folgendes Problem: ich möchte aus konstruktiven Gründen sicherstellen, dass der an einer unbekannten Steckdose 230VAC eingesteckte Schuko-Stecker Phasenrichtig steckt. Wenn er verkehrt herum eingesteckt wird, dann soll der Stromkreis dahinter getrennt bleiben.
Problem: der zickige FI-Schutzschalter, der selbst bei einem Eltako Bistabilen Relais (Phasentest gegen PE) auslöst. Normale Photo-MOS Relais haben auch bis 15mA Steuerstrom...
Gibt es für dieses Problem eine hochohmigere Lösung, bei der der FI nicht auslöst?
Du kannst ja erstmal mit den 230V ein Hilfsnetzteil versorgen, was
dann
die Last zuschaltet. Damit kann man z.B. 1mA Fehlerstrom verstärken.
Schon klar, mit genügend großem Aufwand geht das - meine Hoffnung ist, dass es ein Relais gibt, welches sich mit Halteströmen von <=10mA zufrieden gibt...
Schon mal geschaut wie normale billige Steckdosentester sowas machen?
Die erkennen auch wo L und N ist.
Für eine 2mA Low-Current LED (oder eine Glimmlampe) löst kein FI aus...
Manche haben auch eine Logik drin die das erkennt. Aber genau das wäre deine Lösung. Das muss billig zu machen sein, inkl. "Netzteil", weil die Tester auch nix kosten.
Einfach ein Relais dass gerade so den FI nicht auslöst ist doch auch Murks. Nach VDE sollten pro Verbraucher nicht mehr 3,5mA PE Strom fließen.
Spule 230V AC, Spulenwiderstand 32500Ω, da fließen mehr als 3mA, aber
auch weniger als die geforderten 10mA.
Warum nimmst Du nicht die Leistungsaufnahme an AC von 0,74VA?
Damit komme ich auf rechnerisch 3,22mA an 230V.
Frage ist nur noch, wie hoch der Einschaltstrom ausfällt..
Frage ist nur noch, wie hoch der Einschaltstrom ausfällt?
Bei einer Induktivität gibt es keinen Einschaltstromstoß. Das wussten schon die alten Ägypter mit ihrem berühmten Sprichwort, das bis heute noch die volle Gültigkeitskraft hat:
Bei einer Induktivität gibt es keinen Einschaltstromstoß.
Natürlich kann es den geben, immer dann wenn der Kern in Sättigung gerät. Bei einem Relais kommt noch die anfangs offene Armatur hinzu, die verringert die Induktivität erheblich.
Natürlich kann es den geben, immer dann wenn der Kern in Sättigung gerät.
Aber nicht beim Einschalten, sondern erst hinterher, wenn das Relais angezogen hat.
Der Kern kann zwar in Sättigung gehen, darf aber eigentlich nicht in Sättigung gehen. Sonst ist das Relais absichtlich falsch konstruiert worden, um Material einzusparen.
Natürlich kann es den geben, immer dann wenn der Kern in Sättigung gerät.
Aber nicht beim Einschalten, sondern erst hinterher, wenn das Relais
angezogen hat.
Nein.
Der Kern kann zwar in Sättigung gehen, darf aber eigentlich nicht in
Sättigung gehen. Sonst ist das Relais absichtlich falsch konstruiert
worden, um Material einzusparen.
Warum das denn? Nur weil dir meine Antwort nicht gefällt?
Ich vermute, weil man ja die Spannung genau nach einer positiven Halbwelle abschalten könnte und zufällig wieder genau vor einer positiven Halbwelle wieder einschaltet. Dann sieht die Spule zwei positive Halbwellen hintereinander, was zur dreifachen Flussdichte führen kann im Vergleich zum Normalbetrieb. Mach hier bei dem großen Innenwiderstand nichts. Bei einem Trafo ist das schon ein Thema.
Wie wäre es mit einer 1N4007 (Diode) in Flußrichtung mit nem
Widerstand, oder und C und damit ein Gleichspannungsrelais schalten.
Stecker falsch rum, Diode sperrt.
Der C lädt sich über die Diode auf und dann fließt sowieso kein Strom mehr.
Eine Diode sperrt zwischen N und PE nix. Sie leitet nur nicht, so wie alles was zwischen N und PE angeschlossen ist.
Allerdings über der VDE Empfehlung von 3,5mA.
Für ein Gerät welches nicht dauerhaft angeschlossen ist, sicher kein Problem. Aber bei einer dauerhaften Installation steigt mit solchen Basteleien die Gefahr dass ständig der FI wegen irgendwas kommt. Andere Geräte im Netz haben ja auch Fehlerströme.