Suche Schaltplan Akkustaubsauger QUIGG MD 18418

OP #7310389

Hallo Leute, hat jemand einen Schaltplan für den 2-in-1 Akkustaubsauger QUIGG MD 18418 von Medion? Oder hat sich jemand schon mal mit der Ladeelektronik befasst?

Anlasss: Bei einem nagelneuen Gerät blinkt die Ladekontroll-LED rot. Die Beschreibung sagt dazu nur: Bitte kontaktieren Sie unseren Service. Das wurde auch gemacht und sie haben ein neues Gerät geschickt. Das Defekte wollten sie nicht zurück haben. Jetzt wäre es natürlich interessant, wenn man das Gerät reparieren könnte...

Weiß dazu jemand etwas?

Gruß Dietrich

#7310396

Dietrich L. schrieb:

Jetzt wäre es natürlich interessant, wenn man das Gerät reparieren könnte...

Die Frage lässt sich doch nur mit Ja beantworten. Mit beliebig viel Aufwand und Ressourcen lässt sich schließlich alles reparieren.

Schraubs auf, und schau nach, was kaputt ist. Einen Schaltplan wirst du dafür nicht bekommen, den musst du dir selber zeichnen.

Oliver

#7311144

Hatte ich bei einem Dyson nach wenigen Wochen. Ein neuer Akku wurde umgehend zugesandt. Vermutung in Nachhinein: Feuchtigkeit von einem Lappen ist auf die Ladeplatine gekommen. Das ließ sich nicht mehr zurücksetzen aber die Zellen waren völlig i.O. und sind heute noch in Gebrauch in anderen Geräten.

Quintessenz: die BMS sind so empfindlich und auf Sicherheit ausgelegt, daß schon geringste Anlässe ausreichen um den Abschaltprozess zu triggern. Das läßt sich nur mit detaillierten Kenntnissen der Programmierung des zentralen BMS Chips resetten.

#7311890

...was steht auf dem chip bei R36? Vermutung: Der Akku ist aus Balance, der chip hat das gemerkt und dicht gemacht. Ein für alle Mal. Da hilft nur eigene Elektronik reinzufrickeln (den leistungsteil dabei wiederverwenden, Akku von extern mit iMax B6 laden & balancen).

Klaus.

OP #7311938

Klaus R. schrieb:

...was steht auf dem chip bei R36?

Auf dem 20-poligen Chip steht absolut nichts (gleichmäßig matt-schwarz).

Vermutung: Der Akku ist aus Balance, der chip hat das gemerkt und dicht gemacht. Ein für alle Mal. Da hilft nur eigene Elektronik reinzufrickeln (den leistungsteil dabei wiederverwenden, Akku von extern mit iMax B6 laden & balancen).

Der Akku ist leer: an den 2 dicken Anschlussdrähten (rot und schwarz) messe ich nur 0,7V=, und zwar mit und ohne Kontakt zum Ladegerät. Bei dem funktionierenden Gerät sind hier ca. 20V=.

Ich werde mal probieren mit einem Labornetzgerät mit Strombegrenzung an diesen Anschlüssen direkt zu laden. Oder spricht etwas dagegen? Das Originalnetzgerät ist spezifiziert mit 22VDC/0,5A.

Dietrich

OP #7312994

Klaus R. schrieb:

Bei nem Lipo Pack?

Ja, das sind 5 Zellen mit je 2,2Ah (18V/39,6Wh).

Du machst aber nicht den Eindruck als hättest du nen genaueren Plan von der Sache - also Vorsicht!

Ich habe den Akku direkt mit einem Labornetzgerät vorsichtig (0,2A) geladen. Er hat den Strom "angenommen", die Spannung stieg langsam. Bei ca. 16V habe ich das Gerät mit der original Ladeschaltung weitergeladen. Die Fehlermeldung "Blinken" war weg und nach ca. 5 Stunden (=Zeit entsprechend der Bedienungsanleitung) kam die "geladen"-Meldung. Die Akkuspannung war dann 20,9V und das Gerät läuft wieder. Wie weit die Kapazität nachgelassen hat, weiß ich (noch) nicht.

Nach jetzt ca. 1 Stunde ohne Benutzung ist die Spannung nahezu unverändert und der Akku ist kalt.

@Klaus: Es wird ja bei Akkus, die tiefentladen waren, von Brandgefahr gesprochen. Wie schätzt du die Gefahr in diesem Fall ein?

Dietrich

OP #7314801

Dietrich L. schrieb:

Wie weit die Kapazität nachgelassen hat, weiß ich (noch) nicht.

Jetzt weiß ich es: der Akku hat fast keine Kapazität mehr. Und er lässt sich auch nicht mehr laden: die Ladekontroll-LED blinkt rot wie am Anfang. Die Spannung am Akku ist jetzt 17V.

Damit ist die Aussage bestätigt: ein tiefentladener Li-Ion-Akku ist (normalerweise) hin und lässt ich nicht mehr regenerieren.

#7314906

Jetzt musst du nur das Glück haben dass das BMS den Tausch einer Zelle auch akzeptiert. Manche sind so gemein, dass beim Abklemmen einer Zelle das ganze Pack stillgelegt wird. Da gibt es die wildesten Workarounds (mit neuer Zelle parallel, dann erst die alte ablöten usw)

OP #7320180

Hier meine Rückmeldung: das Gerät läuft wieder!

Tatsächlich war eine Zelle platt (<1V) - die anderen 4 hatten noch über 4V. Zum Glück waren alle Anzapfungen herausgeführt, sodass ich ohne Zerlegen des Akkupacks messen konnte (wenn alle 5 Zellen hin gewesen wären, hätte sich der Ersatz kaum gelohnt) . Jetzt habe ich die kaputte Zelle ausgetauscht und es sieht alles gut aus. Mal abwarten, wie das Verhalten ist, und ob die anderen Zellen wirklich nicht geschädigt sind.

Danke für die Hilfe.

Thomas R. schrieb:

Jetzt musst du nur das Glück haben dass das BMS den Tausch einer Zelle auch akzeptiert.

Danke für den Tipp. Deshalb habe ich zur Sicherheit die kaputte Zelle während des Umbaus mit einem Labornetzgerät "ersetzt". Ob das nötig gewesen wäre, weiß ich so natürlich nicht...

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