[3D-Druck] FDM im Vergleich zu SLS

OP #7326792

in Vergangenheit habe ich immer bei Shapeways SLS Teile in PA2200 bestellt und war mit der Qualität recht zufrieden. Shapeways hat mir nach eine Pause jetzt ungefragt den Account gelöscht und offensichtlich wollen die jetzt auch 25Eur Versandkosten haben. Die Filiale in Holland scheint es noch immer zu geben. Mein anderer deutsche Lieferant lässt das Zeugs immer erst mal eine Woche lang liegen. Daher habe ich mich nach einem anderen Lohndrucker umgeschaut.

Die Wahl viel diesmal auf xometry.eu (scheint was anderes asl xometry.de) bei 4AT und 50 Euro Mindestbestellmenge. Allerdings haben die kein SLS sondern ABS im FDM Verfahren geliefert. Das war bei der Bestellung nicht sofort wirklich klar aber ich habe es absichtlich laufen lassen.

Die jetzt erhaltene Qualität ist aber unterirdisch. Das Teil ist ein Abstandsbolzen welcher in Längsrichtung bei einer definierten Kraft ausrasten soll. In PA funktionell kein Thema. Das ABS Teil zerbröselt aber wie Keks.

Das schwarze Teil geht von der Oberfläche her noch und auch das zweigängige Gewinde darin ist funktionell gangbar. Das weise Unterteil ist links einmal mehrfach gebrochen und rechts im unbeschädigten Zustand abgebildet. Die kleinen Federrasten krachen ab wie Keks. Die Oberfläche ist miserabel und selbst das große Teil oben ist bei mehreren qmm Kontaktfläche abgebrochen. Links oben am dem Langloch sieht man, daß sich eine ganze Schicht der Oberfläche ablöst nachdem das Ohr abgeknickt wurde. Innen/Aussendurchmesser vom weissen Teil ist 8/12mm. Teilweise kann man einzelne Fäden mit mehr als 5mm Länge daran abziehen.

Liegen die Defizite nun am Verfahren FDM, am Material ABS oder ist es einfach Murks was da vom Lohnfertiger (aus Polen) geliefert wurde ?

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Gast #7326802

Bei SLS kannst du generell deutlich bessere Qualität erwarten als bei FDM. Denke aber, dein Teil sollte auch in FDM machbar sein. Man sollte es aber so drucken, dass die Schichten nicht quer zur Biegerichtung liegen, wenn da irgendwelche flexiblen Teile/Rastzungen dran sind. Das hält auf Dauer nicht. Speziell beim weißen Teil auf dem Bild sieht man aber auch, dass dein Lieferant Murks geliefert hat. Das ist unterirdisch und geht auch mit FDM deutlich besser

Gast #7327070

Jlc und pcbway drucken dir inzwischen auch Sachen. Hab aber nur Erfahrungen mit jlc. Die Ergebnisse waren gut und sie haben mir sogar ein Teil kostenlos nachgedruckt, das defekt war, obwohl ich es auf eigenes Risiko unterhalb der Wanddicken designed hatte.

OP #7327152

Momentan bin ich bei materialise.com gelandet. Die machen SLS in 2AT, normal sind 5AT bei Einfärben 6AT und die Mindestbestellmenge sind leider 100 Euro. Bei kleinen Einzelteilen ist das zwar kein Schnäppchen aber besser wie wenn ich eine Woche verliere und das Zeugs für 50 Euro dann in die Tonne treten kann. Sterolithografie soll dort sogar in 1 AT gehen. Das habe ich vor vielen Jahren mal gemacht aber das probiere ich jetzt erst wieder aus wenns nicht wirklich eilig ist.

#7330293

Rechercheur schrieb:

Einfach mal selber beim Druckanbieter nachschauen!

Modell reinwerfen, Preis bekommen. Modelle bekommst Du bei Thingiverse nachgeworfen wenn Du selber keine hast.

z.B. https://craftcloud3d.com/

Rechercheur schrieb:

so mal ein Beispiel mit Bauvolumen 100x100x15mm aber darin ein runder "Teller" als Bodenschoner für Rollen, nur so als Beispiel

Oh okay... ganz schön gesalzen die Preise. Aber gut, man hat keine Arbeit damit, braucht selbst keinen Drucker... Aber dennoch. Meine Weiche die ich da hatte kostet mich inkl. Strom und Materialkosten in PLA ca. ~0,76€

Aber wie gesagt, wenn man keine eigenen Drucker hat ist das natürlich fair.

Rechercheur schrieb:

Modelle bekommst Du bei Thingiverse nachgeworfen wenn Du selber keine hast.

Ja doch doch, ich habe selbst ein Gewerbe in dieser Richtung.

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