Frage zu Instrumentenverstärker in LTSpice vs. Realität

OP #7445167

Hallo zusammen,

ich bin noch ein Anfänger bezüglich Verstärker. In LTSpice habe ich folgende Schaltung aufgebaut: Siehe Anhang Schaltung.png Auf den Eingang gebe ich ein Dreiecksignal von -50mV bis + 50mV Peak-to-Peak: Eingangssignal.png Am Ausgang erhalte ich ein Signal von -250mV bis 250mV Peak-to-Peak.

In der Realität erhalte ich aber ein Ausgangssignal von 1,1V Peak-to-Peak, wenn ich einen Dreiecksignal von -50mV bis +50mV Peak to Peak gebe. Wenn ich auf meinen Instrumentenverstärker ein -25mV bis +25mV Signal gebe, kommt das -250mV bis +250mV Signal, wie in der LTSpice Simulation, heraus.

Berechnet habe ich meinen Schaltung nach der Formel im Anhang (Formel.png). Für Ue1 habe ich -0,05V und für Ue2: 0,05V genommen. Bei der Berechnung kommen auch die 1,1V raus, die ich in der Realität gemessen habe.

Nun zu meinen Fragen: Woher kommt der Unterschied in LTSpice? Warum ist dort das Ausgangssignal nur die Hälfte im Vergleich zum berechneten und reale Wert?

Angehängte Dateien:
Gast #7445202

Ist deine Signalquelle in der Realität auch völlig potentialfrei?

Der LTC6228 liefert ja etwa 16µA aus dem Eingang, und das zieht dein Eingangspotential über den erlaubten Eingangsspannungsbereich (max V+ - 1,2V).

(Firma: Privat) #7445267

Die Eingänge Vin und Vin2 sollten hochohmige Widerstände nach Masse haben, wenn daß nicht die Signalquelle schon macht. Der Sinn solcher symetrischen Verstärker ist ja eigentlich das sie Gleichtaktsignale am Eingang unterdrücken, daß macht aber deine Schaltung nicht. Du müßtest entweder R20 weglassen oder R18 verdoppeln. Die Widerstände würde ich auch alle viel größer machen, vielleicht um das 10-fache.

#7445280

Mach mal zwei Widerstände rein (R8, R21). Ich fand die Schaltung auch um Faktor 10-100 zu niederohmig, habe mich mit den beiden aber dem Rest einfach angepasst. Da nur die Signalquelle belastet wird und die in der Simulation beliebig gut ist, macht das nichts - im Gegenteil, die Eingangsströme des LTC6228 machen dann weniger aus.

(Firma: Privat) #7445319

von H. H. schrieb

Es gibt einen guten Grund für den, eben den Eingangsstrom des Opamp.

Wenn man R20 wegläst ist der Eingang ja trotzdem nicht offen, er sieht ja gleichstrommäßig den Ausgang von U2.

Mit R20 unterdrückt der Verstärker keine Gleichtaktsignale.

OP #7445330

Klaus H. schrieb:

Mach mal zwei Widerstände rein (R8, R21). Ich fand die Schaltung auch um Faktor 10-100 zu niederohmig, habe mich mit den beiden aber dem Rest einfach angepasst. Da nur die Signalquelle belastet wird und die in der Simulation beliebig gut ist, macht das nichts - im Gegenteil, die Eingangsströme des LTC6228 machen dann weniger aus.

Perfekt, vielen Dank! Jetzt kommen die richtigen Werte auch in der Simulation raus!

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