Ich bin Hobby Elektonik-Bastler und habe gerade eine AB Endstufe fertig gestellt.
Sie sollte lt. Schaltplan 130 Watt haben.
Kurz und gut alles gebaut und getestet. Mein problem ist, das bei der Messung RMS von 74,4 V angezeigt werden. 1kHz - 3,43VPP
P = Ueff²/RL wäre dann 74,4 x 74,4 / 3,9 Ohm =~ 1420 Watt
Was heisst 74,4V ? Betriebsspannung, Vpp am Ausgang, hinter einer Spule ? Wie weit hast du die Endstufe aufgedreht ?
Fur die korrekte Ermittlung der Verstärkerleistung benötigt man eine Klirrfaktormessung, das könnte heute ein PC mit Soundkarte, und eine Temperaturmessung (Trafo, Kühlkörper) z.B. per Infrarotthermometer.
"Die offizielle Sinusleistung nach DIN 45500 (von 63 Hz bis 12,5kHz, heute DIN EN 61305, professioneller DIN EN 60283) wird über 10 Minuten gemessen mit 1kHz aller Kanäle bis 1% Klirrfaktor an rein ohmscher Last ausgesteuert. Bei mehr als 1kHz schafft nicht mehr jeder Verstärker die volle Leistung, man kann aber weniger nehmen, wie 400 oder 50Hz, wenn das eigene TrueRMS-Messgerät keine 1kHz schafft. Mehrwege-Lautsprecher würden durch Sinus zerstört, man misst daher Lautsprecher mit rosa Rauschen von 20Hz bis 12,5kHz (-3dB Punkte) einen RMS Wert. Da mathematisch ideales Rauschen unendlich hohe Spitzen enthält, wäre die rms-Leistung von Verstärkern 0, denn sie schaffen diese Spitzen nicht, Leistungsmessung per Rauschen macht also bei Verstärkern keinen Sinn, zumal man beim statistischen Rauschen die Verzerrungen (Klirr) nicht messen könnte. Die Musikleistungsangabe nach DIN 45500 ist ähnlich wie PMPO Unsinn. Das FTC (federal trade commission) rating wird von 20Hz-20kHz bei 0.1% THD an allen Kanälen gemessen, ist heute also die angemessendste Methode. In den 80er Jahren gab als Gegenstück zur DIN 45500, aus Japan die EIAJ, die Vereinigung der japanischen Elektronikindustrie. Die Messmethode für die Messung von Verstärkerleistung war echt amüsant: Das Testsignal, ein Rechteckimpuls, hatte ein Puls/Pause Verhältnis von 1:20. Klar, daß die Verstärker, die nach dieser "Norm" gemessen wurden, astronomisch hohe Wattangaben hatten, der Klang dagegen war meist bescheiden.
Minimum RMS Output Power 8 Ohm, 20Hz to 20kHz, 0.019% THD: 85W+85W
Maximum Output Power (EIAJ) 1kHz, 10% THD: 8 Ohm/6 Ohm 130W / 150W
Dynamic Power (IHF) 8/6/4/2 Ohm: 130/150/185/220W
DIN Standard Output Power 4 Ohm, 1kHz, 0.7% THD: 120W
IEC Output Power 8 Ohm, 1kHz, 0.019% THD: 100W
Beitrag "Re: PMPO gibts noch immer" sagt: IHF-A -> 1kHz Burst 20ms mit 500ms Interval, das ist der Bezugslevel -> 1/8 bandbegrenztes rosa Rauschen. Entspricht normaler Musik mit gelegentlichen Eingriffen durch den Limiter. Das sollten normale Endstufen bis 45 GradC können. -> 1/3 bis 1/2 Sinus 1kHz 30min -> das sollten EVAC Systeme bei 55 GradC für 30min können."
Sie sollte lt. Schaltplan 130 Watt haben.
Kurz und gut alles gebaut und getestet. Mein problem ist, das bei der
Messung RMS von 74,4 V angezeigt werden. 1kHz - 3,43VPP
Das klingt alles recht wirr. Vielleicht kann Dein Meßgerät 1 kHz nicht messen. Fang doch zunächst mit 50 Hz an und gehe dann nach oben.
Du darfst das Ausgangssignal auch nicht übersteuern. Dann machst Du aus dem Sinus ein Rechteck.
P=U²/R
U=Wurzel(PxR)
= 22,5 Veff
Der Spitzenwert beträgt dann 22,5 Veff x 1,414 = 31,8 V.
mfg Klaus
Das passt nicht zusammen. Für 130W@4Ohm braucht man 23V(eff) bzw. 65V(ss). Dazu die Restspannung der Endtransistoren, braucht es bei Vollast +/- 35V-DC.
Aus den 15V-AC werden nach Daumenfaktor knapp 18V-DC. Mit der gegebenen Versorgung sollten 30 Watt gehen.
Das sind bestimmt so hochwertige magnetische Leitungen...
Da wird so wenig Eisen drin sein, dass man schon einen sehr starken Magneten braucht. Diese Gelumpe besteht doch nur aus dickem Plastik mit drei hauchdünnen Leiterchen.
Ich habe nur das zur verfügung, bin aber um jeden Tip froh.
Bist Du wirklich so naiv und hilflos?
Wer einen Verstärkerbausatz befingert, hat zumindest einen Lötkolben. Damit darfst Du gerne zwei ordentliche Kupferkabel an den Last-Widerstand löten und diese am Verstärker in seine Klemmen schrauben oder anlöten.
Dann miss mal den Widerstand deiner Krokostrippen.
Dazu werden wohl die Grundlagen fehlen, Vierpolmessung.
Gebhard könnte die Spannung direkt am Lastwiderstand messen und zum Vergleich an der Leiterplatte des Verstärkers, da würde ich einen erkennbaren Unterschied erwarten.
Stromquelle Ringkerntrafo 300 VA, 2x 15 V, 2x 10,0 A gesiebt,
gleichgerichtet bekommen -20V 0V +20V (40,8V).
Das ist dann Leerlauf, unter Last sind das wieder -15V 0V +15V
Wie soll damit 74V~ erzeugt werden?
Effektiv können damit etwa 10V~ erzeugt werden.
Hauptsache, der Verstärker bleibt thermisch stabil und die favorisierten Kühlkörper reichen auch in der warmen Jahreszeit aus. Sonst gibt es unliebsame Überraschungen und das Lager für Transistoren muß geplündert werden. Bei der geringen Betriebsspannung dürfte die Anordnung eine ganze Weile überleben.
a sicher - 1:1 Tastkopf genommen, und 1:10 Einstellung am Oszi-Kanal
gemacht - oder ähnliche Späßchen ...
Danke!! Das wars denke ich. Am Tastkopf war die Einstellung auf X1 und
nicht auf X10. Jetzt sieht die Messung anders aus.
Noch ein Tipp, ein Oszilloskop ist niemals ein Messgerät. Auch wenn die Kurvenform noch so gut dargestellt wird, und lustige "Mess"werte auf dem Display erscheinen.
Sehr hochwertige Geräte machen das schon ganz ordentlich, ersetzen aber niemals ein wirkliches Messgerät. Bei Hobbygeräten werden allenfalls grobe Richtungen angegeben.