Technikdarstellung in Serien und Filmen

OP #7699499
Lesenswert?

Hallo

Technik- und Softwareanwendung wird ja in Serien und Filmen oft dramatisiert bis verfälschend dargestellt - ob es an den mangelnden Wissen der Autoren oder an den Publikumserwartungen liegt, welche erfüllt werden(werden müssen?) sei mal einfach dahingestellt. Meine Frage: In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt - und ich meine jetzt keine Filme und Serien, die sich bewusst in ein technisches Thema beschäftigen, sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

Nebenbei: Gibt es eigentlich "Arzt" und "Schulserien" in dem es um die eigentlichen Arbeitsinhalte oder das Lernen geht - also keine (!) Herzschmerz, keine Mobbings und "erwachsen werden" Storys, kein "Dokumentation" eines "Helden" sondern mehr so eine Art "Jobbeobachtung" mit Erklärung der "technischen" Vorgänge ohne Dramatisierung, ohne "menscheln"?

#7699520
Lesenswert?

Darius schrieb:

Publikumserwartungen

Vor allem „erwartet“ das Publikum bei geheimer Technik Analog-Oszilloskope, die einen durchlaufenden Sinus oder als Steigerung eine sich drehende Lissajous-Figur zeigen. Ich habe selber einmal vor Jahren unseren Messbulli (Entwicklung Fahrzeugantenne) für Filmaufnahmen einer Vorabendserie zur Verfügung gestellt und sollte genau diese Dinge zeigen. Gegenüber dem Requisiteur konnte ich dann mit dem Argument, dass die Funkgeräte am Set zu sehr stören würden, den SA durchsetzen, das erschien mir dem Narrativ der Observation angemessener.

#7699537
Lesenswert?

Darius schrieb:

Gibt es eigentlich ...

Sehr sicher nicht. Es geht um Unterhaltung, und Unterhaltung bezieht sich auf Dinge, die Menschen tun, und nicht auf technische Details, die die meisten Menschen eh' nicht verstehen.

Für "uns" als technikaffine Menschen könnte jemand, der tatsächlich sinngebend an einem Oszilloskop herumschraubt, auch interessant sein, aber für das überwiegende Publikum von Filmen, Vorabend- und sonstigen Serien ist es das nicht. Dem fehlt der nötige Sachverstand.

Und das gleiche trifft auf das zu, was Lehrer im Alltag machen, oder auch das, was Ärzte im Alltag machen. Das verstehen die wenigsten, oder, da es sich ja auch um Interaktion mit anderen (Schüler oder Patienten) handelt, erzeugt eher Widerwillen gegenüber den Schülern & Patienten.

Abgesehen von seinem Arzt interessiert sich niemand für die Hautkrankheiten von Ewald Globsow, oder für die Leseverständnisprobleme von Robbin Schlombowski.

Für Leute, die gerne anderen beim Am-Oszilloskop-Herumschrauben zusehen, gibt es entsprechende Spartenkanäle auf Videoportalen à la Youtube.

Vielleicht gibt es ja auch Hautkrankheiten-Kanäle, oder "ich check' das nicht"-Leselernschwächenkanäle. Aber die dürften für die sehr große Mehrheit genauso spannend sein wie das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=PLOPygVcaVE

(Firma: egal) #7699549
Lesenswert?

Darius schrieb:

sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

Da wir wohl auch deshalb gerne was Fiktives verwendet, um nicht gleich als "Schleichwerbung" angeprangert zu werden (oder eben nur, wenn die dargestellten Firmen auch entsprechend viel dafür zahlen). Dann noch der Ärger mit Firma A, weil du das Produkt der Firma B verwendet hast und ihres dadurch benachteiligt hast usw.

Deine Frage wäre bei Anwälten, deren Fachgebiet sowas ist, fast besser aufgehoben. Die wissen wo ihre Mandanten (Filmproduktion, Fernsehsender usw.) schon alles irgendwann mal verklagt worden sind. Mit frei zugänglichen Lehrfilmen über Medizin könntest du wohl ganzen Generationen von Anwälten ihr Einkommen sichern.

OP #7699550
Lesenswert?

Hallo

na ja Youtube und seine "Nerd" ;-) Videos nutze ich intensiv. Aber gerade wegen meinen Erfahrungen und den jeweils üblichen Genre typischen Storys (auch Roadmovies und "Kunstfilme" sind erschreckend gleichartig in der Story da ändern Filmförderung und Anspruch auch nur selten was dran - leider) hatte ich auf Hinweise auf Ausnahmen und positive Beispiele gehofft...

Wobei

https://www.youtube.com/watch?v=PLOPygVcaVE

1,7 Millionen Aufrufe...

Also soooo langweilig kann das dann doch nicht sein ;-)

Das sind etwa 1,6 Millionen mehr Aufrufe als es aufwendig und gut gemachte Videos aus meinen Interessensbereich und von "meinen" Kanälen in der Spitze bringen... Oft aber auch 1,698 Millionen mehr Aufrufe. Wobei ich annehme, dass "meine" (unsere) Videos im "meinen" (unseren) Themenbereichen aber dann auch konzentriert und vollständig -was auch mal mehr als 60 Minuten sein kann, angeschaut und nachvollzogen werden...

Als nur ein Beispiel eines solchen Kanals https://www.youtube.com/watch?v=pYq1R81d6Us

Selbst Medienstars (Na ja - Nerdstars ...) und relative Massenthemen (Relativ...) können bei Anspruch und Qualität des Inhalts nicht mit trockender Farbe mithalten... https://www.youtube.com/watch?v=dxJzD8pWwHM

#7699555
Lesenswert?

Ein dankbares Genre sind „Weltraumfilme“ mit einer wissenschaftlich-technischen Bandbreite von furchtbar (Star Wars) bis ganz ordentlich (Der Marsianer). Auch „Das Boot“ von Petersen und „The Wolf’s Call“ fokussieren auf den Umgang mit der Technik, während auf der anderen Seite z.B. „Unternehmen Petticoat“ das ernste Kriegs-Thema zu einer Untersee-Farce verkommen lässt - trotzdem unterhaltsam. Ich habe jetzt bewusst Trash wie das großartige Epos „Mars Attacs“ sowie B- und C-Movies außer Acht gelassen. Ganz zu schweigen von „Elektrothemen“, in denen Menschen auf großen geerdeten Metallstrukturen stehen und sterben, sobald ein funkensprühendes durchtrenntes Kabel diese Struktur berührt - wie auch „Computerthemen“, in denen Hacker mit Hoodie und Sonnenbrille im dunklen Keller sitzen und auf dem Monitor ein Hexdump durchläuft und Verschlüsselungen generell erraten werden - erbärmlich!

#7699562
Lesenswert?

Darius schrieb:

In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt - und ich meine jetzt keine Filme und Serien, die sich bewusst in ein technisches Thema beschäftigen, sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

In so gut wie allen.

Jedesmal wenn jemand telefoniert, jedesmal wenn jemand im Hintergrund zum Drucker läuft, jedesmal wenn jemand sein Auto anlässt wird die korrekte Verwendung von Technik gezeigt.

Die Fälle wo Technik nicht der Wirklichkeit entsprechend verwendet wird sind eher die Ausnahme, fallen einem technikaffinen Puplikum aber umso stärker auf. Beliebte Beispiele sind wenn jemand eine Datenbank hackt, wenn jemand übers Internet Ampeln lahmlegt, wenn jemand im Hobbykeller irgendwelche Wundermaschinen konstruiert.

Andererseits, Technik in Filmen sind plot devices, d.h. sie dienen dazu die Handlung voranzutreiben. Solange das ganze einigermaßen rund erklärt wird oder in den Kontext des Settings passt habe ich kein Problem damit. (Suchbegriff: willing suspension of disbelief)

#7699567
Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:

Angefangen vom unmöglichen Sandsturm am Anfang, bis zum Anbauen von Kartoffeln in Marserde. Dann Ausgraben eines alten Rovers und Nutzung zur Kommunikation. Alles komplett lächerlich.

Zur Ehrenrettung des Marsianers muss man sagen dass das Buch all dies wesentlich genauer erklärt als der Film Da wird, wenn ich mich recht erinnere, viele Seiten lang auf die Kartoffelzucht eingegangen und wie der Protagonist wochenlang Mutterboden mit Hilfe seiner Kacke und Essensresten erzeugt. Da sind sogar Rechnungen enthalten wieviel Energie und Platz notwendig ist um genug Kartoffeln für seinen Energiebedarf zu züchten.

Das einzige was wirklich garnicht geht ist besagter Sandsturm, aber der ist halt notwendig um die Story anzustoßen, so what.

OP #7699569
Lesenswert?

Hallo

Vanye R. schrieb:

Das zweitbeste Krankenhaus der Galaxie!

Die Serie gibt es ja tatsächlich...

Wenn auch ganz bestimmt nicht an realer Technik und Medizin angelehnt so ist sowas schon eher (aber mehr als Ironie, Satire) was ich mag. Schade das Erwachenenanimationsserien fast alleine dieses Feld bedienen und in "Realfilm" es fast nichts (außer weniger "Scince" Fictionserien und noch weniger Kinofilme die sich selbst und das Genre nicht ernst nehmen) geboten wird.

Aber ich schweife von meiner eigenen Frage ab...

#7699580
Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:

bis zum Anbauen von Kartoffeln in Marserde.

Warum es trotzdem geht:

https://www.youtube.com/watch?v=jcciYoBVTmM

Einige Links von YT:

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0019103520304061

Development of martian regolith and bedrock simulants: Potential and limitations of martian regolith as an in-situ resource

https://hdl.handle.net/10568/89608

Ramírez, D.A.; Kreuze, J.; Amoros, W.; Valdivia-Silva, J.E.; Ranck, J.; Garcia, S.; Salas, E.; Yactayo, W. 2019. Extreme salinity as a challenge to grow potatoes under Mars-like soil conditions: targeting promising genotypes. International Journal of Astrobiology. ISSN 1475-3006. 18:1. pp. 18-24

https://www.themartiangarden.com/

Do-it-yourself

#7699588
Lesenswert?

Le X. schrieb:

Das einzige was wirklich garnicht geht ist besagter Sandsturm, aber der ist halt notwendig um die Story anzustoßen, so what.

Das ist tatsächlich der Schwachpunkt im Buch und Film, aber zumindest können Tragflügler in der dünnen Atmosphäre fliegen. Spaßigerweise haben es sogar ein paar Bytes von mir in die Ingenuity-Software geschafft, dafür gibt es bei GitHub ein Badge :)

https://github.com/Ho-Ro?achievement=mars-2020-contributor&tab=achievements

#7699591
Lesenswert?

Darius schrieb:

In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt - und ich meine jetzt keine Filme und Serien, die sich bewusst in ein technisches Thema beschäftigen, sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

Silicon Valley Ab und zu sieht dann da auch Standups, ist aber halt sehr humorvoll und bezieht sich darauf wie die "tech scene" im Silicon Valley funkioniert.. nur auf Englisch soweit ich weiss

https://www.youtube.com/watch?v=P-hUV9yhqgY

Ansonsten noch Mr. Robot Da ist der Protagonist schwer Drogenabhängig, Schizophren und in der Freizeit Terrorist, typischer SW Entwickler halt ;)

https://www.youtube.com/watch?v=30Vxan61HbQ

#7699593
Lesenswert?

In Kriegsfilmen wir sehr oft versucht, die Technik genau nachzubilden. Inclusive der Blauen Flecken bei dem und dem Gewehr. Selbst da gilt:a

●DesIntegrator ●. schrieb:

wenn es um Sprengstoffe [Explosionen] geht, stimmt im Film überhaupt nichts mehr.

Filme überzeichnen. Wir haben uns so daran gewöhnt, dass wir z.B. private Dialoge als natürlich empfinden, obwohl sie mit RL nichts gemein haben.

Und Filme müssen verkürzen. Der DNA-Test in Stunden, der Computer-Hack in Sekunden. Auch das ist überzeichnen. I.d.R. kann man sich Detailtreue nur für Nebensächlichkeiten leisten. Wir wollen kein Foto der Wirklichkeit, sondern diese Porträts für 10€ am Eifelturm, wo die Besonderheiten mit wenigen Strichen so überzeichnet werden dass man die Person (im Film Situation) schon von weitem erkennt.

#7699613
Lesenswert?

●DesIntegrator ●. schrieb:

Also wenn ICH den T1000 zu Krümel geschossen hätte, hätte ich nicht erst gewartet bis der wieder auftaut. ich hätte den GLEICH in die Stahlschmelze geschaufelt.

Wie lange hat es gedauert bis der wieder zusammengebaut war? Das waren Sekunden.

Allerdings hätte ich bei der Verfolgungsjagd das Stück vom T1000 das am Auto hing, nicht rausgeworfen und ihm so wieder zugänglich gemacht.

#7699616
Lesenswert?

Sprengstoffe

dazu fällt mir ein Film mit Robin Renucci ein, als Erfinder eines "zweidimensionalen" Sprengstoffs. Auf dem Tisch steht eine Glasflasche, es knallt, die Flasche steht immer noch da, ist aber horizontal durchtrennt, beide Teile stehen noch aufeinander. Man sieht es erst, als er den oberen Teil abnimmt. Solche "Schneidsprengungen" sieht man sonst bei den üblichen Reklamefilmen von "Demolition Inc." und anderen, wenn sie mal wieder ein hohes Gebäude umlegen.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7699707
Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:

Nicht-Technik wird auch verschludert. So wie die Schauspieler mit ihren angeblich gefüllten Kaffeetassen umgehen, wären sie in Nullkommanix eingesaut.

Leere Koffer erkennt man auch recht gut.

Dann sind wir aber auch recht schnell nicht nur bei Regiefehlern sondern auch bei falschem Bildmaterial das man in den angeblichen Wahrheitsnachrichten bekommt.

z.B. weist man immer darauf hin, wenn ein Interview vorher aufgezeichnet wurde. Soviel Wahrheit soll also sein.

gut.

Dann könnte man allerdings auch verlangen, dass eingeblendet oder erwähnt wird, wenn ein Clip spiegelverkehrt gezeigt wurde oder ein anderer Clip mal wieder rückwärts lief.

#7699714
Lesenswert?

Mr. Robot (Serie) - die Hacking Szenen sind möglichst realistisch gehalten; was natürlich aus dramaturgischen Gründen nicht immer gelingt. Das Linuxgeplänkel mit Tyrell Wellick ist beispielsweise zum fremdschämen. Trotzdem ist die Serie Kult geworden. Mit FS0C131Y ist es wie mit Anonymous - jeder kann sich darunter verstehen, so ist es schon fast peinlich damit in Verbindung gebracht zu werden.

https://www.youtube.com/watch?v=67gYEK4FtzA

Angehängte Dateien:
Moderator Persönliche Seite #7699725
Lesenswert?

Zur ursprünglichen Frage:

Darius schrieb:

In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real (...) dargestellt

Jurassic Park, 1993: https://www.youtube.com/watch?v=dFUlAQZB9Ng

"It's a UNIX system! I know this!"

Der in dieser Szene abgebildete 3D File Explorer existierte tatsächlich für IRIX-Systeme: https://www.reddit.com/r/MovieDetails/comments/89p4n4/in_jurassic_park_the_infamous_its_a_unix_system_i/

#7699737
Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:

"Hackers" (1995) ist ein absoluter Klassiker in dem Genre. Bei dem ist gar nichts realistisch. Das "Hacken" ist aber super trashig im Stil der 90er visualisiert. Trotzdem macht er Spaß. Und mit einer noch relativ unbekannten und barbusigen Angelina Jolie.

Achso, deswegen musste also in "Password: Swordfish" unbedingt die Szene mit Halle Berry rein.

#7699741
Lesenswert?

Le X. schrieb:

Cyblord -. schrieb:

"Hackers" (1995) ist ein absoluter Klassiker in dem Genre. Bei dem ist gar nichts realistisch. Das "Hacken" ist aber super trashig im Stil der 90er visualisiert. Trotzdem macht er Spaß. Und mit einer noch relativ unbekannten und barbusigen Angelina Jolie.

Achso, deswegen musste also in "Password: Swordfish" unbedingt die Szene mit Halle Berry rein.

Ja, ich wette die wollten hier nicht zurückstehen ;-)

#7699742
Lesenswert?

Moin,

Ich sehe schon gute Gründe für die Dramatization von Technik-Effekten. Ich denke da mal an den Film mit WOPR (War Games) drin, wo WOPR akribisch versuchte die Launch Codes für die Atomvergeltungswaffen zu entschlüsseln. Da passte das ganz gut rein. Übrigens, War Games ist sonst ein ganz spannender Film.

Oder im Film "Dr. Strangelove" mit dem infamen CRM-114

https://en.wikipedia.org/wiki/CRM_114_(fictional_device)

Ganz toll fand ich den Zeitzünder mit den tollen Lamellen Display im James Bond Film "Goldfinger". Das sah für die damalige Zeit, recht toll aus.

https://www.youtube.com/watch?v=Bx9621xMI48

Ich bin der Ansicht, daß man diese Art Übertreibungen eher als literarisches Werkzeug des Autors ansehen sollte und nicht unbedingt (immer) fachmännisch kritisieren sollte. Es sei denn, man macht sich einen Sport daraus.

Gerhard

Gast #7699745
Lesenswert?

In der Netflix Serie "Völlig zerstört" steht in einem Bootshaus ein alter Computer, den sie C64 nennen. Er hat ein analoges Modem mit den typischen Geräuschen und Windows 2000.

Da passt nichts zusammen.

Gast #7699751
Lesenswert?

Monk schrieb:

Da passt nichts zusammen.

Die Szene hat noch einen Fehler. Mit dem alten Windows 2000 ruft die nerdige Hackerin (immer mit Brille, ist ja klar) die Webseite einer Immobilienbörse auf. Die Szene Spielt im Jahr 2023.

Das geht gar nicht, Windows 2000 ist dafür zu alt.

(Firma: Starfleet) #7699762
Lesenswert?

Darius schrieb:

Meine Frage: In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt

"Hidden figures", 2016 - Dazu gibt es auch einen Artikel wie das passende Scope (Tek 545B) dazu organisiert wurde, aber die Filmemacher haben dann doch auf CGI zurückgegriffen.

Als beispiel für (Über-) Dramatisierung könnte man "Contact", 1997, erwähnen, wobei die damalige Radioastronomy und ihre (sun?)-Workstations schon realistisch dargestellt wurden (IMHO):

Ach ja, der Klassiker (Star Trek IV, 1986):

#7699855
Lesenswert?

Le X. schrieb:

Jedesmal wenn jemand telefoniert, jedesmal wenn jemand im Hintergrund zum Drucker läuft,

Beim Telefonieren hört man manchmal den Gegner, manchmal nicht, so wie es gerade passt. Das gleiche mit den Signalen: Wählen, 1 Sekunde Warten, der andere meldet sich aber man hört nix, blabla bla, ein doofer Satz, dann hört man das tut tut tut. Komisch... Und Drucker sind oft rasend schnell, gern auch mit lustigen Geräuschen: Xerox Farb-Nadeldrucker mit ca. 5 Sekunden pro Seite ;)

●DesIntegrator ●. schrieb:

Wenn es um Sprengstoffe geht, stimmt im Film überhaupt nichts mehr

Der Klassiker: Die Tretmine, die erst klickt, damit man weiß das man gleich dran ist. Und Chloroform: Lappen anfeuchten, eine Sekunde ans Gesicht halten, Stundenlang Ruhe.

Gerhard O. schrieb:

Ganz toll fand ich den Zeitzünder mit den tollen Lamellen Display im James Bond Film "Goldfinger". Das sah für die damalige Zeit, recht toll aus.

Und die ganzen sich sinnlos drehenden Teile... Das Display war doch so eins mit hintereinanderliegenden Platten mit eingefrästen Ziffer, die von der Kante her beleuchtet wurden? Vom Look her ein wenig wie Nixieröhren, aber mit Glühbirne dran statt Glimmentladung.

Sehr schön auch: Jede Bombe hat einen Zeitzünder, der eine Blink-LED hat, und jede Sekunde piept. Dann weiß der Gegner wenigstens das es gleich knallt...

#7699876
Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:

Allerdings hätte ich bei der Verfolgungsjagd das Stück vom T1000 das am Auto hing, nicht rausgeworfen und ihm so wieder zugänglich gemacht

Ich hätte das abgebrochene Stück noch nicht einmal angepackt. Denn so konnte der T1000, in der Schlussszene im Stahlwerk, problemlos die Gestalt des Jungen annehmen und somit die Mutter des echten Jungen täuschen.

Dass man an den T1000 nicht einfach so ohne Sicherheitshandschuhe dranpacken darf, wussten sie ja schon seit dem der Hund "Wulfi" tot ist.

Aber gut, der Junge konnte ja nicht wissen, dass das abgebrochene Teil wieder flüssig wird und zum Besitzer zurückfließt und mit ihm verschmilzt.

#7699879
Lesenswert?

Alexander schrieb:

würde ich bei einer Zeitzünderplatine serienmäßig vorsehen. und den klassischen blauen Draht der die Zeit schneller laufen lässt wenn man ihn kappt

Wie man Zeitbomben mit vielen bunten Drähten korrekt entschärft, kann man in einem der Wixxer-Filmen sehen. :)

Was mich bei bei Technik in Serien immer extrem nervt, ist zeitliche Inkonsistenz.

Bests Beispiel: Raumschiff Enterprise (TOS). Röhrenmonitore, viele blinkende Lichter, klobige Schalter...

Star Treck - Enterprise. Spielt zeitlich vor TOS. LCD-Monitore, Tastaturen, insgesamt moderner aussehende Technik. >:(

(Firma: Starfleet) #7699906
Lesenswert?

Kann aber auch Absicht sein. Die Rechenzentren in Brazil von Terry Gilliam sind da unübertroffen.

Rechenzentren? Du meinst die Offices oder amtlichen Schreibstuben: https://www.youtube.com/watch?v=V-yXL-LDMyg

BTW: Ich stimme zu, ästhetisch ein sehr empfehlenswerter Film. Auch wenn er schon 1985 gedreht wurde. Und irrigerweise als Komödie vermarktet wurde.

OP #7700524
Lesenswert?

Hallo

Peter N. schrieb:

Was mich bei bei Technik in Serien immer extrem nervt, ist zeitliche Inkonsistenz.

Bests Beispiel: Raumschiff Enterprise (TOS). Röhrenmonitore, viele blinkende Lichter, klobige Schalter...

Star Treck - Enterprise. Spielt zeitlich vor TOS. LCD-Monitore, Tastaturen, insgesamt moderner aussehende Technik. >:(

Nun ja - echte Vorhersagen können SF Filme und Serien halt auch nicht machen. Vielmehr sind sie letztendlich oft nur eine Beschreibung des "heißen Scheiß", des Design und den akzeptierten Techniken (Atomkraft in den 50-60er "Hui" danach "Pfui" und "Schlechte Laune" Thema) aus der Zeit, aus der sie stammen.

Besonders gut sieht man das an der, zugegeben sehr Selbst- und Zeitironischen (frühe 2000er) Serie Futurama, die, obwohl sie im in den Nuller Jahren des 31. Jahrhundert spielt, mittlerweile eher ein "nostalgischer" Rückblick auf die Technik, die US-Politik und das soziale Großstadtleben der späten 1990 Jahre und der frühen 2000er ist

Was ich aber vermisse, ist eine intelligente positive Darstellung von Technik und ihrer Auswirkung im filmischen und Serienbereich der im jetzt spielt und erst recht in SF Filmen. Die positiven Utopien fehlen im Filmgeschäft und wohl auch den meisten Büchern.

#7700680
Lesenswert?

Darius schrieb:

Nun ja - echte Vorhersagen können SF Filme und Serien halt auch nicht machen.

Hier geht es ja nicht um Vorhersagen. Mit Enterprise TOS (spielt ca. 2300) haben sie eine Technik geschaffen, wie man sei sich eben in den 60er vorgestellt hat.

Star Treck - Enterprise wurde viel später gedreht, spielt aber zeitlich vor TOS. Es wäre also also kein Problem gewesen, die Technik wie bei TOS aussehen zu lassen, um stimmig zu bleiben.

#7700720
Lesenswert?

Peter N. schrieb:

Es wäre also also kein Problem gewesen, die Technik wie bei TOS aussehen zu lassen, um stimmig zu bleiben.

Vielleicht ist bei TOS (23. Jhd, wenn ich mich nicht täusche) gerade Retro angesagt gewesen? Vielleicht war da grad eine Generation an Ingenieuren am Ruder die dachte, früher war alles besser?

Cyblord -. schrieb:

Das TOS eben altbackene 60er Jahre Technik zeigt sollte kein Grund sein das jetzt für immer so machen zu müssen.

Das Dilemma haben sie bei Discovery gut gelöst. Während die Discovery innen aussieht wie ein 0815-Raumschiff aus einem beliebigen SF-Film erinnert die Enterprise in dieser Serie stark an TOS, bis hin zu dieser komischen Röhre wo Spock immer reinschaut. Das nenn ich konsequent. (Die Cpt.-Pike-Folgen waren ohnehin eine der wenigen Pluspunkte dieser Serie.)

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7700737
Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:

Peter N. schrieb:

Es wäre also also kein Problem gewesen, die Technik wie bei TOS aussehen zu lassen, um stimmig zu bleiben.

Aber warum? ENT spielt viel näher an der Gegenwart. Da machen LCD Screens schlicht sinn. Das TOS eben altbackene 60er Jahre Technik zeigt sollte kein Grund sein das jetzt für immer so machen zu müssen.

Es gibt immer noch die Künstlerische Freiheit.

Moderator Persönliche Seite #7700776
Lesenswert?

Darius schrieb:

In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt

Witzig: Die ursprüngliche Frage betraf die "reale Technik" in Serien und Filmen, doch der Großteil der Beiträge hier behandelt die unwirkliche Technik, wie Zeitmaschinen usw.

Hat der TO die Frage falsch gestellt? Oder antworten die Leute nur falsch darauf? Wenn ich das alles lese, fühle ich mich wie im falschen Film.

#7700802
Lesenswert?

Frank M. schrieb:

Hat der TO die Frage falsch gestellt? Oder antworten die Leute nur falsch darauf? Wenn ich das alles lese, fühle ich mich wie im falschen Film.

Daher Kommando: „Zurück in die Vergangenheit“ - ich werfe noch zwei Kriegsthemen (als Vater/Mutter aller Erfindungen) in die Runde:

„The Imitation Game“ (Enigma) und „Saboteure im Eis – Operation Schweres Wasser“ (Uran-Reaktor vs. Uran-Bombe), die (nicht immer geschichtstreue) Handlung stelt mehr die Politik und publikumswirksame Einzelschicksale in den Vordergrund, dennoch werden Naturwissenschaft und Technik zumindest als wichtig (und richtig?) dargestellt.

Bullshit-Technik wird dagegen in Heist-Movies wie „Sneakers – Die Lautlosen“ thematisiert, es existiert dort genau ein Superchip, keine Produktionsanlage, nicht einmal Entwicklungsunterlagen (die gibt es nur im Hirn eines Einzelnen, der ermordet wurde. In anderen Filmen ist es ein singulärer Speicher (Mikrofilm, Diskette, USB-Stick), der nicht dupliziert werden kann.

#7700822
Lesenswert?

Oh, im ersten "Mission Impossible"-Film mit Tom Cruise wurde mit viel Aufwand ein Datenträger geklaut - ja, in der Szene, in der Tom Cruise an Seilen hängt.

Der Datenträger ist eine 3.5"-MO im damals noch ungewöhnlichen transparenten Gehäuse.

https://www.medienlegat.de/wp-content/uploads/2020/03/MO_512-e1587120303695.jpg

An anderer Stelle taucht auch eine im herkömmlichen beigen Gehäuse auf:

https://townsquare.media/site/442/files/2015/07/floppydisk.png

Anders, als der Bildtitel es einem weismachen will: Das ist keine "Floppydisk", sondern eine MO, was man an der abgeschrägten Ecke erkennen kann. Die ist nämlich bei Disketten auf der gegenüberliegenden Seite, und wird als Schutz davor genutzt, Disketten in MO-Laufwerke zu stecken.

MOs waren mal der heiße Scheiß, und sind jetzt aber mehr oder weniger völlig in Vergessenheit geraten, was am hohen Preis der Laufwerke und der eher nur langsam anwachsenden Kapazität gepaart mit eher geringer Geschwindigkeit gelegen haben dürfte. Die ersten 3.5-Varianten kamen mit 128 MB auf den Markt, gefolgt von optimistisch aufgerundeten 230 und 640 MB, um dann bei 2.6 GByte das Ende der Fahnenstange zu erreichen.

Allerdings: Die Dinger waren robust. Der einzige Fall einer defekten MO, den ich erlebt habe, war mechanisch bedingt (Auto drübergefahren).

#7700902
Lesenswert?

#7700903
Lesenswert?

Martin L. schrieb:

In "The Good, the Bad and the Ugly", im Dt. konsequenterweise "Zwei glorreiche Halunken" genannt, lernte ich, dass Revolver auch 6-kantige Läufe haben können. Das hatte ich vorher in keinem Western gesehen.

Polygonalläufe sind nicht mal selten.

Allerdings wird in Western ja meistens eine Version des legendären Revolvers "Colt Single Action Army" gezeigt. Der kam erst nach 1870 raus. Die meisten echten Ganoven damals hätten sich den um diese Zeit gar nicht leisten können. Standardwaffen damals waren noch Waffen aus dem Krieg, also Perkussionsrevolver, die tatsächlich Vorderlader sind. Deutlich weniger elegant im Laden als man das im Film zeigen will. Da kann man nicht einfach eine komplett fertige Patrone laden.

#7701309
Lesenswert?

Monk schrieb:

Ist das nicht die selbe Technik wie bei MiniDisk?

Recht ähnlich, zumindest. Aber im Gegensatz zur MiniDisc von vornherein als Datenspeicher gedacht, und mit längerfristig deutlich größerer Kapazität.

Auf der ceBit 1993 stellte Sony einen Versuch aus, MiniDiscs auch als Datenspeicher verwenden zu können, aber das war reichlich unbrauchbar - ein mechanisch filigranes /externes/ Laufwerk (umfunktioniert aus einem mobilien MiniDisc-Player) mit einem Spezialadapter, der dann mit einem Spezialsteckverbinder an einen SCSI-Controller angeschlossen werden konnte.

Das muss ein Vorläufer von dem Ding hier gewesen sein: https://www.minidisc.wiki/equipment/sony/misc/mdh-10

Die viel sinnvollee Variante davon kam dann zu spät oder war zu exotisch:

https://www.minidisc.wiki/equipment/sony/misc/mdm111-00

Zu der Zeit waren 230-MB-MOs von Fujitsu, IBM und Olympus schon recht weit verbreitet.

#7701319
Lesenswert?

Amy und die Wildgänse ist nahe dran - früher hatten einige Comichefte Erklärungen, oder Material dabei. Aktuell gibt es ähnliches auf DVDs, je nach dem, da ist mal mehr, mal weniger Brauchbares im Zusatzangebot. MakingOfs können z.B. spannend sein. Der Sounddesigner von Star Wars hatte schon mit einem Digitalrekorder gearbeitet.

Gast #7701484
Lesenswert?

Martin H. schrieb:

die einen durchlaufenden Sinus oder als Steigerung eine sich drehende Lissajous-Figur zeigen.

das war aber in den 60 und 70ern so. Habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Was mich irritiert sind die virtuellen Grafiken in den Abteilungen der KRIPO, wenn irgendwelche Karten und Portraits in den Raum gezeichnet und mit Sounds unterlegt werden.

#7701879
Lesenswert?

Dieter D. schrieb:

Ohne menschelei würden sich das fast nur noch Leute ansehen, auf die die Werbung nicht wirkt und somit besteht kein Interesse von irgendjemand in so einen Film irgendwelches Geld zu investieren.

Wo bist du hängengeblieben? Niemand macht Filme um durch Werbung Geld zu verdienen. Erst recht nicht in Zeiten von Streaming. Komm mal in der Gegenwart an. Falls du auf TV Sender abzielst, die verdienen viel mehr durch Serien, Soaps und Scripted Reality Shows. Von Filmen haben die wenig.

#7701881
Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:

"Hackers" (1995) ist ein absoluter Klassiker in dem Genre. Bei dem ist gar nichts realistisch. Das "Hacken" ist aber super trashig im Stil der 90er visualisiert. Trotzdem macht er Spaß. Und mit einer noch relativ unbekannten und barbusigen Angelina Jolie.

Nachtrag:

Auch wenn das Hacken selbst in diesem Film trashig animiert ist, sieht man doch einige sehr realistische Ansätze: Wenn z.B. Müllcontainer nach Ausdrucken mit Passwörtern durchsucht werden, oder sich per "Social Engineering" als Techniker verkleidet in die Firmen eingeschlichen wird oder in dem per Telefon der ahnungslose Nachwächter zum rausrücken von Nummern genötigt wird. Oder schlicht das Raten von viel zu kurzen Passwörtern die oft verwendet werden. DAS ist viel realistischeres Hacking, als einfach mal schnell mit Hoodie jeglichen Zugangsschutz zu hacken von Zuhause aus, wie es in anderen Filmen vorkommt.

#7701926
Lesenswert?

In Raumschiff Enterprise TNG gab es mal eine sehr schöne Folge: https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Die_Reise_ins_Ungewisse

Die ist jetzt zwar nicht real - aber in gewisser, durchaus poetischer Weise analog. Überhaupt hatte die Serie einen recht unterhaltsamen Fokus auf "wie löse ich ein Problem" - was ja neben den phantastischen Geschichten auch für gute Unterhaltung gesorgt hatte Keine Hobbythek, aber gerade auch aus dieser weiß man, dass bestimmte Thematiken eben nicht mal schnell per Suchmaschine "gelöst" werden, sondern hier und da schon auch ordentlich Teamwork(Netzwerke..) von vielen klugen Köpfen nötig ist.

#7702083
Lesenswert?

Was man vielleicht festhalten kann, ist, dass die Tätigkeit des Fernsehens eher nichts mit dem Bedienen von Technik oder der Vorbereitung eines Hacks oder dem Entwickeln eines Algorithmus zu tut hat. So ganz grob ist es die Liebe zur Kunst des Geschichtenerzählens - welches als solches schon längere Tradition hat - und Versuche hinter sich hat, ein Lernen zu vermitteln. Klappen tut das aber auch eher in Gruppen, die sich gerade dafür interessieren.

Beiläufiges, nebenläufiges, indirektes Lernen gibt es schon (z.B. beim kindlichen Spielen*) - aber da kann man auch wirklich eine ganze Menge zu erzählen (wie auch selber eine Menge bei lernen) und das ist hier kein Thema.

Man könnte aber immerhin fragen: Wie realistisch ist das was in den Fernsehnachrichten kommt? Man sollte sich zuerst klar machen, dass es bei solchen Sendungen um ein Format des Geschichtenerzählens (s.o.) geht ;)

*Kleinkindern zuwinken könnte auch Fingertraining sein ;)

#7702128
Lesenswert?

Marcel V. schrieb:

Wieso sollte sich dieses lange Passwort leicht merken lassen?

Es gibt Leute, die Pi auf hunderte Stellen auswendig kennen. Und viele Leute haben genug Zahlen, die sie gerne mögen und z.B. beim Lotto benutzen.

Alexander schrieb:

Es tut mir leid, aber Ihr Passwort entspricht nicht den Sicherheitsanforderungen, da es weder einen Großbuchstaben noch ein Symbol enthält.

Diese sogenannten Sicherheitsanforderungen schwächen nur den Zeichensatz und erschweren das Merken, so das die PW oft aufgeschrieben werden. Was genau das Gegenteil von dem ist, was man eigentlich erreichen will.

#7702164
Lesenswert?

MOs waren mal der heiße Scheiß, und sind jetzt aber mehr oder weniger völlig in Vergessenheit geraten, was am hohen Preis der Laufwerke und der eher nur langsam anwachsenden Kapazität gepaart mit eher geringer Geschwindigkeit gelegen haben dürfte.

Hab zufaellig letze Woche gesehen das mein 2.6GB MO von Maxoptic jetzt fuer $2000 gehandelt wird. Man braucht das fuer die Reparatur irgendwelchem Medizinkram wo man sonst 1Mille fuer ein neues Geraet zahlen muesste.

Vanye

Beitrag #7702170 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7702226
Lesenswert?

Harald K. schrieb:

nd in erschreckend vielen "Diät"beratern.

Könnte erklären warum ich das nicht so oft sehe.

Aber nach deinen Suchergebnissen muss man eigentlich schon davon ausgehen dass es quasi eine breit etablierte inoffizielle Einheit "Kalorie" gibt. Die recht einheitlich definiert ist.

Aber jetzt frage ich mich, was mit TicTacs ist: "Nur 2 Kalorien pro TicTac". War mein Leben bisher eine Lüge?

#7702279
Lesenswert?

Marcel V. schrieb:

Rainer Z. schrieb:

Zum Merken für immerhin 23 Stellen nach dem Komma.

Also ich merk jetzt nix. Werden da aus den Anfangsbuchstaben des Verstextes mit einem Trick Ziffern gebildet?

Oh, ich ahnte nicht, wie kompliziert manche Leute denken.

Zähle die Anzahl der Buchstaben jedes Wortes und vergleiche dann mit Pi.

Wie o dies π Macht ernstlich so vielen viele Müh Lernt immerhin Jünglinge leichte Verselein Wie so zum Beispiel dies dürfte zu merken sein

3,14159265358979323846264

#7702359
Lesenswert?

Harald K. schrieb:

Wie kommst Du auf den Bedarf?

Das Internet ist voll mit Kalorien(bedarfs)rechnern. Z.B. der meiner Krankenkasse: https://www.tk.de/service/app/2004134/kalorienrechner/kalorienrechner.app

Prinzipiell hat ein durchschnittlicher Mann einen Grundbedarf von etwas über 2.000 Kalorien täglich, bei meinem Alter und Gewicht sind es 2.200 Kalorien.

Dazu kommt bei mir der Bedarf insbesondere für Gartenarbeiten, häufiges Fahrrad fahren und gelegentliches Schwimmen. Damit dürfte bei mir der Bedarf durchschnittlich mindestens bei 2.500 Kalorien liegen. Ist halt eine grobe Schätzung.

Kalorien zählen tue ich nicht. Ich esse einfach wenig Süßes und bevorzuge magere Fleischsorten bzw. Fisch.

Das mit dem Jever war natürlich ein Gag. Ich trinke es tatsächlich gerne, aber natürlich keine sechs Liter. :) Es sollte nur zeigen, dass Bier nicht so kalorienhaltig ist wie von vielen Leuten gedacht. Limonade hat ähnlich viel Kalorien.

#7702399
Lesenswert?

●DesIntegrator ●. schrieb:

die Büroeinrichtung aus den alten Krimis, Stahlnetz bis Derrick sind doch auch nett

Die Serie "Der Alte" mit Siegfried Lowitz habe ich als Kind geliebt. Schon allein wie die Anfangsmelodie anfängt.

Erst kommt wie von Geisterhand der Schuss, und aus dem Schuss heraus kristallisiert sich dann plastisch die Melodie und gleichzeitig dreht sich der Alte um, ohne seinen vorherigen physischen Standpunkt zu verlieren. Das hört sich dann ungefähr so an:

Gong Peng Düddeldü Düddeldü Ta Ta Tadadaaa Ta Ta Tada Daa Daa...

...und sieht dann so aus:

https://youtu.be/mJXebFDRS60?si=zNibDqoLaidOBuOM

Angehängte Dateien:
#7702406
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:

Ist halt eine grobe Schätzung.

Kann man sich so vorstellen, wie an der Motorhaube horchen, was mit dem Motor sein könnte. War bei unserem Biopsych-Prof die Analogie für Blutdruckmessung. Welche als solche aber im Vergleich zum Diätenwahn noch eher genauer ist.

Cyblord -. schrieb:

War mein Leben bisher eine Lüge?

Udo Pollmer hatte viel kritische Texte zu diesem Thema (also Essen allgemein) geschrieben, recht plakativ kritisch - aber teilweise hochqualitative Fleißarbeit. Mit dieser landet man dann praktisch automatisch in der Soziologie/Ethnologie. Sind aber alles Texte, aus denen man viel lernen kann. Videos gibt es auch auf YT - aber allzuviel lernen tut man da eigentlich nicht. Was mir mal besonders gefallen hatte, waren die beschriebenen Psycho-Szenarien zur dunklen düsteren kalten Winterzeit: Viel Licht, viel Party, viel Schokolade und anderes süßes Zeug, ein wenig "Drogen"kult (Milch, Schokolade, Brot).. War aber Text, kein Fernsehen ;)

Marcel V. schrieb:

Gong Peng Düddeldü Düddeldü Ta Ta Tadadaaa Ta Ta Tada Daa Daa...

Tatsächlich kann die Soundgestaltung bei so Filmen und Serien (oder in Nachrichtensendungen) recht spannend werden. In der Stadtbücherei (BS) gab es eine Menge Hobbybücher, u.a. auch welche zum Thema "Hörspiel" mit vielen Tipps zur Soundgestaltung.

#7702820
Lesenswert?

In „Jakob der Lügner“ von Frank Beyer nach Jurek Beckers Roman dreht sich die tragische Handlung um ein fiktives Radio; der Protagonist Jakob erfindet Radiomeldungen über das Vorrücken der Roten Armee, um den Ghettoinsassen Hoffnung auf Befreiung zu geben, incl. einiger Schwierigkeiten durch vermeintliche technische Defekte. Später inszeniert er sogar Rundfunksendungen für seine Mithäftlinge, wobei er für sie unsichtbar aus einem Versteck agiert.

#7702842
Lesenswert?

Jens M. schrieb:

Und man konnte echt mit einem Modem ins Militär hacken und Raketen starten?

Das ging erstaunlich gut. IT-Sicherheit war damals weitgehend unbekannt, so dass Hacker mit Modem über Tymnet oder Datex tatsächlich überall reingekommen sind.

Die Raketencomputer waren physisch getrennt und man musste mit einer Diskette und einem Schlüssel in die andere Ecke des Raumes gehen. Das war damals der beste Schutz.

Wenn ich recht erinnere mit einem Computer, der noch Kippschalter für die Bits hat? Oder wars ein Apple ][?

Das war ein IMSAI Altair 8080. Der hatte einen 8080-Prozessor und 256 bytes RAM, und wenn man ihn aufrüstete lief darauf das BASIC eines gewissen Bill Gates. Der hat später in SW gemacht und ist damit reich geworden. Die nächste Stufe war dann 64k und CP/M von Gary Kildall (der damit leider nicht reich geworden ist).

Bildschirm und Tastatur hingen üblicherweise an einem "Terminal". Das war ein Computer im Computer, der die Bildschirmausgabe betreut hat und mit dem Host-System verbunden war. Ganz früher tat es auch ein mechanischer Fernschreiber.

Die nächste Evolutionsstufe waren dann Apple II, TRS-80 und PET 2001. Konnte man fertig kaufen, war alles drin und lief out of the box.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren