Ich habe den Strip nach 253 LEDs abgeschnitten (0,3W * 253 LEDs = 75,9W).
Laut Herstellerangaben bräuchte ich daher ein Netzteil mit 75,9W / 5V = 15,2A.
Das kommt mir irgendwie sehr viel vor, was dann an Strom durch die dünnen Kupferleitungen des LED Strips geht, oder nicht?
Elektrotechnik ist bei mir schon etwas her, aber müsste der Leitungsquerschnitt bei soviel Ampere nicht enorm sein?
Gerne würde ich den Raspberry Pi und den LED-Strip mit einem einzigen Netzteil gleichzeitig versorgen, damit ich zu meinem Projekt nur ein Kabel führen muss.
Wäre das grundsätzlich möglich und was müsste ich dafür beachten? Der Raspberry Pi benötigt ja eine Versorgung über USB-C.
Könnt ihr mir ein Netzteil empfehlen und sagen, ob das alles so funktionieren kann?
Wenn alle LED in dem Strip auf voller Helligkeit weiss leuchten sollen braucht die halt den Strom, und das Netzteil muss den liefern können.
WS2812 sind ja nun auch nicht als Effizienzwunder verschrien, der IC frisst schon mal die halbe Leistung.
Aber du wolltest es ja einfach.
Bei so hohen Strömen sollte man den Strip an mehreren Stellen plus und Masse zuführen, damit nicht auf Grund des Spannungsabfalls die hinteren LED verhungern.
Bei so hohen Strömen sollte man den Strip an mehreren Stellen plus und
Masse zuführen, damit nicht auf Grund des Spannungsabfalls die hinteren
LED verhungern.
Könnt ihr mir sagen, wie dick das Kabel dann sein muss bzw. wie ich das berechne?
Achte noch auf das 3.3V Problem bei der Ansteuerung der WS2812, dazu
gibt es mehrere Methoden. Es soll ja betriebssicher funktionieren.
Was genau meinst du mit "betriebssicher"? Ich habe auch gelesen, dass sich aktuelle WS2812-Controller mit 3.3V ansteuern lassen. Momentan betreibe ich den Strip auch direkt am Raspberry Pi mit den 3.3V. Ist das irgendwie unsicher oder gefährlich?
Auf der Seite des LED-Strips konnte ich dazu jetzt keine verlässlichen Informationen finden. Und ja, ich weiß. Der LED-Strip ist vielleicht nicht gerade von einem bekannten Hersteller aber ich habe ihn jetzt nunmal und möchte damit meine ersten Dinge ausprobieren. Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen.
Kann ich den Raspberry Pi denn mit dem gleichen Netzteil versorgen, wie den LED-Strip?
'Meanwell' ist schon mal nicht schlecht. Wenn du gerade bei der Recherche bist... Ich würde noch drauf achten, dass im Datenblatt die minimale Last mit angegeben ist. (Außer 'min. Load = 0' ist bei Meanwell mittlerweile Standard. Weiß nicht.)
Momentan betreibe ich den Strip auch direkt am Raspberry Pi mit den
3.3V. Ist das irgendwie unsicher oder gefährlich?
Auf der Seite des LED-Strips konnte ich dazu jetzt keine verlässlichen
Informationen finden.
Eben drum solltest du dir des Problems bewusst sein und z.B. überprüfen, welche WS2812 verbaut wurden.
Könnt ihr mir sagen, wie dick das Kabel dann sein muss bzw. wie ich das
berechne?
Sollte am besten 4mm² sein. Kannste auch berechnen, hilft aber nicht viel, weil es Kabel nicht in beliebigen Querschnitten gibt. Nach 2,5mm² kommt 4mm², dann 6mm².
Der Spannungsabfall ist Strom in Ampere multipliziert mit dem Leitungswiderstand. Den willst du mit Sicherheit deutlich unter 0,5 Volt halten. Nimm da mal ruhig ein separates 2,5mm² Kabel für jeden Einspeisepunkt, und mache das alle 2 Meter.
Letztendlich willst du von den 5 Volt die das Netzteil liefert möglichst
wenig verlieren. Insofern: Je dicker, umso besser.
...
Den willst du mit Sicherheit deutlich unter 0,5 Volt
halten.
Die Welt hat sich in den letzten 40 Jahren weiterentwickelt und Kupfer ist teuer geworden.
Man kann ohne Probleme mit dünneren Leitungen arbeiten, wenn man an Stelle von 5V die Versorgung z.B. mit 24V macht. Bei 76W sind das dann gerade noch gut 3A und wenn dann mal ein paar Volt fehlen, juckt das bei 24V auch niemanden.
Vor jeder Einspeisestelle der LED-Kette kommt dann ein kleiner Step-Down Wandler, der quasi vor-Ort die 5V erzeugt.
Innerhalb der Kette kann man dann noch mit gegenläufiger Einspeisung arbeiten, damit die "hinteren" LEDs spannungsmäßig nicht benachteilig sind. Bei WS2812 hängt der Effekt allerdings auch von der Steuerung ab.
Richtig & modern macht man das z.B. mit einem 74LVC1G17.
und altdeutsch mit einem BC NPN Transistor in Basis Schaltung je nach
dem was einem liegt oder was leicht beschaffbar ist.
Genau das habe ich mal versucht und das Ergebnis mit dem Oszi mal angeschaut. Ueber das Resultat sprechen wir mal lieber nicht. ;-)
Danach dann zum 74LVC1G17 gegriffen. Das gibt dann knackscharfe Rechtecke.
Der Artikel war sehr interessant und die Erklärungen haben mir für das Verständnis gut geholfen. Danke!
Bei einigen Dingen steht bei mir jedoch noch ein Fragezeichen.
Was wäre eigentlich eine Alternative zu WS2812 gewesen, wenn ich jede LED einzeln ansteuern und RGB darstellen will? Weil mir scheint es, als wäre die WS2812 bei einigen hier nicht gerade beliebt.
Eben drum solltest du dir des Problems bewusst sein und z.B. überprüfen,
welche WS2812 verbaut wurden.
Ich verstehe nur noch nicht, warum ich das herausfinden sollte/muss. Wie gesagt steuere ich das Ganze momentan mit 3.3V und es funktioniert. Daher meine Frage, ob das irgendwie "gefährlich" oder "unsicher" ist, da hier von "Es soll ja betriebssicher funktionieren" gesprochen wurde.
Kann mir das vielleicht jemand erklären, was das Problem ist?
Mir ist nun einigermaßen klar, wie ich die Stromversorgung verkabeln muss. Bisher ist aber noch niemand darauf eingegangen, ob und wie ich den Raspberry Pi mit dem gleichen Netzteil versorgen kann. Wäre das möglich und wenn ja, wie?
Abwärme
Ich habe die LED quasi als Backlight in einer Art Bilderrahmen verbaut. Am liebsten würde ich das neue Netzteil, welches ich mir kaufen werde, in diesem Bilderrahmen verbauen. Die Luftzirkulation ist dann natürlich begrenzt, wenn das Bild an der Wand hängt.
Könnte das ein Problem sein, oder sondern diese Netzteile nicht allzuviel Wärme ab? Der LED-Strip ist drum herum im Rahmen eingelassen. Um ein schöneres verstreutes Licht zu erhalten würde ich gerne eine Art Milchglasfolie o. Ä. drum herum aufbringen. Könnte das ein Problem mit der Abwärme geben?
Genau das habe ich mal versucht und das Ergebnis mit dem Oszi mal
angeschaut. Ueber das Resultat sprechen wir mal lieber nicht. ;-)
ich brauche mehr Details :-) (alter Spruch vom Chef)
Soweit ich mich zurück erinnere hat eine Basisschaltung eine hohe Grenzfrequenz und wurde gerne in Tuner verwendet und jeder BC ab BC107 hat eine Fg von 100 MHz das sollte also reichen für schöne Flanken.
Mir ist nun einigermaßen klar, wie ich die Stromversorgung verkabeln
muss. Bisher ist aber noch niemand darauf eingegangen, ob und wie ich
den Raspberry Pi mit dem gleichen Netzteil versorgen kann. Wäre das
möglich und wenn ja, wie?
In meinem WS2812 Artikel habe ich dafür ein konkretes Schaltbild gezeigt und erklärt, was dabei wichtig ist (wo GND angeschlossen wird)
Was wäre eigentlich eine Alternative zu WS2812 gewesen?
weiss ich nicht
Könnte das ein Problem sein, oder sondern diese Netzteile nicht allzuviel Wärme ab?
Das kann man nicht pauschal beantworten. Probiere es aus.
würde ich gerne eine Art Milchglasfolie o. Ä. drum herum aufbringen. Könnte das ein Problem mit der Abwärme geben?
Der entsprechende Thread ist hier:
Beitrag "Re: WS2812B mit 3.3V ansteuern"
Mehr weiß ich auch nicht mehr. Da warst Du aber auch mit beteiligt. ;-)
kann sein da ich viel mit den WS gebastelt hatte, bei meiner WC24h mit 400 LED habe ich alle 36 LED einen eigenen stepdown von 24V/5V spendiert, denn die Stripes mögen 10mm² an die Kontaktflächen gelötet nicht, kleiner Scherz.
Mit 24V zu den Stepdown wird es viel entspannter und selbst 22V am Stepdown durch schlanke Leitungen stören bei der Wandlung zu 5V nicht.
Dann also nicht. Vermutlich hast du bei deiner Schaltung irgendetwas
falsch gemacht.
Du kannst gerne zu dem genannten Thread wechseln und uns zeigen, wie man es richtig macht. Dann können wir alten gescheiterten Hasen noch etwas von dir lernen.
Könnt ihr mir sagen, wie dick das Kabel dann sein muss bzw. wie ich das
berechne?
Sollte am besten 4mm² sein. Kannste auch berechnen, hilft aber nicht
viel, weil es Kabel nicht in beliebigen Querschnitten gibt. Nach 2,5mm²
kommt 4mm², dann 6mm².
4mm² lassen sich aber nicht sinnvoll anlöten.
Rechne mit 10A pro mm² weniger ist besser.
Ich würde 0,5mm² oder 1mm² Kabel je nach Platz und Lötfähigkeiten zu
Jeder Einspeisung legen und dann an zentraler Stelle alle plus und alle minus an das Netzteil machen.
Lässt sich wesentlich besser als ein 4mm² verarbeiten und löten.