Schiffelektrik

OP #5185599
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Hallo,

ich habe eine Frage an die Schiffselektriker. Ich habe auf einer 
Motoryacht gearbeitet, die über drei  Wege mit 230V versorgt werden 
kann.  Der Landanschluss ist mit einem 2 poligen C16 Automat und 300mA 
Brandschutz RCD abgesichert. Auf See werden die 230V aus den Batterien 
mit einem Wechselrichter erzeugt. Der Ausgang des Wechselrichters ist 
Geräteintern mit einem Thermischen Überlastschalter  (25A) abgesichert. 
Für große Lasten steht noch ein 230V / 11KVA Wechselstromgenerator zur 
Verfügung. Sein Ausgang  ist mit einem 2 poligen 50A Automat und 300mA 
Brandschutz RCD abgesichert. Zwischen den Spannungsquellen wird 
automatisch umgeschaltet. Hinter der Umschalteinrichtung befindet sich 
die eigentliche E-Verteilung. Dort sind drei 30mA RCD verbaut. Als 
Leitungsschutzschalter werden 8A und 15A Automaten der Firma Carling 
Technologies verwendet.  Die Automaten haben die Bezeichnung 
„MD1-B-34-480-3-A15-B-C“, das Datenblatt habe ich angefügt.  Ich habe 
nun Zweifel, ob die Automaten als Leitungsschutzschalter geeignet sind. 
Über eure Einschätzung würde ich mich freuen.

Gruß Gero
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #5185648
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Prinzipiell sollten die 230V Kreise an Bord immer 2-polig abgeschaltet 
werden, denn es ist ja von vorneherein nicht klar, was nun L und was N 
ist, vor allem bei Speisung vom Landstrom. Es kann also sein, das der LS 
zwar eine Leitung abschaltet, aber auf der nicht abgeschalteten Leitung 
trotzdem L liegt.
So haben wirs gerade im Kurs oben am Priwall nochmal vertieft.
Ich verwende zu diesem Zweck also kombinierte RCD-LS, die 2-polig 
abschalten.
Z.B. sowas hier:
http://www.ebay.de/itm/FI-LS-Schalter-Leitungsschutzschalter-Fi-Schalter-Kombination-RCBO-10-25A-30mA/282272299504

Anders sieht es aus, wenn die gesamte Landstrom Versorgung zuerst über 
einen Trenntrafo geht, was es ja auch gibt. Dadurch ist hinter dem 
Trenntrafo praktisch ein eigenes Netz und damit die Verwendung auch der 
o.a. 'Circuit Breaker' von Carling kein Problem.
Glücklicherweise hat sich nun auch endlich die prüfende Instanz dazu 
durchgerungen, 'Earth Breakers' zu erlauben, das sind die Teile, die in 
die Erdleitung eingefügt werden, um Galvanik an Metallteilen durch 
Erdströme zu vermeiden. Lange Jahre waren sie bei uns nicht erlaubt und 
haben damit die Erdproblematik schwierig lösbar gemacht.
(Firma: matzetronics) #5189270
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Harald W. schrieb:
> Wenn Du damit auch wärmeerzeugende Geräte betreiben willst,
> wird der aber schon ganz schön gross.

2-3kW ist so der Normalfall. Ich habe schon Yachten gesehen, die aus den 
US kamen und deswegen immer erstmal über einen dicken 230V/115V Trafo 
angekoppelt werden. Praktischerwei

Harald W. schrieb:
> Wenn Du damit auch wärmeerzeugende Geräte betreiben willst,
> wird der aber schon ganz schön gross.

Gewicht spielt hier meistens eine geringe Rolle. Wichtig ist die 
Vorbeugung gegen Elektrolyse.
OP #5189288
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Matthias S. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Wenn Du damit auch wärmeerzeugende Geräte betreiben willst,
>> wird der aber schon ganz schön gross.
>
> 2-3kW ist so der Normalfall. Ich habe schon Yachten gesehen, die aus den
> US kamen und deswegen immer erstmal über einen dicken 230V/115V Trafo
> angekoppelt werden. Praktischerwei
>
> Harald W. schrieb:
>> Wenn Du damit auch wärmeerzeugende Geräte betreiben willst,
>> wird der aber schon ganz schön gross.
>
> Gewicht spielt hier meistens eine geringe Rolle. Wichtig ist die
> Vorbeugung gegen Elektrolyse.

Das ist ein elektronischer Trafo mit 2600W, der wiegt nicht viel. Meine 
Frage bezog sich auch nur auf die Leitungsschutzschalter. Die scheinen 
ja in Ordnung zu sein. Sie wurden auch von der 
Klassifizierungsgesellschaft nicht beanstandet. Mir kamen die nur 
komisch vor, weil ich sowas für 230V noch nicht gesehen habe.

Danke für die Antworten

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