LCD Display schwer zu lesen

Gast #6757106
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Könnte die Kontrasteinstellung sein. Schau mal ins Datenblatt des 
Displays, an welchem Pin die Spannung für den Kontrast anliegt und messe 
diese. Manchmal gibts ein Poti für die Einstellung.

Gruss Chris
Gast #6757153
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Manchmal verschleißen die Displays aber auch einfach mit der Zeit,
> selbst wenn sie nur sehr wenig benutzt werden, wie ich das bei einem
> Keyboard (zum Musizieren) erleben musste.

volle Zustimmung, bei Dampfgarer könnte der Dampf auch einen Teil dazu 
beigetragen haben.

Wenn es ein standart Display ist und nur ein paar Drähte zu löten sind, 
lohnt sich ein Austausch als Versuch. Sind die schwachen Segmente immer 
die selben oder wechselt das Bild? Ist auf dem Foto schwer zu erkennen.
Gast #6757641
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Patrick S. schrieb:
> chris schrieb:
>
>> Sind die schwachen Segmente immer
>> die selben oder wechselt das Bild? Ist auf dem Foto schwer zu erkennen.
>
> Das müsste ich mal testen. Es sind glaub 8 Pins. Werde das evtl. nachher
> direkt mal machen.
> Auf jeden Fall wird das Display mit zunehmender Temperatur schwächer.

bei 8 Pins scheint es sich um ein 08/15 Display zu handeln. 4 Pins für 
die Daten, 2 für die Versorgungsspannung und 2 für den Kontrast(jetzt 
ganz spontan aus meiner Erinnerung, bitte korrigiert mich, falls ich 
daneben liege! ist ne Zeit her, dass ich Displays getauscht/verwendet 
habe). Bei steigender Temp. lässt auf Alterung spekulieren. Mein Tipp, 
versuche den gleichen Typ zu bekommen(steht oft auf der Platine oder 
schaue nach der Bezeichnung des Controllers...ist der grösste Chip auf 
der Displayplatine) und löte ein neues Display ein. Im schlimmsten fall 
hast Du 5€ plus deiner Zeit versenkt.
Oder warte noch ein wenig, bis ein echter Profi das gleiche Problem 
schon mal hatte und hier seine Sicht der Dinge posted ;) Solange das 
Gerät funktioniert ist ja noch nicht der worst case eingetreten.
Viel erfolg!!
#6758229
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Christian H. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Zum Glück gibts da nur ein einziges Modell...
>
> Was aber irrelevant ist, da der TO wissen will, woran es liegen kann.
> Er will nicht wissen, ob nun R27 oder IC42 defekt ist.
> Es ist auch irrelevant, wenn es sich hier um ein Standarddisplay
> handelt.

Da Hinz ein ziemlich profundes Wissen zu solchen Küchengeräten hat 
könnte er dem TO vieleicht direkt mit einem Link zu einem passenden 
Ersatzteil helfen bzw. er weiss oft was typischerweise kaputt geht oder 
vieleicht ob es ein Standard Display mit HD44780 ist.
#6758288
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Patrick S. schrieb:
> Das Modell ist AEG B 9820-4-m (Produktnummer 941 047 172, Typ
> 9G7.T00K0R)
>
> Foto von der Rückseite der Displayplatine anbei.

Hast Du kein Programm, mit dem sich Bilder beschneiden und drehen 
lassen?
Und musst Du Für jedes Bild irgendwo Kohle abdrücken, oder weswegen 
gehst Du dermassen sparsam damit um?
Glaubst Du, dass die Vorderansicht total uninteressant ist?
Man kann auch selber etwas tun, es den Helfern etwas leichter zu 
machen.
Angehängte Dateien:
#6758294
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Matthias S. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> er weiss oft was typischerweise kaputt geht oder
>> vieleicht ob es ein Standard Display mit HD44780 ist.
>
> Da reichen die Anschlusspins einfach nicht. Wird wohl I²C oder SPI sein.

Ich sehe 12 Pins auf der Anschlussleiste. Das sollte passen.

@Patrick: Schaffst Du es, den Schalttplan ausgehend von den 
Anschlusspins zu zeichnen? Dann könnte man schauen, ob z.B. 10k pullup 
für I2C enthalten sind oder evtl. wie der Kontrast beschaltet ist.
#6758384
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Hi,
auf gleicher Reihe unterschiedliche Pixelhelligkeit?
Wohl nicht Gummis.
Antesten, ob sich durch vorsichtiges Draufdrücken etwas ändert.
Jetzt habe ich bei meinem DVM auch ein "Hitzeproblem". Einzelne 
"Fussel",
die da nicht hingehören. Verschwinden von selbst wieder.
Das liegt einfach an der Technologie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkristallanzeige
Noch 'ne Frage, die noch nicht angeschnitten wurde:
Ist vielleicht die Hintergrundbeleuchtung fehlerhaft?

ciao
gustav
#6758441
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Ich bin was Elektronik anbelangt eher als Laie zu sehen, also nein.
Meine Idee wäre auch herauszufinden wie die Belegung der Pins ist und 
dann ein anderes Display zu probieren. Leider habe ich aber keine Ahnung 
ob das möglich ist und deshalb auch der Thread hier. Mit eurer Anleitung 
finden wir evtl. ja eine Lösung.
#6758456
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Patrick S. schrieb:
> Ich bin was Elektronik anbelangt eher als Laie zu sehen, also nein.
> Meine Idee wäre auch herauszufinden wie die Belegung der Pins ist und
> dann ein anderes Display zu probieren. Leider habe ich aber keine Ahnung
> ob das möglich ist und deshalb auch der Thread hier. Mit eurer Anleitung
> finden wir evtl. ja eine Lösung.

Glaube ich, unter diesen Vorrausetzungen, ehrlich gesagt nicht.
#6758461
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H. H. schrieb:
> aber es sieht ja doch ehr nach
> einem Kontaktproblem bei den Zebras aus.

danke

Joachim B. schrieb:
> sieh nach Kontaktprobleme mit dem Zebra Gummis aus, zerlegen
> Kontaktflächen reinigen wieder zusammensetzen, ggfs. den anpressdruck
> erhöhen, das Blech justieren oder etwas bei den Zebragummis unterm
> Blechrahmen einlegen!
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Leitgummi

:-)

kenne ich von meinem alten Fluke 87 und von den Nokia LCD 5110
#6758466
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Hi,
nicht löten.
Die "Sache" ist ja hochohmig (graphitierte Streifen), insofern spielen 
ein paar Ohm mehr oder weniger an Übergangswiderstand keine so extrem 
große Rolle.
Ausrichten und vorsichtig ankleben und erstmal ruhen lassen.
Die andere Seite auch mit Klebetechnik machen.
Dafür an der Platinenlötseite kleine Drahtenden "vorlöten".
Wenn Kleber an anderer Stelle ausgehärtet, dann auf diese Seite auch an 
die Lötstiftchen (drähte) ausrichten mit Klebestreifen fixieren und 
kleben.
Ruhen lassen.
So ist das auch in einem anderen Thread hier beschrieben worden.
(Muss ich mal raussuchen. Kann dauern.)

ciao
gustav
#6758470
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Karl B. schrieb:
> nicht löten.
> Die "Sache" ist ja hochohmig (graphitierte Streifen), insofern spielen
> ein paar Ohm mehr oder weniger an Übergangswiderstand keine so extrem
> große Rolle.
> Ausrichten und vorsichtig ankleben

kleben? uii, niemals, ausrichten und wieder zusammensetzen und vorher 
reinigen, ja Dreck oder Oxidation kann zuviel Widerstand zur 
Kontaktierung bringen was schwachen Kontrast verursacht.
#6758611
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Ich würde das Teil wieder einbauen und dann mit Oszilloskop und Logic 
Analyzer die Pinbelegung herauszufinden versuchen.

Beim Controller wäre auch mein erster Verdacht in Richtung 
HD44780-kompatibler IC.
Auch wenn das LCD kundenspezifische Symbole hat, kann das durchaus mit 
einem Industriestandard-Controller angesteuert sein (macht auch Sinn, 
weil kundenspezifische LCD billig sind, kundenspezifische IC aber 
nicht).

12 Pins passen wie Faust auf's Auge:
GND, VCC, Kontrast,
EN, R/W, RS,
D4, D5, D6, D7 (Nibble-Modus),
LED-, LED+

Ggf. ist sogar 
https://github.com/BenediktO/libsigrokdecode/tree/add_hd44780/decoders/hd44780 
in der Lage, was Sinnvolles darzustellen.
Ansonsten halt mit scharfem Auge und Datenblatt die Wellenformen 
anstarren, bis es klick macht.

Ersatz durch gleichartiges Display wirst du wg. den Symbolen aber 
schwerlich finden. Ist dann die Frage, was besser ist: Matschiges 
Display oder kryptische Pixel. Klar, man könnte ein Adapterboard 
basteln, was mittels µC ein anderes Display sinnhaft ansteuert, aber das 
ist dann schon etwas höhere Kunst...
Gast #6758628
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Sönke P. schrieb:
> Beim Controller wäre auch mein erster Verdacht in Richtung
> HD44780-kompatibler IC.

> Es sieht sehr nach Grafikdisplay aus, so etwa 128x32 Pixel.

Also kann es kein HD44780 sein. Siehe auch:

alles im Rahmen der Möglichkeiten schrieb:
> Das ist kein klassisches HD44780 16x2 oder 20x2 Display. Wenn man nach
> dem Typ des Dampfgarers sich und sich die Bilder betrachtet...
Gast #6758651
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Schlaumaier schrieb:
> die gute Nachricht.
>
> die Firma hat eine Homepage
> http://www.trulyamerica.com/products/oled-modules/#
>
> die schlechte.
>
> Ich finde das Modul nicht.

Liegt mit daran, dass es kein OLED ist.


> Aber vielleicht rücken die ein Datenblatt raus, wenn man sie nett fragt.
>
> Hinweis: Das sind Asiaten. Schleimen hilft wirklich.

Es handelt sich um ein kundenspezifisches Display. Die rücken sicher gar 
nichts raus, wollen sich es ja nicht mit Electrolux verscherzen.
Gast #6758659
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H. H. schrieb:
> Es handelt sich um ein kundenspezifisches Display. Die rücken sicher gar
> nichts raus, wollen sich es ja nicht mit Electrolux verscherzen.

Eine E-Mail kosten kein Porto. Damit sind die damals schon gescheitert. 
;)

Und bei den Müll den manche hier tippen, kommt es auf das bisschen 
Traffic nicht an. Und vielleicht findet man ein Trottel der das nicht so 
genau nimmt.

Ist mir auch schon 2 passiert, das ich ne PDF bekommen habe auf Anfrage, 
die ich nicht haben sollte.

also WAYNE
Gast #6761944
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Patrick S. schrieb:
> Also was genau würdet ihr nun machen?

Bei Ebay und co nach einem gebrauchten Ersatzteil suchen, selbst wenn 
das dann ein kompletter Ofen ist.

Den Hersteller um Kontakte zu Reparaturwerkstätten (auch ehemalige) 
bitten und die fragen. Kann gut sein, dass die noch was im Keller haben.
Beitrag #6981291 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6981306 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7825424
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Auch wenn der Thread schon ein bisschen alt ist: Habe gerade erfolgreich das AEG Dampfgarer Display repariert. Auf der Unterseite des Displays (zwischen Display und Trägerplatine ist ein LMC7660 Switched Capacitor Step Up Converter). Hier war der Tantal-C zwischen Pin 2 und 4 kaputt. Ich hab ihn gegen einen 10u 25V 1206 Keramik getauscht - jetzt ist das Display wie neu.

#7861244
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Noch ein Nachtrag zu meinem Beitrag vom 7.2.25: Heute hatte das Display erneut seinen Geist aufgegeben - ich habe dann auch noch den zweiten Tantal gegen einen Keramik-C 1206 10u 25V getauscht (eigentlich war ein 4,7u Tantal drin, hatt ich aber nicht da) - jetzt funktioniert wieder alles :-) Fazit: am besten gleich beide Tantal Cs ersetzen.

(Firma: Q3) #7861260
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Ein mögliche Ursache hat noch niemand erwäht: LCD funktionieren nur mit zwei Polarisationsfiltern. Aus Kostengründen sind die bei solchen Anzeigen in Kunststofffolie ausgeführt.

Könnte es sein, dass diese Polfilter, entweder einfach durch Alterung oder durch Hitze/Dampf einfach nicht mehr ordentlich arbeiten?

Allerdings nützt diese Erkenntnis am Ende nicht viel, weil diese Folien meist flächig verklebt sind und man sie nur sehr mühsam oder garnicht tauschen kann. Immerhin wüsste man dann aber etwas über die Ursache.

Hast du ein Foto-Polfilter oder eine Kino-3D-Brille? Guck dir das Display mal dadurch an ...

#7861441
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Joachim B. schrieb:

Wastl schrieb:

Joachim B. schrieb:

LCD Display ist doppelt gemoppelt!

Der Kampf gegen die Windmühlen. Mein aufrichtiges Mitgefühl.

man kanns ja mal versuchen, manchmal lernen Menschen durch Wiederholung, manchmal dauerts länger wenn man nicht gerade auf Lernverweigerer trifft.

Auf jeden Fall tut es einem selber gut, wenn man mit an sich völlig überflüssigen Belehrungen das eigene Selbstwertgefühl aufwerten kann.. Da kann man gerade in Diskussionen um LCD und TFT-Displays endlich mal richtig die Sau raus lassen.

Beitrag #7861754 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7903424
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Alexander W. schrieb:

Noch ein Nachtrag zu meinem Beitrag vom 7.2.25: Heute hatte das Display erneut seinen Geist aufgegeben - ich habe dann auch noch den zweiten Tantal gegen einen Keramik-C 1206 10u 25V getauscht (eigentlich war ein 4,7u Tantal drin, hatt ich aber nicht da)

  • jetzt funktioniert wieder alles :-) Fazit: am besten gleich beide Tantal Cs ersetzen.

Hallo Alexander, ich habe das gleiche Problem beim AEG B9820-7 M. Soweit ich das sehe scheint es das selbe Disolay zu sein. Alles funktioniert ordentlich, nur das Didplay ist hell ohneAnzeige, die wird manchmal schwach angezeigt. Ich sehe unter dem Display 2 Kondensatoren C1 und c3, siehe Abbildung. Sind dies die richtigen Kondensatoren? Wenn nicht könntest Du bitte genau die Position der Kondensatoren mitteilen.

Angehängte Dateien:
#7903491
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Moin,

falls es von Interesse ist:

Mir ist kürzlich ein 4x16 LCD-Modul mit einem sehr ähnlichen Fehlerbild in die Hände gefallen. Auch wenn ähnliche Displays heute kaum noch etwas kosten, hat es mich doch gereizt herauszufinden, ob sich das Teil eventuell retten liesse. Es handelte sich um ein ausgebautes Ausschlacht-LCD. Der 16-polige Anschlussstreifen entsprach übrigens nicht der üblichen Belegung – wie ich schnell feststellen musste. Mithilfe des HD44780-Datenblatts habe ich mir dann die korrekten Verbindungen durchgeklingelt.

Zuerst trennte ich den Metallrahmen von der Leiterplatte, was durch vorsichtiges Aufbiegen der Haltelaschen problemlos möglich war. Anschließend entfernte ich das Display samt seiner Anschlussstreifen vom Rahmen und reinigte alle Teile gründlich mit Ethanol. Auch die LCD Kontaktfinger auf der LP habe ich mit einem Glasfaserstift wieder schön blank poliert.

Nach dem Zusammenbau zeigten sich die Pixel wieder einwandfrei tiefschwarz. Zeitaufwand: ca. 15 Minuten. Da freut man sich ein bisschen, wieder einmal etwas der Entsorgung vorenthalten zu können:-)

Gruß, Gerhard

#7903564
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Gerhard O. schrieb:

Der 16-polige Anschlussstreifen entsprach übrigens nicht der üblichen Belegung – wie ich schnell feststellen musste.

Nun, die Pins für die Hintergrundbeleuchtung sind alles andere als standardisiert, die einen Hersteller machen es so, die anderen so. Und vom Vorhandensein eines Vorwiderstandes sollte man sich auch überzeugen, bevor man die Spannung für die Hintergrundbeleuchtung anlegt.

Wie war denn bei dir die Pin-Belegung?

#7903757
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Rainer W. schrieb:

Gerhard O. schrieb:

Der 16-polige Anschlussstreifen entsprach übrigens nicht der üblichen Belegung – wie ich schnell feststellen musste.

Nun, die Pins für die Hintergrundbeleuchtung sind alles andere als standardisiert, die einen Hersteller machen es so, die anderen so. Und vom Vorhandensein eines Vorwiderstandes sollte man sich auch überzeugen, bevor man die Spannung für die Hintergrundbeleuchtung anlegt.

Wie war denn bei dir die Pin-Belegung?

Das Display war in einem Telxon PTC-610 eingebaut und ist ein Kunden spezifisches Teil. Die Belegung ist wie folgend:

13868-911-04 LCD PINOUT:
1 - RS
2 - RW
3 - E
4 - DB0
5 - DB1
6 - DB2
7 - DB3
8 - DB4
9 - DB5
10 - DB6
11 - DB7
12 - VLCD
13 - VCC
14 - GND
15 - NC
16 - NC

Wie man sieht ist die Belegung etwas ungewöhnlich. Im Anhang ein Bildschirm Foto.

Nachtrag: Ist ein falsches Internet Photo. Meines hat nur 4 Zeilen. Bitte ignorieren.

Mod: Bitte erstes Bild löschen. Danke

Angehängte Dateien:
#7904011
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Danke für diesen Thread - Ich habe einen Backofen mit dem gleichen Fehlerbild: Electrolux EB4SL60CN 944066015 in Betrieb seit 2012. Das Display ist über die Zeit immer unleserlicher geworden (analog Bild von Patrick1990). Nachstellen von Kontrast und Helligkeit nützt nur bedingt. Besonders schlimm ist es, wenn das Display warm ist (beim Backen). Der Dampfgarer vom gleichen Baujahr und Modellreihe darunter zeigt das gleiche Phänomen, wobei wir den Backofen wöchentlich ca. 2-3 mal benutzen, den Dampfgarer aber nur 1-2 mal pro Jahr (warum auch immer:-)).

Bin zuerst dem Tipp mit dem Spannungswandler nachgegangen. Auf der Platine hat es aber nur zwei Elkos: Einer bei der 5V Einspeisung und ein zweiter beim Step-up (diskret mit Spule und Transistoren etc. aufgebaut) für 12VDC (beide Spannungen scheinen i.O.). Alle anderen Kondensatoren sind MLCC's. Viele auch gegen die Anschlüsse des Displays hin, 2 in Baugrösse 0805, der Rest in 0603. Habe gelesen, dass die MLCC's ein Alterungeffekt (degrading) haben. --> Könnte dass das Problem sein?

Das Display selber ist in einen weissen Kunststoffrahmen eingegossen. Daraus ragt seitlich ein flexibles PCB heraus, dass mit einer eingeklippten Zwischenplatine verbunden ist. Die Zwischenplatine ist mit einer doppelreihigen Stiftleiste mit der Hauptplatine verlötet. Wegen der Vergussmasse komme ich nicht an die Kontaktgummis ran. Kann man die Kontakte auch "von aussen" regenerieren (evtl. mal trocken & heiss lagern)?

Was meint ihr woran es liegen könnte? Versorgung oder eher Displaykontakte?

Sorry die Bilder der Lupenfunktion wurden leider nicht gespeichert - muss das Ding nochmals auseinandernehmen um Bilder zu schiessen.

#7904096
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Das Fehlerbild ist typisch für schlechte Verbindungen im LCD-Bereich. Mit der Zeit steigen – aus ganz unterschiedlichen Gründen – die Übergangswiderstände an, was sich insbesondere durch schwachen Kontrast einzelner Segmente oder Pixel bemerkbar macht. Natürlich arbeiten LCDs nur mit Mikroampere-Strömen, aber wenn die Übergangswiderstände irgendwann in den MΩ-Bereich gehen, reicht das schlicht nicht mehr aus.

Da hilft oft nur eines: Das Gerät zerlegen, gründlich reinigen und alle Kontaktflächen blank machen. Manchmal sind auch die Kontaktstreifen selbst gealtert oder unbrauchbar geworden.

Mein PTC-610 LCD zeigte exakt das gleiche Fehlerbild wie im ersten Beitrag. Glücklicherweise ließ sich das Display demontieren und ich konnte es erfolgreich instand setzen.

Bei vielen Massen- und Konsumerprodukten ist das leider nicht so einfach. Oft ist da nichts mehr zu machen. Ich habe z. B. ein Kenwood TR-7950 Funkgerät mit ähnlichen Problemen: Dort ist das LCD über ein verklebtes, dünnes Flexkabel mit der Steuerplatine verbunden – Ersatzteile gibt es keine mehr. Durch vorsichtiges Erhitzen der Klebestelle konnte ich das Problem kurzzeitig beheben, aber später kam es zu Unterbrechungen in den Leiterbahnen des Flachkabels. Das ist extrem frustrierend, wenn man das Gerät eigentlich retten möchte. In meinem Fall ist das LCD selbst völlig in Ordnung – aber es fehlt eine praktikable Möglichkeit, das angeklebte Kabel zu ersetzen. Ich frage mich, ob man es lösen könnte, ohne die Metallisierungen am LCD zu zerstören, und ob es irgendwo ein alternatives Kabel mit passendem Pinraster gibt.

Kurzum: Ich kann gut nachvollziehen, wie es Dir geht. Ob eine Reparatur in Deinem Fall möglich ist, bleibt leider sehr ungewiss – aber einen Versuch ist es bestimmt wert.

Gerhard

#7904102
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Gerhard O. schrieb:

später kam es zu Unterbrechungen in den Leiterbahnen des Flachkabels

die habe ich dann mit feiner Litze von Lötstelle zu Lötstelle überbrückt und auf dem Flachkabel mit Tesafilm gesichert. (manchmal hilft auch Silberleitlack an Kontaktstellen die man nicht löten kann, aber man muß darauf achten daß der Leitlack nirgends runterfließt, ggffs. seitlich mit Lack abdecken)

#7904104
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Joachim B. schrieb:

Gerhard O. schrieb:

später kam es zu Unterbrechungen in den Leiterbahnen des Flachkabels

die habe ich dann mit feiner Litze von Lötstelle zu Lötstelle überbrückt und auf dem Flachkabel mit Tesafilm gesichert. (manchmal hilft auch Silberleitlack an Kontaktstellen die man nicht löten kann, aber man muß darauf achten daß der Leitlack nirgends runterfließt, ggffs. seitlich mit Lack abdecken)

Hallo Joachim,

Danke für Deinen Bericht.

Ich fürchte allerdings, dass er in meinem Fall leider nicht zutrifft, da beide Enden des Kabels offenbar mit einem leitfähigen Kleber befestigt sind. Im eingebauten Zustand ist das Kabel um 180 Grad gebogen – in dieser Form funktioniert es meistens auch einwandfrei. Sobald man jedoch die Kabelform verändert, beginnen die Ausfälle bei der Zeichendarstellung.

Das LCD ist übrigens ein Multi-Backplane-Typ, und das Kabel selbst ist sehr dünn und durchsichtig – nur die aufgedampften, versilberten Leiterbahnen sind sichtbar. Ich gehe stark davon aus, dass sich das Problem ohne einen vollständigen Austausch des Kabels nicht dauerhaft beheben lässt.

Grüße, Gerhard

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