Hallo
Ich präge einen sinusförmigen Strom bei unterschiedlichen Frequenzen in eine Spule ein (ca. 200 mA, 1 kHz bis 100 kHz) (mit einem linear Leistungsverstärker). Was die Spule macht ist mir jetzt erstmal egal. Um den Strom zu messen verwende ich einen Shunt Widerstand mit 0.58... Ohm (sehr genau vermessen). Zum aufzeichnen der Spannung verwende ich eine DAQ Box. Der kleinste Messspannungsbereich beträgt +-1 V und hat eine Auflösung von 16 Bit. Das bedeutet U_LSB ist ungefähr 30 µV. Die Standardabweichung des Quantisierungsrauschens berechnet sich bei sinusförmiger Größe als U_LSB/sqrt(12) ungefähr 8,66 µA.
Das Rauschen der Strommessung ermittle ich folgendermaßen: 1.) Aufnahme von ausreichen Perioden der Shuntspannung 2.) Berechnen der Grundwellenamplitude aus fft des Signals 3.) Umrechnung in eine Stromamplitude
das ganze wird jetzt z.B. N = 10 mal wiederholt und dann aus den Amplituden die Standardabweichung berechnet.
So erhalte ich eine Standardabweichung des Stroms von ungefähr 10 µA z.B. bei 40 kHz Erregerfrequenz. Die Standardabweichung bleibt über alle Frequenzen ungefähr gleich.
Die 10 µA kann ich am Shuntwiderstand in eine Standardabweichung der Shuntspannung umrechnen. Somit ergibt das ungefähr 5.8 µV. Das liegt jetzt unter dem berechneten Quantisierungsrauschstandardabweichung der DAQ Box.
Nun meine Frage. Darf ich das so überhaupt vergleichen bzw. berechnen? Bzw. Wie kann ich das vergleichen? Wie kann ich das Rauschen der Strommessung quantifizieren?
Dieses Rauschen müsste ja grundsätzlich unabhängig von der Höhe des Stroms sein. Andere Rauschkomponenten wie thermisches Rauschen oder Schrotrauschen sind um Größenordnungen kleiner.
Ich würde gerne einen allgemeinen Ausdruck haben für das zu erwartende Stromrauschen.
Danke schon mal im Voraus!