ich würde gerne eine JPG auf einen EPROM schreiben.
Und dann? Für die Nachwelt aufheben? Dann solltest du den zugehörigen Decoder in ein zweites EPROM brennen und das dazulegen.
Mein JPG hätte 7174 bytes aber wenn ich es in ein HEX File konvertiere,
hat es 43.938 bytes.
Dann lass die Konvertierei doch einfach bleiben, wenn du dir den Grund für das Wachstum nicht erklären kannst (hier ein Tipp: sieh dir den Aufbau deiner Hex-Datei mal genauer an, da wird schon mal jedes Binärbyte in 2 ASCII-Zeichen umgewandelt) und brenne das Binärfile ins EPROM.
Mit nem Trichter und nem Hammer ;-)
Schau Dir mal die Hex an, ich kenne die knapp dreimal so groß wie die bin. Weil dort jedes Byte Hex dargestellt wird dazu noch eine Prüfsumme und vorab die Adresse. Da Deine aber 6x größer ist vermute ich das die Daten konvertiert wurden und nun ca 13kB brauchen würden. Das zeigt eine Vergleich im Editor (für die Hex) und einem Hexeditor (für die bin) recht schnell.
ich würde gerne eine JPG auf einen EPROM schreiben.
Und dann? Für die Nachwelt aufheben? Dann solltest du den zugehörigen
Decoder in ein zweites EPROM brennen und das dazulegen.
Mein JPG hätte 7174 bytes aber wenn ich es in ein HEX File konvertiere,
hat es 43.938 bytes.
Dann lass die Konvertierei doch einfach bleiben, wenn du dir den Grund
für das Wachstum nicht erklären kannst (hier ein Tipp: sieh dir den
Aufbau deiner Hex-Datei mal genauer an, da wird schon mal jedes
Binärbyte in 2 ASCII-Zeichen umgewandelt) und brenne das Binärfile ins
EPROM.
Ja genau ich habe das JPG mit so einem Online File2Hex Konverter umgewandelt. 😬😬😬
Ich würde gerne damit eine nette Zeitkapsel bauen und wäre euch dankbar wenn ich gute Tipps für die Umsetzung bekommen könnte.
Wie bekomme ich das 7KB JPG in ein Binärfile umgewandelt sodass ich es dann auf den EPROM brennen kann?
Ich würde gerne damit eine nette Zeitkapsel bauen und wäre euch dankbar
wenn ich gute Tipps für die Umsetzung bekommen könnte.
Du meinst, der EPROM hält die Daten viel länger als du noch lebst? Ich
weiß ja nicht, wie alt du so bist …
Wie bekomme ich das 7KB JPG in ein Binärfile umgewandelt sodass ich es
dann auf den EPROM brennen kann?
Das JPEG ist eine Binärdatei.
Ok müsste ich dann das JPG umbenennen von Foto.jpg auf Foto.bin?
Mindst 18jahre sollten die Daten aufn Eprom bleiben.
Sollte ja passen ansonsten hätten all die Retro Computer aus den 80igern jetzt ordentlich Troubles
Hast du denn überhaupt ein EPROM-Programmiergerät und kannst damit umgehen? Und: Wer kann in 18 Jahren die Datei noch auslesen? Und den Inhalt dann als JPEG interpretieren? Wäre da nicht ein Foto (Abzug) geschützt eingerollt in eine Form einbetoniert sinnvoller?
Ja, ich weiß, ich beantworte nicht die Frage. In 18 Jahren wird es wohl noch Eprommer geben, die dann die Datei auslesen können und irgend ein EDV-Heini wird dann auch die ersten Bytes als JPEG Kodierung erkennen. Kleb' nur gut das EPROM-Löschfenster zu, nicht dass da zu viel UV-Licht reinkommt...
Fragt sich nur, wer in 18J noch ein Gerät besitzt, mit dem sich EPROMs
lesen lassen.
Naja, es gibt ja schon eine aktive Sammler-Szene, die Homecomputer und Videospiele/automaten aus der 80ern restaurieren. Die werden das auch in 18 Jahren noch können. Alle werden bis dahin auch noch nicht tot sein bzw. das Hobby final eingestellt haben. Die paar Seiten Hex-Code könnte man ja auch ausdrucken bzw. gleich auf eine Stahlplatte mittels CNC einfräsen lassen. Dann kommt so richtig 80.-Jahre-Feeling auf, wie damals, als wir die Hex-Listings aus dem 64er mit dem MSE abgetippt haben. Um das (potentielle) Rätsel noch zu erhöhen, könntest du das ganze AES 128 verschlüsseln. Evtl. kann man dies bis dahin knacken...
Dateiformate von vor 30+ Jahren können wir auch heute noch lesen. Gut, bei manchen wie dem gruseligen PCX könnte es zuweilen knapp werden (teilweise war da ja eine byteweise Kopie von EGA-Daten mit ihren vier verschachtelten "Planes" drin), aber auch GIF stammt ja aus dieser Zeit.
Eproms, die Anfang der 90er mit 'intelligenten' Algorithmen gebrannt wurden, sind oft nach 20 Jahren schon nicht mehr komplett lesbar (hier schon öfter aufgeschlagen). Also, lesbar schon, aber es steht Grütz drin.
Wenn, dann brennt man so einen Stein also mit dem sturen 50ms per Byte Algorithmus.
Mein JPG hätte 7174 bytes aber wenn ich es in ein HEX File konvertiere,
hat es 43.938 bytes.
Das ist normal.
Entscheindend ist jedoch dein JPG mit 7174 Bytes,
das passt also in dieses Eprom!
Jeder, der ein geeignetes Eprom-Programmiergerät hat und mit dessen Schnittstelle am PC umgehen kann, ist in der Lage deine Datei in dein Eprom zu bringen.
Wenn Du unbedingt mit Eprom's was tun willst, dann nimm lieber mind. 256er (27C256). das sind 32K und die sind die gängisten Eprom's. Aber dann welche suchen von Ti oder ST.
ich würde gerne eine JPG auf einen EPROM schreiben.
Ich würde das JPEG in ein RGB-Format umwandeln und die BMP-Daten ins EPROM schreiben. Dazu noch einen ASCII-Text, der beschreibt, was da drauf ist und wie man es darstellt. Dann ist es auch egal, wenn irgendwann keiner mehr ein JPG decodieren kann.
Ich würde das JPEG in ein RGB-Format umwandeln und die BMP-Daten ins
EPROM schreiben.
Dann müsste das EPROM aber deutlich größer werden als ein 2764. Und irgendjemand muss dem Menschen, der das EPROM in ferner Zukunft vielleicht auszulesen versucht, auch noch den Tip geben, sich den Kram mit einem Hexeditor anzusehen, der auch Klartext anzeigt.
Wenn man beim 2764 bleibt, könnte man die unbenutzten Bytes allerdings auch mit Text füllen, der darauf hinweist, daß das Bild im JPG-Format abgelegt ist.
Das wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten, daß man eine Bedienungsanleitung mitliefern muss.
Andererseits, wer weiß, was in vierzig Jahren los ist. So lange (oder noch länger) behalten gut gebrannte EPROMs jedenfalls ihren Inhalt, sonst wären all' die alten Homecomputer à la C64 etc. schon ausgefallen.
der Ton in diesem Forum ist echt... naja.
So sich das Maul zu zerreisen ob ein privates Projekt sinnvoll ist oder nicht kann euch doch egal sein.
Heute ist Sonntag, habt ihr nichts besseres zu tun?
Mindst 18jahre sollten die Daten aufn Eprom bleiben.
Es könnte schwierig werden, ein Eprom zu finden, das die Daten garantiert so lange hält.
Alternativ könnte man die Daten auf ein Blatt Papier drucken. Vorne base64 codiert (das wird man in 18 Jahren mit Sicherheit erkennen und lesen können) und hinten als QR Code, um eine Alternative zu haben.
Es könnte schwierig werden, ein Eprom zu finden, das die Daten
garantiert so lange hält.
Es ist aber überhaupt nicht schwierig, Geräte zu finden, in denen noch viel ältere EPROMs ihre Programmierung behalten haben. 40 Jahre? Kein Problem. In vielen der 8-Bit-Homecomputer wurden EPROMs verwendet, auch in frühen PCs steckten EPROMs.
Und viele, sehr viele davon funktionieren heute auch einfach noch.
Es könnte schwierig werden, ein Eprom zu finden, das die Daten
garantiert so lange hält.
Es ist aber überhaupt nicht schwierig, Geräte zu finden, in denen noch
viel ältere EPROMs ihre Programmierung behalten haben. 40 Jahre? Kein
Problem. In vielen der 8-Bit-Homecomputer wurden EPROMs verwendet, auch
in frühen PCs steckten EPROMs.
Und viele, sehr viele davon funktionieren heute auch einfach noch.
Wenn sie richtig programmiert wurden, ist auch eine hohe Data retention möglich.
Es gab auch viele Geräte, bei denen vorzeitig Bits in EPROMs gekippt sind, einfach weil das verwendete Programmiergerät den Programmieralgorithmus nicht richtig implementiert hatte.
Es gab auch viele Geräte, bei denen vorzeitig Bits in EPROMs gekippt
sind, einfach weil das verwendete Programmiergerät den
Programmieralgorithmus nicht richtig implementiert hatte.
Klar. Kann mich an einen Apple IIe erinnern, bei dem das Zeichengerator-EPROM flau war. Auswirkung waren merkwürdig flimmernde Zeichen.
Ein vorsichtiges Auslesen und Neuprogrammieren hatte damals (vor 1985) das Problem gelöst.
Ok müsste ich dann das JPG umbenennen von Foto.jpg auf Foto.bin?
Ja.
Mindst 18jahre sollten die Daten aufn Eprom bleiben.
Das wird reichen.
Also so ein Lötzinn! Und woher weiss der Finder dann, welches Format das sein soll?
Außerdem halte das gewählte EPROM für sowas nicht unbedingt geeignet: Spannung anlegen, 8-bit Adresse anlegen, Chip enable setzen, 8-Bit Daten auslesen und speicher, CE aus, Adresse inkrementieren, CE an , Daten lesen und speichern. Wiederholen bis EPROMspeicher Ende. Behaupte mal das schnallen in 18 Jahren nicht mehr viele.
Nimm wenigstens ein EEPROM. Keine Kapazitätsprobleme, keine weitere Hardware außer einem MC nötig. Serielle Datenübertragung, kein ganzer Bus.
Ich finde die Idee schon etwas 'strange'. Wenn mir heute jemand ein 27C64 gibt, dann sage ich dem jetzt schon: "mach es selbst".
Diese alten Dinger hatte ich in den 80er. Dafür hat jetzt kaum noch einer Hardware dafür.
SPI oder I2C würde ich noch basteln, aber doch nicht 8-Bit parallel.
Und dass soll in 20 Jahren besser sein? Da haben noch weniger Leute die Lust, diese alten Teile zusammen zu löten.
Wenn du ein Bild für länger brauchst: Mach ein 3D Glasfoto. Das hält sehr lange, und ist ohne Zusatzhardware erkennbar.
Behaupte mal
das schnallen in 18 Jahren nicht mehr viele.
Wieso, hat jetzt eine Evolution eingesetzt die die
Menschheit mit der Zeit wieder dümmer werden läst?
von Steve van de Grens schrieb:
Dieter S. schrieb:
Ich würde gerne damit eine nette Zeitkapsel bauen
Darunter kann ich mir nichts vorstellen. Was soll das sein?
Dann schau mal auf Kirchturmspitzen, da ist manchmal
unter der Wetterfahne eine Kugel, darin befinden sich
Gegenstände oder Schriftstücke drinn aus der Zeit wo der
Turm gebaut wurde. Manchmal wenn der Turm restauriert
wird, wird die Kugel wieder geöffnet.
Warum die Bilddatei nicht auf Lochstreifen stanzen,
da sind die Daten vielleicht noch sicherer als auf
ein Eprom.
Einen JPEG-Dekoder nach der Spezifikation neu zu programmieren ist
allerdings eine Herkulesaufgabe.
Warum gehst du davon aus, dass die existierenden in 18 Jahren unbrauchbar sein würden? Die existierenden GIF-Decoder funktionieren doch schließlich auch noch, und die sind älter.
Warum gehst du davon aus, dass die existierenden in 18 Jahren
unbrauchbar sein würden?
Warum sollte man ein JPEG auf einem EEPROM speichern wollen, wenn es eine Standardplattform wäre, für die andere Datenträger (z.B. CF-Card) einfacher zu handhaben wären?
Die Open-Source-Dekoder-Impementierung (en ?), die ich gefunden habe, wären alle vom Speicherbedarf nicht als Mikrocontroller-Lösung in Frage gekommen.
Warum sollte man ein JPEG auf einem EEPROM speichern wollen, wenn es
eine Standardplattform wäre, für die andere Datenträger (z.B. CF-Card)
einfacher zu handhaben wären?
Naja, eine CF-Card dann noch zu lesen? Weiß nicht. Einen einfachen Parallelspeicher auszulesen, können wir auch heute noch - kommt ja nicht auf Geschwindigkeit an. Eine Diskette kann schon kaum noch jemand lesen, und auch bei CD-ROMs wird die Luft schon dünn. Beide sind jünger als EPROMs.
Ich würde gerne damit eine nette Zeitkapsel bauen und wäre euch dankbar
wenn ich gute Tipps für die Umsetzung bekommen könnte.
Naja, so einen Vielpinner würde man eher wegschmeißen, als sich extra ein Lesegerät zu basteln.
Nimm besser einen iButton EEPROM, z.B. DS1977 (32kB). Da braucht man nur einen IO-Pin zum Auslesen.
In 18 Jahren wird es wohl noch Eprommer geben, die dann die Datei
auslesen können
Nicht das Lesen, sondern das Schreiben kann ein Problem werden.
Das Lesen erfolgt wie ein ganz normaler Speicherbaustein (Flash, SRAM).
Beim Schreiben wird ein spezielles Timing und eine spezielle Spannung benötigt. Das Problem fängt wahrscheinlich schon beim Löschen an.
Naja, man braucht halt ein Laufwerk dafür. Hab gehört, der ein und andere hat davon soviele, dass er welche davon sogar heute noch verkauft. Zumindest die 3.5", die 5 1/4" Teile, yo, da wirds eng. ;)
Warum sollte man ein JPEG auf einem EEPROM speichern wollen, wenn es
eine Standardplattform wäre, für die andere Datenträger (z.B. CF-Card)
einfacher zu handhaben wären?
Ob Flashspeicher, egal ob CF, SATA-SSD oder USB-Stick, mal die gleiche data retention time erreichen werden wie UV-EPROMs? Diese waren auch "nur" für 20 Jahre spezifiziert, der größte Teil davon hat aber die doppelte Zeit ohne jegliche Alterung überstanden. Da muss Flash erstmal hinkommen.
Bei SSD und USB-Sticks geht das nur mit aktivem Management. D.h. einmal im Jahr an Strom!
Zumindest die 3.5", die 5 1/4" Teile, yo, da wirds eng. ;)
Das sind aber die, die am ehesten noch die letzten 30 Jahre lang die Daten gehalten haben könnten. Die 3.5er haben ja oft schon nach Wochen den Geist aufgegeben. Selbst ein "Intenso"-USB-Stick ist ein dauerhaftes Medium im Vergleich damit. :-))
Nimm besser einen iButton EEPROM, z.B. DS1977 (32kB).
Da brauchst du aber noch eine Protokollbeschreibung dafür. Ein simples Auslesen paralleler Daten war/ist so hinreichend einfach, dass man das auch ohne Dokumentation hin bekommt. Lediglich das Pinout müsste noch drauf stehen.
Ein simples
Auslesen paralleler Daten war/ist so hinreichend einfach, dass man das
auch ohne Dokumentation hin bekommt. Lediglich das Pinout müsste noch
drauf stehen.
Man könnte ein Foto des Pinout aufs EPROM brennen...
Ein simples
Auslesen paralleler Daten war/ist so hinreichend einfach, dass man das
auch ohne Dokumentation hin bekommt. Lediglich das Pinout müsste noch
drauf stehen.
Man könnte ein Foto des Pinout aufs EPROM brennen...
:-)
Auf die Keramikgehäuse kann man gut mit Bleistift schreiben.
Ein simples
Auslesen paralleler Daten war/ist so hinreichend einfach, dass man das
auch ohne Dokumentation hin bekommt. Lediglich das Pinout müsste noch
drauf stehen.
Man könnte ein Foto des Pinout aufs EPROM brennen...
:-)
Auf die Keramikgehäuse kann man gut mit Bleistift schreiben.
Auf die Keramikgehäuse kann man gut mit Bleistift schreiben.
Blei geht gar nicht, wegen RoHS.
Wann gab's denn die letzten Bleistifte, die noch welches hatten? ;-) Die wurden lange vor RoHS schon auf Graphit umgestellt. Man hat nur vergessen, auch den Namen umzustellen, und es gab damals keine Bleistift-Lobby, die die Verwendung des Namens "Bleistift" für Stifte ohne Blei hätte untersagen lassen …
Die 3.5er haben ja oft schon nach Wochen
den Geist aufgegeben. Selbst ein "Intenso"-USB-Stick ist ein dauerhaftes
Medium im Vergleich damit. :-))
Hm, da hab ich andere Erfahrungen gemacht. Ich hab noch jede Menge Amiga-Sachen im Keller und zu Beginn von Corona hab ich den Kram mal aus dem Keller geholt und angepackt, das Zeug lag seit 2001 in Kisten verpackt im Keller und ist teilweise aus den 80er, das meiste von Anfang der 90er. Erstaunlicher Weise ist alles noch lesbar gewesen, ich muss da zugeben, dass ich selbst überrascht war.
Auf die Keramikgehäuse kann man gut mit Bleistift schreiben.
Blei geht gar nicht, wegen RoHS.
Wann gab's denn die letzten Bleistifte, die noch welches hatten? ;-) Die
wurden lange vor RoHS schon auf Graphit umgestellt. Man hat nur
vergessen, auch den Namen umzustellen, und es gab damals keine
Bleistift-Lobby, die die Verwendung des Namens "Bleistift" für Stifte
ohne Blei hätte untersagen lassen …
Aber EEPROMs stechen ein UV-EPROM locker aus, weil die Isolationsschicht anders aufgebaut ist. Werte von 100 Jahren aufwärts sind dort in Datenblättern üblich:
Das Abspeichern des Bildes im Rohformat ist besonders dann vorteilhaft, wenn einzelne Bits zu kippen beginnen. Denn dann ist nur 1 einziger Pixel im Bild vom Fehler betroffen und nicht wie bei JPEG gleich ein größerer Block korrupt.
Die 3.5er haben ja oft schon nach Wochen
den Geist aufgegeben. Selbst ein "Intenso"-USB-Stick ist ein dauerhaftes
Medium im Vergleich damit. :-))
Hm, da hab ich andere Erfahrungen gemacht. Ich hab noch jede Menge
Amiga-Sachen im Keller und zu Beginn von Corona hab ich den Kram mal aus
dem Keller geholt und angepackt, das Zeug lag seit 2001 in Kisten
verpackt im Keller und ist teilweise aus den 80er, das meiste von Anfang
der 90er. Erstaunlicher Weise ist alles noch lesbar gewesen, ich muss da
zugeben, dass ich selbst überrascht war.
Beim Apple habe ich ähnliche Erfahrungen. Sowohl IIGS als auch Mac/Lisa-Disketten sind auch nach 40 Jahren noch relativ unproblematisch lesbar.
Jörg hat aber insofern recht, dass das, was an 3,5"-Disketten ab 1995 verkauft wurde, schon im Neuzustand unbrauchbarer Schrott war. Damals waren die Disketten schon 10 Jahre auf dem Markt und dieser hatte sich dahingehend konsolidiert, dass nur die billigsten Produktionswerke übrig waren. Die haben dann alle beliefert, egal welcher Name draufstand.
Bei 8" und 5,25" hatten wir das Problem nicht. Die sind ausgestorben bevor sie billig wurden :-)
Dann schau mal auf Kirchturmspitzen, da ist manchmal
unter der Wetterfahne eine Kugel, darin befinden sich
Gegenstände oder Schriftstücke drinn aus der Zeit wo der
Turm gebaut wurde. Manchmal wenn der Turm restauriert
wird, wird die Kugel wieder geöffnet.
Beim Apple habe ich ähnliche Erfahrungen. Sowohl IIGS als auch
Mac/Lisa-Disketten sind auch nach 40 Jahren noch relativ unproblematisch
lesbar.
3.5"-DD-Disketten sind kein Problem. 3.5"-HD-Disketten aber waren schon Anfang der 90er oft nur Write-only-Medien. Auch nagelneue "Marken"-Diskette, in mehereren "Marken"-Diskettenlaufwerken, an verschiedenen FDCs -- alles Dreck.
Und kurz drauf war einfach die Speicherkapazität von Disketten so uninteressant wie heute die von CDs oder auch DVDs.
Hand hoch:
Wer hat hier in diesem Jahr noch einen DVD-Rohling beschrieben? Und wer einen CD-Rohling?
die alten Dinger sind erstaunlich robust. Ich hatte mal ein Schnellademodul für den C64 ohne Gehäuse aus einer Restekiste gekauft, da lag jahrelang im Bastelzimmer (südseite) auf dem Fensterbrett ohne eine Abdeckung(Aufkleber) des Löschfenster. Als ich dann mal genau so ein UV-EPROM brauchte, dachte ich, ich nehme das, das sollte ja längst gelöscht sein, Pustekuchen, selbst eine Woche unter einer Lupe konnten den Daten nichts anhaben, UV-Nagellacktrockner auch nicht, erst ein Löschgerät mit der passenden Wellenlänge hat es dann geschafft. Ich kenne aber auch schon Steuergeräte aus Auto der 90er mit gekippten Bits die sprangen dann nicht mehr an weil die Checksumme nicht mehr passte. Das gleiche EPROM wieder neu beschrieben und das Ding funktionierte wieder. Ich denke umso älter die Dinger, desto größer die Speicherzelle und die Isolationsschicht. Wodurch die eben viel später erst kippen.
da lag jahrelang im Bastelzimmer (südseite) auf dem Fensterbrett
Die müssen aber schon draußen liegen, Glas schirmt UV ab.
Ich hatte mal einige EPROMs draußen vor die Dachluke gelegt. Nach dem Sommer waren immer noch Daten drauf. Erst die klare Wintersonne konnte sie alle löschen.
Als ich dann mal genau so ein UV-EPROM brauchte, dachte ich, ich nehme
das, das sollte ja längst gelöscht sein, Pustekuchen, selbst eine Woche
unter einer Lupe konnten den Daten nichts anhaben,
Vergleiche einmal die Wellenlänge (max) und die Intensität (min) des UV-Lichts zwischen Datenblatt und den Quellen. Tageslicht braucht sehr sehr lange zum Löschen.
Wir haben Anfang der 70er uns eigenes Programmiergerät für das Intel 1702 entwickelt und die Erfahrung gemacht, dass sich das 1702 bei Dunkelheit nicht programmieren ließ. Aber vielleicht lag es auch am Programmiergerät.
Es ist deutlich teurer, ein EPROM dorthin zum Löschen zu bringen, als ein anständiges EPROM-Löschgerät. Selbst wenn man das persönlich in einem anderen Land abholt und die Reise dorthin als Kaufpreisbestandteil ansieht.
Wer hat hier in diesem Jahr noch einen DVD-Rohling beschrieben? Und wer
einen CD-Rohling?
Ich, tatsächlich.
Mir ist die letzten Jahre bewusst geworden, WIE beschissen USB-Sticks eigentlich sind und habe dann vor ein paar Monaten tatsächlich mal zwei Doubletten gebrannt, mit Daten, die ich in 10 Jahren vielleicht noch brauche.
mit Daten, die ich in 10 Jahren vielleicht noch
brauche.
Das setzt natürlich voraus, daß Du in zehn Jahren noch ein funktionierendes CD*-Laufwerk** hast.
Wenn Du jetzt ein USB-CD-Laufwerk hast, dann bestehen gute Chancen, daß Du das auch in zehn Jahren noch verwenden können wirst (sofern Du es gut lagerst), denn USB-Anschlüsse werden Computer auch in zehn Jahren noch haben.
Wenn das aber ein Einbau-SATA-Laufwerk ist, sieht die Chancenlage schon anders aus.
*) nach Belieben auch DVD oder BluRay
**) nach Belieben auch "Brenner"
Der Vorteil des Jahres 2023 ist, dass in vielen Belangen die Computertechnik das Ende der Fahnenstange erreicht hat. SATA-I gibt es seit 2002, SATA-III seit 2008 und SATA-3.2 gibt es zwar seit 2013, ist aber bis heute tot, weil man die Geschwindigkeit nicht braucht, und M.2 und M.3 mittlerweile SATA für HDDs ablöst.
Ich bin also guter Dinge, dass SATA noch länger erhalten bleibt. Zur Not eben als SATA->USB. Auch wenn die USB-Dongle nicht den kompletten Standard erfüllen, wird man zumindest die Daten herunter bekommen.
Hab gerade geguckt: USB->IDE Adapter gibt's sogar auch noch.
Du solltest Dir auf jeden Fall eine passende Sammlung Adapter /jetzt/ beschaffen. Ob Du nämlich in zehn Jahren noch einen USB-SATA- oder gar einen USB-PATA-Adapter bekommst, ist unsicher.
Vor zwanzig Jahren bekam man recht problemlos USB-SCSI-Adapter. Versuch' sowas mal heute zu kaufen.
Ich wäre mir da nicht so sicher. Vielleicht wird es in 10 Jahren ein "Mag Fiber" statt USB geben, also ein per Magnet fixiertes Glasfaserkabel. PCI-E Karten könnte man in PCs auch geräteintern mit Thunderbolt aka. USB4 ersetzen, dann könnte man die ganz anders Stapeln. Wi-Fi könnte durch Li-Fi ergänzt werden. Ram könnte man für schnellere Verbindung gleich in den CPU Sockel mit rein stapeln. Und vielleicht bekommen wir ja auch endlich mal Optische Datenspeicherwürfel. etc.
Hier ist noch eine Alternative neben Lochstreifen,
Daten zu speichern, wurde früher mal so gemacht.
Ist aber teurer als Lochstreifen, aber beliebig oft löschbar
und neu beschreibbar. Das waren sozusagen die Speichersticks
vor 60 Jahren.
Ernsthaft? PCI oder PCIe ja, aber USB? Habe ich nicht in Erinnerung.
Ja, USB.
Gabs von verschiedenen Herstellern, eine frühe Variante (nur Full-Speed-USB) wurde von Adaptec um die Jahrtausendwende herum unter dem Namen "USB Connect 2000" verkauft, entwickelt wurde das Ding allerdings von Shuttletech (SCM).
Ohne Devicetreiber kann man damit SCSI-Massenspeicher (Festplatten, CD- und auch magnetooptische Laufwerke) nutzen, sofern diese auf ID0 eingestellt sind. In dieser Betriebsart ist das Ding also auch heute noch mit praktisch jedem Computer nutzbar.
Mit Devicetreiber ließ sich das "EZ-SCSI"-Paket von Adaptec verwenden, das einen ASPI-Treiber zur Verfügung stellte. Über diese Treiberschnittstelle waren dann auch Flachbettscanner ansteuerbar, und es konnten auch mehrere Geräte gleichzeitig am Bus angesprochen werden. Den Devicetreiber gabs nicht von Adaptec, sondern nur von SCM. Trotz der "2000" im Namen unterstützte Adaptec das Produkt nicht unter Windows 2000.
Das aber war sehr ... empfindlich, so war es überhaupt nicht plug&play-tauglich; nicht nur der USB-Adapter, sondern auch alle angeschlossenen Geräte mussten zur Bootzeit vorhanden sein.
Der Hersteller Ratoc hat über einen längeren Zeitraum auch USB-SCSI-Adapter hergestellt, die dann auch 16-Bit-Betrieb (Wide-SCSI) und höhere Datenraten auf der USB-Seite unterstützten.
Wie kann man einen Lochstreifen löschen? Durch Zukleben der Löcher?
Zumindest hatte damals "Patchen" noch eine reale Bedeutung. ;-) (Bei uns in der Rechenstation stand ein Handlocher herum. Man konnte den Streifen einlegen und dann mit einem Stößel durch eine Lehre hindurch die passenden Löcher nachstanzen.)
Vor allem dumm, wenn der Kartenstapel herunter fällt und die Lochkarten
durcheinander kommen;)
Deshalb hatte FORTRAN (machen sie es heute auch noch?) alles ab Spalte 72 als Kommentar bewertet, sodass man dort seine laufende Kartennummer einstanzen konnte.
Deshalb hatte FORTRAN (machen sie es heute auch noch?) alles ab Spalte
72 als Kommentar bewertet, sodass man dort seine laufende Kartennummer
einstanzen konnte.
Das Beste ist immer noch, das Bild in einen Stein zu meißeln.
Steinzeugtafeln mit aufgebranntem keramischem Farbdruck.
Haltbarkeit: mehrere 100.000 Jahre, wenn erosionsgeschützt (vermutet).
https://de.wikipedia.org/wiki/Langzeitarchivierung
Oder das krasse Zeug rauchen.