Seltsames Problem mit BNC-Stecker

Gast #7305430

Moin moin,

habe 4 identische BNC/BNC-Kabel, die schon seit ca. 20 Jahren in meinem Besitz sind. Heute fällt auf, dass sich ein Stecker schwer aufstecken lässt und sich das Kabel mitdrehen will. Bei genauerer Analyse sehe ich, dass der Mittelteil des BNC-Steckers schief steht. Den Mittelteil kann man zwar gerade stellen, er stellt sich aber sofort wieder schief. In Bild 2 sieht man einen Draht oder den Teil einer Feder.

Was ist los mit dem Stecker?

Gewaltanwendung oder Krafteinwirkung scheidet 100%ig aus. Da ich im Netz keine Abbildung des inneren Aufbaus finden kann, frage ich mal hier an. Wie kann man das Teil zerlegen, denn der Stecker wurde ja mal aus Einzelteilen zusammen gesetzt.

Heiner

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Gast

Helmut -. schrieb:

Am besten wegwerfen und einen neuen für 1.50 montieren. Oder für wenig mehr Geld ein neues Kabel kaufen.

Sind eben 4 identische Kabel in einer bestimmten Länge, die auch zusammen benutzt werden. Schneide ich einen Stecker ab, ist ein Kabel zu kurz.

20 Jahre alte Dinge zu ersetzen, heißt heute Gutes durch Schlechtes zu ersetzen, so zumindest meine durchgängige Erfahrung.

Offensichtlich ist da eine Feder drin, ob die gebrochen ist ?

Gast

Heiner W. schrieb:

20 Jahre alte Dinge zu ersetzen, heißt heute Gutes durch Schlechtes zu ersetzen, so zumindest meine durchgängige Erfahrung.

Auch Telegärtner oder Huber&Suhner stellen heute noch ausgeichende Spitzenqualität her. Ok, dann kostet halt ein Stecker den 10fachen Preis. Und wenn du den Stecker reparieren willst, kannst du auch an das Kabel einen neuen ranmachen.

Gast

Georg schrieb:

Dann solltest du gleich einen neuen Satz von 4 gleichen Kabeln kaufen.

Genau das nervt mich immer. Wegen einer Kleinigkeit kann man alles neu beschaffen bzw. neu anfertigen (lassen). Den Ring kann man zwar wieder nach unten drücken, einmal auf eine Buchse aufgeschraubt und er ist wieder draußen :-( Außerdem ist die am Grund liegende rote Scheibe zermanscht und der drehbare Teil des Steckers kratzt beim Drehen.

Helmut -. schrieb:

Auch Telegärtner oder Huber&Suhner stellen heute noch ausgeichende Spitzenqualität her. Ok, dann kostet halt ein Stecker den 10fachen Preis.

Der Preis interessiert mich heute nicht mehr, denn Billigzeugs kommt am Ende stets richtig teuer. Wobei die BNC-Stecker vor 20 Jahren noch aus einem Ladengeschäft stammten.

Die Schliffbilder zeigen einen anderen inneren Aufbau. Bei den Abbildungen ist der Stecker hinten zu gebördelt. Bei meinem Stecker werde die beiden Teile offensichtlich durch einen Ring zusammen gehalten, der innen einrastet und nicht mehr entfernt werden kann. Anbei noch 2 weitere Fotos, wo man den Ring gut sehen kann.

Bei der Gelegenheit: Gibt es RG58 auch in einer flexiblen Qualität? Wenn ja, bitte ebenfalls den Hersteller nennen.

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Heiner W. schrieb:

Genau das nervt mich immer. Wegen einer Kleinigkeit kann man alles neu beschaffen bzw. neu anfertigen (lassen).

Heiner W. schrieb:

Der Preis interessiert mich heute nicht mehr, denn Billigzeugs kommt am Ende stets richtig teuer.

Heiner W. schrieb:

die schon seit ca. 20 Jahren in meinem Besitz sind.

Offensichtlich gabs auch früher schon Scheiß Qualität. Nach nur 20 Jahren geht so ein Mist kaputt, der hätte doch 100 Jahre halten sollen.

Kauf dir einen neuen Stecker und mach ihn dran. Wenn die Kabel wirklich auf dem mm gleich lang sein müssen kauf 4 Stecker und mach sie dran.

Der Stecker ist kaputt, das passiert halt mal nach 20 Jahren, deshalb gleich den Untergang des Abendlands auszurufen bringt dich definitiv nicht weiter.

Mit sehr viel Geduld, Geschicklichkeit, Zeit und Mühe

-könnte man die Crimphülse der Schirmung anfeilen und entfernen. (hab ich schon erfolgreich gemacht) Das Kabel muss dann nicht gekürzt werden. Der Mittelkontakt passt dann vielleicht in einen neuen Stecker. -od. muss möglicherweise auch ersetzt werden.

Gast

Udo S. schrieb:

Der Stecker ist kaputt, das passiert halt mal nach 20 Jahren

Das Forum hier läuft schon über von Klagen über geplante Obsoleszenz. Die meisten davon wegen Ausfällen nach mehr als 10..20 Jahren. Ich lese solche Threads schon lange nicht mehr, der Informationsgehalt ist absolut gleich Null, nur Gejammer über die böse böse Welt.

Georg

Gast

Udo S. schrieb:

Nach nur 20 Jahren geht so ein Mist kaputt, der hätte doch 100 Jahre halten sollen.

So ein BNC-Stecker ist kein Hightech-Teil, sondern schlichte Mechanik, bestehend aus zwei Teilen aus Metall. Welche zudem nur von Hand aufgesetzt und gelöst wird. Sowas darf bei normaler Nutzung an der Stelle nicht kaputt gehen. Zumal der Kabelsatz nur alle Schaltjahre mal gelöst wird.

Das Forum hier läuft schon über von Klagen über geplante Obsoleszenz. ... nur Gejammer über die böse böse Welt.

Wenn bei dir noch heile Welt ist, dann ist dir nicht mehr zu helfen. Bin hier raus, der Kindergarten hier bringt mich nicht weiter.

Gast

Heiner W. schrieb:

Sowas darf bei normaler Nutzung an der Stelle nicht kaputt gehen.

Vielleicht waren die undefinierten Stecker aus dem undefinierten Ladengeschäft auch vor 20 Jahren schon Mist?

"Von 2002 bis 2007 warb Saturn mit dem Werbespruch „Geiz ist geil“ und löste damit eine deutschlandweite Debatte über Konsumverhalten und die Situation der deutschen Wirtschaft aus." [1]

Nur mal so zur Einordnung. Damals war die Zeit der vom Ladenbesitzer handgeklöppelten Stecker schon vorbei. Aber man kaufte trotzdem, was der freundliche Verkäufer einem auf die Theke legte.

1: https://de.wikipedia.org/wiki/Media-Saturn#Marketing

Heiner W. schrieb:

Bei der Gelegenheit: Gibt es RG58 auch in einer flexiblen Qualität? Wenn ja, bitte ebenfalls den Hersteller nennen.

Na, RG58 ist ein flexibles Kabel! Das hält sogar das unegale Handling von amerikanischen GIs aus. Minimaler Biegeradius ist 25mm. Siehe hier die Daten: https://www.koax24.de/produktinfos/koaxialkabel/koaxialkabel-50-ohm/49-61-mm-gr4/rg58.html

Und da das MIL-Norm ist, sind alle Kabel verschiedener Hersteller ziemlich ähnlich.

Gast

Der Vollständigkeit halber: Einfach nur eine mistige Konstruktion!

Da wollte jemand statt einer 12er nur eine 10er Messingsstange zerspanen und hat deshalb eine geschlitzte Scheibe in eine Nut gequetscht. Hält dann von 12 bis Mittag und den Schaden hat wie immer der Anwender.

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Heiner W. schrieb:

Der Vollständigkeit halber: Einfach nur eine mistige Konstruktion!

Da wollte jemand statt einer 12er nur eine 10er Messingsstange zerspanen und hat deshalb eine geschlitzte Scheibe in eine Nut gequetscht. Hält dann von 12 bis Mittag und den Schaden hat wie immer der Anwender.

Breaking News: Auch vor 20 Jahren im Ladengeschäft gab es schon billigen Murks.

Gast

Kabelmann schrieb:

Ein HF-Spezialist hat mir mal gesagt: Wenn es BNC ist, schmeiß es weg. Nimm lieber SMA. :-)

Das ist keine Lösung, wenn an Messgeräten und Generatoren aller Art BNC-Buchsen verbaut sind und dies dort Standard ist. Es geht mir in erster Linie um eine sichere Verbindung von Signal und Masse.

Nach näherer Beschäftigung mit meinen BNC-Armaturen fällt auf, dass es erhebliche Fertigungstoleranzen gibt (Bilder 9 und 10). Jetzt weiß ich auch, wieso ich manche BNC-Stecker auf manche Buchsen würgen muss und manche Stecker auf manchen Buchsen nur rumloddern. Wobei ich nicht in Erfahrung bringen konnte, welches der richtige Durchmesser ist.

Ich empfehle jedem, sich einen "Master"-Stecker mit gezogenem Mittelstift herzustellen (Bild 7) und den Master dann mal auf alle Buchsen seiner Messgeräte aufzustecken. Wer BNC kreuz und quer zusammen kauft, wird sich wundern. Meine HAMEG-Messgeräte haben ALLE die gleiche BNC-Buchse.

Wie in Bild 8 zu sehen, haben die Buchsen innen einen leichten Kegel und keinen Zylinder. Jetzt weiß ich auch, wieso ich immer massive Kontaktprobleme mit meinen T-Stücken habe. Die haben innen erstens satt Übermaß und zweitens KEINEN Kegel. Die Masseverbindung erfolgt hier über die Bajonett-Verriegelung.

Fazit 1: Mal eben irgendwo irgendeinen BNC-Stecker/Buchse von irgendwoher kaufen ist nicht. War vor 20 Jahren schon nicht!

Fazit 2: Mein ganzes BNC-Zeugs (ca. 100 Teile) fliegt auf den Müll und wird von ein und demselben Premium-Hersteller komplett neu gekauft.

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Gast

Heiner W. schrieb:

Kabelmann schrieb:

Ein HF-Spezialist hat mir mal gesagt: Wenn es BNC ist, schmeiß es weg. Nimm lieber SMA. :-)

Das ist keine Lösung, wenn an Messgeräten und Generatoren aller Art BNC-Buchsen verbaut sind und dies dort Standard ist. Es geht mir in erster Linie um eine sichere Verbindung von Signal und Masse.

Kauf dir doch einige hochqualitative Adapter von BNC auf SMA und stecke die dauerhaft an deine Geräte. Wirf alle BNC Kabel weg und nimm stattdessen SMA Kabel Vom Premium Hersteller.

Gast

Kabelmann schrieb:

Kauf dir doch einige hochqualitative Adapter von BNC auf SMA und stecke die dauerhaft an deine Geräte.

Für die Tastköpfe dann von SMA wieder auf BNC. Macht das Sinn? Da ersetze ich lieber meinen BNC-Schrott durch BNC hochwertig. Telegärtner scheint mir da eine gute Adresse.

Holger R. schrieb:

Solche Probleme möchte ich haben.

Haus gekauft, das du jetzt nicht mehr abzahlen kannst? Die falsche Frau geheiratet?

Gast

MaWin schrieb:

Von 12 bis Mittag dauert bei dir 20 Jahre?

Dass die Kabel nur alle Schaltjahre einmal angeschlossen bzw. gelöst wurden, hast du mitbekommen? Dass der Stecker eine Fehlkonstruktion ist, hast du mitbekommen? Im Messlabor hält so eine Fehlkonstruktion keinen Tag durch.

Dass du immer bei Mechanik (von der du keine Ahnung hast) deinen Senf dazu geben musst, ist mir ein Rätsel. Bleib bei der Elektronik, da kannst du punkten.

Gast

Besonders die nur abgehackte Feder ist eine Dummheit ohne Beispiel. Die scharfkantigen Enden der Stahlfeder zerspanen den Stecker aus Messing von innen.

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Aufpassen, dass Du keine Stecker verwendest, deren Stuetzring fuer die Federn nicht bis an die Vorderkante der Federn reicht (bis zu den roten Kreisen in 8.jpg). Solche haben mal in einer Serie nach 2-4 Jahren zuverlaessig angefangen, Probleme zu machen. Nur alle auswechseln hat da geholfen.

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