Labornetzteil / stufenlos steuern

OP #7535539

Hallo,

ich möchte über ein Signal vom PC ein Labornetzteil stufenlos steuern, um einen Elektromotor anzutreiben. Ich bräuchte da auch noch eine entsprechende Schnittstelle zwischen PC und Labornetzteil. Aber zunächst muss ich einmal sicherstellen, dass mein Netzteil für so eine Anwendung in Frage kommt. Ich habe ein relativ billiges Voltcraft ps-1302-d von Conrad zur Verfügung. Bekommt man mit so einem Teil so eine Steuerung hin? Welche Geräte würden das sonst in Frage kommen?

Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße !

Es gibt Netzteile mit Analogeingang 0-5V oder 0-10V, es gibt auch welche mit Datenschnittstellen wie RS485.

Stichwort "programmierbares Netzteil"

Zur Anschauung google mal

Meanwell SPV-150-24

Meanwell CSP-3000

Cotek AEK-3000

Gibt von beiden Herstellern auch kleinere, je nachdem welche Kombi von Strom und Spannung du brauchst.

Gast

Benutzername orest Vorname Peter Nachname Patrone Firma
Angemeldet seit 13.11.2023 23:45 Beiträge 1

Ich hole schon mal Popcorn und Limo.

Der Thread von Peter Patrone wird bestimmt lustig.

Peter P. schrieb:

ich möchte über ein Signal vom PC ein Labornetzteil stufenlos steuern> ...

Welcher Spannungs- und Strombereich?

Was heißt "stufenlos"? Wären Stufen von 0.1V schon "Stufen" oder Stufen von 10 mV?

Hast du auch eine Vorstellung davon, wie schnell sich die Ausgangsspannung ändern soll?

Stell doch bitte erstmal die Anforderungen vernünftig zusammen, bevor hier rumgeorakelt wird.

Gast

Rainer W. schrieb:

Stell doch bitte erstmal die Anforderungen vernünftig zusammen,

Anforderung: Unter neuem Account eine erneute sinnlose Diskussion anzetteln mit einer Fragestellung die so simpel und falsch ist das auch der letzte MC.net Honk sich befleißigt fühlt was dazu zu sagen. Was dann zu längst bekannten Ergebnissen führt, während der TO Chips frisst und sich totlacht.

Bisher funktionierts ganz gut.

Beitrag #7536084 wurde von einem Moderator gelöscht.

Enrico E. schrieb:

Das habe ich insgeheim auch schon fast vermutet

Bei den qualifizierten Antworten sicherlich. Vielleicht wäre es für manche besser ein eigenes Forum einzurichten in dem sie dann über anfragende Neulinge, die noch nicht den hier gewünschten Erfahrungsschatz haben, herziehen können. Dann wird aber wahrscheinlich schnell einsam werden...

Es macht schon Sinn, genau dieses Netzteil zu benutzen, denn [Zitat aus der Bedienungsanleitung]:

"Die Kühlung des Netzgerätes erfolgt durch Konfektion"

Es dürfte daher schwierig werden, das Netzteil zu ersetzen, denn dann passt das Nikolausmützchen oder der Strumpf zur Kühlung sicherlich nicht mehr ...

Quelle:

https://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/gl/000511806ML03/bedienungsanleitung-511806-voltcraft-ps-1302-d-labornetzgeraet-einstellbar-0-30-vdc-0-2-a-60-w-anzahl-ausgaenge-1-x.pdf

Steve van de Grens schrieb:

Andreas S. schrieb:

Die Kühlung des Netzgerätes erfolgt durch Konfektion

Ist das nicht der Tag, an dem Jugendliche ihre Zugehörigkeit zu einer Kirche bestätigen?

ObJoke:

Am Wochendende war Konfirmation. Am Montag sollen die Schüler einen Aufsatz darüber schreiben, was sie am Wochenende erlebt haben. Eine Schülerin schreibt: "Am Sonntag wurde ich defloriert". Die Lehrerin spricht sie darauf an: "Ich glaube, du meintest /konfirmiert/"? Die Schülerin spontan "Nein, das war am Vormittag!".

Das forenmäßige Äquivalent zu retardierten Graffitisprühern, die sich darüber freuen, daß sie etwas kaputtgemacht und Leute genervt haben.

Man sollte Wilhelm Busch zur Pflichtlektüre in der Schule machen.

Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe!

OP

So, vielen Dank für die konstruktiven Beiträge, die es ja auch gab! Den Rest möchte ich jetzt mal nicht kommentieren, da sind oftmals andere Einrichtungen gefragt.

Oben wurde das programmierbare Ka3005p von Reichelt erwähnt.
https://www.reichelt.de/labornetzgeraet-0-30-v-0-5-a-stabilisiert-programmierbar-ka3005p-p135689.html

Ein Review-Video auf Youtube bescheinigt dem Gerät Probleme mit der mitgelieferten Software. Ich würde gerne einen größeren Datensatz (einige tausend Werte) in Python bzw. erstellt aus Python mit einem Labornetzteil und einem Verbraucher koppeln (Zeitangabe, Ampere, Volt).

Review KA3005p https://www.youtube.com/watch?v=562U6G0XTDE

Nach Ansehen des Videos erscheint es aber zweifelhaft, ob ich die entsprechenden Werte einfach in die Ka3005p-Software übertragen kann. Besteht eine Möglichkeit diese Software über Python direkt anzusteuern?

Peter P. schrieb:

Besteht eine Möglichkeit diese Software über Python direkt anzusteuern?

Du kannst dir dazu auch eine eigenen Software schreiben. Das KA3005P benutzt ein an SCPI angelehntes Protokoll:

*IDN? - Identifikation, gibt Hersteller, Seriennummer und ähnliches zurück VSET1[?] {value} - Setzt die Ausgangsspannung auf den angegebenen Wert bzw. fragt die Ausgangssollpspannung ab VOUT1[?] - Fragt die aktuelle Ausgangsspannung ab ISET1[?] {value} - Gleiches wie zuvor nur für den Strom IOUT1[?] - Fragt den aktuellen Ausgangsstrom ab OUT1 - Schaltet den Ausgang ein OUT0 - Schaltet den Ausgang ab

Sind erstmal, denke ich, die wichtigsten Befehle des Korads. Im Netz sind mit ein wenig suchen recht leicht alle Befehle zu finden. ;)

Christian M. schrieb:

Was möchtest du damit machen? Erste Versuche wie das generell geht oder gibt es eine Anwendung?

Schreibt er doch im Eröffnungspost:

Peter P. schrieb:

ich möchte über ein Signal vom PC ein Labornetzteil stufenlos steuern, um einen Elektromotor anzutreiben

Nur glaubt er jetzt halt einem Du-Röhre Video, das behauptet daß das nicht gehen würde. Weil die Software nichts taugt. Da mag sogar was dran sein. Aber man kann das Korad natürlich auch selber steuern. Aber das würde ja Eigeninitiative erfordern.

Aber wenn ich schon lesen muß, das er die Amper und die Volts so einstellen will, gehe ich lieber und hole noch mehr Popcorn.

Axel S. schrieb:

Christian M. schrieb:

Was möchtest du damit machen? Erste Versuche wie das generell geht oder gibt es eine Anwendung?

Schreibt er doch im Eröffnungspost:

Nein, klassisches xy-Problem.

Er möchte aus unbekannten Grund irgendwie einen Motor steuern, und denkt, daß sei mit einem per PC-regelbaren Netzteil möglich. Die eigentliche Frage ist aber, warum er Motor irgendwie angesteuert werden soll, und vor allem, warum.

Wenn das klar wäre, könnte man drüber nachdenken, wie man das hinbekommt. Da könnte z.B. die Frage auftauchen, ob der Motor denn auch bremsen können muß, d.h. ob Mehrquadrantenbetrieb erforderlich ist.

Oliver

OP

Danke für Infos. Bezüglich der obigen Anmerkungen: Ich lese mit Python verschiedene Marker aus Audiodateien aus und möchte die entsprechenden Zeitsequenzen mit einem Labornetzgerät bzw. in weiterer Folge mit Verbrauchern koppeln. Ich würde zunächst einmal sicherstellen wollen, dass das Ansteuern über Python funktioniert. Sebastian schreibt, dass beim KA3005P „ die Steuerkommandos ein wenig Zeit für die Übertragung“ benötigen. Auch in dem Review-Video wird auf Latenzzeiten hingewiesen. Ich würde gerne, so weit das eben möglich ist, eine instantane Koppelung anstreben, die synchron zum Abspielen der Audiodatei abläuft. Könnte man das durch den Einsatz von einem anderen (teureren) Gerät optimieren?

Peter P. schrieb:

Sebastian schreibt, dass beim KA3005P „ die Steuerkommandos ein wenig Zeit für die Übertragung“ benötigen. Ich würde gerne, so weit das eben möglich ist, eine instantane Koppelung anstreben

Na ja, bei 9600/8N1 braucht "VSET1:12.34" schon mal 110 Bitzeiten, also gut 11ms für die Übertragung. Dann messe ich so 20ms Reaktionszeit der KA3005P-Firmware bis zum Einsetzen der Regelung. Und dann braucht das Netzteil unter Last 3ms um den Ausgang umzuregeln.

Aber du könntest ja eventuell die Weiterleitung der Audiodaten um diese 34ms verzögern?

Peter P. schrieb:

Könnte man das durch den Einsatz von einem anderen (teureren) Gerät optimieren?

Es kommen jetzt so langsam die Nachfolgemodelle des KA3005P in den Markt. Eins davon ist das KA3005PEA (z.B. https://eleshop.eu/korad-ka3005pe-an.html). Das erlaubt es, die Ausgangsspannung durch eine 0-10V Eingangsspannung zu steuern. Dessen Regelung soll wohl auch schneller sein. Aber die 0-10V Steuerspannung müsstest du ja auch erst einmal vom PC gesteuert generieren. Klar, kann man mit uC mit DAC, Boostregler und OPV an USB auch machen ...

LG, Sebastian

Angehängte Dateien:

Wenn du dynamisch und schnell Motoren und anderen Verbraucher (plural?) per Rechner ansteuern möchtest, ist dir vielleicht mit einer festen Stromversorgung und ein paar Motor-Controllern oder anderen Leistungs-Steuereinheiten besser gedient. Du bist dann auch flexibler, wenn du irgendwann mal mehr Leistung oder eine andere Spannung benötigst. Und vermutlich auch billiger.

Peter P. schrieb:

Ich würde gerne, so weit das eben möglich ist, eine instantane Koppelung anstreben, die synchron zum Abspielen der Audiodatei abläuft. Könnte man das durch den Einsatz von einem anderen (teureren) Gerät optimieren?

Du könntest die Audiodatei vorher abspielen und dann für die Audioausgabe verzögern, so dass für die Steuerung von ... genügend Zeit bleibt. Dann kannst du dir "instantan" sparen.

Gast

Peter P. schrieb:

Ich würde gerne, so weit das eben möglich ist, eine instantane Koppelung anstreben, die synchron zum Abspielen der Audiodatei abläuft.

Verstehe ich dich richtig, dass das Labornetzteil wie eine Lichtorgel den Pegel der Musik ausgeben soll? Oder gar ein hörbares Audio Signal?

Für beides sind Netzteile nicht geeignet. Dafür sind Netzteile nicht gebaut, wohl aber Audio Endstufen. Es gibt auch welche, die keine untere Grenzfrequenz haben, also bis auf 0 Hz runter unterstützen.

Sebastian schreibt, dass beim KA3005P „ die Steuerkommandos ein wenig Zeit für die Übertragung“ benötigen. Auch in dem Review-Video wird auf Latenzzeiten hingewiesen. Ich würde gerne, so weit das eben möglich ist,

Du kannst die Kiste mit jedem beliebigen Programm ansteuern das eine serielle Schnittstelle ansteuern kann. Im Bild mal ein Beispiel meiner eigenen Testsoftware.

Du siehst das die kleinste Zeit die da man da einstellen kann 50ms sind. Das ist das schnellste was ich zuverlaessig hinbekommen habe. Irgendwo zwischen 20 und 50ms lag die Grenze des machbaren.

Vanye

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