OPV Versorgungsspannung sinkt

Gast #3084806
Hallo zusammen!

Ich hoffe ihr könnt mir Helfen :-) Da ich nicht genau weiß, wie ein OPV 
funktioniert, bezieht sich diese Frage wohl eher auf das 
Grundverständnis und dürfte für euch wahrscheinlich leicht zu 
beantworten sein :-)

Folgende Situation: ich schalte einen OPV (wie im Anhang) als 
Impedanzwandler. Die Spannung Ue bleibt immer konstant. Am Ausgang Ua 
messe ich eine Spannung von 4V. Die Versorgungsspannung meines OPVs 
läuft über eine 9V Batterie. Wenn die Batterie jetzt leerer wird und 
anstatt 9V wie am Anfang dann nur noch 8,5V hat, ist dann auch meine 
Ausgangsspannung Ua niedriger? Oder bleibt die bei 4V?

Vielen Dank!
Beste Grüße
Angehängte Dateien:
Ich würde auch sagen das die 4V konstant bleiben. Wenn du jedoch sicher 
sein willst kannst du ja einen Rail-to-Rail OPV verwenden. Da geht die 
maximale Ausgangsspannung bis fast bis an die Versorgungsspannung heran.

Sonst könntest du ja den Impedanzwandler aufbauen und die 
Versorgungsspannung solange absenken bis der Ausgang ebenfalls mit 
runtergeht.
Die Ausgangsspannung sinkt proportional mit der Betriebsspannung :)


Nein, Spaß bei Seite.
Die Ausgangsspannung ist immer so hoch wie die Eingangsspannung, solang 
du nicht über die Betriebsspannung gehst und die Sättingsspannung 
beachtest. Die steht im Datenblatt.
Bei 8,5 V werden es immer noch 4 V sein.
Michael Köhler schrieb:
> Output-Voltage-Swing beachten. ;)

hmmm da hab ich mich jetzt mal schnell einlesen müssen was das genau ist 
:)
Hab ich das jetzt richtig verstanden das der Output-Voltage-Swing die 
maximale Ausgangspannung angibt die der OPV bereitstellen kann, und zwar 
in Abhängigkeit von der Versorgungsspannung und der Last?

Wäre toll wenn mir das jemand schnell erklären könnte.
Gast
derF schrieb:
> Im Anhang ging es nur ums Prinzip. Ich möchte gar nicht den dort
>
> gezeigten OPAmp verwenden.

Das kann man aber nicht aus deinem ersten Text rauslesen.

Dein Grundgedanke Ue = Ua  ist korrekt, aber das kannst du auch im 
Wikipedia nachlesen.



Im Anhang ein Datenblatt zum o.g. OPV, wo etwas mehr, wie im Reichelt 
Datenblatt steht.
Angehängte Dateien:
Gast
Habe Dir mal den interssierenden Teil aus dem Datenblatt herauskopiert.

Output voltage Swing bei Versorgung mit +-15V:

Bei Belastung mit mehr als 10kOhm: min. +-12V, also 3V geringer als die 
Versorgungsspannung.

Bei Belastung mit 2kOhm und größer (aber kleiner als 10kOhm):
min. +-10V, also 5V geringer als die Ausgangsspannung.

Bei Belastung mit 2kOhm bedeute das, dass im ungünstigsten Fall bei 9V 
Versorgungsspannung maximal 4V Ausgangssignal zur Verfügung stehen, bei 
8,5V dann sogar nur 3,5V.

Auch musst Du an anderer Stelle aufpassen: Bei Versorgung aus einer 
9V-Batterie stehen Dir nur 3V bis 6V Eingangsspannungsbereich zur 
Verfügung, wobei die obere Grenze mit der Versorgungsspannung absinkt.
Angehängte Dateien:
derF schrieb:

> Wenn die Batterie jetzt leerer wird und
> anstatt 9V wie am Anfang dann nur noch 8,5V hat, ist dann auch meine
> Ausgangsspannung Ua niedriger?

Grundsätzlich gilt: Die Verstärkung ist unabhängig von der Versorgungs-
spannung. Das ist ja die Besonderheit eines OPV: Die Verstärkung ist
nur von der äusseren Beschaltung abhängig und nicht vom OPV selbst.
Das gilt allerdings nur für den idealen OPV. Bei realen OPVs muss
man die Daten laut Datenblatt beachten. Dazu zählt auch der zulässige
Spannungsbereich des OPV.
Gruss
Harald
Christoph M. schrieb:
> Hab ich das jetzt richtig verstanden das der Output-Voltage-Swing die
> maximale Ausgangspannung angibt die der OPV bereitstellen kann, und zwar
> in Abhängigkeit von der Versorgungsspannung und der Last?

Ja, hast du und Gregor hat es schön erklärt, auch dass es noch andere 
Parameter gibt auf die man achten muss. ;)

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