Moisture Sensor 1.2 oder 2.0?

OP #7421950

Hi,

ja zumindest was die Beschreibung anbetrifft ..Danke. Ich habe inzwischen einen Beitrag gefunden und der bestätigt, was ich ahnte. Beide Sensoren sind gleich. Die 2.0 hat keine inhaltliche Bedeutung. Allerdings warnt der Ersteller des Beitrages vor Sensoren bei denen der Spannungsregler für den Ausgang weg gelassen wurde. Sie haben die gleiche Bezeichnung haben aber am Ausgang dann mehr als 3 Volt. Er hat noch weitere Unterschiede (falscher 555) entdeckt, die die Dinger unbeauchbar machen, weil sie unmögliche Werte bringen.

https://m.youtube.com/watch?v=IGP38bz-K48

liebe Grüße und frohe Pfingsten

Matthias

(Firma: Q3) #7422358

Allgenmeiner Hinweis:

Von Adafruit gibts unter dem Label "Stemma" nahzu identisch aussehende kapazitive Feuchte-Sensoren, die ein I2C-Interface haben. Somit kann man die Messwerte direkt auslesen und das "Master-System" muss keine Rechenleistung aufwenden, die Impulse selber zu zählen ...

OP #7423328

Hi Frank,

Danke für den Hinweis aber fast 14 Euro gegen 2.70 Euro hat für mich keinen Mehrwert. Für kleinere Projekte bei denen mehrere Sensoren an einen ESP oder Arduino angeschlossen werden sicher eine Möglichkeit.

Aber ich habe 50 Stûck gekauft, Dazu 50 ESP 8266 für 60 Cent Stck. Und dann fand ich noch einen Beitrag, wie man die Sensoren so umbaut, dass sie weniger Strom verbrauchen und mit einer Batterie Knopfzelle 2032 lange laufen. Das kombiniert mit dem Schlafmodus des ESP lässt mich hoffen, dass ein Sensor autark ein halbes Jahr arbeitet. Gesamt bin ich bei ca 190 € für 50 Sensoren mit ESP und Batterie und kann damit bald 25 Hochbeete überwachen. Bei den Sensoren von Adafruit hätte ich am Ende mehr als 700 Euro bezahlt (Bürgergarten " Helle Oase" in Berlin - Hellersdorf)

Trotzdem Danke nochmal für den Hinweis.

Matthias

(Firma: Q3) #7423335

Matthias Z. schrieb:

Hi Frank,

Danke für den Hinweis aber fast 14 Euro gegen 2.70 Euro hat für mich keinen Mehrwert. Für kleinere Projekte bei denen mehrere Sensoren an einen ESP oder Arduino angeschlossen werden sicher eine Möglichkeit.

Ok, alles klar. Bei einer solchen Menge zählt natürlich jeder Cent ...

Falls du Hilfe brauchst, die Daten in einer Datenbank zu sammeln und/oder grafisch auszuwerten, können wir ja nochmal reden :-)

(Firma: Q3) #7423337

Rainer W. schrieb:

Frank E. schrieb:

... und das "Master-System" muss keine Rechenleistung aufwenden, die Impulse selber zu zählen ...

Die o.g. Sensoren geben einen Analogwert aus. Was willst du da zählen? Ansonsten überlässt man das Zählen eher einer HW-Einheit und nutzt den Prozessor für tiefsinnigere Aufgaben.

Weiter oben war die Rede von einem NE555. Soweit ich weiß, ist das ein doch Zähler/Comparator/Trigger ... jedenfalls nichts analoges ... ? Aber vlt. hab' ich was übersehen.

#7423349

Frank E. schrieb:

Weiter oben war die Rede von einem NE555. Soweit ich weiß, ist das ein doch Zähler/Comparator/Trigger ... jedenfalls nichts analoges ... ? Aber vlt. hab' ich was übersehen.

Hast du.

  1. Es ging um das Ausgangssignal des Moisture Sensor 1.2/2.0. Was der NE555 für ein Baustein ist, spielt gar keine direkte Rolle.

n.b. Der NE555 ist bestimmt kein Zähler - das Datenblatt verrät mehr ;-)

  1. Du hast wahrscheinlich das Funktionsprinzip des Sensors gar nicht verstanden. Der Moisture Sensor 1.2 verwendet den TLC555 (CMOS-Version des NE555) nur als Festfrequenzoszillator. Dessen Frequenz zu messen wäre also denkbar uninteressant. Die Umwandlung der Bodenfeuchte erfolgt über einen Tiefpass, dessen Grenzfrequenz unterhalb der des Oszillators liegt. Der Tiefpass aus einem Festwiderstand und der Bodenkapazität verschiebt, abhängig von der Bodenfeuchte, seine Grenzfrequenz. Entsprechend ändert sich die Amplitude des Signals hinter dem Tiefpass, die über so etwas wie einen Spitzenwertgleichrichter als analoges Ausgangssignal des Sensors ausgegeben wird und z.B. mit einem µC per ADC gemessen werden muss.
OP #7423358

Sorry

aber ich habe es eher so verstanden, dass am Ausgang eine Spannung gemessen werden kann, die bei dem Sensor zwischen 1.5 Volt und 3 Volt liegen kann und keine Frequenz? Die wird dann beim ESP32 wie üblich als analoge Wert zwischen 0 und 4096 ausgegeben. Beim Arduino von 0 bis 1023?

liebe Grüße

Matthias

(Firma: Q3) #7423374

Ein analoges Signal aus einer Sensoreinheit über größere Entfernungen weiter zu geben ist m.E. die technisch denkbar ungünstigste Variante, weil dann z.B. die Leitung u.v.a. eine unvorhersehbare Rolle mitspielt und eben extern zusätzlicher Aufwand zur Digitalisierung getrieben werden muss.

Deshalb favorisiere ich prinzipiell Sensoreinheiten, die ein "fertig" digitalisiertes Ausgangssignal abgeben. Quasi alle Sensoren (Wandler nicht elektrischer Größen in elektrische Größen) arbeiten ja zunächst analog. Deshalb finde ich es wichtig und vorteilhaft, so dicht dran als möglich zu digitalisieren ...

#7423388

Frank E. schrieb:

Ein analoges Signal aus einer Sensoreinheit über größere Entfernungen weiter zu geben ist m.E. die technisch denkbar ungünstigste Variante, weil dann z.B. die Leitung u.v.a. eine unvorhersehbare Rolle mitspielt

Es handelt sich bei den Feuchtewerten quasi um Gleichspannung, d.h. mögliche Störungen können fast beliebig herausgefiltert werden, solange du es nicht fertig bringst, die Sensoren so ungünstig zu verdrahten, dass irgendwelche "Großverbraucher" durch Spannungsabfall auf der Ground-Leitung zu Potentialverschiebungen führen. Und nein, für 100m-Leitungen ist das nicht geeignet - genauso wenig wie I²C. Aber für ein paar Blumentöpfe auf der Fensterbank ist das schon ok.

Gast #7423410

Matthias Z. schrieb:

Dazu 50 ESP 8266 für 60 Cent Stck. Und dann fand ich noch einen Beitrag, wie man die Sensoren so umbaut, dass sie weniger Strom verbrauchen und mit einer Batterie Knopfzelle 2032 lange laufen.

Habe ich dich richtig verstanden, du willst ESP8266 Module mit CR2032 Knopfzellen betreiben? Und dann auch noch 50 Stück?

Hast du das wenigstens vorher ein paar Wochen lang ausprobiert?

Gast #7423411

Frank E. schrieb:

Weiter oben war die Rede von einem NE555. Soweit ich weiß, ist das ein doch Zähler/Comparator/Trigger ... jedenfalls nichts analoges ... ? Aber vlt. hab' ich was übersehen.

Ja, den Schaltplan. https://miltschek.de/article_2022-06-26_Soil+Moisture+Sensors.html

Schau mal, was die dort mit dem Ausgang des NE555 anstellen.

In dem Video siehst du, welches analoge Signal dabei heraus kommt: https://m.youtube.com/watch?v=IGP38bz-K48

(Ich habe die links aus den ersten Beiträgen dieses Threads kopiert)

#7423762

Peter N. schrieb:

Ich habe es schon oft erlebt, daß sich ein 555 unberechenbar benimmt, wenn man den Kondensator von Pin 5 nach GND wegläßt.

Und hast du auch ergründet, warum? Normalerweise funktioniert ein Spannungsteiler aus Widerständen auch ohne Kondensator. Bist du sicher, dass du einen Abblockkondensator für die Versorgung drin hattest.

Beitrag #7423924 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #7423925

Stefan F. schrieb:

Habe ich dich richtig verstanden, du willst ESP8266 Module mit CR2032 Knopfzellen betreiben? Und dann auch noch 50 Stück? Hast du das wenigstens vorher ein paar Wochen lang ausprobiert?

Hi Stefan

Ja das ist Korrekt mit dem erwähnten Mod....Ich habe natürlich erst mal 3 Stück seit Januar laufen und jetzt den Rest bestellt, denn die die ESP Mini waren gerade für 57 Cent das Stück zu haben.... Jeder der Sticks läuft Autark. Die Daten kommen über MQTT in NodeRed, gehen von da zur Influx Datenbank und dann zu Grafana. Der Plan ist nächstes Jahr die fertige Oberfläche mit 25 Beeten präsentieren zu können. Bei der Knopfzelle überlegen wir noch, wegen der Nachhaltigkeit einen kleinen LiPo Akku zu nehmen, wenn Geld da ist. Zweites Problem ist die Reichweite des WLAN Signals. Wir experimentieren da gerade noch. 10 Meter geht schon aber wir wollen 20 Meter im Freifeld. Da machen 3 Volt dann doch noch Probleme.

https://thecavepearlproject.org/2020/10/27/hacking-a-capacitive-soil-moisture-sensor-for-frequency-output/

#7423953

Matthias Z. schrieb:

Ich wusste nicht, das der ESP32 Frequenzen direkt auswerten kann?

Ich wüßte keinen MC, der sowas nicht kann. Zählen ist quasi die Lieblingsaufgabe eines jeden MCs. Jeder MC hat mindestens einen HW-Timer und oft eine ziemlich genaue Zeitbasis mit Quarz.

Bei 50 WLAN Teilnehmern hätte ich allerdings meine Zweifel, daß das stabil funktioniert. Ich würde als Sensor je einen ATtiny25 programmieren, der die Kapazität mißt und seriell an einen Master überträgt.

OP #7425267

Hi Danke für die Info. Meinst du mit den 50 Sensoren den WLAN Durchsatz? An jeden Sensor kommt ein ESP der die Daten per MQTT zweimal am Tag dann an Homeassistent --> NodeRed überträgt und von da weiter an InfluxDB--> Grafana. Ich sehe da keinen Engpass. HomeAssistent läuft auf einem Intelrechner in Proxxmox.

liebe Grüße Matthias

#7425295

Steve van de Grens schrieb:

Ich habe hier mehrmals gelesen, dass die zuhause üblichen WLAN Router nicht so viele Clients gleichzeitig unterstützen.

Gelesen oder mal ausprobiert? Vielleicht ist es so, dass, wie bei den chinesischen Bauteilbeschreibungen, jeder was falsches vom anderen abschreibt? Ich habe hier momentan 46 Clients an einer Fritzbox 7490 ohne Probleme seit Monaten hängen. Manche senden ihren Status per MQTT alle Minuten. Ach, und es ist ein Repeater als Mesh ins WLAN mit eingebunden.

Gast #7425386

Helmut -. schrieb:

Gelesen oder mal ausprobiert?

Gelesen, nicht ausprobiert.

Vielleicht ist es so, dass, wie bei den chinesischen Bauteilbeschreibungen, jeder was falsches vom anderen abschreibt?

Das ist ein valides Argument.

Ich gehe mal davon aus, dass die Geräte bei Batteriebetrieb eh nicht ständig online sind. Da kann man sich notfalls was ausdenken, um zu verhindern, dass sie alle gleichzeitig aufwachen.

OP #7425901

Hi

Ja, ich habe auch im Heimnetz 54 Geräte. Die senden und empfangen ja nicht alle gleichzeitig. Manche bilden ein Mesh. Ich sehe da eher keine Probleme wenn 50 Feuchtesensoren zwei bis 3 mal am Tag zeitversetzt ihre Daten senden und sonst im Deep Sleep stecken...

liebe Grüße Matthias

OP #7425915

Hi und Ähhh,

Arduino hat kein WLAN. Wenn ich nur gießen wollte, wäre das eine Option. Ich will aber eine Webseite auf unserem Server die jeder unser Gärtner*innen abrufen kann um zu sehen ob ihr Beet gegossen werden muss. Bei einigen Versuchsbeeten gehen wir weiter. Die bekommen einen Wassertrog über Beethöhe und erst mal nur einen mechanischen Hahn. Später soll ein Magnetventil arbeiten. Das heisst die beiden Sensoren im Beet melden sich wenn es zu trocken ist und wenn beide das Gleiche melden, geht das Signal per MQTT an den 3. ESP und der öffnet dann das Ventil für X Minuten. Mach das mal mit nem Arduino. Da kostet die sichere Verdrahtung und WLAN Modul für den Arduino mehr als die Sache wert wäre. Der Arduino verbraucht auch mehr Strom und selbst der Mini ist größer und viel teurer als ein ESP Mini. So habe ich dann drei autarke ESP. Zwei als Sensor beliebig einsteckbar und eins für das Magnetventil....

mit freundlichem Gruß

Matthias

(Firma: Q3) #7426809

Wichtiger Hinweis, durch eigene Erfahrung: Wenn Boden bzw. ein Feld/Beet auf "natürliche" Art gegossen wird (Regen), dann passiert das meist sehr gleichmäßig. Entsprechend gleichmäßig wird das Wasser vom Boden aufgenommen und verteilt ich auch, so dass man dem Ergebnis des Feuchtesensor halbwegs vertrauen kann.

Wird ungleichmäßig manuell gegossen oder ungeschickt das Wasser ausgebracht, hat das, was der Sensor meldet nur noch Bedeutung für seine direkte Umgebung. Wasser, solage es keine Fluten sind, verbreitet sich in den oberen Bodenschichten so gut wie nicht horizontal ...

OP #7426953

Danke Frank für den wichtigen Hinweis.

Meist gießen wir mit Brause, also so als wenn es regnet. Im Moment bauen wir in ein Beet ein Microdripsystem ein, welches aus einem über dem Beetboden stehenden Wasserbehältnis versorgt wird.

Einige Hochbeete sind Wicking Beete, siehe unseren Beitrag: https://helleoase.wordpress.com/2019/10/25/wicking-beete/

Des weiteren experimentieren wir mit Ollas ... https://www.smarticular.net/ollas-selber-bauen-bewaesserungssystem-garten-hochbeet/

Das heißt wir müssen experimentieren, wo die Sensoren am Besten stecken müssen und ob wir mehr brauchen.

Das wird spannend und ich freue mich das mit meinen Kumpanen ausbaldowern zu können.

liebe Grüße Matthias

und eh ich es vergesse, kommt einfach mal vorbei wenn Zeit ist. Kaffee gibts bei uns immer! Wo steht im Artikel zum Wicket Beet.

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