Batterie/Akku an Aluminium löten oder schweißen

Gast #3665913
Hallo,

ich habe eine kurze Frage. Ich habe 4 Lithiumzellen (ca 7cm hoch, 3cm 
Durchmesser) und eine Brücke aus Aluminium. Die Standard-Lötfahnen sind 
leider ungeeignet, da sie dem Strom nicht standhalten (schon probiert, 
brennt weg, wie ich es vorherberechnet hatte) . Gibt es eine 
Möglichkeit, das Aluminium (0.8mm Stärke) an die Batterie zu schweißen 
oder zu löten ? Die Kontaktfläche ist ca 1cm² groß.

Grüße,
Freddy
Freddy schrieb:
> Gibt es eine
> Möglichkeit, das Aluminium (0.8mm Stärke) an die Batterie zu schweißen
> oder zu löten ?

Frag den örtlichen Akkushopberteiber. Der hat meistens ein 
Punktschweißgerät. Aber Alu daranpunkten geht leider nicht - 
unterschiedliche Schmelzpunkte. Er wird verm. Blechfahnen verwenden.
Gast
> Alu
...ist ungünstige Lösung, da Alu am wenigsten elastisch ist und Dir bald 
abbrechen wird bei Resonanz/Erschütterung. Such Die lieber gleich einen 
geeigneten Akku mit ausreichend dicken Anschlüssen.
Gast
oszi40 schrieb:
>> Alu
> ...ist ungünstige Lösung, da Alu am wenigsten elastisch ist und Dir bald
> abbrechen wird bei Resonanz/Erschütterung. Such Die lieber gleich einen
> geeigneten Akku mit ausreichend dicken Anschlüssen.

Na ja da mache ich mir mal nicht so die Sorgen! Ich werf das Ding ja 
nicht stundenlang durch die Gegend.
Ein geeigneten Akku, der 200A bei 13.2V liefert, habe ich aber leider 
nicht gefunden.
Ich werde es nun "mechanisch" befesigen und mit Kontaktpaste den 
elektrischen Kontakt zu gewährleisten.
Sobald diese da ist, werd ich berichten. Ich hoffe die Paste verhindert 
auch die Oxydation am Aluminium, sobald sie das Alu benetzt.

Grüße,
Freddy
Freddy schrieb:
> Ich habe 4 Lithiumzellen (ca 7cm hoch, 3cm
> Durchmesser) und eine Brücke aus Aluminium.

Was sollen das für Zellen sein? 70x30mm? Nie von so einem Maß gehört.
Und dann sollen 200A fließen können... Im Kurzschlußfall?
In leistungsfähigen Werkzeugakkus wird schon mal eine vernickelte 
messingartige Legierung als Zellenverbinder verwendet und Bosch hat auch 
schon mit lasergeschweißtem Kupfer gearbeitet. Aber Aluminium?

OK, ich weiß, dass LiFePo4, also die ehemaligen 123-Zellen mit 
Alubechern versehen sind. Da kann man keine Nickelbänder anschweißen und 
wird wohl die angesprochenen Alubänder anbringen müssen. Aber auch diese 
liefern keine 200A Dauerstrom. Allenfalls kurzzeitig zum STarten eines 
Mopeds oder Motorrades.
Gast
Armin X. schrieb:
> Was sollen das für Zellen sein? 70x30mm? Nie von so einem Maß gehört.

Nicht dass es jetzt noch irgendeinen Sinn macht weil das wohl lange 
vorbei ist und der TO vermutlich nicht mehr aufklären wird - aber dein 
Beitrag ist ja frisch...

Wenn er nicht mit dem Messschieber gemessen hat kommen in Frage 26650er 
und 32600er Zellen, also doch da gibts schon was. Und wenn man den 
Kurzschlussstrom nimmr kommen da auch durchaus 200A zusammen... (Nicht 
dass das gesund ist, aber möglich ist es schon)

Peter N. schrieb:

Nick schrieb:

Mit sekundenkleber kann man alu auch lötbar machen als flussmittel, heisser lötkolben und etwas lötzinn

Muß ich glatt mal ausprobieren... Aber wegbrutzelnder Sekundenkleber geht tierisch auf die Augen!

Alu löten geht eig ganz einfach...man nehme Lötzinn ohne Flussmittel, erhitze das Alu und lege einen Lötzinntropfen drauf. Unter weiterer Wärmezugabe und gleichzeitigem kratzen mit zb einem schraubenzieher oder der Lötspitze auf der ofl des alus unter dem Lötzinntropfen. Was passiert? - man kratzt die Aluoxidschicht unter dem Lötzinn weg, das Lötzinn selbst verhindert erneute Oxidation des Alus und das Lötzinn verbindet sich mit dem Alu.

Wie beim Schweissen ist das Problem die Oxidschicht, nicht das Alu selbst.

Gast

Da gibt's auch noch die gelben Plastik-Töpfe mit Flussmittel, die aussehen wie in den 70ern verkauft worden... Name vergessen.

Das Zeug hat eine Säure mit drin, damit funktioniert das auch wunderbar. Salzsäure auf das Alu geht auch gut. Das mit dem Sekundenkleber war mir neu.

wf88 schrieb:

Da gibt's auch noch die gelben Plastik-Töpfe mit Flussmittel, die aussehen wie in den 70ern verkauft worden... Name vergessen.

Das Zeug hat eine Säure mit drin, damit funktioniert das auch wunderbar. Salzsäure auf das Alu geht auch gut. Das mit dem Sekundenkleber war mir neu.

Njamnjam...gute Idee mit der Salzsäure, sogar noch besser als mit dem Sekundenkleber. Wer das ausprobiert, bitte beachten, da entsteht Chlorwasserstoff.

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