxon aber eben nur die und die Spannmutter.Das wichtigste Teil
für die Motorachse müßte man sich drehen....Zollgewinde natürlich.
Frag mal jemand warum er heute so aufwändig kocht wo man doch morgen
alles mit einem lauten Furz in die Schüssel ....? ;-)
Hallo Herbert,
so ganz hab ich´s immer noch nicht...
Es gibt doch für ziemlich wenig Geld brauchbare KOMPLETTE
Bohrmaschinchen MIT Bohrfutter schon dran und wenn man will sogar mit
Ständer(chen).
Daher meine Frage, warum du dem ( offenbar vorhandenen ) Bohrfutter
unbedingt ( aufwändig ) einen Eigenbastelmotor verapssen wolltest...?
Aber ich nehme an es geht in die Richtung "der Weg ist das Ziel".
Ein Bastelprojekt halt. Ich find das ja gut, so ist es nicht.
Wenn man alles immer nur neu kauft wird´s ja auch langweilig.
Stefan M. schrieb:> Hallo Herbert,>> so ganz hab ich´s immer noch nicht...
Frag mal im Forum ob die das nachvollziehen können was ich da getan
habe.Da wird man doch bei fast vierhundert Leuten welche die Bilder
besichtigt haben ein paar finden die dazu eine Meinung haben.
Phatte Idee, geile Realisierung! Daumen hoch!
herbert schrieb:> Aber da spiele> ich schon mit dem Gedanken "Patent".Aber das ist eine Papierhürde und> ein Bereich in dem ich mich nicht auskenne.
Ich kenne mich da auch nicht wirklich aus, aber ich meine, dass Du mit
der Veröffentlichung Deiner Idee durch diesen Thread bereits verhindert
hast, dass es jemand Anderes zum Patent anmelden kann. Ob Du Dir selbst
dadurch diese Möglichkeit ebenfalls verbaut hast, weiß ich nicht.
Als ich gehört habe, was ein einfaches Patent kostet, (damals 50.000 DM)
war mir klar, dass ich niemals im Leben etwas patentieren können würde,
und dass das Patentrecht existiert, damit der Teufel beim Scheißen den
größten Haufen präziser treffen kann. :-D Deshalb habe ich mich nicht
weiter damit beschäftigt, und die meisten Ideen früher oder später in
das Nirwana des Vergessens geschickt.
Ein paar geile Ideen habe ich in meiner privaten C++-Lib hängen, und die
halte ich unter strengstem Verschluss. Irgendwann wird irgend ein
korrupter Beamter die nach einer Online-Durchsuchung an Amis oder
Chinesen verscheuern, aber bis dahin ist sie mein. :-)
Also das andocken eines Bohrer an eien Welle mit gutem Rundlauf ist ja
sicher keine patentfähige Sache.;-)...obwohl ich nicht wüßte wie es noch
simpler zu machen ist.Das andere das ich im zusammenhang "Patent"
gemeint habe ist etwas aufwändiger aber der eigentliche Wert liegt in
der Philosphie des fertigen Produktes.Ich kannte mal eine guten Mann der
am Europäischen Patentamt zu gange war.Ist Philosph gewesen...habe viel
gelernt von ihm.Das wichtigste ist ,dass man über geldwertige Einfälle
nicht öffentlich plaudert bevor das Kind in sicheren trockenen Tüchern
liegt.
Ach ja ,die 178 Zoll reibahle habe ich bei gw werkzeuge.de für sechs
Ruro gekauft.Habe noch eine Satz Körner und eine Anreißnadel mit
Hartmetallspitze mitbestellt weil brauchbar und günstig.
Paul Baumann schrieb:> Bevor ich mit so 'nem Futter bohr'> streich' ich die Wand mit Butter vor!
Nun, ich möchte mal so behaupten, wenn man das Aufreiben der
Bohrung sorgfältig macht, dürften die Rundlaufeigenschaften
besser als bei einem Standard-Dreibackenfutter sein. Natürlich
darf man da nicht vergessen, das auch der Motor einen sauberen
Rundlauf haben muss.
Gruss
Harald
PS an Herbert: Du schreibst etwas von "9 Hundertstel konisch".
Mir erscheint das recht viel. Kann es sein, das Du dich um den
Faktor zehn vertan hast?
Harald Wilhelms schrieb:> PS an Herbert: Du schreibst etwas von "9 Hundertstel konisch".> Mir erscheint das recht viel. Kann es sein, das Du dich um den> Faktor zehn vertan hast?
Ich habe nur die Spitze und den Schaft mit einer Digitalen Schiebelehre
gemessen.Ich war zu faul um das Mikrometer zu benutzen.Die neun oder
meinetwegen auch sechs Hunderstel beziehen sich nur auf den
Anschnitt.Kleine Messungenauigkeiten wenn man die Schneiden nicht sauber
erwischt sind immer möglich.Wenn man von beiden Seiten eine besimmte
Aufreibtiefe einhält dann klemmt sich sowohl Motoachse und Bohrer in der
Mitte.Man könnte auf die Stellringe auch verzichten.Der Rundlauf ist
perfekt für so eine einfache Geschichte.Besser als die schon erwähnten
Lüsterklemmen.;-)
@Harald
Ja, das war von mir auch nicht ganz so ernst gemeint. Es passte nur so
gut, um daraus einen Schüttelreim zu konstruieren.
Ich kann mich erinnern, daß ich diese Idee schon in den 60/70-er Jahren
in einer Zeitung namens "Practic" fand, in der die Leute Bauanleitungen
für alles Mögliche veröffentlichen konnten. So eine "Gerät" habe
ich als Jugendlicher in Ermangelung des Geldes für eine
PIKO-Bohrmaschine dann auch gebaut.
MfG Paul
Das ist sicher eine schöne Bastelei. Aber daraus ein
Gebrauchsmuster/Patent abzuleiten ist zu hoch gegriffen. Für einen
Mechaniker ist das Alltagsarbeit.
Welcher Arme hat schon Stellschrauben oder Reibahle oder Micrometer oder
so einen Motor.
Und wenn schon nimmt man Handreibahlen mit einem bestimmten Wert aus dem
Passungssystem.
Ich habe auch kein Problem mit Dreibackenfutter für meine
PROXXON-Bohrmaschine. Das geht bis 4 oder 6 mm?? Das war mit das erste,
was ich mir zusätzlich angeschafft habe.
Nie Probleme beim Leiterplattenbohren gehabt.
Hallo Michael,
Michael_ schrieb:> Für einen Mechaniker ist das Alltagsarbeit.
Richtig, konische Werkzeughalter sind im Maschinenbau seit Ewigkeiten
Standard, google://Morse(kegel|konus).
Das Problem von Dreibackenfuttern ist übrigens nicht der Rundlauf,
sondern die geringen Kräfte, die sie übertragen können. Je höher die
aufzubringende Schneidkraft, desto größer wird der Druck, den das Futter
auf das Werkzeug ausüben muss. Da wird die Flächenpressung zwischen den
Backen des Futters und dem Werkzeugschaft dann irgendwann so groß, dass
der Werkzeugschaft verformt wird -- bei größeren Werkzeugen ist der ja
meistens nur vergütet, statt, wie bei unseren kleinen Platinenbohrern,
durchgehärtet. /klugshaiz
HTH,
Karl
PS: Für irgendwas muss eine Ausbildung als Werkzeugmacher ja gut sein.
;-)
Michael_ schrieb:> Das ist sicher eine schöne Bastelei. Aber daraus ein> Gebrauchsmuster/Patent abzuleiten ist zu hoch gegriffen.
Wer will das? Wer hat das wo geschrieben?War da nicht irgenwo von einem
Abfallprodukt einer anderen Arbeit die Rede die das Zeug zum Patent hat?
Michael_ schrieb:> Für einen> Mechaniker ist das Alltagsarbeit.
Für einen Mechaniker ist das Pipifax.Die Idee aber nicht...
Michael_ schrieb:> Welcher Arme hat schon Stellschrauben oder Reibahle oder Micrometer oder> so einen Motor.
Was soll diese Pseudofeststellung?Bitte um Erklärung.Fehlt da eine
Erbse?
Michael_ schrieb:> Und wenn schon nimmt man Handreibahlen mit einem bestimmten Wert aus dem> Passungssystem.
Eine metrische Handreibahle für eine zöllige Motorwelle?
Das wäre durchaus patentfähig;-)
>Eine metrische Handreibahle für eine zöllige Motorwelle?>Das wäre durchaus patentfähig;-)
Ist mir zwar nicht geläufig, aber im zölligen Bereich gibt es sicher ein
Passungssystem. Es gibt auch verstellbare Reibahlen. Hohnen in
einfachster Form geht auch.
>Für einen Mechaniker ist das Pipifax.Die Idee aber nicht...
Pass mal auf! Ich habe Mechaniker gelernt zu einer Zeit wo es noch kein
CNC u.ä. gab. Und das zwei Jahre im Werkzeugbau. Da war viel mehr
Improvisation und kluge Ideen gefragt als dein Adapter! Es wurde gemacht
und fertig.
Ich möchte deine Idee nicht niedermachen. Aber zerlege mal eine
Schreibmaschine von 1920 und du weißt, was man nicht mehr erfinden
braucht.
Michael_ schrieb:>>Für einen Mechaniker ist das Pipifax.Die Idee aber nicht...> Pass mal auf! Ich habe Mechaniker gelernt zu einer Zeit wo es noch kein> CNC u.ä. gab. Und das zwei Jahre im Werkzeugbau. Da war viel mehr> Improvisation und kluge Ideen gefragt als dein Adapter! Es wurde gemacht> und fertig.
Michael, du brauchst dich nicht so angegriffen zu fühlen. Das hier
gezeigte Bohrfutter hat Herbert nie als patentwürdig bezeichnet. Keine
Ahnung, wie das Missverständnis entstanden ist. Ich zitiere mal Herberts
Beitrag von ganz weit oben:
herbert schrieb:> Das was ich hier> reingestellt habe ist gewissermassen nur ein Abfallprodukt meiner> Eigentliche schöpferischen Arbeit der letzten 2 Wochen.Aber da spiele> ich schon mit dem Gedanken "Patent".
Was eventuell zum Patent ansteht, hat Herbert hier nie verraten. Wär ja
auch etwas ungeschickt.
Michael_ schrieb:> Ist mir zwar nicht geläufig, aber im zölligen Bereich gibt es sicher ein> Passungssystem. Es gibt auch verstellbare Reibahlen. Hohnen in> einfachster Form geht auch.
Poste einfach mal am Nachmittag ,da schaut die Welt anders aus und das
lesen und verstehen von eindeutigem Sätzen fällt dir dann auch
leichter.;-)
Zoll Passungssystem ---> Ansi B.4.1 , -2
http://www.mitcalc.com/doc/tolerances/help/de/tolerancestxt.htm
Natürlich sind solche Werkzeuge hierzulande recht selten. Im Moment
suche ich eine preiswerte Reibahle für Bohrungen, welche auf die Welle
von den üblichen Schrittmotoren passen (1/4").