Hi.
Kann man einem 400V/220V Steuertrafo in der Größenordnung von 1kVA ruhigen Gewissens für einige wenige Minuten 2kVA abverlangen? Der Trafo wird in kühler Umgebung betrieben und im Normalfall mit nur ca -50 bis +50W belastet.
Wegen den Verlusten im Leerlauf/Schwachlast Bereich wollte ich den Trafo nicht zu groß wählen.
Leider gibt es keine/kaum Ringkerntrafos von 400 auf 220V (ja ich brauch 220 nicht 230) Bei den Steuertrafos gibt es aber oft +/- 5% Wicklungen, so dass es dann passt.
Egal wie steif, bei doppelter Nennbelastung bricht er ein. Ich nutze 400V/220V Travos im Bereich 25-65kVA. Da ist ein FU nachgeschaltet, der sehr hohe Ströme ausgeben kann. Die thermische Belastbarkeit kann man beim Hersteller anfragen, unser Hersteller gibt zb passive Kühlung bis 40°C Umgebungstemperatur bei Nennlast an. Sprich, Überlast ist bei niedrigerer Temperatur und/oder Luftstrom möglich. Aber, die Spannung bricht ein. Wenn ich zb einen Impulsstrom ziehe, der den Ausgang eines 25kVA Trafos mit 50-60kVA belastet, dann bricht dort die Spannung um ca 20% ein. Bei 70-80kVA sind es bereits 30%. Das sind Impulse von wenigen Millisekunden, daher nicht dramatisch für die Thermik, solange man mit der reduzierten Spannung leben kann. Wenn die 220V konstant sein müssen, dann wird das nicht funktionieren
Der Trafo
wird in kühler Umgebung betrieben und im Normalfall mit nur ca -50 bis
+50W belastet.
Kannst Du vielleicht die Lastsituation einfach erkennen, z.B. weil Du weißt welcher Verbraucher eingeschaltet ist oder nicht?
Dann könntest Du evtl. in der Schwachlastphase etwas anderes verwenden als so einen dicken Trafo und damit die Leerlaufverluste reduzieren.
Oft kann man durch Reihen- und Parallelschaltungen der einzelnen Wicklungen, evtl. auch von mehreren Trafos, sich die nötige Spannung zusammenkonfigurieren wenn es keine gängigen Standardwerte sind. Reihenschaltung von 2 (oder mehr) Primärwicklungen hilft Leerlaufverluste zu reduzieren.
Ich hab mal kurz geschaut, ein normaler 1kW Steuertransformator hat schon ca. 30W Leerlaufverluste. Wenn du den 24/7 laufen lässt macht das beim aktuellen Strompreis schon 75€ pro Jahr.
Wenn du dir einen Transformator wickeln lässt, dann könntest du diesen speziell auf geringe Leerlaufverluste auslegen lassen.
Die spezifizierte Leistung ist immer mit passiver Kühlung.
Wenn du aktiv kühlst, dann kannst du deinem Transformator auch dauerhaft deutlich mehr Last abfordern. In diesem Fall würde ich aber zusätzlich eine thermische Sicherung vorsehen. Das "Lohnt" sich eigentlich nur, wenn du auch noch andere Bauteile hast, die du Kühlen musst.
Möchtest du damit tatsächlich Einspeisen? ±50W?
Vielleicht könntest du einen zweiten Transformator/ kleines Netzteil für die Steuerspannung vorsehen und den Transformator für die Last nur dann zuschalten, wenn du ihn auch brauchst. Dann schmerzen die Leerlaufverluste des 2kW Transformators nicht mehr.
Wenn ich zb einen Impulsstrom ziehe, der den Ausgang eines
25kVA Trafos mit 50-60kVA belastet, dann bricht dort die Spannung um ca
20% ein.
Butterweicher Trafo und butterweiches Netz.
Was halt Blödsinn ist.
Europäisches Netz ist extrem weich, klar, sollte jeder wissen. Daher hast du dein eigenes, um dem vorzubeugen.
Ein Trafo ist aus einem permeablen Material, welches irgendwann in die Sättigung geht. Ein Hersteller wird nicht unnötig Material in ein Produkt werfen, welches dadurch größer, schwerer und teurer als nötig wird. Der steifste Trafo ist nur so lange Spannungsfest, bis eine magnetische Sättigung kommt. Ist der magnetische Fluss im Eisen für die Übertragung von 1kVA ausgelegt, so ist nicht garantiert dass 2kVA rausgenuckelt werden können
Der Trafo ist hauptsächlich dafür gedacht, eine potentialgetrennte Verbindung zum Netz zu schaffen, wo sich meine Anlage dann drauf synchronisieren kann und notfalls ein bisschen Leistung beziehen kann. Entweder stabilisiert es sich dann innerhalb einer Minute oder ich schalte komplett per Transferschalter um.
Die Anlage funktioniert zwar auch mit aktiver Synchronisation direkt auf L1 mit offenem internem Netzschütz (und bei Bedarf dann schnell durch schalten)
Mit geschlossenem Schütz ist dann allerdings gar keine Trennung zum Netz mehr vorhanden sondern es wird nur noch auf +/- 50W aus geregelt.
Komplett ohne Netzsynchronisierung geht zwar auch, ist aber nix für den Winter oder bei starken Lastschwankungen. Dauert zu lange, bis die Anlage synchronisiert ist und durchgeschaltet werden kann.
Der steifste Trafo ist nur so lange Spannungsfest, bis eine
magnetische Sättigung kommt. Ist der magnetische Fluss im Eisen für die
Übertragung von 1kVA ausgelegt, so ist nicht garantiert dass 2kVA
rausgenuckelt werden können
Der steifste Trafo ist nur so lange Spannungsfest, bis eine
magnetische Sättigung kommt. Ist der magnetische Fluss im Eisen für die
Übertragung von 1kVA ausgelegt, so ist nicht garantiert dass 2kVA
rausgenuckelt werden können
Alles klar, du hast von Trafos keine Ahnung.
Dann erleuchte uns alle oder erzähl keinen Blödsinn. Btw, das mit den 2kVA bezog sich auf eine unveränderte Spannung. Dass 2kVA gehen ist klar
Der steifste Trafo ist nur so lange Spannungsfest, bis eine
magnetische Sättigung kommt. Ist der magnetische Fluss im Eisen für die
Übertragung von 1kVA ausgelegt, so ist nicht garantiert dass 2kVA
rausgenuckelt werden können
Alles klar, du hast von Trafos keine Ahnung.
Es muss wohl nur Johannes erleuchtet werden.
Ein Versuch:
Für die Aussteuerung eines Trafokerns ist nur die Spannung über der Hauptinduktivität zuständig (siehe Trafo - Ersatzschaltbild).
Mit steigender Belastung sinkt sogar die magnetische Flussdichte wegen des anwachsenden Spannungsabfalls an dem primären Wicklungswiderstand und der primären Streuinduktivität.
Gruß, W.
Ein Trafo ist aus einem permeablen Material, welches irgendwann in die
Sättigung geht.
Der steifste Trafo ist nur so lange Spannungsfest, bis eine
magnetische Sättigung kommt.
Der Laststrom treibt aber den Eisenkern nicht in die
magnetische Sättigung. Wenn magnetische Sättigung vorliegt,
ist die auch im Leerlauf. Der Blindstrom erzeugt die
Sättigung. Das bedeutet, die Primärwicklung hat dann zuwenig
Windungen, also zuwenig Induktivität. Der Eisenkern erzeugt
dann im Leerlauf viel Wärme.
Unabhängig von der Frage ob die Anwendung sinnvoll ist.
Bei doppelter Leistung steigen die Cu-Verluste um den Faktor 4. Soweit ich verstanden habe, ist der Trafo im Normalfall eher unbelastet. D.h. die Überlast geht von einem "kalten" Trafo aus.
Die Fe-Verluste werden bei Überlast eher sinken.
Die Spannung wird sich durch die Trafo-Impedanz (einige %) auch ändern.
Man könnte jetzt die Cu-Masse+Erwärmung abschätzen und dann hochrechnen und schauen ob die Erwärmung innerhalb der Isolationsklasse liegt.
Klasse F wäre dann 155°C.
Die Alterung aber wird auch durch die thermischen Zyklen bestimmt. Häufig kalt-warm ist eher schlechter als konstante Temperatur.
Vermutung aus der Distanz: einige Minuten sollten möglich sein (keine Haftung).
Ist der magnetische Fluss im Eisen für die
Übertragung von 1kVA ausgelegt, so ist nicht garantiert dass 2kVA
rausgenuckelt werden können
Die Grenzen für die Überlastbarkeit liegen wo anders. Probleme durch
doppelte Überlastung eines Trafos entstehen allein durch die zusätz-
liche Erwärmung desselben.
Die Grenzen für die Überlastbarkeit liegen wo anders. Probleme durch
doppelte Überlastung eines Trafos entstehen allein durch die zusätz-
liche Erwärmung desselben.
Du hast sicher recht bei diesem Trafo, mir ging es halt darum ob die Anwendung des Threaderstellers einen gegebenfalls auftretenden Spannungseinbruch aushalten kann. Die Trafos, die ich in der Firma verwende werden durchaus mit ihrer Nennleistung betrieben und kurzzeitig auch mit impulsen weit über der Nennleistung. Weich sind sie entgegen anderer Behauptungen hier nicht, denn von Leerlauf bis Bemessungsausgangsstrom gibt es keine nennenswerte Spannungsänderung, auch werden meines Wissens nach in dem Leistungsbereich (>25kVA) kaum kurzschlussfeste und damit weiche Trafos angeboten. Und trotz dass der Trafo ziemlich steif ist bricht die Sekundärspannung ein wenn man ihn nennenswert überlastet. Bei einem Impuls von ein paar Millisekunden hat das keine thermischen Gründe, der Effektivwert ist weit unter der Nennleistung. Da bleibt eigentlich nur Innenwiderstand der Wicklung und Sättigung vom Kern als Ursache übrig. Unsere Anwendung lässt halt auch nicht zu, dass die Trafos mehr Eisen als notwendig haben (Gewicht, Größe, Preis) und wir akzeptieren denn Einbruch bei Überlast.
Da hier mehrere Minuten überlastet werden soll, ist sicher die Thermik ein größeres Thema. Aber, je nach Aufbau und physischer Dimension kann bei doppelten Bemessungsausgangsstrom die Sekundärspannung nachgeben
Und trotz dass der
Trafo ziemlich steif ist bricht die Sekundärspannung ein wenn man ihn
nennenswert überlastet. Bei einem Impuls von ein paar Millisekunden hat
das keine thermischen Gründe, der Effektivwert ist weit unter der
Nennleistung. Da bleibt eigentlich nur Innenwiderstand der Wicklung und
Sättigung vom Kern als Ursache übrig.
der Grund für den Spannungseinbruch ist der induktive Anteil des Innenwiderstandes, die Streuinduktivität.
Bei Impulsen im Millisekundenbereich, d.h. Frequenzen im Kilohertzbereich bricht die Spannung natürlich ein. Das ist mit einer Belastung mit 50Hz nicht vergleichbar. Und mit Sättigung hat es schon überhaupt nichts zu tun.
der Grund für den Spannungseinbruch ist der induktive Anteil des
Innenwiderstandes, die Streuinduktivität.
Bei Impulsen im Millisekundenbereich, d.h. Frequenzen im
Kilohertzbereich bricht die Spannung natürlich ein. Das ist mit einer
Belastung mit 50Hz nicht vergleichbar. Und mit Sättigung hat es schon
überhaupt nichts zu tun.
Vielen Dank. Das ist eine Antwort in eine Richtung, die ich bisher noch nicht auf dem Schirm hatte
Du hast sicher recht bei diesem Trafo, mir ging es halt darum ob die
Anwendung des Threaderstellers einen gegebenfalls auftretenden
Spannungseinbruch aushalten kann. Die Trafos, die ich in der Firma
verwende werden durchaus mit ihrer Nennleistung betrieben und kurz-
zeitig auch mit impulsen weit über der Nennleistung. Aber, je nach
Aufbau und physischer Dimension kann bei doppelten Bemessungsaus-
gangsstrom die Sekundärspannung nachgeben.
Ja, genau doppelt so hoch wie bei Nennstrom. Bei so grossen Trafos ist
der Spannungsabfall aber sowieso recht gering
Das ist eine Antwort in eine Richtung, die ich bisher noch
nicht auf dem Schirm hatte
Vermutlich führte ein anderer Effekt durch die Sättigung zu einen Trugschluss. Wenn ein Trafo sekundär mit einer Spannung beaufschlagt wird, wo sich der Kern bereits an der Sättigungsgrenze befindet, dann führt eine Erhöhung der Eingangsspannung um weitere 10% zu einem deutlich höheren Leerlaufstrom auf der Primärseite, aber auf der Sekundärseite erhöht sich die unbelastete Ausgangsspannung um gut messbar weniger als 10%.
Wenn solche Spielchen zu intensiv und übertrieben mit einem Trafo gemacht werden, geben die Wicklungen einen markanten intensiven Geruch von sich ab.
Eine Idee: Trafo in die Tiefkühltruhe (im Betrieb dann "Superfrost / Schockfrosten" einschalten) stellen. Dann hat er von Haus aus schon einen niedrigeren Innenwiderstand. Evtl. mit einem Lüfter durch die Wicklungen blasen könnte auch helfen. Wichtig ist die Stromform, denn ein nichtsinusförmiger Strom erwärmt die Wicklungen stärker (Stromflusswinkel).
Was spricht dagegen 2 getrennte Trafos zu verwenden. Den großen
schaltest du nur bei Bedarf zu.
Vielleicht ist Sven kein Dukatenscheisser sondern muss den 2kVA Trafo selber bezahlen ?
Oder übernimmst du das für ihn, ist schliesslich dein Vorschlag.
Wenn ein Trafo sekundär mit einer Spannung beaufschlagt
wird, wo sich der Kern bereits an der Sättigungsgrenze befindet,
dann führt eine Erhöhung der Eingangsspannung um weitere 10% zu
einem deutlich höheren Leerlaufstrom auf der Primärseite, aber auf
der Sekundärseite erhöht sich die unbelastete Ausgangsspannung um gut
messbar weniger als 10%.
Es ist schon zweckmässig, hier erst mal den einfachen Fall zu betrachten,
bei dem der Transformator nur primär mit Spannung beaufschlagt und
sekundär belastet wird! =>
Nochmal, zum Mitschreiben:
Wird solch ein 'einfacher' Transformator dann also belastet, ist er
WENIGER gesättigt, als im Leerlauf!
Das macht sich u.U. bei kleinen Trafos (mit ein paar VA)
bemerkbar, wenn die im Sommer an 250 V betrieben werden:
Belastet man die dann mit z.B. der Hälfte ihres Nennstroms, werden
die kaum wärmer, als ohne Last.
[Das erkennt jede(r) Experte/iNe direkt aus dem Ersatzschaltbild.]
Wichtig ist die Stromform, denn
ein nichtsinusförmiger Strom erwärmt die Wicklungen stärker
(Stromflusswinkel).
Wirklich?
RMS ist relevant, und der ist da eben größer als bei Sinus.
Ja, schon. Es wurde der Strom angesprochen, und nichts gesagt über Grund-/Oberschwingungsgehalt.
Falls der Strom einen Oberschwingungsanteil hätte, wäre eher Skineffekt das Thema. Und auch die Verluste im Eisen würden steigen, da dann auch die Spannung verzerrt ist.
Torsten B. hat sich auf die Belastung bezogen. Von der war aber bisher nie die Rede (außer 2-fach).
Man redet in dem Bereich eher vom Stromverdrängungseffekt, und für so niedrige Frequenzen ist der erst bei richtig dickem Draht relevant. Roebel lässt grüßen.
Nochmal, zum Mitschreiben:
Wird solch ein 'einfacher' Transformator dann also belastet, ist er
WENIGER gesättigt, als im Leerlauf!
Das macht sich u.U. bei kleinen Trafos (mit ein paar VA)
bemerkbar, wenn die im Sommer an 250 V betrieben werden:
Belastet man die dann mit z.B. der Hälfte ihres Nennstroms, werden
die kaum wärmer, als ohne Last.
Falsch: Die werden im Leerlauf wärmer als bei Teillast oder andersherum werden sie bei Teillast weniger warm.
Das geht so weit, dass die am zugehörigen Gerät jahrelang laufen, aber im Leerlauf nach wenigen Stunden tot sind.
Es ging damals mehr darum, aus welchen Angaben im Aufdruck man die tatsächliche Erwärmung erkennen kann, um dann die für den Anwendungszweck passende Auswahl treffen zu können.
Da gibt es einmal Isolierstoffklasse, meistens E (115°C)
Wicklungserwärmungsgrenze:
Die zulässige Erwärmung bezieht sich auf die Grenze der Erwärmung des Transformators gegenüber die Umgebungstemperatur.
Was heißt dann T 40/E?
So bedeutet z.B. die Angabe T 40 E, dass bei einer maximalen Umgebungstemperatur von 40°C die absolute Temperatur von 120°C nicht überschritten wird.
Quelle:
https://www.marxtrafo.de/technische-hinweise/
Der TO hier möchte wissen, ob sein Trafo evtl. durchbrennt oder anderweitig Schaden nehmen kann, wenn er zeitweise überlastet wird.
Und möglichst die exakte Zeitdauer der zulässigen Überlastung.
Bei "normalen" Umgebungstemperaturen.
Also +25° C.
Und evtl.im Sommer bei +40°C ?
Und, ob er dies evtl. aus dem Typenschild entnehmen kann.
Wird solch ein 'einfacher' Transformator dann also belastet, ist er
WENIGER gesättigt, als im Leerlauf!
...
Belastet man die dann mit z.B. der Hälfte ihres Nennstroms, werden
die kaum wärmer, als ohne Last.
Falsch: Die werden im Leerlauf wärmer als bei Teillast oder
andersherum werden sie bei Teillast weniger warm.
Auch gut;
aber dann stimmt meine obige Aussage wenigstens bei
"etwas grösseren" Trafos ... ;-)
Auch gut;
aber dann stimmt meine obige Aussage wenigstens bei
"etwas grösseren" Trafos ... ;-)
Da es sich hier um einen "ziemlich grossen" Trafo handelt, wird m.E.
die Erwärmung wohl fast nur durch die Kupferverluste stattfinden.
Und allein auf Grund der Masse wird es wohl 10min oder länger dauern,
bis es zu einer störenden Erwärmung kommt. Die innere Temperatur
lässt sich übrigens leicht ermitteln, indem man den Kupferwiderstand
vor und nach der Überlastung misst.
Da es sich hier um einen "ziemlich grossen" Trafo handelt, wird m.E.
die Erwärmung wohl fast nur durch die Kupferverluste stattfinden.
Nein.
Angenommen, ein "grosser" Transformator wird für konstante Last
projektiert.
Der wird dann am günstigsten, wenn er für in etwa gleich
große Kupfer- und Eisenverluste gebaut wird.
Weil die Cu-Verluste mit dem Stromquadrat steigen und die Fe-Verluste
konstant bleiben.
Da es sich hier um einen "ziemlich grossen" Trafo handelt, wird m.E.
die Erwärmung wohl fast nur durch die Kupferverluste stattfinden.
Nein.
Angenommen, ein "grosser" Transformator wird für konstante Last
projektiert.
Der wird dann am günstigsten, wenn er für in etwa gleich
große Kupfer- und Eisenverluste gebaut wird.
ca. 35W*4 = 140W Kupferverluste, bzw. 105W mehr als laut Spezifikation
mit 3kg Kupfer, 380 J/(kg*K) und 240 Sekunden wären das 30 Grad Erwärmung fürs Kupfer gegenüber Leerlauf
wieviel davon direkt in die 10kg Eisen geht ist kniffliger, da ist ja noch der Kunststoff-Wickelkörper dazwischen
Wenn man mal von 40°C Umgebung und 115°C Isolierstoffklasse ausgeht haut das mit 4 Minuten grade noch gesichert hin. (die Hälfte der Nennverluste fällt ja auch im Leerlauf an, die Wärmeabgabe durch Konvektion steigt mit der Temperatur aber stärker als linear an)
Praktisch wird ein Markentrafo zumindest noch etwas Reserve haben und das Eisen nimmt sicher auch noch einen Teil der Wärme auf. Könnte grob auf 10 Minuten rauslaufen. Sollte aber mit Temperaturmessungen abgeklärt werden.
Nach der 200% Belastung dann halt ca. die 5-fache Zeit im Leerlauf. Soll ja nicht nur auf die Temperatur bei Nennlast abkühlen sondern annähernd auf die bei Leerlauf.
Es wäre noch zu beachten, dass mit der Größe das Volumen mit der dritten Potenz steigt, aber die Oberfläche nur mit der zweiten Potenz. Das bedeutet, dass je größer der Trafo, dieser seine Abwärme schlechter wegbekommt und länger braucht um sich wieder abzukühlen. Es könnte daher Sinn machen den Trafo zusätzlich durch den Luftstrom aus kleinen Lüftern zu kühlen.