Für ein interaktives Museums-Projekt wird eine waagerechte Plattform benötigt (ca. 1m x 1m), die sich mittels Elektroantrieb in mehr oder weniger zufälliges zweidimensionales (!) horizontales Rütteln versetzen lässt. Dazu ist die Plattform "schwimmend" (auf Kugeln und seitlich mit Federn gedämpft) gelagert.
Es gibt Ideen dafür (siehe Bild: drei Unwuchten mit unterschiedlicher Drehzahl per Zahnriemen bewegt), aber es wäre nett, wenn man sowas vorab simulieren könnte. Frage nun:
Welche Software kann man dafür verwenden bzw. wird empfohlen? Sie sollte in vertretbarer Zeit erlernbar sein, zumindest um diesen einen Fall zu testen. Es ist auf absehbare Zeit unser einziges Mechanik-Projekt, jahrelange Studien und/oder erhebliche Kosten wären no gos. Vielleicht gibst ja Open Source Tools oder 14-Tage-Demos für sowas.
Die Simulation sollte die tatsächlichen Bewegung und, falls möglich, erreichbare Frequenzen und die notwendige Motorleistung ermitteln. Maße und Massen würden natürlich erfasst.
Plan B ist ein Modell 10:1, aber Software wäre natürlich erstmal "cooler" ...
Oder es findet sich jemand, der mit so einem Tool umgegen kann und das für uns macht, natürlich gegen Entgelt.
Ich denke, dass sich dein Problem mit ihren Tool simulieren lässt, wie lange man braucht um das hinzubekommen ist eine andere Frage und ob es dann auch etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat ist auch noch nicht sicher.
Ich denke, dass sich dein Problem mit ihren Tool simulieren lässt, wie
lange man braucht um das hinzubekommen ist eine andere Frage und ob es
dann auch etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat ist auch noch nicht
sicher.
Grüße
Flo
Hab mich tatsächlich dort mal angemeldet, werde ich am WE erkunden. Danke für den Tip.
Vielleicht eine ganz andere Richtung - es gibt im Reha- Bereich solche Rüttel / Wackelplatten. Fertig und mit Zulassung zur Anwendung am Menschen. Vielleicht eine fertige Alternative mit allen Bepperlis drauf..
Oder zum Technik- bzw. Datenblattstudium - wie die mit welchem Aufwand welche Beschleunigungen erreichen.
Dazu ist die Plattform "schwimmend" (auf Kugeln und seitlich mit
Federn gedämpft) gelagert.
Federn dämpfen aber nicht. Die erzeugen nur eine Gegenkraft.
Bei der Resonanzfrequenz des Feder-Masse-Schwingers wird sich das Objekt selber zerstören. Die kann man auch von Hand ausrechnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Federpendel
Die Simulation sollte die tatsächlichen Bewegung und, falls möglich,
erreichbare Frequenzen und die notwendige Motorleistung ermitteln.
Das wird so nix. Die Bewegung wird chaotisch sein, also nicht simulierbar. Denn der momentane Bewegungsvektor der Platte beeinflusst wieder die Rotationsbewegung der drei Drehmassen wodurch die Drehzahl beeinflusst wird wodurch sich die drei anregenden Kraftvektoren wieder ändern die die Bewegung beeinflussen.
Wie man eine Motorleistung für so eine chaotische Bewegung berechnet weiß ich spontan nicht.Wenn das System oberhalb der Eigenresonanz betrieben wird dann sollte die Motorleistung hoch genug sein damit die Resonanz schnell durchlaufen wird bevor das Ding anfängt durch den Raum zu springen.
So ein System wird natuerlich unterhalb der Resonanz betrieben, denn oberhalb nehmen die Amplituden schnell ab, zudem Koppeln die einzelnen Systeme.
Es gibt ja nicht nur xy Bewegungen, sondern auch Rotationen. Die Motoren haben auch eine Masse, der Tisch auch. Allenfalls stellt man noch etwas drauf.
Dann sollte man sich entscheiden, ob man das System im linearen Bereich betreibt, oder nichtlinear wird. Im linearen Bereich kann man alle Einheiten entkoppelt betrachten, im nichtlinearen Fall eben nicht.
Vielleicht eine ganz andere Richtung - es gibt im Reha- Bereich
solche
Rüttel / Wackelplatten. Fertig und mit Zulassung zur Anwendung am
Menschen. Vielleicht eine fertige Alternative mit allen Bepperlis
drauf..
Die Reha-Dinger hab ich mir angesehen, die sind zu klein und zu hochfrequent. Ziel ist eine Art (spielerischer) Erdbeben-Simulator, siehe Bild. Chaotische Bewegungen sind erwünscht ...
Dazu ist die Plattform "schwimmend" (auf Kugeln und seitlich mit
Federn gedämpft) gelagert.
Federn dämpfen aber nicht. Die erzeugen nur eine Gegenkraft.
Bei der Resonanzfrequenz des Feder-Masse-Schwingers wird sich das Objekt
selber zerstören. Die kann man auch von Hand ausrechnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Federpendel
Ja, unglücklich formuliert. Wir denken über Feder-Stoßdämpfer-Kombis nach, die nur einen harten Anschlag am Rand verhindern, im gestreckten Zustand aber kaum dämpfen sollen.
Unsere x/y Prüfstände (Betonplatte) stehen auf Federn und werden rein hydraulisch bewegt. Das geht nur bei relativ niedrigen Frequenzen, ist aber frei programmierbar > Zufall läßt sich auch programmieren ;-)
Unsere x/y Prüfstände (Betonplatte) stehen auf Federn und werden
rein
hydraulisch bewegt. Das geht nur bei relativ niedrigen Frequenzen, ist
aber frei programmierbar > Zufall läßt sich auch programmieren ;-)
Der 3-Achser ist erheblich komplizierter....
Beton ist "etwas" zu massiv für unseren Zweck. Der Sinn ist sowas hier:
Muß ja keine Betonplatte sein und Hydraulik ist ggf eine Schweinerei. Dann eben mit Pneumatik, billig und einfach. Ist auch etwas sanfter durch die Kompressibilitität des Mediums. Da fällt man ggf nicht so leicht um (Unfallschutz)
Du brauchst Wegbegrenzer. Das ist mit Zylindern automatisch gegeben!
Der Standardansatz fuer solche Geschichten sind die 6 Beiner, welche allerdings 3D koennen. Und auch bei Flugsimulatoren zum Einsatz kommen.
zB : https://www.loftdynamics.com/
Vielleicht eine ganz andere Richtung - es gibt im Reha- Bereich
solche
Rüttel / Wackelplatten. Fertig und mit Zulassung zur Anwendung am
Menschen. Vielleicht eine fertige Alternative mit allen Bepperlis
drauf..
Die Reha-Dinger hab ich mir angesehen, die sind zu klein und zu
hochfrequent. Ziel ist eine Art (spielerischer) Erdbeben-Simulator,
siehe Bild. Chaotische Bewegungen sind erwünscht ...
Ein Erdbeben ist bei Weiten kein "chaotisches" Gewackel. Es gibt eine Vorzugsstoßrichtung, in welcher die meiste Kraft übertragen wird.
Die Reha-Dinger hab ich mir angesehen, die sind zu klein und zu
hochfrequent. Ziel ist eine Art (spielerischer) Erdbeben-Simulator,
siehe Bild. Chaotische Bewegungen sind erwünscht ...
Ein Erdbeben ist bei Weiten kein "chaotisches" Gewackel. Es gibt eine
Vorzugsstoßrichtung, in welcher die meiste Kraft übertragen wird.
Es geht ja nicht um ein wissenschaftliches Instrument, sondern um "Erlebnistechnik" mit einem marginalen popuplärwissenschftlichen Anspruch.