Daten von Laptop zu Laptop übertragen mit USB-auf-USB-Kabel?

OP #7731189

Hallo!

Ist sowas noch möglich?`Vor 15 Jahren hatte mein Vater noch ein Kabel für sowas. Waren zwei USB-A-Stecker mit einem Kabel mit Knubbel verbunden.

Ich bräuchte sowas für einen Versuch...

Das Kabel hatte damals pro USB-Anschluss einen Konverter auf LAN, und die beiden LAN-Anschlüsse waren intern verbunden.

LG, Schlaumy

Schlaumy W. schrieb:

Das Kabel hatte damals pro USB-Anschluss einen Konverter auf LAN,

USB auf Lan gibt es doch noch.

und die beiden LAN-Anschlüsse waren intern verbunden.

What? Wie muss man sich das vostellen?

Dem Titel nach könnte man auch einfach USB-Seriell-Konverter verwenden und sie mit einem Nullmodelkabel verbinden.

Nein, einfach USB-auf-USB geht nicht, da beide Laptops USB Hosts sind. Es gibt/gab Adapter, die diese Umsetzung gemacht haben, also

USB Host A --> [USB_device A <--> USB_device B] <-- USB Host B

und intern die Daten zwischen den devices A und B weitergeben (ggfs über ein langes Kabel)

Evenutell kann man zwei USB TTL/RS232 Adapter nutzen, wo man RX/TX (und ggfs RTS/CTS) kreuzt. Dann hat man quasi ein USB Nullmodem; Probleme könnte man bei unterschiedlichen Potentialen haben.

Schlaumy W. schrieb:

Das Kabel hatte damals pro USB-Anschluss einen Konverter auf LAN, und die beiden LAN-Anschlüsse waren intern verbunden.

also waren sie nicht wirklich per USB verbunden, sondern eigentlich per LAN

Das macht auch wesentlich mehr Sinn als per RS232 usw Per LAN vergibt man 2 IP-Adressen und kann direkt Ordner freigeben Bei RS232 usw braucht es eine spezielle Software für den Datenaustausch

Naja, jeder Laptop hat heute eine LAN-Buchse eingebaut, und auf Crossover-Kabel o.Ä. muss man auch nicht mehr achten.

Das Problem, das das Kabel mal gelöst hat, hat sich also von selbst gelöst.

WLAN zu WLAN geht allerdings nicht so einfach. Hatte das Problem noch vor kurzem.

Vor allem beachte man die Aussage im FAQ:

1
Frage (06.11.2018) Ist das "USB 2.0 High-Speed Linkkabel" auch unter dem Betriebssystem Windows 10 verwendbar?
2

3
Antwort: Dieses Linkkabel ist ausschließlich zu den folgenden Betriebssystemen kompatibel: Windows 2000/XP/Vista/7/8 Mac OS X ab 10.2 bis einschließlich 10.6

Mario M. schrieb:

Vor allem beachte man die Aussage im FAQ:

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> Frage (06.11.2018) Ist das "USB 2.0 High-Speed Linkkabel" auch unter dem 
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> Betriebssystem Windows 10 verwendbar?
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> 
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> Antwort: Dieses Linkkabel ist ausschließlich zu den folgenden 
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> Betriebssystemen kompatibel: Windows 2000/XP/Vista/7/8 Mac OS X ab 10.2 
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> bis einschließlich 10.6

Einen MCS7830 USB-Ethernet-Adapter kann Mann problemlos unter W10 32bit/64bit installieren. Mann darf aber nicht vergessen, die passenden RMII/MII-Settings im EEPROM einzustellen. :)

Schlaumy W. schrieb:

Vor 15 Jahren hatte mein Vater noch ein Kabel für sowas.

Hieß Laplink. War damals klasse und gibt es noch. Ich habe sicher irgendwo noch den Laplink-Adapter. War aber damals parallel, also Centronix. https://www.amazon.de/LAPLINK-Easy-Transfer-Speed-Kabel/dp/B0093H83DW?th=1

Einfacher kleiner Switch und über Netzwerkkabel. Oder Crossover-Adapter, dann geht es auch nur mit Netzwerkkabel.

Nachtrag:

Das Programm gibt es wohl für lau. Vielleicht kannst du dir das Kabel selbst basteln? https://www.stifter-helfen.de/partner/laplink

Walter T. schrieb:

Naja, jeder Laptop hat heute eine LAN-Buchse eingebaut

Schon lange nicht mehr.

Motopick schrieb:

Einen MCS7830 USB-Ethernet-Adapter kann Mann problemlos unter W10 32bit/64bit installieren.

Da ist man mit einem der üblichen Verdächtigen von Asix bzw. Realtek besser beraten, denn die können auch GBit- oder sogar 2.5-GBit-Ethernet.

Die Adapter mit Realtek-Chip (RTL8153 f. GBit oder RTL8156 f. 2.5-GBit) nutzen die USB-Standardgeräteklasse CDC ECM, und brauchen daher gar keine separate Treiberinstallation.

Aber auch der ASIX88179 (GBit) wird von aktuellem Windows aus dem Stand unterstützt.

Da die meisten Dinger heute SD oder sogar gleich microSD haben, bietet sich auch eine ausreichend große Karte an. Kann man dann auch auf beiden Rechnern mit Backup auf den gleichen Stand halten und jeweils den anderen Rechner wieder auf Gleichstand bringen.

Harald K. schrieb:

Da ist man mit einem der üblichen Verdächtigen von Asix bzw. Realtek besser beraten, denn die können auch GBit- oder sogar 2.5-GBit-Ethernet.

Blub, blub. Den MCS7830 gibt es dafuer schon seit Ewigkeiten. Selbst mein nicht mehr genutztes Uralttablett kannte den O.O.B.. Ich werde nun wegen der "ueblichen Verdaechtigen" meine nicht ausmustern. Sie werden ohnehin nur selten gebraucht.

Das ohnehin wichtigste Feature des MCS7830 ist die frei konfigurierbare MAC-Adresse. :)

Da doch sicher jeder hier eine Fritzbox oder ähnlich hat, ist doch auch sowieso Netzwerk vorhanden. Da bietet es sich doch an den anderen Rechner als Netzlaufwerk einzubinden. Mit "FreeFileSync" kann man dann alles automatisch auf Stand bringen.

OP

Also, mittlerweile denke ich, dass das nichts wird. Die Rechner in meiner Schule sind höchst paranoid konfiguriert, dass ich denke, wenn ich das USB-Kabel anstecke, wird eine Treiberinstallation scheitern und das war's.

Mein Plan war, das ich Laptop und Standrechner verbinde, und ich dann vom Rechner die Laufwerke und Ordner am Laptop sehe und umgekehrt.

Gast

Bedenke aber, das die vermutlich alle USB 1 benutzen, was heute schnarchlangsam ist, nur LPT oder RS232 sind schlimmer. Muss es unbedingt diese USb Geschichte sein? Ansonsten wären natürlich 2 Lan Karten, das gleiche in Grün, außer es geht dir um eine besondere Eigenschaft der USB/USB Lösung

Gast

Schlaumy W. schrieb:

Also, mittlerweile denke ich, dass das nichts wird. Die Rechner in meiner Schule sind höchst paranoid konfiguriert, dass ich denke, wenn ich das USB-Kabel anstecke, wird eine Treiberinstallation scheitern und das war's.

Mein Plan war, das ich Laptop und Standrechner verbinde, und ich dann vom Rechner die Laufwerke und Ordner am Laptop sehe und umgekehrt.

ah, ok, soweit hatte ich nicht gelesen. Das wird wie du vermutest vermutlich nichts, auch nicht über LAN, da du dann zumindest die Freigaben tätigen müsstest, und das wird bestimmt alles gesperrt sein

Theoretisch geht es, zwei Rechner mit USB-C direkt miteinander zu verbinden. Praktisch wird das nicht funktionieren, weil man viel konfigurieren muss und oftmals die Treiber streiken.

Ich kann mich nur vage erinnern, dass bei heise oder golem.de gelesen zu haben. Soweit ich mich erinnern kann, war das so, dass entweder Thunderbolt oder USB-4 über USB-C geschaltet wird und man ein virtuelles Netzwerk hat. Die Redakteure haben es versucht und scheiterten mit den meisten Geräten, aber mit manchen hat es funktioniert.

Wenn man darüber nachdenkt, dann sieht man, dass es bei Smartphones auch funktioniert. Die können sich wahlweise als Host oder als Device ausgeben und so Daten austauschen.

Motopick schrieb:

Blub, blub. Den MCS7830 gibt es dafuer schon seit Ewigkeiten.

Das ist natürlich total toll, Du. Dafür ist das Ding halt lahm, denn es kann nur 100 MBit-Ethernet. Gut, wenn man eh' nur USB2 hat, dann macht das nichts.

Frank O. schrieb:

Harald, kannst du einen besonders empfehlen (Link wäre schön)?

Halt einer mit einem der genannten Chips darinnen.

Vor einiger Zeit gabs sowas sogar bei Lidl, hieß "Tronic Tuca A1" und kostete 12 Euro. Nutzt den ASIX88179, macht also GBit-Ethernet und hat einen USB-C-Stecker.

https://shop.retoura.de/TRONIC-USB-C-Adapter-TUCA-A1-15-cm-USB30-C-auf-Gigabit-Ethernet-B-Ware-neuwertig

Prinzipiell wäre einer mit einem RTL8156 die schickste Wahl, weil eben am schnellsten.

Mit derartigen Adaptern kann man übrigens auch manche NASe aufwerten: https://www.galaxus.de/de/page/synology-nas-upgrade-25-gigabit-mit-usb-lan-adapter-27363

Schlaumy W. schrieb:

Die Rechner in meiner Schule sind höchst paranoid konfiguriert,

Mitunter wird Bluetooth uebersehen. Das ist dann zwar nochmal langsamer als 10 MB-Ethernet, aber man muss es wenigstens nicht abtippen oder zum Kopieren am Rechner kurbeln. :) Der Treiber fuer CambridgeRadio ist beim Windows auch gleich dabei.

(Firma: 1984now)

Fabian S. schrieb:

Theoretisch geht es, zwei Rechner mit USB-C direkt miteinander zu verbinden.

Nur dann, wenn einer davon in der Lage ist, auch als Device zu agieren.

Praktisch wird das nicht funktionieren, weil man viel konfigurieren muss und oftmals die Treiber streiken.

Genau. Die wenigstens normalen PCs sind device-fähig. Gibt wahrscheinlich schon die dort typisch verbaute Hardware nicht her, deren Treiber dann logischerweise ebenfalls nicht. Und selbst, wenn's die Hardware hergibt: ist's in den PC-Treibern typisch gesperrt oder nicht wirklich unterstützt oder garnicht erst vorhanden.

Wenn man darüber nachdenkt, dann sieht man, dass es bei Smartphones auch funktioniert. Die können sich wahlweise als Host oder als Device ausgeben und so Daten austauschen.

Genau. Weil bei den in Smartphones verbauten Chips halt von vornherein der Device-Mode fest eingeplant war. Hier ist eher der Host-Mode der "Exot". Da gilt dann umgekehrt dasselbe, was bei PCs für den Device-Mode gilt. Nur nicht ganz so dramatisch. Es ist jedenfalls viel wahrscheinlicher, auf ein Smartphone mit zumindest für bestimmte Geräteklassen funktionierenden Host-Mode zu treffen als auf einen PC mit funktionierendem Device-Mode.

Dazu kommt dann noch: selbst wenn der Device-Mode auf unterster Ebene funktionieren würde: Irgendwer muss dem PC ja noch irgendwie sagen, welches Device er eigentlich bereitstellen soll...

Harald K. schrieb:

Vor einiger Zeit gabs sowas sogar bei Lidl, hieß "Tronic Tuca A1" und kostete 12 Euro. Nutzt den ASIX88179, macht also GBit-Ethernet und hat einen USB-C-Stecker.

https://shop.retoura.de/TRONIC-USB-C-Adapter-TUCA-A1-15-cm-USB30-C-auf-Gigabit-Ethernet-B-Ware-neuwertig

Prinzipiell wäre einer mit einem RTL8156 die schickste Wahl, weil eben am schnellsten.

Mit derartigen Adaptern kann man übrigens auch manche NASe aufwerten: https://www.galaxus.de/de/page/synology-nas-upgrade-25-gigabit-mit-usb-lan-adapter-27363

Lieben Dank Harald!

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