Moin
Und wieder mal stehe ich da und begreife es nicht...
Im "Internet" gibt es etliche Vorschläge für eine simple elektronische Last. Ein Opamp treibt einen N-Kanal Mosfet. Das Signal kommt von einem Funktionsgenerator / DAC. Das Feedback von einem Shunt. Eine simple steuerbare Stromsenke.
Jetzt habe ich fleißig die Datenblätter von den MOSFET gelesen. Die meisten sind für den Schaltbetrieb optimiert. Da gib es die Safe Operation Area nicht her, im linearen Betrieb Leistung zu verheizen. Deswegen der IXTP15N50L2 von Littlefuse, der ist für sowas gemacht.
https://www.mouser.de/datasheet/2/240/ixyss05801_1-2272383.pdf
Problem: Heftige Oszillation am Shunt, gemessen per SMB-Buchse U9. Siehe Grafik. Gemessen bei 500mV am Opamp(+)-Eingang und 1 Ohm Shunt, also einem Laststrom von 500 mA. Die Messung variiert mit der Spannung am Drain und eingestelltem Strom.
Der Schaltplan ist anbei. Meine bisherigen Reperaturversuche sind gelb hinterlegt. Als da wären
- 100 Ohm zwischen Opamp und Gate. Eigentlich eine sichere Bank...
- Ein Snubber(?) zwischen Gate und Source. Experimentell.
- Erhöhung der Ausgangskapazität der Ladungspumpe zur Erzeugung der neg. Hilfsspannung zwecks Ripple-Minimierung.
Die Hilfsspannung erlaubt auch Nicht-RR-Opamps GND zu erreichen. Das ganze soll dann von einem 9V-Block gespeist werden, um vom Labornetzteil unabhängig zu sein.
Der Opamp ist gesockelt, steckt also auf einer daumennagelgroßen Platine. Dadurch kann ich einfach verschiedene Opamps testen.
Möglicherweise ein Holzweg.
Gelernt:
Der NE5532 bringt die Ladungspumpe ordentlich zum Zirpen. Und Oszilliert.
Der COS077 ebenso. Zieht aber weniger Strom. https://datasheet.lcsc.com/lcsc/2006301914_COSINE-COS77SR_C693064.pdf
Der AD817 ("Drives Unlimited Capacitive Load") schwingt auch fröhlich https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/AD817.pdf
Ich kriege diese Schwingung nicht gedämpft. Hab ihr Lösungsideen?
Gruß Holger



