Der längliche IC ist für den Betriebsstundenzähler, leider ist die Aufschrift nicht mehr vollständig lesbar.
Der kleine IC ist ein SAK215, dieser ist für den Drehzahlmesser zuständig. Den originalen Sak215 habe ich schon gegen einen China IC ersetzt, jetzt macht dieser aber auch schon wieder Probleme, der Drehzahlmesser springt sporadisch hin und her.
Leider ist nun auch der Betriebsstundenzähler ausgefallen, der Schrittmotor wird nur noch warm, auf dem roten und einem grünen Kabel liegen konstant 12v an.
Da der Drehzahlmesser eh immer ungenau war wollte ich nun ein Refit mit Schrittmotorumbau vornehmen...
Das blaue Poti habe ich schon ersetzt, der hängt am SAK215, damit wird der Strom für das Zeigerinstrument kalibriert. Der hat nichts mit dem Betriebsstundenzähler zu tun.
Für mein Projekt der Umrüstung auf Schrittmotor für den Drehzahlmesser muss ich die Klemme W der Lichtmaschine mit einem uC auswerten, hierbei soll es sich um eine pulsierende Gleichspannung handeln. Wie kann ich das am besten anstellen?
Ich würde das Klemme W Signal auf einen Optokoppler mit Vorwiderstand legen. Die Spannung sollte nicht großartig über der Ladespannung liegen, also irgendwo bei 14V. Könnte das so klappen?
Der Motor will zwei um 90° phasenversetze Spannungen, so wie ein
Kondensatormotor.
Danke für die Antworten. Die Funktionsweise des Motors verstehe ich nicht, ich habe leider auch nichts dazu im Internet gefunden. Also wie sollte ich diesen Motor ansteuern? Das rote Kabel ist auf der Platine mit S+ beschriftet, die beiden grünen mit S1 und S2, auf der Platine hängen zwei BC337 daran.
Zur Schrittmotorsteuerung brauchst du eine entsprechende Steuerung, nix mit + und - dran und läuft.
ABEr: du warst doch der mit der größeren LiMa im Boot?
Probier erstmal nen anderen DZM, nicht das die Klemme W nur Müll ausgibt. Dann muss der DZM spinnen.
Danke für den Hinweis, ich bin davon ausgegangen, dass der IC nur für das Zeigerinstrument ist, das Zählwerk übernimmt es jedoch auch.
Ich habe testweise Mal eine Spannung von 12V auf das rote und jeweils eine grüne Leitung gelegt, der Motor springt dann Schrittweise weiter wenn ich die Masse zwischen den grünen Leitungen wechsle. Dann kann ich das Ganze einfach mit zwei Transistoren und Schutzdioden mit dem uC realisieren. Ich muss dann nur noch raus bekommen mit welcher Taktfrequenz ich drauf gehen muss, damit das Zählwerk richtig die Stunden zählt.
Nach Zählung der Zähneanzahl und Berechnung des Übersetzungsverhälnisses komme ich auf 45 Ticks pro Spule für eine Stunde, also 90 Ticks insgesamt pro Stunde. Durch Ausprobieren konnte ich das bestatigen.
Könnte die Schaltung wie im Schaltplan so funktioniern?
h+ ist die Aktivierung des Betriebsstundenzählers. L1 und L2 sind die Spulen des Schrittmotors.
Klemme W habe ich mit 14V für die pulsierende Gleichspannung angenommen. Macht hier ein Tiefpass noch sinn, falls der Opptokoppler anfängt zu "flackern" beim ein- bzw. ausschalten?
OK, 10k als Arbeitwiderstand sollte reichen, da hängt ja nur der uC Input dran.
Das mit dem CTR verstehe ich nicht so richtig. Wenn ich den Vorwiderstand der Optokoppler-Led auf 2,4k erhöhe sollten ca. 5mA bei 14V fließen, passt das dann?
Das mit dem CTR verstehe ich nicht so richtig. Wenn ich den
Vorwiderstand der Optokoppler-Led auf 2,4k erhöhe sollten ca. 5mA bei
14V fließen, passt das dann?
Ja, und auf Empfängerseite sollte der Lastwiderstand dann nicht mehr als 10% davon zulassen.
Ich Frage mich jedoch wie sich der Optokoppler an der Klemme W verhält. Das Signal ist eine sinusförmig pulsierende Gleichspannung, wobei sich die Frequenz mit der Lichtmaschinendrehzahl ändert. Wie verhält sich der Optokoppler beim sinusförmigen Ansteigen oder Abfallen der Spannung? Gibt's da eine Schaltschwelle ab der die Diode plötzlich leuchtet oder gibt's da eine Art analoges Verhalten am Ausgang des Optokopplers?
Wie verhält sich der Optokoppler beim sinusförmigen Ansteigen oder
Abfallen der Spannung?
Auch da gilt das Datenblatt. Im Datenblatt von so einem 4N35 gibt es Kurven, die z.B. den Kollektorstrom oder das normierten CTR als Funktion vom LED-Strom darstellen. Wenn sich der Strom also sinusförmig ändert, rutscht der Optokoppler munter auf seiner Kennlinie rum.
Aber es gibt natürlich auch Optokoppler mit Logikausgang, die intern bereits einen Schmitt-Trigger enthalten, wie z.B. den H11L1M, dessen Schaltschwelle dann fest im Bereich um 1mA LED-Strom liegt.
Ich werde es mit dem 4N35 testen, die habe ich gerade zur Hand. Als Mikrocontroller soll ein RP2040 Zero Board aufgrund der kompakten Maße zum Einsatz kommen. Dieser uC besitzt Schmitttrigger Eingänge mit einer Hysterese von 0,2V
die beiden Drehzahlmesser im Boot kommen ins 35. Jahr.
Wenn die Dichtungen am Instrument ok sind oder sie im Steuerhaus verbaut sind, werden diese Instrumente sehr viele Jahrzehnte alt. Hatte hier schon welche, die 50 Jahre oder älter waren und immer noch gut waren.