Gold-Cap < 1F laden

Gast #7424504

Moin vom Neuen, der natürlich auch keine Ahnung hat.

Zum Gold-Cap habe ich ein paar Verständnisfragen. Gold-Cap 5,5V 1F lässt sich mit 5,4V laden und über einen 300 Ohm Widerstand entladen. Zeit 3 Minuten.

Gold-Cap 5,5V 0,63F lässt sich gar nicht erst laden. Also alle Gold-Caps mit 5,5V und kleiner 1F: Ich habe eine feste, gleichgerichtete und geglätte Stromversorgung von 5,4 V.

Wäre jemand so freundlich und kann mir dieses Phänomen erklären und vor allem eine Lösung geben wie ich auch unter 1F laden kann?

Danke

PS: Das System hat gemeckert und meinte ich soll noch mal anfangen.

Graf K. schrieb:

Wäre jemand so freundlich und kann mir dieses Phänomen erklären und vor allem eine Lösung geben wie ich auch unter 1F laden kann?

Das Phänomen heißt vermutlich Verdrahtungsfehler. Ansonsten ist die Kapazität in diesem Kontext nicht entscheidend über Erfolg oder Misserfolg. Oder die anderen Kondensatoren sind schlicht kaputt.

Wie hast du denn den Kondensator genau geladen? Über 300 Ohm an 5,4 Volt? Und wie hast du gemessen?

Ein Foto vom konkreten Aufbau wäre ganz sinnvoll.

Persönliche Seite

Graf K. schrieb:

Gold-Cap 5,5V 0,63F lässt sich gar nicht erst laden.

Kann 2 mögliche Ursachen haben:

  1. er hat einen Kurzschluss oder niederohmigen Nebenschluss, nimmt also ständig Strom auf ohne dass die Klemmenspannung steigt, oder
  2. er hat Kapazität verloren, nimmt also keinen Strom auf, die Klemmenspannung liegt sofort in voller Höhe an.

Das kannst du wärend des (versuchten) Ladevorganges messen.

Gast

Ein Foto vom konkreten Aufbau wäre ganz sinnvoll.

Darf es auch ein Schaltplan sein? Foto liegt auch bei.

Der Hintergrund. Ich fahre nur Fahrrad und habe in den Jahren, und mit der letzten Novellierung der StvZo 2019 mein Rad mit 12 Volt Hauptfahrscheinwerfer, Rücklicht, Stopplicht und Fahrtrichtungsanzeiger nachgerüstet. Betrieben wird alles über einen 12V LiPo der von seiner Kapazität voll und ganz ausreichend ist. Er würde noch weiter reichen, wenn mir das Blinkrelais nicht so langsam aber sicher den Akku leerziehen würde. Die Relais sind im Dauerbetrieb und über die Schalter wird dann links oder rechts angesteuert. Damit ich im Stand nicht immer sämtliche Kontakte lösen muss, und um die Verluste zu begrenzen und unter dem Bick das da noch mehr kommen wird (USB Unterstützung) habe ich mir die Schaltung zusammen gelesen. Nach einigen ärgerlichen Fehlversuchen, Betriebsspannung ohne Verbraucher bis 40 Volt am Dynamo, unzureichend abgesicherte Lichtplatinen > 20 Volt, usw. sieht das Ergebnis temporär so aus. Der Gold-Cap hat die Aufgabe den Kontakt auch im Stillstand aufrecht zu halten. Der 1F macht das auch gerne für fast eine viertel Stunde. Mit dem Widerstand 300 Ohm wird alles nach ca. 3,5 Minuten abgestellt. Und da kam mir eben die Idee einen kleineren Gold-Cap, von denen ich aus älteren, funktionieren Radlampen genügend habe, zu verwenden. Nur alles unter 1F wird nicht akzeptiert. Im Betrieb fliest Strom, im Stillstand bricht schlagartig alles auf kleiner 1 Volt zusammen, und zwar bei allen Gold-Cap. Mit einem einfachen Kondensator z.B. 10V 1.000 F habe ich noch nicht probiert. Ich möchte gerne dank Masse bei den Gold-Caps bleiben.

Angehängte Dateien:

Ein 1F Goldcap hat etwa 100R Innenwiderstand, kleinere entsprechen mehr. Da fällt wohl an dem 300R nicht mehr ausreichend Spannung ab, den FET durchzuschalten. Die Spannung sinkt auch nur langsam, das kann je nach Laststrom den FET killen.

Gast

Peter D. schrieb:

Die Spannung sinkt auch nur langsam,

Das ist mir aufgefallen. Wie kann ich das vermeiden? Das mit dem inneren Widerstand werde ich probieren. Einfach den 300er rauswerfen und den Gold-Cap tauschen. Dann müsste es doch funktionieren?

(Firma: Privat)

von Peter D. schrieb:

Da fällt wohl an dem 300R nicht mehr ausreichend Spannung ab, den FET durchzuschalten.

Das vermute ich auch.

Das soll also so eine Art primitiver Timer sein. Das geht im Prinzip auch mit Elkos, wenn du statt den 300 Ohm Widerstand, Widerstände im Megaohmbereich benutzt.

Die Spannung sinkt auch nur langsam, das kann je nach Laststrom den FET killen.

Es gibt auch Schmitt-Trigger mit FET-Eingang, dann hat man das Problem nicht, zum Beispiel der CD4093. Und da dann noch ein Transistor nachschalten.

Gast

Danke für die Hinweise zum Plan. Das muss ich auch noch lernen. In den Rest muss ich mich dann noch einlesen, beschaffen und dann probieren. Lernen durch machen?

Graf K. schrieb:

wenn mir das Blinkrelais nicht so langsam aber sicher den Akku leerziehen würde. Die Relais sind im Dauerbetrieb

Wozu soll das gut sein? Würde mich jdf. im Auto wahnsinnig machen, das permanente klacken des Blinkkerrelais; außerdem hält so ein Relais auch nur eine begrenzte Anzahl an Schaltvorgängen aus. Wenn das Teil 1x pro Sekunde schaltet und Du täglich nur 1h unterwegs bist, dauerts kein volles Jahr, dann hast Du die erste Million geschafft.

über die Schalter wird dann links oder rechts angesteuert.

Der Schalter hat ja wohl auch eine (Mittel)stellung in ders weder links noch rechts blinkt; damit könnte man auch das Relais ausschalten, wenn man gar nicht blinken will.

Gast

Warum das so ist weis ich nicht. Fakt ist sie stehen ständig unter Spannung. Mit dem Schalter fürs Blinklicht wird nur die Richtung des Stromflusses geändert. Das Klacken wird auch dann erst erzeugt. Es ist unerheblich ob man ein Markenrelais aus dem Fachhandel oder ein NoName Gerät aus dem Netzt nimmt. Sie arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip. Die Erfahrung machte ich als ich für meinen Aufbau einen kleinen Signalgeber suchte der nicht in diesem eckigen klobigen Gehäuse sitzt. BilD: 1466010 Blinkgeber 2

https://www.elektronik-labor.de/Lernpakete/Schaltung/Grundschaltungen7_6.html

Verzögerter Berührungsschalter

Kann ich das als Nachlaufsteuerung verstehen? Weil da hätte ich noch einen Uralten Entwurf aus der Zeit als in den KFZ die Innenbeleuchtung verzögert erlosch. Und den habe ich verstanden. Bild: Timer_IMG_0714

Angehängte Dateien:
Gast

Das war eine Z-Diode die absolut überflüssig war. Es viel mir aber erst nach der Aufnahme auf und ich habe noch keine Neue Aufnahme, mit den abgekniffenen Drähten, gemacht.

Graf K. schrieb:

Mit dem Schalter fürs Blinklicht wird nur die Richtung des Stromflusses geändert. Das Klacken wird auch dann erst erzeugt.

Schaltung 1: Dieser Blinkgeber (unter "Blinkrelais" verstehe ich die alten mechanischen Teile) wird nur betromt wenn der Blinkerschalter geschlossen ist.

Schaltung 2: Einer der Transistoren ist furchtbar gezeichnet, außerdem fehlen die Emitterpfeile. Der Elko ist immer noch verpolt (beim alten Schaltzeichen ist die weiße Platte +)

Gast

Ich möchte mal zu meiner ursprünglichen Frage zurückkommen. Laden von Gold-Cap mit einer Kapazität < 1F gelingt mir nicht. Das ein Kondensator defekt sein könnt, ja. Aber vier Stück und nur die Kleinen, halte ich doch für unwahrscheinlich.

  • Die sind kaputt, oder

  • Dein Spannungsregler kommt mit dem Kurzschluss nicht klar und schaltet ab, oder

  • du misst Mist, z.B. weil du sagst "der lädt nicht auf", aber du merkst es nur weil dein FET nicht schaltet, was an anderen Problemen mit der Schaltung liegt.

  • Nimm eine feste Spannung von z.B. 5V,

  • einen Vorwiderstand von 100R 0,25W oder so

  • den Goldcap dran,

  • Messgerät parallel

  • sonst nix.

Rudi R. schrieb:

Wäre jemand so freundlich und kann mir dieses Phänomen erklären

Rudi R. schrieb:

Darf es auch ein Schaltplan sein? Foto liegt auch bei.

Du hast einen konventionellen SCHALTREGLER nach einem Dynamo, also einer Stromquelle.

Das funktioniert nicht zuverlässig. Wenn die Last zu niederohmig ist verharrt die Schaltung im lock up.

Rudi R. schrieb:

im Stillstand bricht schlagartig alles auf kleiner 1 Volt zusammen, und zwar bei allen Gold-Cap

Hmm, im Stillstand arbeitet aber der Dynamo nicht.

Du möchtest auch gar nicht die Energie aus dem Goldcap holen, sondern deiner 12V LiFePo4. Der Goldcap ist nur ein völlig überzogener Speicher für die Gate-Spannung eines MOSFET. Da tut es ein viel kleinerer Kondensator, und der braucht such keine starke Stromversorgung. Es tut für 10 Sekunden:

1
Gleichrichter--10k--+----+----+-- G MOSFET
2
                  + |    |    |
3
                  1uF 10MOhm ZD5V6
4
                    |    |    |
5
Gleichrichter-------+----+----+-- S

Da ich irgendwie befürchte dass dein Schaltplan nicht alles zeigt, sondern nach dem Gleichrichter noch anderes dran hängt, darf vor den 10k Widerstand noch eine 1N4148 Diode.

So doll ist aber auch diese Schaltung nicht, da der MOSFET nicht schlagartig aus geht. Ich würde mehr Aufwand treiben mit einer Komparatorschaltung.

Peter N. schrieb:

Im Schaltplan ist der Gleichrichter falsch angeschlossen und der Goldcap verpolt!

Das auch noch.

Und es weiss niemand, ob es überhaupt ein LogicLevel MOSFET ist, der sich mit 5V schalten lässt.

Rudi R. schrieb:

Vielleicht klärt das eure offen Fragen?

Nicht wirklich.

Die Frage lautet: warum schreibt jemand so einen Stuss zusammen, jemand der von Elektronik nicht den leisesten Schimmer hat ?

Wenn dein 1.8Ah Akku deine Lampe 18 Stunden leuchten lassen kann, braucht deine Lampe keine 100mA also unter 1.2 Watt, was für moderne LED auch völlig ausreicht.

Diese Spannung kann man problemlos aus einem 6V/3W Nabendynamo generieren, sogar 50% Verlust könnte man sich erlauben, niemand braucht den Akku. Auch nicht für die 50mA Dauerstromverbrauch des Blinkgebers, denn wenn man es richtig macht, braucht der 0. Der GoldCap als zeitbestimmendes Bauteil am MOSFET Gate ist wahnwitzig, normalerweise speichert so ein GoldCap den ganzen Strom fürs Standlicht, nicht bloss eine zusätzliche Steuerspannung.

Na ja wer 150 EUR für eine Fahrradlampe ausgibt (die ihm dann von der Funktion nicht gefällt so dass er aufrüsten muss) dem ist eh nicht zu helfen. Das ist eine LAMPE, kein SmartPhone. Mein ganzes Fahrrad kostete nur das doppelte.

Typisch Rudi Ratlos schrieb:

Er würde noch weiter reichen, wenn mir das Blinkrelais nicht so langsam aber sicher den Akku leerziehen würde. Die Relais sind im Dauerbetrieb und über die Schalter wird dann links oder rechts angesteuert.

Die Schaltung im Bild frißt keinen Strom, wenn der Schalter in Mittelposition ist.

Angehängte Dateien:

Michael B. schrieb:

Die Frage lautet: warum schreibt jemand so einen Stuss zusammen, jemand der von Elektronik nicht den leisesten Schimmer hat ?

Du wunderst dich darüber, dass jdm der keinen Schimmer von etwas hat, Stuss darüber schreibt, wovon er keine Ahnung hat? Im Umkehrschluss meinst du also, Fachartikel werden von Ahnungslosen geschrieben, denn wenn du dich darüber wunderst, dass bei Ahnungslosigkeit Stuss herauskommst, scheinst du ja davon auszugehen, das Ahnungslosigkeit Qualitätsaussagen produzieren würde.

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