Step-Up Wandler MC 33063 AP1

OP #7439486
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Schön guten Tag, ich würde gerne einen Step-Up Wandler bauen, dazu habe ich folgende Schaltung gefunden(Anhang). Nun wollte ich wissen was die Funktion der einzelnen Bauteile die um den IC herum sind ist. Als Step-Up IC hatte ich mir den "MC 33063 AP1" ausgesucht. Mich würde vorallem intressieren was die Funktion des "C0" am Ende der Schaltung ist, wenn ich diesen z.b gegen einen größeren Kondensator tauschen würde. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Viele Grüße Markus

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Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7439498
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Markus schrieb:

was die Funktion des "C0"

Das ist kein "C null", sondern ein "C out" und der muss die Ausgangsspanung mitteln.

wenn ich diesen z.b gegen einen größeren Kondensator tauschen würde.

Kannst du.

Es gibt viel Literatur dazu. Es lohnt sich, die anzuschauen, denn du musst und wirst viel Interessantes lernen. Das Wichtigste ist, die beiden Stromkreise zu (er)kennen: Ladestromkreis und Freilaufstromkreis. Denn im ersten wird die Energie vom Eingangkondensator Cin in das Magnetfeld der Spule eingelagert, im zweiten wird die Energie aus der Spule in den Ausgangskondensator Cout übertragen.

Harald K. schrieb:

Aber auch im Datenblatt wird darauf eingegangen:

Dort und in den AppNotes sind dann auch passende Layoutrichtlinien angegeben.

#7439502
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Markus schrieb:

Mich würde vorallem intressieren was die Funktion des "C0" am Ende der Schaltung ist

Die Ausgangsspannung zu glätten. Wenn man ins Datenblatt guckt, sieht man, dass je nach gewünschter Ripplespannung, also Welligkeit der Ausgangsspannung, sich ein dazugehöriger Kondensatorwert ergibt, grob gesagt halbe Ripplespannung bei doppelt grossem Kondensatorwert.

wenn ich diesen z.b gegen einen größeren Kondensator tauschen würde

Warum sollte man das tun, grössere Kondensatoren dämpfen schnelle Impulse schlechter als passend kleine Kondensatoren, und ein Schaltregler produziert nun mal prinzipbedingt schnelle Impulse, die man am Ausgang möglichst nicht sehen will, daher gibt es Schaltungen die nach Co sogar noch eine Spule und einen weiteren Kondensator enthalten als Ausgangsfilter.

Der MC34063 ist in der Funktionsweise primitiv, aber trotzdem bereitet der Schaltregler erst Mal Verständnisschwierigkeiten. Er überträgt pro Impuls eine bestimmte Energiemenge in den Ausgangselko Co, so lange bis Co auf eine so hohe Spannung aufgeladen wurde (die Spannung steigt also treppenförmig an) dass die Spannung nach dem Spannungsteiler die 1.2V überschreitet. Dann schaltet er die Impulse ab, bis die Spannung wieder unter 1.2V gesunken ist. Der Schaltregler erreicht die berechnete Leistung nur, wenn er jeden Impuls auch durchführen kann, also jedesmal die Spannung am Impulsende über 1.2V gestiegen und vor Impulsanfang unter 1.2V gesunken ist. Fällt die Spannung nicht so schnell (weil der Kondensator für die Last zu gross ist, grösser als betechnet), fällt der nächste Impuls aus, und wenn nur jeder 2. Impuls stattfindet, überträgt der MC34063 nur die halbe Leistung, findet nur jeder 3. Impuls statt nur 1/3 der berechneten Leistung. Falsch dimensionierte MC34063 Regler arbeiten oft zirpend weil 3 Impulse kommen, dann 2 Pause, dann 2 Impulse kommen, dann 3 Impulse Pause etc.

Richtig korrekt würde Rsc den Strom pro Impuls begrenzen und zwischen geringer Last, z.B. halber Nennlast und hoher Last (Nennlast) auf Impulse halber Leistung bis zu Impulsen voller Leistung begrenzen, und trotzdem jeden Impuls auch ausführen. Dann zirpt nichts weil der Regler auf voller Frequenz arbeitet und der Schaltregler produziert trotzdem volle Leistung wenn die Last das braucht. Aber so eine Auslegung ist schon die hohe Kunst des Schaltreglerbaus und gelingt dem Anfänger nicht. Der ist froh, wenn die Schaltung halbe Leistung bringt und zirpt. U.a. weil der Ausgangskondensator Co zu gross fur die Last gewählt wurde.

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