auf einer Platine habe ich ein mir unbekanntes Bauteil gefunden, siehe Foto. Es hat die Abmessung von ca. 8,5 x 3 mm, Höhe ca. 1,8 mm.
Es sind mehrere davon vorhanden, bei einigen messe ich Durchgang bei andern unendlichen Widerstand. Das kann aber auch durch die weitere Schaltung bedingt sein.
Sieht aus wie eine Induktivität, dazu passt aber nicht der von Dir angegebene "unendliche" Widerstand.
Kondensatoren gibt es in der Bauform auch, die sind aber üblicherweise bräunlich.
Offenbar ist das irgendeine Leistungeelektronik (erkennt man an den fetten FETs von Infineon), mach doch mal ein /etwas/ weniger stark beschnittenes Bild, so daß man erkennen kann, wer die FETs ansteuert.
Das ist ein SMD-Entstörfilter. Da ist aber eine Impedanz von 100 Ohm angegeben, das passt nicht zum gemessenen Durchgang mit 0,x Ohm.
Andererseits könnten die Filter ohne Durchgang (unendlicher Widerstand) einfach durchgebrannt sein.
Die Platine steuert einen kleinen Motor, der auf dem Foto gezeigte Schaltungsteil mit dem unbekannten Bauteil liegt in der Nähe des Motoranschlusses. Die rechteckigen ICs sind Leistungstransistoren.
Da ist aber eine Impedanz von 100 Ohm
angegeben, das passt nicht zum gemessenen Durchgang mit 0,x Ohm.
Das ist die Impedanz bei einer hohen Frequenz, bei dem von dir angegebenen Bauteil bei 100 MHz. Der Gleichstromwiderstand ist sehr viel niedriger, bei deinem Bauteil max. 15 mOhm.
Dann könnte das ja tatsächlich so ein Entstörferrit sein. Zum Testen könnten ich die Bauteile mit unendlichem Widerstand mit Fädeldraht überbrücken und sehen, ob der Motor dann wieder läuft.
Also, die Vermutung, dass es ein Ferrit ist, war offenbar richtig:
Ich habe die beiden Bauteile ohne Durchgang mit Fädeldraht überbrückt und siehe, der Motor läuft.
Jetzt werde ich Ferrite mit passender Abmessung kaufen und diese einbauen. Ich hoffe, dass die tatsächlichen Bauteilwerte für die Funktion nicht besonders relevant sind und mein WLAN nach dem Tausch noch funktioniert.
Jetzt werde ich Ferrite mit passender Abmessung kaufen
Ich würde (wenn ich kein Induktivitätsmessgerät, sondern nur ein Multimeter hätte) welche mit passenden Abmessungen und vor allem: passendem Widerstand(!) nehmen.
Und zur Not erkennbar mit dickem Draht bewickelte SMD-Induktivitäten drauflöten. Solche Multilayer-Induktivitäten wie die Murata BLM sind da sehr wahrscheinlich die falsche Wahl.
Wenn sie es wirklich sind. Aber wir wissen: Wer misst, misst mist.
A) ist es schon eher unwahrscheinlich ein Bauteil in einer bestehenden Schaltung als hochohmig zu messen, als es als niederohmig falsch zu messen. Ein hochohmiges Bauteil, welches niederohmig geworden ist, wird durch weiteres drum herum selten noch hochohmiger...
B) wenn man es dann überbrückt und der Verbraucher wieder funktioniert, ist das ja keine weitere Messung ...