ich suche nach einer Möglichkeit, zwei TCP/IP Geräte mit LAN-Anschluss über 7 Stockwerke hinweg in einem Gebäude miteinander zu verbinden. Kabel geht nicht, DLAN klappt nicht, Versuche mit Repeatern im 2,4GHz-Bereich waren auch nicht erfolgreich.
Nun brauche ich keine hohe Datenrate, 100kBit/s wären für meine Anwendung völlig ausreichend. Das sollte in den längerwelligen Frequenzbereichen auch in Gebäuden gut funktionieren, aber ich finde keine Geräte für eine point-to-point Übertragung.
LoRaWAN wäre OK, aber da finde ich immer nur Geräte bei denen sich ein AP mit vielen Sensoren unterhält. Mit einem "Sensor" mit LAN-Anschluss wäre mir ja geholfen, aber das finde ich nirgends.
Sind denn da gar keine Leitungen vorhanden? Kein Telefon, SAT Kabel, nix?
In einem solchen Fall haben wir 4 IP Kameras mit 4MP und deren Stromversorgung über ein altes SAT Kabel angeschlossen. Geht auch mit alten Telefonleitungen oder Klingelanlagen. IEE1901
Sind denn da gar keine Leitungen vorhanden? Kein Telefon, SAT Kabel,
nix?
Leider nein... ist im UG, das ganze SAT-Tel-sonstwas geht nur bis EG. Kurioserweise funktioniert DLAN an weiter entfernten Stellen im Gebäude, aber nicht dort wo ich es brauche.
Kurioserweise funktioniert DLAN an weiter entfernten Stellen im Gebäude,
aber nicht dort wo ich es brauche.
Vielleicht liegen die verwendeten Stromkreise auf unterschiedlichen Phasen?
Benutze in der E-Verteilung einen Phasenkoppler.
Oder leg dir für das DLAN im UG eine Steckdose,
die auf der selben Phase angeschlossen ist, wie Dose im Obergeschoss.
Dann treffen sich auch die Adapter.
Benutze eine Stromkreis,
der nicht durch störende Geräte wie Lüfter, Kühltruhen oder Motoren
oder Schaltnetzteile benutzt wird.
Schließe die Adapter direkt an die Wandsteckdosen an
und benutze keine Mehrfachverteilerdosen oder Verlängerungskabel mit Adern aus Litze.
Ja, dass besteht aus Kupferadern und nennt sich Kabel.
100kBit/s wären für meine Anwendung völlig ausreichend
Dafuer gibt es "Leased Line" 2- oder 4-Drahtmodems.
Ueber die macht man dann ein Router HDLC/PPP/... oder
irgendetwas anderes passendes.
Das hat dann auch Aussicht auf langfristige Funktion.
Oder du legst gleich mind. CAT4 und machst darueber
10 Mbit Ethernet, oder bei besseren Kabeln auch Fast/GB-Ethernet.
Fuer froehliche Funkexperimente
in den längerwelligen Frequenzbereichen
muesstest du dich mit Datenraten von 1200 bis 9600 Baud begnuegen.
Und das was heute funktioniert, kann morgen schon einem
"Stoertraeger" eines neuen "Mitspielers" zum Opfer fallen.
Dann geht der Murx von vorne los...
Das sollte in den längerwelligen Frequenzbereichen
Das ist ein weiter Begriff. An was für Frequenzen dachtest du konkret?
Zum Beispiel 433 oder 819 MHz.
Das Band für die LoRaWAN "Things" wäre vermutlich auch OK. Wenn man damit Heizkostenzähler quer durchs Gebäude auslesen kann dann sollte das auch für einen point-to-point Datentransfer möglich sein.
Eventuell müsste man noch einen Controller zwischeschalten um
den Wireless Serial Port zu konfigurieren und damit zu
kommunizieren.
Prinzipiell ist es ein Problem mit den relativ niedrigen
Frequenzen (433/866 MHz) eine entsprechend hohe Bandbreite zu
erzielen, die Chips geben nur 256 kBit her. Mit Overhead ist
die gewünschte Daternrate kaum machbar. Daher verwendet
man ja auch gerne 2.4GHz Chips, was aber die Übertragung über
mehrere Stockwerke bei legalem Gebrauch unmöglich macht.
Das Band für die LoRaWAN "Things" wäre vermutlich auch OK. Wenn man
damit Heizkostenzähler quer durchs Gebäude auslesen kann dann sollte das
auch für einen point-to-point Datentransfer möglich sein.
Für ein paar Bytes pro Sekunde (wie es beim Heizkostenzähler gemacht
wird) schon, aber nicht für die vom TO gewünschte Datenrate.
Versuche mit Repeatern im
2,4GHz-Bereich waren auch nicht erfolgreich.
Ein Kollege hat über 2 Jahre seinen Nachbarn mit 5G Lan versorgt. Waren allerdings nur 10m über den Garten und er nutzte Aussenantennen. Der 7. Stock wäre in etwa das Doppelte und du brauchst wohl Richtantennen - ebenfalls im Außenbereich und mit genügend Abstand zur Wand.
Von einem Gartenbesitzer weiss ich dass er eine Punkt-zu-Punkt Verbindung mit einem Link-Set benutzt. Kann angeblich 1GBit auf 1km Distanz. Ein bischen overdesigned, würde aber sicher funktionieren.
Klingt ein bisschen wild aber vielleicht funktioniert es:
LAN auf Serial umsetzen ... und dann Serial über Wireless
Ja, irgendsowas... wenns geht nicht als Bastellösung, aber wenn ich nichts anderes finde wäre das ein Versuch wert.
Eventuell müsste man noch einen Controller zwischenschalten um
den Wireless Serial Port zu konfigurieren und damit zu
kommunizieren.
Der Controller müsste dann auch gleich die LAN-RS232 Umsetzung können?
Prinzipiell ist es ein Problem mit den relativ niedrigen
Frequenzen (433/866 MHz) eine entsprechend hohe Bandbreite zu
erzielen, die Chips geben nur 256 kBit her.
wenn lora schon im raum steht nimm einen raspberrypi mit so einer lora platine dazu.
der is auch gleich schlau genug dem geheimnissvollen gerät im keller ein lan netz vorzugaukeln (das dürfte nämlich nicht zufrieden sein sich mit 10kbit eine ip holen zu müssen).
auf dem pi läuft dann ein von dir gebasteltes python script dass die daten holt und per lora wohinauchimmer verschickt...
wenn lora schon im raum steht nimm einen raspberrypi mit so einer lora
platine dazu.
Wenn man 868MHz nimmt, dann sollte man aber auch die vorgeschriebene maximale Einschaltdauer beachten. Und zeige mir mal ein LoRa-System, das 100kBit/s kann. Ich kenne keines. Und LoRa kann auch nicht zaubern, wenn's um die Ecke geht.
Eben genau nicht, da 256 kBit die Roh-Datenrate darstellt, da
ist noch kein Protokoll und kein Kommunikations-Overhead
berücksichtig ist. Da werden ganz schnell nur 10 kBit draus.
LoRaWAN wäre OK, aber da finde ich immer nur Geräte bei denen sich ein
AP mit vielen Sensoren unterhält. Mit einem "Sensor" mit LAN-Anschluss
wäre mir ja geholfen, aber das finde ich nirgends.
Nur Lora ohne WAN? Da gibts P2P-Pärchen, die sich als UART-Bridge ausgeben. Mit zwei Pollin-Net-IOs an den Enden könnte man da vielleicht was basteln. :D
Die Datenrate hatte ich bei dem Tipp aber nicht mehr so ganz im Blick...
Und Leerrohre gibts leider auch keine. 70/80er-Jahre Bau.
Das ist doch praktisch Neubau: da gab es auch schon die Forderung nach Einbau von Leerrohren für Gemeinschaftsantenne und Telefon. Mindestens diese müssen verfügbar sein?
Und Leerrohre gibts leider auch keine. 70/80er-Jahre Bau.
Das ist doch praktisch Neubau: da gab es auch schon die Forderung nach
Einbau von Leerrohren für Gemeinschaftsantenne und Telefon. Mindestens
diese müssen verfügbar sein?
Theorie vs Praxis.
Am besten gleich den Bauträger verklagen, wenn er vor 50 Jahren nicht entsprechend der damaligen Norm gebaut hat....
Aufputzinstallation? Zugriff auf die Elektroinstallation und/oder
Kabeltrassen besorgen?
In einem 7-stöckigen Gebäude mit vermutlich >20 Eigentümern/Mietern willst Du etwas am Treppenhaus / Gemeinschaftseigentum rumfummeln, was auch noch sichtbar ist? Never ever.
Reinhard S. schrieb im Beitrag #7501276:
In einem 7-stöckigen Gebäude mit vermutlich >20 Eigentümern/Mietern
willst Du etwas am Treppenhaus / Gemeinschaftseigentum rumfummeln, was
auch noch sichtbar ist? Never ever.
Du hasts erkannt!
Die Leerrohre nützen auch nicht viel, die gehen in den Elektroanschlussraum mit dem Hauptverteiler. Der ist aber auch zu weit weg...
Reinhard S. schrieb im Beitrag #7501276:
In einem 7-stöckigen Gebäude mit vermutlich >20 Eigentümern/Mietern
willst Du etwas am Treppenhaus / Gemeinschaftseigentum rumfummeln, was
auch noch sichtbar ist? Never ever.
Du hasts erkannt!
Solangs nur Mieter sind ists ja egal, da bestimmt der Vermieter/Eigentümer. Wer sich natürlich den Stress mit Eigentumswohnung in so einem Ding antut... Mein Beileid.
Die Leerrohre nützen auch nicht viel, die gehen in den
Elektroanschlussraum mit dem Hauptverteiler. Der ist aber auch zu weit
weg...
Hier könnte Glasfaser helfen, da ist die Länge recht egal. Und in dem Aufwasch dann gleich mal Gedanken machen, wie man bei einem Glasfaser-Ausbau die Fasern in die einzelnen Wohnungen bringt.
Wie gesagt, Datenrate von 100Kbit/s wäre völlig ausreichend, mit
10Kbit/s würde es wahrscheinlich auch noch funktionieren.
Wenn du taeglich einmal zu Fuss einen 1GByte grossen USB-Stick von A nach B und wieder retour "schleppst", kommst du auf 92.59 kbit/s jeweils in beide Richtungen, also fast deine gewuenschte Datenrate... ;-)
Cool, hätte ich früher lesen sollen. So habe ich in 2018 das Rad neu erfinden müssen ;-((
Aber in dem langen thread kommt eine Stelle vor wo über eine halbwegs brauchbare einpolige Verbindung über metallene Heizungsrohre berichtet wird! Ist das nichts für deine 7 Stockwerke?
Liegen die beiden Endpunkte der Datenübertragung auf der gleichen Seite des Hauses? Wenn ja, wie wäre es mit gerichtetem WLAN senkrecht entlang der Hauswand? (Bridge draussen am Fenster).
Falls es Gebäunde in der Nachbarschaft gibt, die von beiden Endpunkten "gesehen" werden, klappt evtl. auch ein WLAN mit Reflexion, quasi "Spiel über Bande" ... Das geht übrigens nicht nur mit Funk, man könnte auch eine "große" IR-LED/IR-Lasermodul aus dem Kellerfenster (falls vorhanden) blinkern lassen.
ich suche nach einer Möglichkeit, zwei TCP/IP Geräte mit LAN-Anschluss
über 7 Stockwerke hinweg in einem Gebäude miteinander zu verbinden.
...
Zum Beispiel 433 oder 819 MHz.
Geht nicht.
Und "geht nicht" meint hier: zuverlässig, mit genügend Systemreserve , ohne Ausnutzung von zufälligen Reflexionen und anderen Unwägbarkeiten sowie von einem Laien nutzbar.
Selbst Sprechfunk (3 KHz NF-Bandbreite) mit 1-2 Watt bzw 30 dBm an einer "vernünftigen" Antenne geht nicht. Dafür würde man eine Gebäudefunkanlage mit Leckleitungskabel bauen. Bzw. bei einer Punkt-zu Punkt-Verbindung eben auf Kabel als Zubringer setzen.
Was man sich evtl noch vorstellen könnte, sind Antennen an der Außenhaut, die sich sehen können. Ist natürlich situationsabhängig.
Ist im Keller Mobilfunk-Empfang?
Kostenlose Netzclub-Karte beantragen, Mobilfunk-Modem an Raspi in den Keller, VPN.
200 MB "HighSpeed" Internet (25Mbit/10Mbit) sind da jeden Monat mit dabei, und danach wird auf 64kBit gedrosselt, was evtl. auch noch reicht.
In einem Gebäude aus den 1980er-Jahren habe ich in meinem Sicherungs-
kasten Steuerleitungen für Nachtspeicheröfen vorgefunden, die aus
jeder Wohnung bis in den Keller reichten. Die waren angeblich damals
Vorschrift, wurden aber fast nie benutzt. Vielleicht gibts sowas auch
bei Dir.
In einem Gebäude aus den 1980er-Jahren habe ich in meinem Sicherungs-
kasten Steuerleitungen für Nachtspeicheröfen vorgefunden...
Au weia, hat man sowas noch in den 80er Jahren eingebaut? Wir haben Fernwärme. Nach irgendwelchen überflüssigen Leitungen habe ich auch gesucht, leider vergeblich
Und ein Lichtschacht mit etwas freierer Sicht nach oben ist auch nicht
erreichbar?
Leider nein... wobei der Schacht hat ja freie sicht "nach oben". Dort
könnte ich auch den Transceiver bzw. die Antenne positionieren.
Dann mach doch was mit moduliertem Licht.
Egal ob mit Led oder Glühbirne.
Laser braucht man nicht unbedingt.
Musst halt nur den Empfänger treffen.
Mit der entsprechenden Optik.
100kb/s ist jetzt nicht die Welt.
Hauptsache Du hast Sichtkontakt.
Wirst aber selber bauen müssen.
Bidirektional wird der Aufbau natürlich komplizierter
Und ein Lichtschacht mit etwas freierer Sicht nach oben ist auch nicht
erreichbar?
Leider nein... wobei der Schacht hat ja freie sicht "nach oben". Dort
könnte ich auch den Transceiver bzw. die Antenne positionieren.
Nochmals: Wer Funk kennt, der benutzt Kabel!
Auch in einen Licht- oder Entlüftungsschacht (Bad) lässt sich unauffällig ein 1-DA-Kabel einziehen -- u.U. auch ein ein CATx-Kabel in Nicht-Bonbon-Farbe.
Müsste ich so was wirklich versteckt installieren -- ich würde mich an einer aus 2 dünnen CuL-Drähten (Z ~ 35 Ohm) oder Wire-Wrap-Darht AWG30 (Z ~ 110 Ohm), selbstgebauten Twistet-Pair-Leitung, oben und unten straff in eine nicht-sichtbare Ecke geklebt, versuchen. Ca. 20 m sind ja -- selbst mit einer improvisierten Leitung -- nicht die Welt ...
Man kann aber auch auf weitere 45 Antworten hoffen, und diese dann, mit aufgesetzten Antworten, einzeln runtermachen ...
Ich würde es trotzdem mal mit PowerLAN und einem Phasenkoppler probieren.
Spricht was dagegen, den zwischen die Phasen von zwei Netzen zu klemmen,
die an unterschiedlichen Zählern hängen?
Es wird doch nur HF übergekoppelt.