Hallo in die Runde,
ich hoffe, dass sich hier der eine oder andere "Crack" findet, der sich einfach besser mit Netzwerktechnik auskennt.
Es gibt (neben zahlreichen anderen Geräten) einen PC bei uns im Haus, der in einem Raum steht, in den leider kein Netzwerkkabel verlegt wurde. WiFi möchte ich dort nicht nutzen.
Es gibt jedoch ein ca. 15 m langes Telefonkabel.
Ich habe die zwei Adernpaare des Telefonkabels nun als "Netzwerkkabel" zweckentfremdet.
Das "scheint" soweit wirklich gut zu funktionieren, aber...
Von Zeit zu Zeit sehe ich in der Windoes "Erweitere Netzwerkeinstellungen"-Anzeige, dass die "Verbindungsgeschwindigkeit" plötzlich von 10 (Mbps) auf 1000 (Mbps) umspringt - und direkt danach bricht dann die Netzwerkverbindung zusammen.
Ich habe schon in den "Weitere Adapteroptionen" unter "Konfigurieren..." bei "Speed & Duplex" den Wert "10 Mbps Full Duplex" hart eingestellt (steht normalerweise auf "auto negotiate").
Der PC ist über einen (unmanaged) 10/100/1000-Switch mit dem Router verbunden. Der Router ist auch DHCP. Leider so eine doofe Vodafone Connect Box ohne viele Einstellmöglichkeiten. In dem Router wird der PC als Gerät mit "100 Mbps"angezeigt.
Ich habe schon mal "wireshark" installiert, werde aber aus den Anzeigen nicht schlau.
Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich die Übertragungsrate "fest" auf die 10 Mbit/s eingestellt bekomme. Ich habe den Verdacht, dass - warum auch immer - die Rate "plötzlich" umspringt und dann die Verbindung über das alte Kabel einfach nicht mehr funktioniert.
Sonstige Tipps, was ich - ohne Neuverkabelung - machen kann?
WiFi kommt auch nicht stabil in dem Raum an. Ich kann einen WiFi-Repeater in den Raum stellen, aber eigentlich bevorzuge ich Kabel - sofern es denn stabil läuft...
Über Tipps würde ich mich echt freuen!
Grüße,
Alex
Ich habe schon in den "Weitere Adapteroptionen" unter "Konfigurieren..."
bei "Speed & Duplex" den Wert "10 Mbps Full Duplex" hart eingestellt
(steht normalerweise auf "auto negotiate").
Wenn Du Auto-Negotiation ausschaltest, dann muss dass auf beiden Seiten abgeschaltet werden und beide Seiten auf den gleichen Verbindungstyp (Mautype) eingestellt werden. Wenn du das nicht machst dann läuft die Seite, die Auto-Negotiation macht immer im Halb-Duplex Betrieb weil es zu dort beim Verbindungsaufbau zu einem Timeout (Parallel-Detection) kommt. Bei Parallel-Detection wird immer auf Halb-Duplex geschaltet.
Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund auf der PC-Seite Auto-Negotiation abzuschalten. Besser wäre es Auto-Negotation mit Advertisement von 10/100 MBit/s zu nutzen. Wenn das bei Deiner Netzwerkkarte nicht einzustellen geht, dann probiere es mit einer Karte, die max 100 MBit/s kann.
Es gibt auch 20m lange vorkonfektionierte RJ45-Netzwerkkabel, die man in
wenigen Minuten verlegen könnte.
Ja, ich werde tatsächlich noch mal gucken, ob ich nicht ein neues Kabel eingezogen bekomme. Mir ist noch eingefallen, dass es in dem Raum noch eine alte TV-Dose gibt. Da könnte echt ein Rohr verlegt sein, durch welches ein CATx-Kabel passt.
10 Mbit oder 100 Mbit Karten gibt eohl eher nicht mit PCI-E Anschluss. Aktuellere Mainboards eher nicht mit PCI Anschluss. Selbst als USB wird es schwer 100 Mbit oder weniger aufzutreiben.
Daher würde ich eher nach Modems oder Telefonextender für Ethernet suchen. Powerlan Adapter umbauen soll auch gehen. Wenn Kabel auf der Wand am WAF scheitert würde ich Glasfaser nehmen.
Von Zeit zu Zeit sehe ich in der Windoes "Erweitere
Netzwerkeinstellungen"-Anzeige, dass die "Verbindungsgeschwindigkeit"
plötzlich von 10 (Mbps) auf 1000 (Mbps) umspringt - und direkt danach
bricht dann die Netzwerkverbindung zusammen.
Für 10/100 braucht es nur 4 Drähte 1-2;3-6 vielleicht nur diese beschalten?
Ich habe schon in den "Weitere Adapteroptionen" unter "Konfigurieren..."
bei "Speed & Duplex" den Wert "10 Mbps Full Duplex" hart eingestellt
(steht normalerweise auf "auto negotiate").
Wäre auch mein Ansatz. Ich hatte mal vor Jahren den Fall, da waren Hauptgebäude und Nebengebäude über ein Telefonkabel verbunden, da hat es genau so funktioniert.
Nicht bei jedem Treiber kann man ALLES einstellen. Leider kann sich mit dem nächsten Update schon wieder viel ändern. Deswegen war ich gleich für neues Kabel (statt alles 3x anzufassen). Dafür habe ich viel negatives Lob bekommen. Danke Euch.
Mal was Produktives:
https://www.barox.de/produkte/ip-produkte/utp-koax-extender/item/1157-up-ext-set
Haben wir getestet mit UTP 100Mbit auf 120m Länge.
Referenz waren 2 PCs mit Iperf und die Verbindung ist stabiel ohne Probleme.
Brauchst halt nut ein Telefonkabel wie du es ja hast.
Kosten um die 150€ geht aber auch günstiger.
Für genau solche Probleme wurde G.hn entwickelt.
Kann man z.B. als Devolo GigaBridge kaufen, funktioniert einwandfrei und blastert bei mir über wenige Meter 2-adrige Telefonstrippe GBit, die Geräte zeigen an das die Verbindung in beide Richtungen für 1700MBit gut sei, und zumindest in eine Richtung kann ich 1000MBit voll ausfahren, um beide Richtungen gleichzeitig zu testen hatte ich kein Equipment.
Zudem hat man die Auswahl, ob man Antennenkabel oder Telefon nutzen möchte.
Doch, 100 MBit ist bei USB durchaus noch zu finden.
Hilft nicht, er muss zuverlässig auf 10 Mbit begrenzen. Aber selbst an einer reinen 10Mbit-Schnittstelle weiß man nicht, ob der dumme Switch gegenüber nicht versucht, auf 100 Mbit zu wechseln - das Szenario scheint er doch aktuell zu haben.
Ich habe schon in den "Weitere Adapteroptionen" unter "Konfigurieren..."
bei "Speed & Duplex" den Wert "10 Mbps Full Duplex" hart eingestellt
(steht normalerweise auf "auto negotiate").
Eben. Damit sollte es doch sicher funktionieren?!
Oder es liegt an deinem Ethernetadapter, im Anhang wird der RJ-45 einer USB-C docking station auf diese weise gebremst.
Damit sollte es doch sicher funktionieren?!
Oder es liegt an deinem Ethernetadapter, im Anhang wird der RJ-45 einer
USB-C docking station auf diese weise gebremst
Genau diese Einstellung meine ich.
Auf deinem Screenshot im rechten Bereich steht jedoch 1000 Mbps. Bet mir stehen (standen) dort 10 Mbps, aber alle paar Minuten wechselte es plötzlich auf 1000 Mbps (und dann brach der Verbindungsaufbau mit Webseiten ab bzw. ein "Ping" zeigte timeouts.
Es ist mir ein bisschen peinlich, aber ich hatte ja geschrieben, dass ich berichten werde.
Der (schon vorhandene) unmanaged switch ist ein TL-SG105E von TP-Link. Laut Hersteller-Webseite unmanaged.
Als ich im Netz nach dem weiter oben empfohlenen Netgear GS105E gesucht habe, wurde mir der bei uns vorhandene TP-Link mit der Überschrift "managed switch" in der Suche angezeigt. Ich bin dann mal alle IP-Adressen in der Verbindungsliste von unserem Router durchgegangen und tatsächlich war dort eine IP, die ich keinem Gerät zuordnen konnte: dann Browser aufgemacht und IP aufgerufen... tada, ein TP-Link Webinterface. admin / admin eingetragen und drin!
Es ist die ganze Zeit ein managed switch gewesen, ohne dass ich es wusste!
Der Port zu dem besagten PC ist jetzt auch im switch auf 10 Mbps eingestellt. Seitdem keine einzigen Abbrüche mehr beim Aufbau von Webseiten. Ping kommt nahezu immer durch und diese Anzeige im Windows ist seitdem auch nicht mehr auf 1000 Mbps umgestiegen. Hat jetzt mehrere Stunden stabil funktioniert.
Das war natürlich eine schöne einfache Lösung, auf die ich auch selbst hätte kommen können...
Ich danke euch allen für die rege Diskussion und die vielen Tipps. Nur dadurch hab ich das Problem verstanden und entdeckt, dass der Switch besser ist, als ich immer dachte!
Sonstige Tipps, was ich - ohne Neuverkabelung - machen kann?
Es gibt diese Chinesischen 100Mbit/s USB-Lan Adapter.
Wenn man dort ein paar Kondensatoren rein lötet um die Versorgungspannung zu stabilisieren dann schaffen die 6Mbit/s. Hab davon zwei gekauft, die sind beide gleich schnell und mit dem Kondensator-Mod schaffen die dann die 6Mbit/s.
Unter Linux könntest du die Datenrate leicht fest einstellen, aber WinDOS ist eben nicht ganz so zugänglich, da kommt man an die Systemkonfiguration nicht so leicht ran. Aber vielleicht gibt es da auch einen Registry Mod.
Es gibt diese Chinesischen 100Mbit/s USB-Lan Adapter.
Wenn man dort ein paar Kondensatoren rein lötet um die
Versorgungspannung zu stabilisieren dann schaffen die 6Mbit/s.
Das Problem ist ja nun gelöst, aber mir fällt trotzdem noch ein Hinweis ein: Wenn man z.B. auf dem Flohmarkt eine PCI-LAN-Karte kauft, die noch BNC und TP-Anschluss hat, dann sollte die mit hoher Wahrscheinlichkeit nur 10 MBit können. Ist es ein Realtek-Chipsatz (Krabben-Logo), läuft die auch noch unter modernen Systemen ...
„ Das Problem ist ja nun gelöst, aber mir fällt trotzdem noch ein Hinweis ein: Wenn man z.B. auf dem Flohmarkt eine PCI-LAN-Karte kauft, die noch BNC und TP-Anschluss hat, dann sollte die mit hoher Wahrscheinlichkeit nur 10 MBit können…“
Und wo kommen dann die Treiber her - wenn das dann unter diesen Windows-Schrott auch noch laufen soll?