Dabei handelt es sich um eine ungedrehte Archimedische Schraube in einem quadratischen Rahmen ca. 30-50cm² und vielleicht 1m lang mit einem kleinen Generator. Der soll einfach in einen Bach oder Fluß gesetzt werden und macht dann Netzunabhängig Strom für Beleuchtungszwecke in abgelegenen Regionen.
Bei Wikipedia gibt es schon einen Artikel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkraftschnecke
dort steht: Übliche Wirkungsgrade bewegten sich zwischen 75 und 85 %. Aber nichts konkretes zur Leistung.
Im Video sind es vielleicht h=0,2m Q=0,05m³/s.
Dann ergäben sich mit 75% so 0,065kW.
Klingt wenig, ergibt aber immerhin 500kWh im Jahr, wenn keine Schwemmgutblockade auftritt.
Und dann kommt jemand und fordert eine Fischumgehungstreppe...
Im Video sind es vielleicht h=0,2m Q=0,05m³/s.
Dann ergäben sich mit 75% so 0,065kW.
50 Liter/Sekunde??? Für mich siehts höchstens nach 0,005m³/s aus. Da dürfte eher irgendwas zwischen einem und zehn Watt rauskommen. Fahrradbeleuchtung.
Dann ist es entsprechend weniger. Damit es jeder selbst abschätzen kann, habe ich die Formel dazugeschrieben.
Ich hatte den Gerinnequerschnitt mit 35x15 cm abgeschätzt und Fußgängergeschwindigkeit angenommen. Schade, dass man im Zulauf nichts schwimmen sieht.
Übliche Wirkungsgrade bewegten sich zwischen 75 und 85 %.
Ich sehe vor allen Dingen Verluste:
Die Schraubenwandung bewegt sich gegenüber dem Wasser, also gibt es Reibungsverluste, Wirbelverluste.
Die Schraube ist entweder dicht abschließend zum Halbrohr und hat Reibungsverluste und Sandkornschleiferei, oder undicht dann läuft Wasser ungenutzt durch.
Statt 1 stufig ist das Ding mehrstufig. Das bringt aber nur mehrfache Verluste gegenüber einem einstufigen, z.B. Wasserrad, Design und keinerlei Nutzen.
Dreck blockiert das Ding einfacher als ein Wasserrad.
Die angeschlossene Lampe habe ich erst im 2.Durchgang gesehen, die sieht schon eher nach 10W als nach 1W aus, insofern könnts doch für eine Beleuchtung reichen.
Dreck blockiert das Ding einfacher als ein Wasserrad.
Ja, aber ein Wasserrad dreht sich viel zu langsam, um Strom wirtschaftlich erzeugen zu können. Da sowas ohnehin nur von engagierten Lehrern und ihren Schülern durchgeführt wird, muß es wohl auch nicht praxisfest sein.
Ja, aber ein Wasserrad dreht sich viel zu langsam,
um Strom wirtschaftlich erzeugen zu können.
Die drehen zwar langsam, aber mit viel Drehmoment. Dafür gibt's Getriebe, sind meistens zwei- oder dreistufige Planetengetriebe und manchmal noch ein Riemen hinterher. Dann bekommt man aus einem "echten" Wasserrad schon so 5..10kW raus, da lässt sich was mit anfangen. Leider braucht man dafür schon ein paar Meter Höhenunterschied und ich schätze so 150..250 Liter Wasser pro Sekunde, evtl. mehr.
Die angeschlossene Lampe habe ich erst im 2.Durchgang gesehen, die sieht
schon eher nach 10W als nach 1W aus
Das mag ne 10W-Lampe sein, aber sowas leuchtet auch schon bei 0,1W erstaunlich hell.
Das ist einfach nur ein nettes Schulprojekt. Ich schätze irgendwas zwischen 1 und 3W. Das Ding dreht langsam, kann trotzdem sicherlich mit zwei Fingern angehalten werden. Was soll dabei schon rum kommen?
Der Vorteil ist allerdings, daß diese Leistung rund um die Uhr zur Verfügung steht. Das kann Gold wert sein, wenn man dadurch um nen schlussendlich ja immer teuren Akku herum kommt. In Zeiten günstiger Solarzellen ist das sogar der einzige echte Sinn dieses Generators.
In der Milchindustrie werden Pumpen nach diesem Prinzip benutzt.
Die sollen große Mengen, ohne große Belastung auf das Medium Milch auszuüben, fördern.
Hier wäre doch eher das Gegenteil gefordert. Möglichst stark dem Medium Wasser entgegenzuwirken, sodass schon bei kleinster Fließgeschwindigkeit viel Energiegewinn da ist.
Das hatten die Menschen schon bei den Wassermühlen erkannt.