Hi,
ich suche ein Instrumentenverstärker für ein Drucksensor.
Der Drucksensor gibt mir 0-2mV (meist aber nur 0-0.5mV) aus und muss 1000x pro Sekunde gemessen werden.
Der Instrumentenverstärker soll dann via ADC ausgelesen werden, also ein wert zwischen 0-3.3V ausgeben.
Wäre da der INA125 geeignet oder gibt es das bessere Kandidaten?
Der INA125 ist nicht ideal. Du hast 2mV Signal und möchtest auf etwa 2V für den ADC kommen. Also Verstärkung 1000. Da hat der INA125 schon mal zuwenig Bandbreite. Da dein Signal recht dynamisch ist, wäre zu überlegen ob man nicht einen AC Verstärker nimmt.
Der Drucksensor gibt mir 0-2mV (meist aber nur 0-0.5mV) aus und muss
1000x pro Sekunde gemessen werden.
Dann wäre es wohl gut, erstmal das Analogsignal vernünftig zu verstärken, bevor sich da irgendein Mikrocontroller mit beschäftigt. Die Bandbreite dieses Analogverstärkers wäre dann ein Kompromiss aus ausreichend großer Bandbreite zur Verstärkung eines möglich unverfälschten Signals und einer Begrenzung der Bandbreite zu Reduzierung des unvermeidlichen Rauschanteils.
Auf den Seiten von HBM kann man auch nachlesen wie man DMS richtig auswertet und misst. Stichworte sind Wheatstoneschen Brückenschaltung, Trägerfrequenzverfahren und 6-Leiter-Technik.
Bis du im Selbstbau an die Qualität und Zuverlässigkeit eines HBM-Verstärkers rankommst, vergehen Monate. Bei ein paar 1000 € für einen Verstärker und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die in jedem 2. Unilabor zu finden sind, die klare Empfehlung borgen oder kaufen!
Der oben genannte AD8421 hat eine Kleinsignalbandbreite bei 1000-facher Verstärkung von 200kHz (Datenblatt S.4(31)),
Settling time 5µs, die Slew Rate ist nur bis 100-fach angegeben, 35V/µs
Reicht das für 1kHz Samplerate?
Die ganze Kurve im Bild spielt sich innerhalb 1ms ab.
Dann solltest du das Signal mit mindestens 20kHz abtasten, um halbwegs den tatsächlichen Verlauf zu bekommen. Du brauchst also eine stattliche analoge Bandbreite.
So exotisch ist das nicht.
z.B. Druckmessung im Brennraum einer Verbrenners.
Das war das erste woran ich auch dachte. Allerdings wollte ich erst mal wissen was das Ganze überhaupt soll.
Und siehe da, plötzlich sind es Dehnungsmeßstreifen. ;-)
Auf den Seiten von HBM kann man auch nachlesen wie man DMS richtig
auswertet und misst. Stichworte sind Wheatstoneschen Brückenschaltung,
Trägerfrequenzverfahren und 6-Leiter-Technik.
Bis du im Selbstbau an die Qualität und Zuverlässigkeit eines
HBM-Verstärkers rankommst, vergehen Monate. Bei ein paar 1000 € für
einen Verstärker und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die in
jedem 2. Unilabor zu finden sind, die klare Empfehlung borgen oder
kaufen!
Solche Verstärker gibt es doch auch von Brüll & Knüll. :) (Bruel und Kjaer)
Meines begrenzten Wissens nach sind DMS-Verstärker deshalb nicht einfach, weil Drift- und Temperaturstabiliät eine große Rolle spielen. Beim Anwendungsfall des TO ist das aber eher nicht so.
Meines begrenzten Wissens nach sind DMS-Verstärker deshalb nicht
einfach, weil Drift- und Temperaturstabiliät eine große Rolle spielen.
Beim Anwendungsfall des TO ist das aber eher nicht so.
Bei den schnellen Signalen (gemäß Abbildung mit unbekannter x-Achse) ist ein mehrstufiger AC-Verstärker wohl die einfachste Lösung.
Für 1 kHz Abtastrate von DMS hatte ich den AD820 verwendet. Brückenspannung war 5 V.
Das ist so nicht richtig, Gewicht ist nur eine Teilmenge von Kraft. Konkret ist das Gewicht die Kraft auf einen massebehafteten Körper in einem Schwerfeld.
Und Küchenwaagen mit DMS funktionieren auf der ISS tatsächlich nicht!
Das ist so nicht richtig, Gewicht ist nur eine Teilmenge von Kraft.
Konkret ist das Gewicht die Kraft auf einen massebehafteten Körper in
einem Schwerfeld.
Was heist denn Teilmenge?
Auf dem Mond mißt die Waage nur ein sechstel der hiesigen Kraft, damit auch Gewicht. Die Masse ist trotzdem dieselbe.
Der DMS liefert ein Maß für eine Längenänderung des Gegenstands, auf dem er aufgeklebt ist. Die hängt irgendwie mit der Elastizität des Gegenstands zusammen, wenn eine Kraft auf ihn einwirkt.
AD7730, MCP356X, TI hat garantiert auch sowas im Angebot, es gibt dedizierte ADCs für DMS-Brückenschaltungen. Da kann die Verstärkung frei gewählt werden und direkt digital ausgelesen werden.
AD7730, MCP356X, TI hat garantiert auch sowas im Angebot, es gibt
dedizierte ADCs für DMS-Brückenschaltungen. Da kann die Verstärkung frei
gewählt werden und direkt digital ausgelesen werden.
Ja nur bei den ADCs direkt für DMS kann man keine 100kSPS machen.
Die Ausgangsspannung kann dann mit jedem ADU weiterverarbeitet werden, der schnell genug und zur weiteren Verarbeitung geeignet ist, evtl. auch direkt vom ADU des Controllers.
@TO: in Deinem Fall ist kein instrumentenverstärker notwendig, es reicht ein schneller OP als Differenz erstärker. Langzeitstabilität des Nullpunkts, Erwärmung durch die Messung. absolute Genauigkeit etc. spielen keine Rolle.
Erweitert die Möglichkeiten.
Viel schwieriger ist sicherlich die applizierung des DMS um das zu messen, was ihr eigentlich messen wollt